C++ - das Chemnitzer Stadtgespräch

  • Neues Leben in der Markthalle?

    Nach einem Bericht der Freie Presse könnte demnächst eine große Fahrradkette in die Markthalle ziehen. Für meine Begriffe nicht das Non-Plus-Ultra für dieses schöne Gebäude, aber besser als der jetzige Zustand. Siehe

  • Wieviele Fahrradläden sollen denn in dieser Region noch entstehen? Es ist doch gerade in der alten Leuchtenfabrik ein großes Geschäft mit Außenteststrecke entstanden. Geschätzte 1,5 KM Luftlinie. Nicht zu vergessen das bereits bestehendes Fahrradgeschäft vis a vis von Stöckert auf der Zwickauer Straße und das Radgeschäft auf der Barbarossastaße. Das ähnelt ja fast der Menge Supermärkten und Gebrauchtwagenhändlern in Chemnitz. Dafür ist die Stadthalle meines Erachtens zu schade... :( ... aber wie bereits erwähnt besser als Leerstand und es gibt 20 neue Arbeitsplätze. Argumente die man auch nicht vergessen darf.

  • Jetzt ist es offiziell. Die Stadt Chemnitz hat ein Einwohnerplus von 138 Personen zu verzeichnen. Siehe
    Wie lguenth1 bereits schrieb ist das hauptsächlich den gestiegenen Asylbewerberzahlen zu "verdanken".

  • Ich habe mir mal die Zahlen unter http://www.chemnitz.de/chemnit…en_bevoelkerungsstand.asp angeschaut.


    Bevölkerungsstruktur Aktuell Vorjahr
    Bevölkerung 240.767 240.629 + 138
    "darunter Ausländer" 7.185 6.823 + 362


    Wieviele der 362 Menschen mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit, die nun zusätzlich in Chemnitz leben, tatsächlich Asylbewerber_innen sind, läßt sich der Statistik nicht entnehmen. Sie wird aber vermutlich einen sehr großen Teil ausmachen und unter ihnen sicherlich wiederum Flüchtlinge aus Serbien und Mazedonien.


    Man könnte nun mal diese Menschen aus der Statistik herausnehmen, weil die Chance, dass ihrem Antrag, in Deutschland als politische Flüchtlinge anerkannt zu werden, stattgegeben wird, eher gering ist. Nicht einmal 1 Prozent der Menschen aus Serbien und Mazedonien werden als Flüchtling anerkannt. Bei den nichteuropäischen Bewerber_innen, die oft aus dem Irak und aus Afghanistan stammen, wurden 30 bis 40 Prozent der Asylanträge positiv beschieden.


    Also gesetzt den sehr unwahrscheinlichen Fall, alle 362 "neuen Ausländer" wären Asylbewerber_innen, kein einziger Antrag würde anerkannt und alle würden in kürzester Zeit "abgeschoben", hätte Chemnitz 240.405 Einwohner_innen.


    Nur läßt sich das leider nicht mit den Angaben des Statistischen Landesamtes vergleichen, denn wie lguenth1 schrieb, liegen deren Zahlen und Annahmen seit Jahren noch deutlich darüber. So läßt sich nur sagen, dass das Amt mit einem Rückgang der Einwohner_innenzahl von Anfang 2010 auf 2011 von 1100 Personen rechnete.

  • Zum Unterschied der Zahlen zwischen Stadt und Landesamt gibt es einen lesenswerten Beitrag in Wikipedia:


    http://de.wikipedia.org/wiki/W…utschland/Einwohnerzahlen


    Ich bin mir nicht sicher, ob die Diskussion zielführend ist. Selbst wenn die momentanen Asylbewerber nicht anerkannt werden, dann werden wohl zumindest neue nachrücken, sobald welche gehen müssen. Zum anderen finde ich die Tendenz nach wie vor bemerkenswert und hoffe, dass die Zahlen sich in den nächsten Jahren stabilisieren. Viele Unternehmen knüpfen Investitionsentscheidungen an solche Statistiken und dann hab ich lieber ein paar potentiell abgelehnte Asylbewerber dabei, als einen weiterhin fortgesetzten Negativ-Trend. Dies ist ja keine Spezialität von Chemnitz, Asylbewerber gibt es auch in anderen Städten.

  • Danke hkremss,


    so sehe ich das auch. Der Trend der letzten Jahre ist das Positive und ich schätze mal da sind auch schon Asylbewerber mit einbezogen worden. Ich freue mich über die Nachricht...

