Chemnitzer Erzgebirgsklause

  • Stimmabgabe

    Möchte mich hier -und nicht nur, weil er all seine Kreativität gebündelt hat- dem lguenth mit seinem Vorschlag C++ anschließen.


    Erzgebirgsklause ist in der Tat nicht tragbar und alle Begründungen sind hier bereits zu lesen, was mich nicht davon abhält, nochmals auf die Existenz männlicher Geographen hinzuweisen und den Fußballbezug als absolutes Ausschlusskriterium zu nennen.


    Das C++ hingegen ist doch so schön vielschichtig. Hat ne ganz andere Herkunft, hat das Chemnitz-C und die beiden Plus, die zeigen, dass Chemnitz noch viel mehr bietet und dass es hier im Thread um alles und auch noch mehr gehen könnte. Und es ist eben grad nicht herkömmlich sondern anders - und irgendwie modern. Womit ein brachial-guter Bogen zu Chemnitz geschlagen wäre.


    Finde selbstredend das Subforum an sich klasse und wünsche bei der Gelegenheit dem DAF und insbesondere den hiesigen Aktiven ein gutes 2011. Hoffentlich werden die Weichen in Chemnitz in die richtige Richtung gestellt...

  • Ich habe ein Bild von einem Karl-Marx-Städter Stadtmodell gefunden, dass glaube ich das ist, was vor der Mokkabar Roter Turm stand: http://www.flickr.com/photos/24105644@N03/5201979776/


    Die flickr-Sammlung von "Socialism Expo" ist auch sonst recht beeindruckend ;)
    http://www.flickr.com/photos/24105644@N03/ Die Fotos der Modelle stammen überwiegend aus diesem Meisterwerk: http://www.schnitzler-aachen.d…Architektur/_Modelle.html


    Es wird ja immer gern die Geschichte erzählt, dass Walter Ulbricht eigenhändig einen Block aus dem Modell gebrochen hat, woanders platzierte und dazu den Spruch brachte „Machen sie das Zentrum hell und licht, damit die Menschen noch viele Jahre später sagen können: Sie haben gut gebaut.“ Die steht so sogar im Wikipedia-Artikel Geschichte der Stadt Chemnitz. Aber wenn das Modell erst 1969 entstand wäre es bißchen zu spät. Ich glaube auch eher, dass das ein modernes Märchen / urban legend ist, das nach der Wende entstand und nun so langsam seine Kreise zieht. Denn den Spruch hat der Spitzbart schon 1966 gebracht und ganz allgemein als Städtebauziel der funktionalen sozialistischen Stadt ausgegeben.

  • Als Stift habe ich in der Computer AG (also noch in der tiefen DDR) zwar Basic, Fortran und Turbo Pascal gelernt (, mit stinkenden ORWO-Kassetten gespeichert) und danach schnell wieder alles vergessen. Für C++ hat die Zeit dann nicht mehr gereicht, da kam irgendwie was dazwischen ;).


    Nichtsdestotrotz finde ich den Vorschlag auch gut, da Untermieter ja die anderen Assoziationen aufgezeigt hat.

  • Nun gut, wenn sich bis morgen früh nicht noch mindestens 2 User cherubinos Vorschlag "Unterm Schwanz" anschließen, ändere ich den Threadtitel in C++ ab.


    LE Mon. hist. , ein Café Mephisto gibt es auch in Leipzig, was mich aber nicht davon abhielt, unser Laberforum so zu nennen. Warum auch? Und zuerst dachte ich wirklich daran, es Auerbachs Keller zu nennen, ist aber leider schon in einem anderen Architekturforum vergeben.

