Leo - Poseidon-Haus wurde revitalisiert und erweitert


  • Du hast Geschmack! Es wird das zweite von links, wobei die Helligkeit noch ein wenig an das ganz linke angepasst wird. Das schöne ist, dass die Fasssadenteile gerade noch so von deutschen Firmen gebastelt wird. Sonst wären es Schweizer gewesen....

  • Das folgende Rendering von der Gebäude-Rückseite hatten wir noch nicht, glaube ich. Es zeigt weitere Details der Fassaden-Strukturierung. Ich habe es vom Bauzaun abfotografiert:



    Hier ein aktueller Blick in die Baugrube. Langsam geht es aufwärts:



    Und auch mal wieder aus der Ferne:



    ... und auf die "great prospects" geschaut:



    Bilder: epizentrum

  • An einigen Seiten hängen bereits die Fenster. Die Ecke, die bis vor kurzem die Fassadenmuster schmückten, sieht heute so aus:



    Am Rondell zur Messe hin so:



    Die Betonecke, die Schmittchen im Vorbeitrag fotografierte, wächst nach oben:



    Bilder: epizentrum


    Die Stahlträger, die man auf dem Foto sieht, stützen übrigens die ansonsten stützfreien Betondecken des Bestandsbaus. Statik zum Zuschauen.

  • Leo

    Das revitalisierte und erweiterte Poseidon-Haus soll nach seiner Fertigstellung Leo heißen. Der Name ist Ergebnis einer Mitarbeiterbefragung und spielt auf den Löwen im Logo der Bank an (Q).


    Eine bislang hier nicht bekannte Visualisierung zeigt erstmals die drei verschiedenen Höhenstufen an der Ecke Emil-Sulzbach-Straße und Hamburger Allee. Leider in mieser Qualität:



    Bild: Deka Immobilien / schneider+schumacher


    Dafür ein guter Vergleich zur von Beggi fotografierten Ausgangslage (mit m. E. deutlich eleganterer Fassadengestaltung):



    Bild: Beggi

  • Klein, aber neu: Erstmals eine Ansicht von der Hamburger Allee. Die hier bereits gut erkennbare Höhenstufe ist aus dieser Perspektive naturgemäß sehr auffällig.



    Bild: schneider + schumacher architekten / Deka Immobilien

  • Nach längerer Zeit ein Besuch beim bald fertigen Rohbau. Hier hat sich wieder einiges getan. Die Nordostseite:



    Auf dem Dach des langgestreckten Riegels entsteht eine Stahlkonstruktion:



    Der Komplex von der Ludwig-Erhard-Anlage betrachtet:



    Die Stirnseite Richtung Nordwesten ist mächtig gewachsen:



    Bilder: epizentrum

  • Richtfest

    Nach nur neun Monaten Bauzeit ist der Rohbau fertig. Die ING-DiBa will den künftig "LEO" genannten Gebäudekomplex Mitte 2013 beziehen. Die heutige Pressemitteilung:


    [INDENT]In neun Monaten hat die Deka Immobilien den Rohbau fertig gestellt, der das ehemals dreiteilige Gebäudeensemble "Poseidon" in der Theodor-Heuss-Allee 2 in Frankfurt zu einem zusammenhängenden Bürokomplex verdichtet. Seit November 2011 wurde dafür die in der Mitte des Ensembles liegende Rotunde abgetragen und durch einen 17-geschossigen Neubau ersetzt. Dieser verbindet die bestehenden Gebäudeteile miteinander, die gleichzeitig umfassend revitalisiert werden. Die Baukosten belaufen sich für den Eigentümer, den Offenen Immobilien-Publikumsfonds Deka Immobilien- Europa, auf rund 100 Mio. Euro.


    "Dieses Projekt ist ein Beispiel für das aktive Management unserer Immobilienfonds. In einer Rekordzeit von nur zwei Jahren entsteht durch gezielte Investitionen des Fonds ein moderner Bürokomplex, der alt und neu verbindet, und für den wir die ING-DiBa als langfristigen Mieter gewinnen konnten", sagte Ulrich Bäcker, Geschäftsführer der Deka Immobilien GmbH, beim Richtfest am Donnerstag. Um den engen Zeitplan zu halten, arbeiten täglich bis zu 450 Menschen auf der Baustelle. Eine Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude nach "LEED-Gold" wird angestrebt.


    Generalplaner des Projekts ist das Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher. "Aus bisher drei Solitären entsteht durch umfassende energetische Umbau-, Erweiterungsbau- und Sanierungsmaßnahmen ein Hochhaus in einem neuen Gewand. Die in Deutschland bisher einmalige Closed Cavity Fassade (CCF) lässt natürliche Belüftung zu und wird mit weiteren innovativen Elementen wie profiliertem Textilbeton kombiniert", so Geschäftsführer Till Schneider.


