brandtelf (fertiggestellt)

  • brandtelf (fertiggestellt)

    Zu #245
    Bebauung an der Heussallee/Willy-Brandt-Allee/Schlegelstraße und Welckerstraße ggü. dem Haus der Geschichte:
    Das Projekt hat mittlerweile einen Namen und heißt "brandtelf" - zur HP mit Visualisierungen geht es hier.


    Noch einmal einige Fakten:
    - ca. 7700 m2 Grundstück, 12.000 m2 Bürofläche
    - 5 Obergeschosse, 1 Untergeschoss + Tiefgarage (Stellplätze 135)
    - Natursteinfassade mit Wärmedämmung sowie Verkleidungen aus Metall, Glas oder Putz

  • ^
    "brandtelf" - der ungewöhnliche Name leitet sich von der Anschrift ab: Willy-Brandt-Allee 11.


    Keine aufsehenerregende Architektur, aber anscheinend mit Qualität im Detail. Laut HP wurden bereits 4.300 qm² Bürofläche an ein namhaftes Beratungsunternehmen vermietet. Wer kann das sein, Simon Kucher? Dem Baubeginn dürfte demnach nichts mehr im Wege stehen. Weiß jemand, ob die archäologischen Grabungen schon abgeschlossen sind?

  • ^ein paar Fakten aus dem Artikel:


    Der Stadtrat hat der Änderung des Bebauungsplans Anfang Oktober zugestimmt. Bedingung dafür war der Erhalt eines Teils der früheren Landesvertretung Baden-Württembergs. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.


    Ein Drittel der Bürofläche ist bereits an ein Beratungsunternehmen vermietet. Ein Sprecher rechnet mit der vollständigen Vermietung bis Jahresende. Ob es auch wie ursprünglich geplant ein Restaurant geben wird, steht noch nicht fest.


    Weiteren Presseberichten zufolge soll der Baubeginn unmittelbar bevorstehen.



    Quelle: Pareto

  • Der Abbruch der alten Gebäude ist mittlerweile abgeschlossen, bis auf ein Stück alter Fassade. Die Baugrube für den Neubau wurde ausgehoben. Ein erster Baukran wurde jetzt aufgestellt. Der Neubau beginnt.


    Die nachfolgenden Bilder hab ich heute fotografiert. Sie sollen einen aktuellen Überblick zum Stand des Projektes liefern.


    Blick in Richtung Bundeskanzlerplatz
    http://img824.imageshack.us/i/bonn20032011001.jpg/


    Das Stück Fassade bleibt erhalten
    http://img832.imageshack.us/i/bonn20032011002.jpg/


    Blick von der B9 Ecke Heussalle in die Baugrube
    http://img858.imageshack.us/i/bonn20032011003.jpg/


    Die benachbarte Klinik musste aufwändig gesichert werden
    http://img220.imageshack.us/i/bonn20032011005.jpg

  • Danke für die aktuellen Bilder.


    Hier nochmal einige Visualisierungen, die letzte zeigt die Ansicht von der Ecke Schlegelstraße und Welckerstraße mit der denkmalgeschützten Fassade.





    Quelle: Art-Invest Real Estate Management

  • Von dieser Baustelle habe ich gestern Fotos gemacht:







    Ein wenig wundert mich, dass man für diese beinahe zeitgenössische, keineswegs richtungsweisende Fassade den erhaltenden Aufwand unternimmt (und das von der Planung bis zur Stützkonstruktion), während seltene mittelalterliche Mauerreste einfach weggebaggert werden.


    Mit dem grauen Konferenzzentrum im Rücken und anderen wenig farbigen Bauten in der Nachbarschaft könnte man von diesem Projekt erwarten, Farbakzente in die Umgebung zu bringen. Dafür würde sich die auf der letzten Visualisierung direkt darüber sichtbare Verbindung zwischen der erhaltenen Fassade und dem Hauptgebäude an der Allee (das wohl mit Naturstein belegt wird?) anbieten. (Ich meine eine kräftige Farbe oder mutige Wandmalerei und nicht eine weitere Graustufe.) Sonst betonen Architekten immer wieder den Willen zum Schaffen der Kontraste.

  • Ich denke, in diesem Fall kann man nicht den Architekten die "Schuld" an der farblosen Gestaltung geben. Der hiesige Denkmalschutz, vor allem in Person von Stadtkonservator Franz Josef Talbot, ist offensichtlich der Meinung, dass im Bundesviertel ausschließlich Gebäude "mit Anklängen an das Bauhaus" und "aus der Zeit des Ausbaus zur Hauptstadt in den 60er Jahren" (Talbot) prägend und erhaltenswert sind. Mit dieser Argumentation wurde, als Platz für das WCCB geschaffen werden musste, ebenfalls der Abriss der Villa Dahm zugunsten des Erhalts von Abgeordnetenwohnungen aus den 60er Jahren begründet. Der Erhalt der Fassade reiht sich also in diese Gedankenwelt ein, die kleinmaßstäblich-miefige, aber vermutlich deshalb als besonders demokratisch und transparent empfundende Regierungsarchitektur der jungen Bundesrepublik erhalten zu müssen. Kräftige Farben und mutige Architektur passen nicht in dieses Konzept. Insofern dürfte auch die blasse Fassadengestaltung zur Welckerstraße dem Denkmalschutz zu verdanken sein.