  • @ Cowboy


    Sicherlich wird kein Mensch einen Thread in einem Architekturforum mit einer gastronomischen Einrichtung verwechseln und wegen Verletzung von Namensrechten klagen. Aber der Begriff "Auerbachs Keller" ist beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet und den ersten absurden Streit mit einer gleichnamigen Kaschemme in Dortmund gab es auch schon. Das war für die Freunde von BILD sogar gleich mehrfach Thema. Überschrift und Artikel sind wie immer vom feinsten:


    Teuflischer Plan
    Wessis kopieren Auerbachs Keller
    Darf dieser Beton-Klotz in Dortmund den Namen unseres Traditionslokals tragen?
    http://www.bild.de/BILD/region…ren-auerbachs-keller.html


    Keine Ahnung, wie die Sache nun ausgegangen ist. Vermutlich steht es irgendwo unter http://www.deutsches-architekt…rum/showthread.php?t=2949 , aber da arbeite ich mich nun nicht durch.

  • C++ ist mir zu kalt. Passt irgendwie gut zu Stadt der Moderne.


    "Unterm Schwanz" hat etwas eigenes und es hat etwas mit Chemnitz zu tun. Hat C++ nicht. Vor allem spielt etwas Humor mit. :daumen:


    "Unterm Schwanz" war in Chemnitz lange ein beliebter Treffpunkt. Damit war der Schwanz eines der Reiterstandbilder vor dem Alten Rathaus gemeint. Ich hatte den Treffpunkt hier im Forum damit in Verbindung gebracht. Sozusagen,,,, die neue Version eines Stückes Chemnitzer Tradition.


    Vielleicht sollten wir auch etwas länger wie bis morgen früh warten. Manch einer wird jetzt schon im Bett sein.


    http://www.fotos-hochladen.net…iterstandbildimkqc54u.png

  • Nun ist das Reiterstandbild von Wilhelm I. vor dem Alten Rathaus Chemnitz im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden. Seit fast 70 Jahren trifft sich da kein Mensch mehr an der Stelle und seit mindestens über 50 Jahren benutzt so gut wie keiner mehr die Redewendung. Die war nicht unbedingt nur für Chemnitz typisch, sondern im deutschen Kaiserreich so gar eine Art Running-Gag in nahezu jeder größeren Stadt mit einem Reiterstandbild, meist von Kaiser Wilhelm I. Und das gab es in fast jeder: http://de.wikipedia.org/wiki/L…Wilhelm-I.-Denkm%C3%A4ler Meines Wissens ist die Redewendung bis heute nur noch in Hannover in Verwendung, weil das Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnhof noch steht.


    Ich bin mir sicher, in Chemnitz war sie dagegen völlig vergessen, bis sie Uwe Fiedler 2009 mit seinem Buch "Um drei unterm Schwanz des Kaiserpferdes" wieder aus der Versenkung holte. Es hat also keine Tradition, sondern wurde sozusagen wiederentdeckt, und ist auch nicht im Leben der Chemnitzer_innen verankert. Für den Titel eines Buches mit 16 "Geschichten und Anekdoten aus dem alten Chemnitz" mag es ja ganz treffend sein. Aber für einen Thread über die Entwicklung einer modernen Stadt Chemnitz halte es es für irreführend, ganz davon abgesehen, dass es eben nicht selbsterklärend ist, den Bezug kaum noch einer kennt und es deswegen auch ganz schnell missverstanden werden kann.


    PS: Das war übrigens nicht nur in Deutschland so, sondern auch in Österreich-Ungarn. Bis heute heißt es in Prag „Sejdeme se pod ocasem", wenn man sich an der Wenzelsstatue auf dem Václavák trifft, in Brno "budeme se scházet u ocasu", gleichfalls in Poděbrady und anderen tschechischen Städten. In Zagreb heißt es am Reiterstandbild des Bans Josip Jelačić: "Vidimo se pod repom!" ( http://zauinger.wordpress.com/vidimo-se-pod-repom/ ). Usw. usf.

  • Danke fürs Einrichten des Unterforums! Ich kann allen Alternativvorschlägen irgendwas abgewinnen, nur die Erzgebirgsklause will mir nicht so recht gefallen. :nono:
    Ich finde "Zenti" gar nicht so schlecht, da irgendwie jeder Chemnitzer weiß, was damit gemeint ist und auch hier im Forum macht die "Zentralhaltestelle" irgendwie Sinn. :lach:

  • Meine ...