    Mitte 2013 wird die ING-DiBa die Gesamtmietfläche von mehr als 40.000 m² mit rund 2.000 Arbeitsplätzen beziehen. Deren Mitarbeiter haben in einer Abstimmung bereits einen neuen Namen für den künftigen Deutschlandsitz der größten europäischen Direktbank gefunden: LEO. Für die ING-DiBa ändert sich mit dem Umzug lediglich die Hausnummer: Sie zieht von bisher zwei Gebäuden in der Theodor-Heuss-Allee 100-106 in das gemeinsame Gebäude LEO mit der Hausnummer 2 in direkter Nachbarschaft des Messegeländes um. Die Entscheidung für den Standort ist ein klares Bekenntnis zu Frankfurt, was sich nicht zuletzt in dem langfristig abgeschlossenen Mietvertrag widerspiegelt.[/INDENT]

  • Nach einem weiteren Monat ist die Fassade inzwischen allseitig kräftig geklettert. Gesamteindruck:



    Auf den Dächern entstehen Stahlkonstruktionen für die Technik. Gar nicht so einfallslos wie sonst oft:



    Detail - die Technik steht gut verpackt schon:



    An der Theodor-Heuß-Allee:



    Fenster warten auf ihren Einbau:



    Die fertig eingebaute Fassade. Man beachte die zwei verschiedenen Arten der weißen Blechteile:



    Die Brücken entstehen:



    Bilder: epizentrum

  • Das Gebäude wirkt viel mächtiger und kompakter als vor dem Umbau, die 4 Fotos (Nord - Ost - Südwest - West) geben das leider so nicht wieder






    Bilder: thomasfra

  • LEO gibt sich ziemlich bedeckt. Wenn schon mal an manchen Stellen kein orangefarbenes Netz vorhanden ist, dann stören die Gerüste beim Sichten der Fassade. An zahlreichen Stellen ist schon die von epizentrum gezeigte unterschiedliche Fassadengestaltung zu sehen, ein geschlossenes Gesamtbild ist jedoch im Augenblick nicht möglich.


    Eine Visualisierung auf dem Bauzaun zeigt abwechselnd von Stockwerk zu Stockwerk glatte bzw. wannenförmige Fassadenbleche:



    Bild: Visualisierung am Bauzaun


    In der Realität sieht das so aus:




    Der Rohbau wirkt mächtig, die Gerüste lassen aber ein genaueres Hinsehen nicht zu:




    Der Komplex erhält vermutlich kein normales Flachdach, darauf deuten die Dachaufbauten hin. Wie bei der EZB könnten hier oben Stahlkonstruktionen zum Einsatz kommen. Die aufgesprühten Hieroglyphen sollen wahrscheinlich nicht unterschiedliche Bereiche für die Geschlechter auf dem Dach andeuten. :)



  • Führung durchs Haus

    Hier sind Fotos von einer Führung durch das Gebäude. Danke an die Vertreter von Deka, Schneider + Schumacher und ING für den freundlichen Empfang und die informativen Erläuterungen!


    Annäherung von der Schloßstraße aus an die Eiger Nordwand:



    Leo hat im Vergleich zum "Vorgänger" gerade an dieser Seite deutlich zugelegt und dominiert die Umgebung. Im folgenden Bild sieht man die Stahlkonstruktion für das Vordach des Haupteingangs:



    Blick nach oben zum Kran, der gerade seinen Haken herunterlässt:



    Des Hakens Ziel:



    Hier entsteht die zukünftige Kantine links neben dem Eingang innerhalb des Hofs. Eine weise Entscheidung dürfte sein, sie baulich zu separieren. Mit Küchengerüchen in der Nase arbeitet niemand effizient:



    Der Blick vom gut 60 Meter hohen Dachs ist spektakulär:



    Wer schon immer wissen wollte, wie dick die Dübel sein müssen, mit denen man einen Hochhauskran am Rohbau verankert, voilà - kein Dübel, sondern eine durchaus komplexe Geschichte:



    Um diesen Kran und die Verankerung ganz oben im Bild geht es:



    Hier wartet ein Stapel Fassadenelemente auf seinen Einbau:



    Interessant fand ich die Erkenntnis, dass die weißen Fassadenteile nicht aus Blech, Steinzeug o.ä. besteht, sondern aus einem dichten und leichten Textilbeton (Informationen dazu: Baunetzwissen, RWTH Aachen, Website eines (anderen) Herstellers). Die Teile sind nicht hohl, sondern bestehen innen wie außen aus dem gleichen Material. Obiges Bild näher herangezoomt:



    Im Inneren läuft der Ausbau auf Hochtouren. Hier ein Gang, von dem die Aufzüge abgehen:



    Ein typischer Technikschacht, vollgestopft mit Kabeln:



    Beim Fassadenraster hat man sich entschieden, bei der neugebauten Erweiterung vom Bestand abzuweichen: 1,35 Meter vs. 2,70. Das äußert sich wie hier an dieser Nahtstelle entsprechend in unterschiedlich breiten Fenstern:



    Die abgehängte Decke wird, wie so oft in Bürohäusern, der Kühlung und Heizung dienen. Wasserschläuche laufen durch die Decke. Hier die Platten von außen...:



    ...und von innen:



    Die 5 neuen Verbindungsbrücken zwischen den Schenkeln des Gebäudes stellen rundläufig begehbare mit einer Fläche von mehr als 3.000 qm je Geschoss her. Lt. Deka Rekord in Frankfurt. Hier der Blick von einer Brücke auf den Eingang:



    So long, and thanks for the fish:



    Bilder: epizentrum