  • Werden die drei Schimpansen im Chemnitzer Tierpark mit als Einwohner von Chemnitz gezählt? Immerhin ist deren DNA zu 99% identisch mit unserer.

  • Ein Artikel in der Freien Presse, Regionalausgabe Erzgebirge, vom 12.01.2011 ( http://www.freiepresse.de/NACH…AGES_REGIONAL/7566033.php ) nennt interessante Zahlen:


    Im Erzgebirgskreis lebten Mitte 2009 130.338 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, von denen 37.361 (fast 30 Prozent!) bei Firmen außerhalb der Kreisgrenzen arbeiten. Hauptanziehungspunkt ist für mehr als ein Drittel der Berufspendler_innen (13.783) die Stadt Chemnitz, danach folgen der Wirtschaftsraum Zwickau (7256) und der Landkreis Mittelsachsen (3459).


    Deutlich weniger, 12.688 Menschen kommen zum Arbeiten in den Kreis. Hier sind es 3735 Einpendler_innen aus Chemnitz, 3421 aus dem Wirtschaftsraum Zwickau und 2175 aus dem Landkreis Mittelsachsen.

  • Parkplätze auf dem Kaßberg

    Dr. Dieter Füßlein (FDP) überrascht einmal mehr mit neuen, eher ungewöhnlichen (manch einer würde auch sagen unsinnigen) Vorschlägen:


    Parkplätze für Chemnitzer Bürger
    In einem Wohngebiet von Chemnitz gibt es zu wenige Parkplätze. MDR-INFO-Hörer Dirk Seifert fragt, was die Stadt dagegen tut? Christian Werner hat sich erkundigt.
    http://www.mdr.de/mdr-info/hoereraktion/8094891.html


    Er kann sich doch mit seinem Leipziger Parteifreund René Hobusch zu sammentun, der hat auch regelmäßig Spitzenideen. In Schleussig könnte man diese häßlichen alten Holzstrünke wegmachen, um schicke Parkplätze anzulegen: http://www.fdp-leipzig.de/2009…-nulltarif-nicht-moglich/

  • Falls die Zahlen schon irgendwo stehen bitte ich um Entschuldigung, ich habe sie nicht gesehen.
    http://www.chemnitz.de/chemnit…l_Anzeige&id=9754&woher=1


    Zitat


    Chemnitz wächst: Starker Zuzug vorrangig in jungen Altersgruppen


    Hauptgrund für diese Entwicklung ist das positive Wanderungssaldo. Im vergangenen Jahr hat Chemnitz 1275 Menschen mehr durch Zuzüge gewonnen als durch Wegzüge verloren. Dabei fanden die Zuzüge hauptsächlich bei Menschen der Altersgruppen zwischen 16 und 40 Jahren statt.
    Insbesondere junge Menschen haben sich damit für einen Wohnsitz in Chemnitz entschieden. Der größte Zuwachs fand in der Altersgruppe der 21- bis 29-Jährigen statt: 610 Bewohner mehr kamen im vergangenen Jahr in die Stadt. In 2009 hatte der Zuwachs noch 225 Personen betragen. Auch die Altersgruppe der 16- bis 20-Jährigen ist um 423 Personen größer geworden. Im Vorjahr hatte das Plus bei 281 gelegen.


    Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: „Der Trend der vergangenen Jahre verstetigt sich, darüber freuen wir uns sehr. Und was man an den Zahlen ablesen kann: Das wichtigste Argument für Chemnitz sind die Perspektiven für die Menschen – während der Ausbildung, im Studium oder für den Beruf. Diese Bereiche haben sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt, das zahlt sich aus.“


    FP, 11.1.11
    Einwohnerzahl von Chemnitz steigt erstmals wieder
    Erstes Bevölkerungs-Plus am Ende eines Jahres seit 1990
    http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7565332.php

  • Im aktuellen Stadtstreicher werden bekannte Chemnitz dazu befragt, was ihnen an ihrer Heimatstadt gefällt und was eher nicht. Bei den negativen Sachen zieht sich die sparsame Jugendförderung wie ein roter Faden durch die Antworten.


    Mein Highlight: Jan Kummers Grund, der für Chemnitz spricht. :D


    Klick

  • Meinst Du den Vorschlag mit den Parkhäusern? Was ist daran unsinnig? Die Idee ist doch gut. Im Karree Markusstraße gibt es einen konkreten Plan für genau so ein Parkhaus.

