Rödelheimer Bauprojekte

  • Wohnbauprojekt "M15-Westside" Ecke Margaretenstraße und Lohoffstraße

    Die Margaretenstraße ist eine Parallelstraße der Westbachbachstraße, die zwischen der an den Rödelheimer Friedhof grenzenden Bebauung und dem Arthur-Stern-Platz verläuft. Die Grundstücke Lohoffstraße 3 und Margaretenstraße 15 sind mit offenbar gewerblich genutzten Gebäuden bebaut. Diese sollen abgerissen und an deren Stelle ein Neubau mit 23 Eigentumswohnungen mit Wohnflächen zwischen 55 und 147 m² errichtet werden. Die Vermarktung hat begonnen, Angebote sind hier und in den einschlägigen Portalen zu finden. Der Bestand aktuell:


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    Der Bauteil in der Bildmitte, wohl die Margaretenstraße 17, soll den folgenden Visualisierungen nach erhalten bleiben.


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    Bilder: Schmittchen


    Das ist geplant:


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    Bilder: IAM Immobilien & Allfinanz Management GmbH

  • Umbau und Umnutzung Niddagaustraße 42 geplant

    Um die Vorgeschichte und den Erwerb des Bürohauses Niddagaustraße 42 durch den Projektentwickler Cube Real Estate ging es in diesem Beitrag (mit Bestandsfotos). Jetzt wurden Entwürfe für den Umbau bekannt. Planer sind B & V Canton Lang Park Architekten.


    Die Ecke Niddagaustraße und (verlängerte) Trümpertstraße soll nach dem Umbau so aussehen:


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    Hofseite:


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    Bilder: Cube Real Estate / B & V Canton Lang Park Architekten Architekten / Konzept 3D

  • Radilostraße 1


    Bei diesem Vorhaben geht’s weiter, sodass bald das EG fertig betoniert ist. Aufgrund der starkem Bewehrung und das recht massive Beton verbaut wurde läßt sich vermuten das hier mehr als die bisher wirkenden statischen Kräfte abgegangen werden müssen. Und siehe da mittlerweile ist im Netz ein Bauschild verfügbar und es nennt als Bauvorhaben dieses: "Aufstockung des Wohn- und Geschäftshauses mit einem Wohnheim für soziale Zwecke für zwei Gruppen für 7 und 9 Jugendliche sowie 5 Einzelapartments für Jugendliche vom 1. OG. bis 5. OG." Den Entwurf verantwortet das Frankfurter Büro E&P Klaus Eismann & Partner Planungs- und Bauleitungs GmbH, jedoch ist ein solcher online nicht verfügbar. Wie von Schmittchen Anfang Februar erhofft wird die Variante Blockrandschließung gebaut und ein Jahrzehnte alter Missstand kann jetzt endlich heilen.

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    Bilder: main1a

    Noch eine ergänzende Exkursion zum westliche Nachbar und nicht nur diesem. Die Radilostraße 3 und 5 wurden wohl zw. 1981 und 82 abgerissen um einen Durchbruch von der Reichsburgstraße zur Radilostraße zu schaffen. Die Idee geht bis in die Anfänge der 1930-iger Jahre zurück und ursprünglich sollte die eingleisige Straßenbahn (Linie 23) von der Straße Alt Rödelheim in die Reichsburgstraße verlegt werden damit sie dort zweigleisig betrieben werden konnte. Aus Kostengründen wurde Mitte der 1930-iger die Idee verworfen. Dank S-Bahn hatte es sich einige Jshrzehnte später mit der Straßenbahn in Gänze erledigt und die Strecke durch Alt Rödelheim, am Bahnhof Rödelheim, Auf der Insel usw. ganz stillgelegt. Jedoch wurde die Idee genutzt um die Reichsburgstraße autogerecht auszubauen. Auch der Bau des Auguste-Oberwinter-Hauses und der Burgfriedenstraße 8 + 10 inkl. Tankstelle fallen in diese Ära und so kommt dieser ehr atypische Straßenraum mit seiner teilweise unmaßstäblichen Bebauung bzw. 'Hinterhof-Ambiente' in diesem Bereich vom alten Rödelheim zustande (Q).


  • Nicht wirklich Bauprojekt, ich packe es trotzdem mal hier rein:

    Die Unterschriften-Initiative "Alt-Rödelheim", die sich für eine Erhaltungssatzung für die leerstehende Häuserzeile Alt-Rödelheim, die seit Jahren im Stadtteil für Unmut sorgt (hier zuletzt in #154ff), einsetzt, plant für heute eine Kundgebung, um die Forderungen noch einmal an die Stadt heranzutragen.