    ... Welt geht auch nicht unter, wenn dieser Treffpunkt hier zur "Zenti" wird. Ist zwar nicht so vielschichtig wie C++, hat aber natrl. dafür den klareren Bezug zur aktuellen Stadt. Für die wahrscheinlich für 98% der Chemnitzer völlig unbekannte Uralt-Treffpunktbezeichnung hingegen kann ich mich nicht erwärmen. Unbekannt, missverständlich, nicht alleinstellend und nicht zuletzt auch nur rückwärtsgewandt, dabei hat die Stadt zwar Geschichte, braucht aber vor allem Zukunft...


    Ergo: C++ oder Zenti/Zentralhaltestelle

  • Nun ist das Reiterstandbild von Wilhelm I. vor dem Alten Rathaus Chemnitz im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden. Seit fast 70 Jahren trifft sich da kein Mensch mehr an der Stelle und seit mindestens über 50 Jahren benutzt so gut wie keiner mehr die Redewendung. Die war nicht unbedingt nur für Chemnitz typisch, sondern im deutschen Kaiserreich so gar eine Art Running-Gag in nahezu jeder größeren Stadt mit einem Reiterstandbild, meist von Kaiser Wilhelm I. Und das gab es in fast jeder: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_d...Denkm%C3%A4ler Meines Wissens ist die Redewendung bis heute nur noch in Hannover in Verwendung, weil das Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnhof noch steht.


    Ich bin mir sicher, in Chemnitz war sie dagegen völlig vergessen, bis sie Uwe Fiedler 2009 mit seinem Buch "Um drei unterm Schwanz des Kaiserpferdes" wieder aus der Versenkung holte. Es hat also keine Tradition, sondern wurde sozusagen wiederentdeckt, und ist auch nicht im Leben der Chemnitzer_innen verankert. Für den Titel eines Buches mit 16 "Geschichten und Anekdoten aus dem alten Chemnitz" mag es ja ganz treffend sein. Aber für einen Thread über die Entwicklung einer modernen Stadt Chemnitz halte es es für irreführend, ganz davon abgesehen, dass es eben nicht selbsterklärend ist, den Bezug kaum noch einer kennt und es deswegen auch ganz schnell missverstanden werden kann.


    PS: Das war übrigens nicht nur in Deutschland so, sondern auch in Österreich-Ungarn. Bis heute heißt es in Prag „Sejdeme se pod ocasem", wenn man sich an der Wenzelsstatue auf dem Václavák trifft, in Brno "budeme se scházet u ocasu", gleichfalls in Poděbrady und anderen tschechischen Städten. In Zagreb heißt es am Reiterstandbild des Bans Josip Jelačić: "Vidimo se pod repom!" ( http://zauinger.wordpress.com/vidimo-se-pod-repom/ ). Usw. usf.


    Ich würde das nicht immer so analysieren.


    "unterm schwanz" wäre einfach lustig und sympatisch


    mit der zenti verbinde ich nich unbedingt nen gemütlichen ort :-))))))

  • Ja, Leute, was denn nun: Zenti, Zentralhaltestelle oder C++? Meiner Meinung nach alle drei keine Kracher. LE. Mon.hist. hat mich in #31 noch auf eine Idee gebracht: Warum nicht "Chemtz - das Stadtgespräch"? Ist kurz, knackig und jeder weiß sofort, dass der Titel etwas mit Chemnitz zu tun haben muss.

  • Ich mache mich zur Stimme des Volkes: Wir akzeptieren alles, was nicht mit dem Erzgebirge zu tun hat, und überlassen Dir die Entscheidung. Eine Einigung unter den Chemnitzer Meckerköppen dürfte sonst noch Wochen dauern...


    Und damit ist das Thema geschlossen. C.