  • Ja bissl langweilig, aber in unmittelbarer Nähe ist schon weitaus schlimmeres gebaut worden. Dass sie die Fassade der alten BW- Landesvertretung erhalten, finde ich eigentlich ganz gut. Etwas mehr Farbe könnte aber wirklich nicht schaden. Aber bitte nicht à la Kennedybrücke! :-)

  • Der Grundstein ist gelegt. Der Einzug soll Mitte nächsten Jahres möglich sein.
    Wer zieht ein? Die bekannte Bonner Anwaltssozietät Redeker Sellner Dahs (5.7000 Quadratmeter) sowie die Beratungsfirma Simon-Kucher & Partners (4.300 Quadratmeter). Zur erhaltenen Mauer sagte Stadtbaurat Wingenfeld, dass deren Integration in den Neubau den "Geist dieses geschichtsträchtigen Ortes erhalten" werde.


    Quelle

  • An der Brandt-Allee wurde eine Musterfassade angebracht. Sieht recht hochwertig aus, sandsteinfarben, nicht grau wie auf der größeren Visualisierung. Die Verkleidung des Staffelgeschosses scheint dafür dunkler zu werden.

  • Richtfest bei brandtelf. Es sind bereits 85% der Flächen an die Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners sowie die Anwaltsozietät Redeker Sellner Dahs vermietet. Der Einzug soll im kommenden Sommer stattfinden.

  • Jetzt ist der Laden voll!
    Neben Simon-Kucher & Partners der Anwaltssozietät Redeker Sellner Dahs wird der High-Tech Gründerfonds (40 Mitarbeiter) in das Gebäude einziehen. Dieser ist derzeit noch im caesar angesiedelt, wo allerdings mehr Platz für die Max-Planck-Gesellschaft benötigt wird.


    Quelle

  • Eine sehr schöne Nachricht zum Projekt:
    Der Projektentwickler hat einen Kunst am Bau-Wettbewerb gestartet! Auf einem "freien Platz" vor dem Neubau soll ein "künstlerischer Akzent" gesetzt werden - insbesondere wegen der Lage ggü. dem Haus der Geschichte und in Sichtweite von Kunstmuseum und Bundeskunsthalle. Fünf Künstler wurden zum Wettbewerb eingeladen. Im April soll entschieden werden und im Juni "gebaut".


    Das ganze Projekt ist nicht wirklich außergewöhnlich, aber ich habe den Eindruck, dass wir in jeder Hinsicht ein hochwertiges Ergebnis nach Fertigstellung sehen können. Im Spätsommer sollen die Unternehmen einziehen können.


    Quelle


    Der Gebäudekomplex gewann übrigens den "immobilienmanager.Award 2012" in der Kategorie "Projektentwicklung Neubau 2012". Grund dafür laut Jury:
    - "die gelungene Einbeziehung vorhandener Bausubstanz" als "Teil einer Entwicklung, die in einem schwierigen Marktumfeld einen Neubau mit 12.000 Quadratmetern realisierte"
    - "Die Entwicklung ging zügig voran, das Ensemble war bereits zur Grundsteinlegung nahezu voll vermietet und zum Richtfest bereits veräußert",
    -"Das Gebäude ist mit dem Gütesiegel in Silber der DGNB vorzertifiziert."


    Quelle

  • Der Projektentwickler hat einen Kunst am Bau-Wettbewerb gestartet! Auf einem "freien Platz" vor dem Neubau soll ein "künstlerischer Akzent" gesetzt werden - insbesondere wegen der Lage ggü. dem Haus der Geschichte und in Sichtweite von Kunstmuseum und Bundeskunsthalle.


    Der Wettbewerb ist entschieden: Gewonnen hat der Künstler Christoph Dahlhausen mit seiner Skulptur „What if?“. Weitere Infos und ein Bild gibt es hier
    Homepage des Künstlers


    Nachtrag: Hier gibt es ein etwas größeres Bild

  • Das Projekt ist nicht mehr "im Bau" sondern fertiggestellt. Mittlerweile wurde auch das Skulptur "What if" installiert. Unter dem Quellenlink finden sich zahlreiche Bilder vom Bau.
    Quelle



    (c) Pareto Pressebild