Das Präsidium - Neuentwicklung Ex-Polizeipräsidium (geplant)

  • Erfreulich das es hier nun doch so zügig weitergeht.
    Bin gespannt auf erste Ergebnisse.
    Freuen würde ich mich über ein Ensemble aus 3-4 Türmen mit ansprechender Blockrandbebauung.


    Klasse auch der Deutsche Name für das Projekt.


    "Das Präsidium" ist einfach und gut.

  • "Wo wohnst du?"
    "In das Präsidium!"


    Klingt ein wenig seltsam, aber ...
    Wie auch immer es heissen wird, ich hoffe die Entwicklung des grossen Grundstücks wird mutig und kreativ angegangen.


    4 Türme sind drin. 1 Hotel, 1 Office, 2 Wohnen und Blockrand.

  • Super Nachrichten.
    Auch ich erhoffe mir vor allem eine schöne Blockrandbebauung und eine Verdichtung ähnlich wie in #159 gezeigt.


    Den deutschen Namen mit dem historischen Bezug finde ich auch super.
    Viel zu oft wurden die letzten Jahre austauschbare Marketingnamen gewählt (One Fourty West, Four usw.). Eine Abkürzung für "das Präsidium" wird sich finden. Die Frankfurter sind ja nicht unkreativ bei der Findung von Spitznamen.

  • Nicht grundsätzlich Neues, aber einige ergänzende Information lesen wir heute in der Frankfurter Rundschau, die heute ein Interview bringt, das ihr Redakteur Claus Göpfert mit der Vorstandsvorsitzenden der Gerch Group, Mathias Düsterdiek, geführt hat (momentan nur hinter der paywall oder im print zu lesen).


    Auf die Feststellung, mit 212 Mio € sei der Preis in irrwitzige, spekulative Höhe getrieben worden, war die Antwort, er könne diesen Preis nicht bestätigen, es sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Man müsse aber den Preis ins Verhältnis zu der von der Stadt anscheinend zugesicherten BGF von rd. 100.000 m² sehen, worüber Einigkeit bestehe. Die Erwerbskosten lägen dann bei rd. 2000 €/m² BGF. 40% der BGF solle auf Wohnen entfallen.


    Auf die Frage nach der Nutzung sagte er, es seien mehrere Hundert Wohnungen geplant, eine öffentliche Durchwegung des Blocks sowie öffentlich zugängliche Nutzungen auf Straßenebene. Die Zahl der Wohnungen und ihr Zuschnitt hänge stark von der Wohnform ab, wobei eine bestimmte Zahl ETW aus wirtschaftlichen Gründen unverzichtbar sei; darum ginge es in den Verhandlungen mit der Stadt. Ebenso um die Frage des Hochhauses, das von der Stadt nicht mehr gewünscht werden, ob ein oder zwei Hochhäuser sei für die Gerch Group nicht entscheidend.


    Für die Durchführung werde es Wettbewerbe geben, einen städtebaulichen und für die einzelnen Gebäude Architekturwettbewerbe.


    Die Geheimnistuerei um den Kaufpreis kann man eigentlich nur so interpretieren, dass der Kaufpreis auf der Basis einer gewissen BGF vorläufig kalkuliert wurde und die endgültige Höhe erst bestimmt wird, wenn die Verhandlungen mit der Stadt abgeschlossen sind und die endgültige BGF und der Nutzungsmix verbindlich feststehen.


    Dass sich die Gerch Group hinsichtlich des Hochhauses flexibel gibt, ist schon mal eine gute Verhandlungsposition, denn die Stadt ist es meistens auch, wenn der Rest stimmt; der Rest ist hier eine möglichst hohe Zahl geförderter Wohnungen und öffentliche Nutzungen.

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Man darf hoffen dasss sich hier baldmöglichst etwas tut, denn das alte Polizeipräsidium verfällt zusehends, ein trauriger Anblick von gestern, groß klickbar:



    Bild: Adama

  • Städtebaulicher Wettbewerb wird ausgeschrieben

    Die Gerch Group wird einen städtebaulichen Wettbewerb ausschreiben und dazu zwölf Planungs- und Architekturbüros einladen. Das schreibt die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf ein Gespäch mit Mark Gellert, Sprecher des Planungsdezernenten. Das Areal der Matthäuskirche, Friedrich-Ebert-Anlage 33, wird nicht in den Wettbewerb einbezogen.


    Die zwei zunächst vorgesehenen Hochhäuser mit einer Höhe von 145 Metern und 130 Metern sind wohl vom Tisch, heißt in der FR. Stattdessen könnten mehrere kleine Türme möglich sein. Genaueres soll der Wettbewerb erbringen. Im Artikel ist die Rede von einem neuen Quartier mit mindestens 400 Wohnungen, Büros und Hotels, das bis zum Jahr 2026 fertig sein soll. Die zulässige Geschossfläche beträgt 100.000 Quadratmeter. 30 Prozent des Wohnens sollen öffentlich gefördert werden.