  • Diese Kreuzdiskussion ist irgendwie verwirrend. Zum Parken auf dem Kaßberg vielleicht mal später oder anderer Stelle. Zuvor frohe Kunde aus dem Radio (man möge mir das Doppelposting verzeihen, denn ich gedenke, es gehört auch unbedingt in diesen Thread):


    detektor.fm
    Attraktiver Osten: immer mehr Zuwanderung in die neuen Bundesländer
    von Lina Bartnik am 14.01.2011 um 12:16 Uhr
    Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle sagt den neuen Bundesländern eine Zuwanderungswelle voraus. Der Osten werde wirtschaftlich immer attraktiver und habe zum ersten Mal mehr Zu - als Abwanderer.
    http://detektor.fm/wirtschaft/…-die-neuen-bundeslaender/


    Mehr dazu im Leipzig-Klatsch: http://www.deutsches-architekt…d.php?p=285497#post285497

  • Monatliches Treffen des Stadtforum Chemnitz


    08. Februar 2011


    Umweltzentrum, Henriettenstraße 5,
    Veranstaltungsraum 2.OG


    Thema:


    “Wohnen an der verkehrsberuhigten Bahnhofstrasse”

  • Die heute vorgestellten Pläne zum Behördenumbau sind sehr überraschend - und aus Chemnitzer Sicht erfreulich. Der Sitz der neuen Landesdirektion soll tatsächlich Chemnitz sein, zudem zieht das Landesamt für Archäologie von Dresden nach Chemnitz (Quelle). Nennenswert größere Beschäftigtenzahlen werden damit sicher nicht verbunden sein, die Befürchtungen in der Region sind damit aber hinfällig. Das Landesamt für Archäologie könnte eventuell die noch ungenutzte Etage im Schocken belegen.


    Vom Statistischen Landesamt gibt es zudem noch vorläufige Bevölkerungszahlen, die wie erwartet mal wieder deutlich von den Zahlen der Stadt abweichen, den grundsätzlichen, erfreulichen Trend aber bestätigen: Link.

  • Ich hätte ehrlich nicht mehr damit gerechnet, dass Chemnitz noch den Zuschlag für den Sitz der fusionierten Landesdirektion erhält. Alles schien ja auf Leipzig hinauszulaufen. Umso erfreuter bin ich aber darüber, dass man sich doch für Westsachsen als Standort entschieden hat. Chemnitz bietet m.E. aufgrund seiner zentralen Lage ohnehin die besten Standortvoraussetzungen. Auch Sachsen-Fernsehen weiß darüber zu berichten -> http://www.sachsen-fernsehen.d…x?ID=1095&showNews=920916


    Den Umzug des Landesamtes für Archäologie halte ich für ebenso begrüßenswert. Aufgrund der Errichtung des Landesmuseums für Archäologie ist die Verlagerung der Behörde nach Chemnitz ebenso konsequent wie sinnvoll -> http://www.sachsen-fernsehen.d…x?ID=1095&showNews=920885

  • Die Zahlen des Statistischen Landesamtes für Ende 2010 sind da:


    http://www.statistik.sachsen.d…d/200_MI-2011/mi01911.pdf


    Stadt Chemnitz:


    31.12.2008: 243880
    31.12.2009: 243089
    31.12.2910: 243053


    Bevölkerungsabnahme:
    2008 -> 2009: -791 (-0,3 %)
    2009 -> 2010: -36 (-0,0 %)


    Dresden (+0,9 %) und Leipzig (+0,5 %) wachsen, der ganze große Rest schrumpft vor sich hin, am stärksten der Landkreis Görlitz, Mittelsachsen, der Erzgebirgskreis und Nordsachsen.


    FP 31.1.2011
    Bevölkerungsrückgang in Sachsen hält an
    Nur Dresden und Leipzig verzeichneten ein Einwohnerplus
    http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7580050.php

  • Das zumindest im sächsischen Innenministerium ein grundsätzliches Umdenken in Sachen Stadtumbau stattgefunden hat, zeigt der heutige FP-Artikel. Innenminister Ulbig fordert klipp und klar, den Abriß in den Plattenbausiedlungen am Stadtrand zu forcieren, die organisierte Wohnungswirtschaft widerspricht erwartungsgemäß. Ein positives Beispiel: In Werdau wird bis zum Jahr 2017 nahezu eine komplette Plattensiedlung von der Bildfläche verschwinden. Für die Mieter der Plattenquartiere werden Wohnungen in der Werdauer Innenstadt beschafft. Auch dazu habe ich einen Artikel gefunden: Link. Der entscheidende Punkt dabei: "Die Reduzierung ist Bestandteil des Entwicklungskonzeptes, das der Stadtrat bereits Ende 2008 für die Sorge beschlossen hat." Mit etwas Mut kann man viel erreichen...