Erweiterung Württembergische Landesbibliothek (fertig)

  • Das Museumsquartier selbst ist ein Gebäudekomplex mit mehreren großen Innenhöfen in die wiederum diverse Museumsneubauten integriert worden sind. Das Museumsquartier selbst ist also autofrei, die Straßen ringsum wurden in den letzten Jahren teilweise zurückgebaut oder zur Fußgängerzone umgebaut (Mariahilfer-Straße!)

  • @belebte Museumsmeile

    Das Stadtpalais ist bereits belebt und die Stadt am Meer dieses Jahr hat zur wilden Coronazeit meiner Familie ein Highlight beschert. In Stuggi ist eine befahrene Straße kein Hindernis, sondern ein Muss für einen Szenetreff, siehe Unbekanntes Tier, Radio-Bar, Palast der Republik, Travellers Club... Stadtpalais Stadt am Meer

  • Da spricht glaube ich eher die Nostalgie à la 60er Jahre Autokino mit Heckflosse und co.

    Doch die Zeiten ändern sich. Der Times Square ist inzwischen autofrei, durchs Brandenburger Tor kann man auch nicht mehr fahren, weite Teile von Paris werden folgen.

    Ich würde soweit gehen und behaupten dass kein einziger Platz der Welt durch befahrene Straßen aufgewertet wird. Man hält sich dort auf weil es trotz Verkehr so schön ist, aber ganz bestimmt nicht deswegen.

    Natürlich kann man dann noch was schönes aus dem Restplatz, der nicht dem Verkehr geopfert wurde, machen, das Grundproblem löst sich dadurch aber nicht.

  • Vom Charlottenplatz bis zum Gebhardt-Müller-Platz hätte man die B10 eigentlich relativ einfach komplett in den Tunnel legen können und oben den Verkehr dann massiv reduzieren können (mehr als mit den geplanten "Kultur-Ramblas"). Aus irgendeinem Grund wollte man das aber nicht, vermutlich weil dann eins der Argumente weggefallen wäre die B10 komplett zurückzubauen. So oder so kann ich mir auch nicht vorstellen das die neue Freitreppe hier besonders beliebt zum Abhängen sein wird. Und was hier auch fehlt – wie so oft in Stuttgart – ist ein Gastropavillion oder ein moderner Stadtkiosk. Ohne gastronomische Bespielung wird es auch wieder so enden das die Leute die kommen ihre eigenen Getränke usw. mitbringen und den Müll einfach liegen lassen.

  • @Freitreppe

    Das mit dem Müll ja das ist ein Problem, nur gibt es halt sehr viele Stuttgarter, die sich Bars nicht leisten können und wo sollen die sich treffen?

    Im Schlosspark

    Auf der Karlshöhe

    auf dem Marienplatz



    Alles Plätze, die heute schon überrannt werden, die haben jedoch den Nachteil, das dort nichts passiert bzw. man selber für das Entertainment sorgen muss. Der Marienplatz mit seiner kleinen Treppe mit Blick auf die Straße ist am ähnlichsten. Im Schlosspark ist es zwar schön nur gibt es dort so viele dunkle Ecken, die viele davon abhält dahin zu gehen. Es ist vielleicht lustig einmal unter sich zu sein, nur warum sollte ich in die Stadt gehen, um immer wieder mit den Gleichen rumzuhängen. Es braucht mehr öffentliche Plätze (Wohnzimmer) und eine belebte Straße erfüllt das am meisten. So bin ich sicher die zwei Freitreppen werden sich füllen und das Stadtleben bereichern.

  • Ich rede ja nicht von einer schicken Cocktail-Bar sondern eher von etwas im Stil des Palasts der Republik. Wer will kann sich auch trotzdem sein eigenes Bier vom Rewe mitbringen, aber einen gewissen Rahmen sollte das Ganze schon haben. Ich stelle mir da auch keinen Platz mit Tischen und Stühlen vor sondern lose platzierte Sitzmöbel aus Holz wie sie z. B. im Museumsquartier Wien eingesetzt werden. Das sind im Prinzip einfache, bunt bemalte Holzkiste auf denen 2-4 Leute Platz finden. Ich hab mal ein Praktikum im Künstlerhaus-Stuttgart gemacht, da haben wir solche Sitzgelegenheiten in 1-2 Stunden selbst hergestellt. Dazu könnte es ein paar flexible Holzkästen geben die als Pflanzkübel dienen. Eine Situation wie am Marienplatz würde ich vermeiden wollen. Die Situation dort belastet die Anwohner mehr und mehr und die Berge am (Plastik)Müll vom Discounter um die Ecke passen meiner Meinung nach auch nicht so sehr zum Image der ach-so-umweltbewussten Generationen Y und Z.

  • Das ist doch schon da, schaue dir Stadt am Meer an nicht von diesem Jahr mit Corona, sondern vom letzten und vorletzten Jahr,

    Video -Stuttgart am Meer 2018

    Video - Stuttgart am Meer 2019

    dazu kommen die Treppen, dann wird die Bewirtung von der Neuen Staatsgalerie aufleben, dazu kommt das neue Café an der Landesbib... und das der nächste Supermarkt erst am Olga Eck oder Dorotheenviertel zu finden ist, wird auch eher helfen... Was die Menschen lernen müssen ist das man sein Wohnzimmer nicht vermüllt, es muss einfach uncool werden oder der Eine oder Andere muss halt eine Ordnungstrafe bekommen die weh tut.


