Immobilienmarkt und -wirtschaft

  • Laut der Antwort auf eine Ratsanfrage von Prof. Dr. Schmalfuß (Link) hat die Stadt 2016 5 Kaufverträge für bebaute Grundstücken (also mit anderen Worten Immobilien) zu einem Gesamtkaufpreis in Höhe von 664.000 € im Jahr 2016 abgeschlossen. Die Käufer werden die Gebäude sanieren und zum Teil gewerblich als auch zum Wohnen nutzen. Zudem wurden 67 Grundstücke für insgesamt 2,09 Mio. Euro verkauft. Wie auch in der Antwort aus einem vergangenen Jahr werden trotz konkreter Frage danach die Adressen erneut nicht mit angegeben, was den Informationswert beträchtlich reduziert.

  • Mit der Vonovia hat sich Deutschlands größtes Immobilienunternehmen aus Chemnitz zurückgezogen (Freie Presse). Gut 900 Wohnungen im Zentrum, in Gablenz, Borna und Hilbersdorf wurden an ein Berliner Unternehmen verkauft. Es dürfte sich größtenteils um Plattenbauten handeln. Der Wert der Wohnungen soll etwa 40 Millionen Euro betragen (inkl. von 150 weiteren im Chemnitzer Umland). Ob man das jetzt als einen Beleg für die Attraktivität von Chemnitzer Immobilien oder ein Misstrauensvotum für deren zukünftige Entwicklung sieht, kann jeder selber interpretieren.

  • Zum Verkauf im Stadtteil Siegmar steht ein ehemaliges Verwaltungsgebäude:



    Der Kaufpreis liegt aktuell bei stolzen 800.000€, zuzüglich weiterer Gebühr.


    Bild, Februar 2015



  • Habe auch Innenansichten, es wäre ein Jammer wenn das Ding wirklich mal entkernt werden würde... Die will ich verständlicherweise aber erst hochladen, wenn alle Adressangaben entfernt sind. Im Expose ist der Hinweis auch gegeben, dass die Lage nur bei Interesse bekannt gegeben wird. Sowas sollte man allein schon aus Schutz der Objekte respektieren.


    Mal sehen ob das mit dem Upload überhaupt funktioniert.

  • Also für meine Begriffe hatte da Basarke seine Finger mit im Spiel der Gestaltung.


    Gibt viele Elemente die mich auch an den Innenausbau der Scheffelstraße erinnern, vor allem auch vom Material her. Solnhofener Platten sind zwar weit verbreitet, aber in unserer Region vor allem in den großen Formaten eher selten eingesetzt worden. Zumindest aus meiner Erfahrung heraus gesprochen.


    Genau wissen tu ich natürlich nichts zu dem Gebäude, leider. Weiß nicht mal was da früher drin war. Auffällig sind sehr viele Tresore die überall im Gebäude verteilt stehen, große Dinger, bestimmt mindestens 5-6 Stück. Übrigens: Alle offen und leer und nicht die kleinste Akte mit Hinweis auf ehemalige Nutzung.


    Jetzt versteht ihr auch, warum ich es als Jammer empfände dieses Gebäude einer Wohnnutzung zuzuführen bzw. für diesen Zweck zu entkernen. Etagenweise würde das gehen, aber die Innenausstattung ist so dermaßen grandios, in der Vollkommenheit und ind em Erhaltungszustand habe ich sowas bisher noch nicht gesehen.


    Coworking Spaces draus machen - hatte echt die Hoffnung der Fassmann wird mal darauf aufmerksam, bei dem Preis ist das aber natürlich quatsch. :nono:

  • Ein wirklich sehr, sehr schönes Gebäude mit einer super Lage.
    Ich hatte immer gehofft, dass sich ein Investor findet. Bei diesem Preis allerdings stirbt diese.
    Hier findet man Informationen zum Gebäude. In direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Rathaus in Siegmar steht dieses alte Verwaltungsgebäude der Elektrizitätsgesellschaft.

