Das Präsidium - Neuentwicklung Ex-Polizeipräsidium (geplant)

  • Der Turm ist schon ein mehr als ordentlicher Brüchel, kein Wunder bei 95.000 m² auf 145 m verteilt. Auch wenn da die Sockelbebauung mit eingerechnet sein sollte, laut Rahmenplan waren für den Turm 65.000 und für die Randbebauung 15.000 (?) vorgesehen.


    Wenn man denn die BGF unterbringen will, sollte man den Turm, ähnlich wie beim Opernturm geschehen, verschlanken und dann statt dessen beim gezeigten Vorentwurf die fünf Stufen auf sechs erhöhen, dann wären wir bei 170-180 m. Wäre auch städtebaulich von Vorteil, denn die bestehenden bzw. geplanten HH drum herum bewegen sich alle zwischen 115 und 150 m.


    Das Argument der Stadt mit der Torsitiuation halte ich für überflüssig, vlt. wird das von Seiten der Stadt ähnlich wie am Taunustor genauso gesehen, daß in der Hinsicht Hoffnung besteht.

  • Mehr aus diesem FNP-Artikel:


    - Architekt Jo Franzke plädiert für mehr Höhe und verweist auf den benachbarten 200m hohen Tower 185
    - An der Ludwigstraße könnten Wohnungen entstehen
    - An der Ecke Mainzer Landstr./Friedrich-Ebert-Anlage ist ein kleineres Mittelklasse-Hotel geplant
    - Der Altbau des Polizeipräsidiums an der FEA ist für ein 5-Sterne-Haus vorgesehen.
    - Nördlich des Altbaus an der FEA ist ein kleiner Quartiersplatz und ein niedriges Bürohaus geplant.
    - Zur besseren Erschließung soll eine neue Straße vom Quartiersplatz an der FEA am Hochhaus vorbei zur Ludwigstraße führen.
    - Makler warnen vor einem Engpass an Büroflächen in Frankfurt, der in einigen Jahren trotz hoher Leerstandsquote eintreffen könne, da das Angebot an Standorten mit hoher Qualität sehr überschaubar sei: Da gebe es "nur" TanusTurm und MainTor.


    Blick vom Pollux (2007):



    Altbauten an der Mainzer Landstraße:



    Blick vom Maintower:



    Friedrich-Ebert-Anlage:



    Bilder: Gizmo23

  • Dieses "Tor"-Argument geht mir so langsam etwas auf die Nerven. Wie es schon beim Taunusturm unsinnig war, so ist es auch hier (siehe auch die kurze Diskussion darüber in dem entsprechenden Strang).


    Dieser neuen Turm würde zunächst noch nicht mal direkt an der Eberhardt-Anlage situiert sein, sondern zurückversetzt dahinter; vor ihm wäre das Frontgebäude des ehemaligen Polizeipräsidiums.
    Und wenn dann auch der Turm an die Stelle gebaut werden würde, wo Franzke ihn sich vorstellt, so würden sich die beiden HHer noch nicht mal auf gleicher Höhe befinden. Darüber hinaus ähneln sich die beiden Türme kein bisschen (und selbst ein evtl. möglicher anderer Entwurf wird mit großer Wahrscheinlichkeit sich nicht an der Form/Gestaltung des SelmiHHes orientieren).


    Manchmal kommt es mir so vor, dass solche Argumente nur deshalb in den Raum geworfen werden, damit wann was zu sagen hat :cool:.

  • Sehr schönes Projekt. Es wäre sehr wünschenswert, dass sich hier was tut. Allerdings halte ich das Argument mit dem sich abzeichnenden Mangel an attraktivem Büroraum für reine (positive) Stimmungsmache. Mit Taunusturm und dem Maintor Projekt wird es einen erheblichen Zuwachs an neuen Flächen geben. Mann darf nicht vergessen, dass im Anschluss an diese Projekte die derzeitigen EZB-Flächen auf den Markt kommen dürften. Das sind immerhin 2.5 Hochhäuser.