    Bald gibt es das zweite Mal Stuttgart im Schnee

    Video - Stuttgart im Schnee 2020/21

  • Sowohl die Gastro in der Staatsgalerie sowie das Cafe von der Landesbibliothek sind in meinen Augen zu weit von der Freitreppe weg. Niemand holt sich da einen Cappuccino und läuft dann 100 Meter zur Freitreppe und bringt dann später auch noch seine Tasse zurück.

  • Das Café der Landesbib. ist um die Ecke, eigentlich direkt neben der Freitreppe der Landesbib., da ist eher die Frage wie die Öffnungszeiten sind, ähnlich der Diskussion der Öffnungszeiten der Bewirtung des Stadtpalais, die ja nachträglich erweitert wurden. Die dort geplante Freitreppe, die unser jetziger OB noch nicht angegangen ist, wird das dortige bereits sehr gut angekommen Stadtpalais noch populärer machen.

    Somit kann man sagen das beide zukünftigen Freitreppen direkte Bewirtung haben!


    Der neue Treff wird sich bis zur Staatsgalerie ausweiten. Dazwischen gibt es noch Platz für gute neue Ideen.


    Sonst habe einfach Geduld und Du wirst sehen, hier waren nicht die Schlechtesten unterwegs.

  • Sorry, hab auch das Cafe der Landesbib mit dem im Stadtpalais verwechselt! Die Stadt am Meer Geschichte war ne coole Sache, so etwas wünsche ich mir für den kompletten Bereich dort den ganzen Sommer über und im Winter könnte es dort Glühwein geben. Bin mal gespannt wie sich alles entwickelt, aber Tatsache ist, mit der B14 muss dort was passieren, sonst fehlt mir da ein bißchen die Aufenthaltsqualität.

  • Erst jetzt ist mir klar geworden, dass es sich hier um die gleichen Architekten handelt, die auch in Eppingen den Erweiterungsbau des Rathauses entworfen haben. Die Ähnlichkeit bei der Formensprache (zackige Fenster) ist nicht zu übersehen:

    https://bestarchitects.de/de/2…-Rathaus-in-Eppingen.html


    Auch die Sparkasse in Ulm hat diese zackigen Fenster. Ich finde dieses Gestaltungselement furchtbar:

    https://www.archlro.de/de/projects/sparkasse-ulm#1


    Was ich nicht verstehe: :/


    Manche Entwürfe von Lederer wirken unglaublich filigran, wie dieses Geschäftshaus in Karlsruhe:

    https://www.archlro.de/de/proj…aeftsgebaeude-karlsruhe#4


    Auch die frühere Stuttgarter Hauptverwatung der EnBW kann optisch überzeugen:

    https://www.archlro.de/de/proj…rwaltung-enbw-stuttgart#1


    Im Gegenzug wirken dann andere Entwürfe geradezu grobschlächtig und primitiv. Wie die Sparkasse in Ulm, die Rathaus-Erweiterung in Eppingen oder eben unser Neubau in Stuttgart. Ich kann kaum glauben, dass diese Arbeiten von ein und demselben Architekturbüro stammen, weil da einfach ein Bruch im Stil vorhanden ist.


  • Vielleicht liegt es auch daran, dass die Architekten wissen in Stuttgart muss man sich nicht so groß anstrengen. Die meisten Stuttgarter Büros bauen z.B. außerhalb Stuttgarts bzw. im Ausland deutlich bessere Gebäuden.


    Als Stadt der meisten Architekten entstehen in Stuttgart nach meiner Meinung die hässlichsten Gebäuden. Ich meinen Augen fehlt es, wie bereits in einem Artikel in der STN erwähnt, der Mut der Stadtspitze etwas zu wagen. Aber statt dessen wird alles klein geredet für Gestaltung hat man keine Interesse oder keinen Mut den Bauherren die Stirn zu bieten und zu sagen, sorry das Gebäude in seiner Hässlichkeit wird so nicht gebaut usw.

  • Das Gebäude ist einer der Preisträger des Architekturpreises Beton 2020:

    https://www.architekturpreis-b…n-2020/preistraeger-2020/


    dazu ein Interview mit Arno Lederer:


    Neben der John-Cranko-Schule ist die Erweiterung der WLB auch in der Shortlist zum DAM-Preis 2022:

    https://www.dam-preis.de/de/10…gen/?action=detail&id=766


    Im Baunetz:

    https://www.baunetz.de/meldung…rsdottir_Oei_7283538.html


    Auf jeden Fall ein gewöhnungsbedürftiger Bau, der sicher polarisiert. Ich finde ihn nicht schlecht, aber an die John-Cranko-Schule kommt er nicht heran nach meiner Beurteilung.

    Die Vorstellung, der Lederer-Bau könnte als der ältere Bauteil wahrgenommen werden, spricht eigentlich für ihn, für eine gewisse Zeitlosigkeit so als stünde er schon lange hier. In den siebziger Jahren würde ich ihn nicht verordnen, habe ich doch die Architektur jener Jahre schon bei ihrer bzw. bald danach bewusst wahrgenommen.