    Der Denkmalschutz soll gegen den Umbau des ehemaligen Polizeipräsidiumsgebäudes an der Friedrich-Ebert-Anlage zu einem "großen Luxushotel" sein. Die FR vermutet stattdessen eine Umnutzung zu einem Bürohaus.

  • Danke für die Zusammenfassung. Ein stupide und fast schon tragische Entscheidung die 2 Hochhäuser, die zudem niemanden gestört hätten (da hinter dem Blockrand) zu streichen.
    Also werden wir uns auf 3-4 typische Frankfurter 60m Bolzen freuen können, die zudem viel zu massiv sein werden.
    Bravo.


    Und den Denkmalschutz kann ich in dieser Stadt leider so gar nicht mehr ernst nehmen, nach der Chose um das Senckenberg und andere. Luxushotel wäre super gewesen, da es für die Öffentlichkeit, zumindest teilweise öffentlich gewesen wäre.


    Hoffentlich wird dieser Josef endlich abgewählt, er bringt nur Ungemach für die Entwicklung dieser Stadt. Wenn das alles nicht ideologisch ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter...

  • Was will man da noch zu sagen, außer, daß die Entscheidung, wie Adama schon sagte, ausschließlich ideologisch begründet sein muß.


    Die ursprünglich angedachte Höhe wäre schon kaum aufgefallen, hätte aber die Hochhauskette vom Bankenviertel zum Messeviertel sinnvoll geschlossen. Auch Verschattung oder klimatischen Gegebenheiten werden hier als Argument wohl ausfallen.


    Da jetzt eine Art "Zahnlücke" zu zementieren, ist ein ganz besonderer städtebaulicher Kniff..


    Luxushotel weg ( Denkmalschutz..ist klar), dafür sozialistischer Städtebau in Form von 50m-Bauten am laufenden Band.


    Da ist dann auch die Bodenversiegelung egal ( bloß Eigenheimbesitzer mit Steingärten sind die bösen Insektenvernichter ), bei einem vernünftigem Turm und Blockrandbebauung wäre vlt. im Innenbereich noch Platz für nennenswerte Grünflächen gewesen.

  • Lieber Adama, ich muss Dir mit Bedauern zustimmen weil hier für das Messegebiet eine außerordentliche Entwicklungschance auf Jahrzehnte verloren geht.


    Die Verantwortlichen in der Frankfurter Kommunalpolitik stellen sich als Meinungsstarke hin. Dabei handelt es sich um Sturheit at its best! Was soll diese Prinzipienreiterei?
    Das hier Wohnungsbau inkl. dem 30%-igen Förderungsanteil entsteht ist common-sense. Mit Kompromissbereitschaft hätten m.E. sogar die 40% bei gleichzeitig insgesamt erhöhten Wohnanteil erreicht werden können. Aber dazu hätte man von Seiten der Stadt auch dem Investor, nicht nur auf die Gersch Group bezogen, was anbieten müssen, nämlich mehr Höhe als der ursprüngliche B-Plan erlaubt hätte oder sogar noch ein 3. HH. Wenn dabei der Anteil der Luxus-ETW reduziert worden wäre und vermehrt ETW für den Mittelstand neben einer erhöhten Förderquote herausgekommen wäre hätten sich die Verantwortlichen zurecht abfeiern lassen können. Und es wäre wahrscheinlich noch die vollständige denkmalgerechte Sanierung insbesondere im Inneren und die öffentliche Nutzung des ehemaligen Präsidium herausgesprungen.
    Stattdessen also jetzt eine 'beruhigte Skyline' mit drei bis vier 60 m Dingern. Das Wort HH will mir beim tippen nicht über die Finger kommen. Hier hätten nach allgemeinem Sprachgebrauch 2-3 HH entstehen können und nicht nur HH qua Baurechtdefinition. Dem HH-Cluster an der Messe hätte es sehr gut gestanden. Zumal der ÖPNV schon vorhanden bzw. sogar ausgebaut wird. Gerade dieser Aspekt ist in Frankfurt ja nicht selbstverständlich.


    Was sind den die Gründe des Denkmalschutzes warum keine Hotelnutzung möglich ist?
    Auch wenn der Anbau mangels Denkmalwürdigkeit wohl verschwindet, was ich schade finde, ist dieser eine gute Ergänzung weil er die Straßenfront angenehm proportioniert.


    Das Ganze erinnert mich an den Campanile und auch hier wird man Seitens der Stadt zu spät erkennen was hier möglich gewesen wäre.

    2 Mal editiert, zuletzt von main1a () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Kann ich auch nicht nachvollziehen. Die direkten Nachbarn des Grundstücks sind 200m, 365m(theoretisch), 142m und etwas entfernt der 172m Grandtower. Man kann ja begründen, hier eine Abstufung vorzunehmen zu wollen und etwas niedriger zu bauen, aber die 145/130m sind da schon ein vernünftiger Wert. Nun wissen wir nicht, was sich der Herr von der SPD unter "kleinere Hochhäuser" vorstellt, evtl. werden es ja dann 110/90 oder so, womit man denke ich evtl. noch leben könnte. Weniger sollte es aber auf keinen Fall werden, sonst erreicht man ja nicht einmal die Hälfte der Höhe der Nachbargebäude, was optisch nicht schön wird.