    Hilft bei der Beseitigung des derzeitigen (Un)Zustands leider wahrscheinlich herzlich wenig, die Häuser stehen seit Jahren leer, verfallen langsam und nix passiert...


    Artikel in der Rundschau

  • Die Häuserzeile Assenheimer Straße 1 und Alt-Rödelheim 14-20 am ehemaligen Marktplatz von Rödelheim verfällt sogar rapide, vergleicht man mit dem Zustand vor gut drei Jahren (oder gar mit 1988). Drei Fotos von gestern:


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    Wirkt als Ausdruck der Hilfslosigkeit – Transparent mit der Aufschrift "Keine Schutzzäune für Spekulationsobjekte".


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    Ein weiteres Transparent weist auf Payel Rahman Architekten hin. Das Sachsenhäuser Büro wurde wahrscheinlich mit dem Einreichen des Bauantrags beauftragt, was laut FR (Link im Vorbeitrag) inzwischen geschehen sein soll. Nähere Informationen zur Planung sind nicht auffindbar.


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    Bilder: Schmittchen

  • In der Printausgabe der heutigen Rundschau gibt es einen längeren Artikel über die Kundgebung, nicht weiter interessant soweit.


    Allerdings wird in diesem Zusammenhang auch angekündigt, dass am Dienstag, den 12. Juli der Investor und ein Vertreter der Stadt das Projekt öffentlich vorstellen wollen, und zwar um 19.30h im Saal der Cyriakusgemeinde in der Alexanderstr. 37.

  • Die FR berichtet heute über die von bridget oben erwähnte Projektvorstellung. Unter anderem heißt es dort: „Der bisher bebaute Innenhof bleibt frei. Das Gebäude wird kein monolithischer Block, sondern eine Bebauung ähnlich der Gründerzeit mit modernen Aspekten.“

  • ^ Sorry für die Dopplung, mh_dy_ffm war schneller. 😅

    Und wer den Bericht nicht lesen möchte hier die Zusammenfassung.


    Die Vorstellung fand unter regem Interesse der Bevölkerung statt, worüber die FNP heute berichtet da nun eine genehmigungsfähige Planung vorliegt.


    Die Fakten aus dem Bericht zusammengefasst:

    • Planung: Payel Rahman Architekten GmbH, Frankfurt a.M.
    • Investor: Sky Construction GmbH, Frankfurt a.M.
    • Rückbau der vorhandenen Bebauung
    • Neubau eines Gebäudekomplex bestehend aus:

    XxxXx- mittigen Gebäudeteil mit 4 Vollgeschossen plus Dachgeschoss als Satteldach mit Flachdachgauben;

    XxxXx- seitlichen Gebäudeteile mit 3 Vollgeschosse plus Dachgeschoss als Satteldach auf Drempel mit Flachdachgauben;

    XxxXx- gründerzeitliche Anmutung mit modernen Aspekten;

    XxxXx- 26 Mietwohnungen zw. 50 und 100 qm groß;

    XxxXx- 4 Gewerberäume im EG;

    xxxXx- Tiefgarage mit 15 Kfz-Stellplätzen;

    XxXxx- Innenhof;

    Xxxxx- PV-Anlage und Wärmepumpe.


    Bleibt zu hoffen das in 2023 der Baustart vermeldet werden und diese Wunde in Alt-Rödelheim endlich heilen kann.

  • Segro CityPark Frankfurt an der Gaugrafenstraße - Neubau "Phase 3"

    Die "Phase 3" wurde im vergangenen Oktober in Beitrag #181 vorgestellt (mit Fotos). Jetzt ist raus, um welchen "Online-Lebensmittelhändler" es sich handelt, der den weitaus größten Flächenanteil dieses Bauabschnitts gemietet hat. Der Lieferservice von Rewe wird für sein "Food Fulfilment Center" eine Fläche von 13.700 Quadratmetern im Gewerbepark an der Gaugrafenstraße nutzen. Das meldet TD hier.


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    Bild: Segro

  • Alt-Rödelheim: Häuserzeile Assenheimer Straße 1 und Alt-Rödelheim 14-20

    Die aktuelle Planung der Payel Rahman Architekten für die Neubebauung am früheren Marktplatz, Einzelheiten können sich noch ändern:


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    Bild: Payel Rahman Architekten

  • Yes! Nach viel "Monolith" Architektur letzte Zeit endlich wieder ein Entwurf in Frankfurt, der die hervorragende Architektur der zeitgenössischen Neuen Altstadt aufgreift. Diese kleinteilige, gegliederte, lebensfrohe Häuserzeile wäre sehr zu begrüßen und wird sich hoffentlich nicht mehr ändern. Ein Wort zu Rödelheim: Es gibt neben dem Gallus wohl kaum einen Stadtteil in Frankfurt, der sich in den letzten 15 Jahren so gemausert hat, eine erstaunliche Entwicklung.