  • Sehr geschickt gleich wieder nen Link mit Adresse zu posten. :nono:


    Bitte auch daran denken, dass hier bestimmt nicht nur Architekturinteressierte mitlesen, sondern sicher auch der ein oder andere Vollidiot alias Kabeldieb oder Schatzjäger...


    Das Gebäude ist zwar eigentlich gut gesichert und wird auch regelmäßig kontrolliert, trotzdem wurde es in den letzten Jahren häufiger von Einbrechern und Vandalen heimgesucht. Denen muss man es nicht unnötig leicht machen.:mad:

  • Sehr geschickt gleich wieder nen Link mit Adresse zu posten. :nono:


    Eigenartig ist es, zu einem Gebäude dessen Standort hinlänglich bekannt oder schnell herauszufinden ist, "verlockende" Fotos vom Innenraum zu posten, die "Interessenten" erst richtig darauf bringen, um dann jemanden anzublaffen, der einen interessanten Artiekl dazu verlinkt, der aber eben auch die Adresse entählt.


    scnr

  • Joseph


    Sehr geschickt gleich wieder nen Link mit Adresse zu posten.


    Warum nicht? Man erfährt etwas über das Gebäude und die Umgebung.


    Denen muss man es nicht unnötig leicht machen.


    Ich glaube nicht, dass Kabeldiebe etc. ihre Objekte der Begierde anhand des Architekturforums auswählen. Wenn es danach geht, bitte keine alten Häuser mit Adressnennung mehr im Forum.
    Da das Haus selbst bei immonet unter Chemnitz Siegmar zu finden ist, scheint ja alles nicht so streng geheim zu sein.


    Ich möchte aber keine Grundsatzdiskussion auslösen. Mir persönlich gefallen Beiträge mit Fotos und Informationen zu den Gebäuden sehr gut.

  • Originelles Industrie-Verwaltungsgebäude

    Bisher hatte ich mich ja gefragt, was an der Innenausstattung wohl so besonders ist.


    Klar, grundsätzlich versteh ich Besorgnis wegen einer eventuellen Vernichtung des Charakters eines Gebäudes im Inneren. Wenn Gebäude entkernt und mit neuem Grundriss neu eingerichtet werden, kommt ja nur selten Gutes raus. Buche-Dekor-Standard-Innentüren, 2,30-m-Gipskarton-Decken, Laminatfußboden, das kennt man ja hinlänglich. Oder teurer Marmor auf der Treppe, der für sich genommen zwar ganz hübsch ist, aber leider überhaupt nicht zum Gebäude passt. In älteren Gebäuden sind neue Einbauten gestalterisch, in der Gesamtwirkung, leider nur allerseltenst zum Vorzustand konkurrenzfähig.


    Aber was könnte dieses Gebäude herausragendes enthalten, was einen eine rücksichtslose Neustrukturierung besonders fürchten lassen sollte?


    Das erste Foto hat eigentlich schon zur Erklärung gereicht. Das ist ja wirklich krass!


    Was den Standort angeht, hatte ich bei der Außenansicht im ersten Moment an die Ecke gedacht, an der es wohl wirklich steht. Auf Openstreetmap war es für mich jedoch nicht zu identifizieren, sodass es ein Rätsel blieb. Nunja, selbst wenn der Standort leicht ausfindig zu machen oder breit bekannt sein sollte, hätte ich es schön gefunden, Josephs Wunsch zu folgen und den Ort nicht zu benennen.

  • @ Chemnitzer: Wenn man dem Link zu den Infos folgt steht nicht nur der Stadtteil sondern auch die Straße.


    Wie dem auch sei, es gibt Gründe warum ich Innenaufnahmen von dem Gebäude habe. Habe Jahre damit zugebracht alle möglichen Gebäude zu dokumentieren - und drei mal darfst du raten wo ich mich so überall informiert habe: richtig, auf den einschlägigen Seiten die es im WEB eben zu den Themen gab. Das DAF gehört da sicherlich nicht zu den ersten Adressen, trotzdem ist es ratsam auch hier auf der Hut zu sein.