  • Schöne Geschichte, der Entwurf gefällt mir sehr gut. Langsam, aber sicher wird der Hochhausrahmenplan von 1998 umgesetzt. Hoffen wir auf erfolgreiche Verkaufsverhandlungen und die Absicht des Investors, auch tatsächlich ein Hochhaus zu errichten. Wie wäre es denn mit Wohn-Nutzung an dieser Stelle? Durch das Skyline Plaza nebenan ist das auch nicht die schlechteste Lage, von der Zentralität und guten Anbindung ganz abgesehen.


    Die zu bebauende Lücke in der Skyline nochmal aus anderer Perspektive:



    Bild: Miguel


    garcia, stimme zu - vor allem darf man auch den Nextower nicht vergessen. Der ist schließlich schon fertig.

  • Eine sehr gute Nachricht für ein Projekt, dessen langsames Versanden ich schon befürchtet hatte. Umso positiver, dass die zuständigen Stellen im Hintergrund offenbar nicht untätig geblieben sind.


    Wenn man den Vorentwurf sieht, so steht zu hoffen, dass sich "das Trumm" letztendlich unter die Hochhäuser einreiht, bei denen man einfach einsehen musste, dass ein solch voluminöser Baukörper an der entsprechenden Stelle nicht hinpasst. Und was passiert nunmal, wenn die Nutzfläche gleich bleiben soll, aber die Grundfläche kleiner wird?


    Wie bei der Commerzbank (zunächst auf 130 Meter projektiert, knapp das Doppelte kam dann raus) muss es ja nun nicht ausufern, aber ein schöner 200er sollte drin sein. Von dem Argument der "Torsituation" ist m.E. nicht viel zu halten, da schließe ich mich merlinammain an.

  • Der hohe Gewerbesteuer-Satz ist zweifellos eine hohe Hürde, allerdings sitzt Accenture in Kronberg zu weit weg vom Hauptbahnhof und Flughafen im Vergleich zur Konkurrenz.


    Ich würde da meine Hoffnungen auf einem niedrigen Niveau belassen.


    • Accenture hat mit Kronberg-Süd quasi eine Exklusiv-Haltestelle von der Du direkt auf den Accenture-Campus fällst. Von dort bist Du in 20 Minuten am Frankfurter Hauptbahnhof. Da haben genügend vernünftige Bürostandorte direkt in Frankfurt nur eine ähnlich gute oder sogar eine schlechtere Anbindung (z.B. das Mertonviertel).
    • Accenture ist die Großansiedlung in Kronberg der letzten Jahre und bekommt wahrscheinlich einen entsprechenden Service im Kronberger Rathaus. Das wird Frankfurt nie duplizieren können (und wollen).


    Ich persönlich freue mich natürlich über jeden neuen Tower in Frankfurt, aber Accenture und Deloitte sind für mich da keine realistischen Mietkandidaten.

  • Die Rundschau kommt spät mit ihrem Bericht, liefert aber immerhin den Namen des mittlerweile schon geheimnisumwobenen Investors in spe: Die Verhandlungen mit dem Land um den Erwerb des Areals soll Benchmark Real Estate Development führen. Ein noch weitgehend unbeschriebenes Blatt, zuletzt durch das Projekt "CU - Smart Living" in Bockenheim in Erscheinung getreten.

  • @ Garcia: Sehe ich ähnlich. Allerdings werden die 2,5 Hochhäuser der EZB erst 2014 frei - und dann wohl eine gründliche Renovierung brauchen. Vor 2016 sind die vielleicht gar nicht bezugsfertig.

  • Seit Monaten sind keinerlei aktuellen Informationen mehr zum Stand des Projektes zu finden. Dafür scheint das Gebäude immer weiter vor sich "hinzurotten". Hoffe das Projekt am alten Polizeipräsidium schläft nicht ein...

  • Es tut sich was.
    Laut einem aktuellem Bericht des HR befindet man sich auf der Zielgeraden mit dem Investor. Man wolle möglichst noch dieses Jahr zum Abschluss kommen.