    Auch die FAZ widmete sich am 28.07. mit dem Thema.


    Ein paar interessante Auszüge:

    - Bauherr und Architekt warten auf die Baugenehmigung

    - Entstehen sollen 26 Wohnungen mit 50-100 qm Fläche, 4 Ladenlokale und 15 TG-Plätze, während der Hinterhof frei bleibt als "grüne Oase"

    - Die Wohnungen sollen für 16 Euro pro qm vermarktet werden, einen Hebel für Sozialwohnungen gab es nicht

    - Hinter dem Entwurf des Frankfurter Architekten Payel Rahman befindet sich der Entwickler Gökce Koc

    - Die städtische Bauaufsicht und der Ortsbeirat haben den Entwurf wohlwollend aufgenommen

    - Rahman sagt eindeutig: "Wir haben uns von der neuen Altstadt inspirieren lassen"

    - Die Mieter der jetzigen zweigeschossigen und abrissreifen Gebäude sind längst ausgezogen (Asia Imbiss, Bistro, Gemüseladen)

    - Die Häuser sind derzeit mit einem Bauzaun umstellt und es ist dem Ortsbeirat seit Jahren unklar was aus den Häusern geschehen soll

    - Bisherige Entwürfe waren zu massiv und nicht vereinbar mit der geltenden Erhaltungssatzung

    - Bis in die 70er Jahre fuhr noch eine Straßenbahn an den Gründerzeit Häusern vorbei

  • ^

    Der Entwurf ist sehr, sehr gut !


    Allerdings wäre ich mit "Altstadt-Vergleichen" zurückhaltend. Diese Häuserzeile erinnert mich (zumindest auch) an einen klassischen Gründerzeit-Blockrand. Bei genauem Hinsehen nehmen nämlich zwei der mittleren Häuser dieses Entwurfes (das weisse und das grüne) deutlich die klassische Ffm- Gründerzeit-Kubatur auf wie folgt:

    a.) Das weisse MFH: Das klassische "Frankfurter Maß" eines grösseren MFHs (d.h. vier parallele Fensterreihen; EG plus 3 VG).

    b.) Das grüne MFH: Das etwas kleinere "Frankfurter Maß" eines kleineren MFHs mit drei parallelen Fensterreihen, EG plus 3 VG.

    Diese Art von Gründerzeitlern gibt es dutzendweise im Nordend und Sachsenhausen(Nord).


    Nach "Altstadt" sehen eher die Giebel der Eckhäuser quer zur Traufe der mittleren Gebäude aus.

  • Mit der neuen Altstadt hat das insofern zu tun, als man hier auch etwas plant und hoffentlich baut, was nur auf den ersten Blick kleinteilig ist.

    Ich sehe hier durchgehend einheitliche Etagenhöhen, "getarnt" durch teils bodentiefe Fenster, teils normalhohe Brüstungen.


    Dadurch könnte man bautechnische Trennungen der unterschiedlichen Gebäudeteile vermeiden und so einfacher und schneller bauen - aber auch überraschende Grundrisse der hinter den Fassadenteilen liegenden Wohnungen bieten, die nicht unbedingt vollständig hinter der gleichen Fassade liegen müssen, oder zumindest gemeinsame Leitungsverläufe nutzen, wenn die Gesamtkonstruktion formal nur ein Gebäude ist.


    Ebenso könnte das rote Haus weitgehend der Erschließung seiner Nachbarn über Treppen und Aufzug dienen, so dass sich auch hier Flächen effizienter nutzen lassen als mit separaten Eingängen und Treppenhäusern. "Die Treppe ist im Nachbarhaus" haben wir in Frankfurt ja auch schon anderswo (Braubachstraße wieviel?).

  • Die beiden mittleren Gebäude machen bischen einen auf Klassizismus, wie die Westseite des Hühnermarkts. Die Stirnbauten mit den Satteldächern und der etwas unförmige rote Klotz sind dagegen eher mit den Füllbauten (auch im weiteren Umfeld des Alten Markts, zB an der Alten Mainzer) vergleichbar.

    In Anbetracht der Umstände aber wohl das beste das der Ecke passieren kann.