    Hier lesen auch zahlreiche Nutzer mit die hier nicht angemeldet sind und glaube mir: die Geocache-Freaks informieren sich hier auch mal ganz gerne.


    Ich habe es mir eigentlich abgewöhnt solche Bilder zu veröffentlichen, meist ist es besser wenn nur wenige davon wissen. In diesem Fall geht es aber um eine Ausnahme, denn hier wird ja öffentlich quasi damit geworben das Ding kaputt zu machen. Sowas darf nicht sein.


    Vielleicht kann sich da ja auch ein zuständiger Moderator einmischen.


    Übrigens: Danke für die verlinkten Infos. Sowas kann man übrigens auch selbst aus entsprechender Quelle kurz zusammenschreiben und so abändern, dass man den Ort trotzdem nicht gleich findet. Bei Urbexern mittlerweile größtenteils Standard - sofern es nicht Leute sind die sich damit unbedingt brüsten müssen, wie so manche Chemnitzer "Star-Fotografen"... Kann den Hass auf die Leute durchaus zum Teil verstehen...


    Wenn Interesse besteht, eröffne ich gerne auch mal einen Thread mit Bildern von Gebäuden bzw. derem Inneren, damit mal bewusster wird was bereits alles vernichtet wurde. Da spielt dann auch Standortnennung keine Rolle mehr, da eh abgerissen.


    Liebe Grüße.

  • Die Befürchtungen einer Zerstörung der Innendekoration kann ich insofern etwas zerstreuen, dass diese unter Denkmalschutz steht und deshalb ohne Zustimmung der Behörden gar nichts geht. Deine eindrucksvollen Fotos lassen auch erwarten, dass der wirklich einmalige Denkmalwert dort wenig Spielraum für faule Kompromisse lässt.


    Dein Angebot zur Veröffentlichung weiterer Bilder würde ich nur zu gern annehmen, mein Interesse speziell an Bildern abgerissener Denkmäler könnte gar nicht größer sein. Einen passenden Strang gäbe es dazu im Prinzip auch schon: Chemnitzer Denkmale - Bildergalerie. Auch wenn ich schon einige Leute verschreckt und genervt haben dürfte, muss ich dann auch unbedingt noch einen Verweis zu den Chemnitzer Denkmallisten machen, wo Bilder der Opfer der Stadtumbaupolitik dringend gesucht werden: Liste der Kulturdenkmale in Chemnitz.


    P.S.: Es ist wirklich ein Kinderspiel, die Adresse des Angebotes herauszufinden, auch ohne dass es hier verlinkt worden wäre.

  • Am 16. Dezember 2016 thematisierte die FAZ den Chemnitzer Immobilienmarkt. Sie hebt dabei die Dynamik hervor, die sich in den vergangenen Jahren zu entwickeln begann: Link.

  • ^Für mich bedeutet das vorrangig, dass das Vorhaben bis auf Weiteres gestorben ist. Schließlich wurde das Bebauungsplanverfahren ja wegen der Pläne des jetzigen Eigentümers gestartet, von denen der sich mit diesm Verkaufsangebot offensichtlich verabschiedet. Ob 150 €/m² für reines Bauland mit hohen Denkmalschutzanforderungen ein attarktiver Preis sind, kann ich zwar nicht beurteilen, es kommt mir aber irgendwie nicht so vor.

  • ^^ Das viele freie grün Drumherum ist schon mal nicht real.
    Aber gut das man daneben nicht auch noch Einfamilienhäuser plant.
    Nach @lguenth1^ Kommentar ist dann wohl wieder alles offen.

  • In anderen Städten würde so etwas wohl weg gehen, wie warme Semmeln. In Chemnitz ist es wohl (noch) schwierig. So wie Visualisierung aussieht könnte man dort wunderbar Wohnen und Arbeiten kombinieren. Eine neue Firma, ein Dienstleister oder ein Unternehmen im alten K-Palast mit dahinter neu entstehendem repräsentativen "Hochhaus" daneben die schicken Loftwohnungen für 9 Euro kalt. So etwas ginge aber nur im Paket. Dann wäre es aber die Ideallösung.