  • Wir wissen aber auch nicht, wie viel davon neue und harte Fakten sind und wie viel den persönlichen Wünschen des Autors Göpfert entspringt, der ja ganz offensichtlich und unverschämt seit Jahren seine eigene Agenda verfolgt. Mit wertenden Sätzen wie "Nur 30 Prozent des Wohnens werden öffentlich gefördert sein. Es ist wahrscheinlich, dass in dem neuen Quartier ansonsten zahlreiche Luxuswohnungen gebaut werden." entlarvt er sich doch immer wieder.

  • Ich bin mir auch relativ sicher, dass diese Aussage:“wird auf mehreee kleinere Hochhäuser“ verteilt einfach in jedem Artikel übernommen wird, aber dahinter auch nichts konkretes steckt
    Man wird einfach schauen , was die Wettbewerbe liefern und wie es die Architekten umsetzten wollen

  • Also dem Artikel kann ich beim besten Willen nicht entnehmen, dass die Stadt das Hochhaus gestrichen hat. Vielleicht sind ja auch dem Projektentwickler vier kleinere Türmchen lieber als zwei hohe.
    Auch kann ich der uneingeschränkten Forderung nach Hochhäusern an jeder Stelle und je höher je lieber manchmal nicht nachvollziehen. Ein möglichst hohes Haus ist meiner Meinung nach nicht immer die beste Lösung. Architektonisch kommt nicht immer was Gescheites raus und nicht jeder will in einem Hochhaus mit 20+ Stockwerken und allen hausgemachten Problemen und Kosten wohnen.

  • Jedenfalls war es die Stadt, genauer das von bewusstem SPD-Dezernenten geführte Stadtplanungsamt, die im vergangenen Jahr eine Veränderungssperre für das Präsidiums-Areal erwirkt hat, um das bestehende Planungsrecht für einen 145-Meter-Turm mit 65.000 m² Geschossfläche auszusetzen. Und nein, dies erfolgte ganz gewiss nicht auf Wunsch des Projektentwicklers.

  • Die Argumentation wird für diesen Fall wahrscheinlich recht einfach sein. Bei mehreren niedrigen Hochhäusern sind die Herstellungskosten pro m2 niedriger als bei wenigen hohen HH. Gut wäre es, wenn dadurch auch günstigere Miet- bzw. Kaufpreise rauskämen für den Wohnteil. Vllt. macht es Sinn, erst einmal auf den städtebaulichen Entwurf zu warten, gerade für Büro und Hotel könnten da noch einige Überraschungen kommen.

  • zu#194


    Es geht doch gar nicht darum an "jeder Stelle und umso höher je besser".
    Es geht darum dass ohne Müh' und Not ein rechtskräftiger Bebauungsplan plötzlich zu Ungunsten eines Investors, der ein Vermögen dafür ausgegeben hat um diese Brache endlich zu entwicklen, mit einer Veränderungssperre belegt wurde und das rein aus einer politischen zweifelhaften Agenda heraus.


    Das Gelände wurde auch verkauft unter der Prämisse eines Baurechts für ein Hochhaus (Nutzung einmal ausgenommen). Dann aber als Stadtplanungsdezernent plötzlich die VÄsperre auszusprechen ist nicht die feine Art.


    Ich sehe hieraus keinen Nutzen für die Stadt Frankfurt.
    Besser wäre es gewesen zusammen mit den Investoren einen Konsens zu erzielen der für alle tragbar ist, denn 200 Millionen müssen erstmal wieder reinkommen zuzüglich weiterer Millionen für den Bau.


    Die Stadt möchte günstigen Wohnraum. Gut und wichtig. Die Frage ist aber ob dies tatsächlich durch "geförderten Wohnraum" erreicht werden kann. Ich bezweifle dies stark, denn untere Einkommenssschichten können sich bei weitem eben keine geförderten Wohnungen leisten.
    Das zum Thema gefördertem Wohnraum.


    Nachwievor bin ich der festen Überzeugung, dass man durch Gespräche durchaus eine Hochhausbebauung hinbekommen hätte (mit der im rechtskräftigen Bebauungsplan ausgewiesenen Höhe), auch durch entsprechende Vorgaben der Stadt, geförderter Wohnraum im Blockrand, evtl. 2-3 kleinerer Türme mit Hotel und Büronutzung. Defacto ein 2. kleineres Four.


    Warum klappte dort alles und hier wird nun in anderen Maßstäben gerechnet mit zusätzlichem und nicht förderlichen Druck?
    Solch ein Verhalten vergrämt Investoren da es eben keine Planungssicherheit mehr gibt. Eine sehr ungute Entwicklung ist das alles.