    Damit wäre der Erhalt des ehemaligen Polizeipräsidiums, eine Mischung aus Neobarock und Klassizismus im historistischen Stil gesichert und im dahinter liegenden Hof das Baurecht für einen bis zu 145m hohen Turm gesichert. Ein besonderes Anliegen der Stadt sei zudem auch, dass auf dem Areal auch Wohnungen Platz finden sollten, so der Sprecher des Planungsdezernenten, Mark Gellert.


    Des weiteren habe man Stillschweigen über den Stand der Verhandlungen als auch den Kaufpreis vereinbart. Man spekuliert aber das es sich dabei um ca. 80 Millionen Euro handelt die das Finanzministerium gerne haben möchte.
    Zu welchen Konditionen der Verkauf stattfindet, etwa Änderungswünsche des Investors, wird nicht verraten.

  • Hoffentlich. Das Gleiche "man befindet sich auf der Zielgeraden" meine ich auch letztes Jahr schon gehört zu haben. Das Areal wäre übrigens absolut prädestiniert für hochpreisige Luxuswohnungen, etwa auch im Hochhaus. Das PP könnte sich als Hotel eignen (vielleicht mit Spielbank, wenn man dafür eine Lizenz vom Land bekäme). Die ganze Ecke bis zur Mz. Landstr. hat jedenfalls erhebliches Potenzial. Momentan ist das Ganze aber noch eine ziemliche Schmuddelecke, trotz Toplage. Bei der Gelegenheit könnte man sich auch einmal des Platzes der Republik annehmen.

  • Megaxel, stimme Dir absolut zu, das ganze Gelände hat hohes Potential. Und das solche Verhandlungen sich etwas hinziehen ist ja ganz normal. Man kann annehmen das evtl. Pläne für das Areal schon weit gediehen sind, da es ja sogar schon Vorstudien (siehe Vorbeiträge) gab.


    Die Schmuddelecke wird sich von selbst auflösen, davon bin ich überzeugt. Spätestens mit Fertigstellung des Skyline Plazas und dem Boulevard Ost ist diese Gegend dann nicht mehr vereinbar mit dem Areal des Polizeipräsidiums.


    Falls das Hotel noch kommt und auch die Bebauung auf dem Telenorma Areal beginnt (egal ob mit Hochhaus oder ohne), spätestens dann wird sich dort etwas tun. Persönlich gehe ich davon aus das wir hier überrascht werden was die Planungen angeht und auch das diese schneller umgesetzt werden als wir momentan noch glauben, vor allem wenn das Gelände verkauft ist. Denn ein brachstehendes Areal bringt nunmal kein Geld.


    Wir werden wahrscheinlich einen Mix aus Hotel, Wohnungen auch im Hochhaus (bei evtl. Änderung des Bebauungsplans als Zugeständnis für die Stadt) und Büros sehen.

  • Ganz offensichtlich bewahrheiten sich meine Befürchtungen: Es wird wieder mal nichts - es sei denn, wir bekommen noch ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk. Ehrlich gesagt, für mich vollkommen unverständlich. Was für ein Entwicklungspotenzial!! Das betrifft nicht nur das Gelände des Polizeipräsidiums. Wenn es dort erst einmal losgeht, gibt das einen Schub für das gesamte Karree bis zum Güterplatz.

  • Das Problem des Blocks Mz-Ldstr/Ludwigstr/Hohenstaufenstr/Fr.-Ebert-Anlage besteht darin, dass
    1. das Gebäude des alten PP unter Denkmalschutz steht und
    2. die U-Bahn ins Europaviertel den Baublock unterfahren muss, und zwar die Südwestecke des im gültigen B-Plan B556 für ein 145m-Gebäude ausgewiesenen Baufensters.



    Copyright: Stadtplanungsamt Frankfurt am Main


    Bekannt ist, dass das Land Hessen den Bau des neuen PP aus dem Verkaufserlös des alten PP refinanzieren wollte und von daher das allergrößte Interesse an einer höchstmöglichen Ausnutzung des Grundstücks hat, der aber vermutlich die Unterfahrung im Wege steht.


    Um dieses Problem zu lösen, muss man entweder die U-Bahntrasse ändern, was wegen der erforderlichen Kurvenradien nur sehr eingesachränkt möglich ist, denn die unterirdische Ausfädelung aus dem D-Tunnel, d.h. der Beginn der Kurve nach Westen ist schon angelegt (das ist die heutige Wendeanlage der U5), d.h. die Trasse ist gerade am Anschluss an den bestehenden Tunnel nicht oder nicht wesentlich änderbar. An diesem Punkt steht die Stadt mit dem U-Bahnbau auch unter allerhöchstem Zeitdruck, weil sie mit einer fertigen Planung in den nächsten Wochen die Förderung beantragen muss; sie wird die Trasse deshalb nicht groß ändern können. Oder den B-Plan ändern und das Baufenster für das Hochhaus verlegen oder die Bauhöhe vergrößern oder was weiß ich. Das ist aber ein Prozess, der einer kurfristigen Vermarktung (so sie denn anstünde) zuwiderliefe.


    Jedenfalls scheint dort ein kompliziertes Gemenge widerstreitender Bedürfnisse und Interesse vorzuliegen.

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Rechtschreibung, Ergänzung

  • Besser als die U-Bahntrasse zu ändern wäre es, den rückwärtigen, nicht denkmalgeschützten Teil des Gründerzeit-Bestands einfach mal stehen zu lassen und zu sanieren. Ich halte diesen für unbedingt erhaltenswert, entscheidend für die Ensemblewirkung, zumal es in Frankfurt neben den Gerichtsgebäuden nahe der Ostzeil kaum mehr wilhelminische Anlagen dieser Größe gibt. Das Hochhaus könnte ideal anstelle des fliesenverkleideten Nachkriegsbestands in der äußeren südwestlichen Ecke des Areals platziert werden. Das Baufenster müsste nur etwas nach Südwesten verschoben werden. Dann kämen sich Gründung des Hochhauses und U-Bahn-Tunnel nicht in die Quere.


    Ich meine den Teil mit gelbem Putz und als Hochhaus-Standort die Ecke zur Mainzer Landstraße und Ludwigstraße rechts davon (Foto von 2007).



    Bild: Gizmo23

  • Man könnte natürlich auch den Tunnel so auslegen, dass er konstruktiver Gebäudeteil ist. Das erfordert allerdings eine schnelle Einigung über die Bebauung und eine direkte Abstimmung zwischen den Statikern der beiden Projekte.


    Sowas wäre auch beim Commerzbankturm möglich gewesen, der jetzt ja eine Diskussion über ein Frankfurt21 deutlich verkürzt.

  • Der eine Tunnelstutzen endet unmittelbar vor dem Haus Düsseldorfer Straße 21 unterm Gehweg, der andere unter den Fahrspuren der Mz-Ldtr. stadteinwärts, dort wo die Straßenbahn in die Düsseldorfer Straße abbiegt, also praktisch mitten unter der Kreuzung.

  • Tunnelklick: Vielen Dank für die prompte Antwort. Ich hatte allerdings gehofft, dass die Tunnelstutzen weiter in Richtung Güterplatz verlaufen würden. Also könnte man nur von der Europaallee in Richtung Platz der Republik / Düsseldorfer Str. bohren. Wenn es jetzt schon eine genaue Planung für das Hochhaus, bzw. einen Investoren geben würde, könnte man den U-Bahntunnel in die Planungen mit einbeziehen. Ansonsten, wenn die Verlängerung der U 5 jetzt unter Zeitdruck gebaut werden muss, denn die Zeit wird ja offensichtlich knapp, und ein Investor noch nicht in sicht ist, sollte man den Hochhausstandort einfach innerhalb des Grundstücks nach Südwesten verlegen. Obwohl mir der Standort an der Friedrich-Ebert-Anlage besser gefallen würde.