Wohnungsbau in HH - Diskussionsthread

  • Vielleicht muss man man auseinanderhalten zwischen dem "Problem" und der "Loesung"? Man kann die Fragen...


    > gibt es ein Problem und wenn ja wie gross / schwerwiegend ist es?


    und


    > ist das Wohnraumschutzgesetz ein sinvoller Loesungsbeitrag dazu?


    ...durchaus getrennt beurteilen und zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.


    Ich glaube z.B. schon, dass an der engen Wohnungsmarkt-Situation in Hamburg etwas dran ist. Ich sehe zwar keine 'Wohnnugsnot', aber ein angespannter Markt laesst sich denke ich nicht leugnen. Von 'Szenevierteln' brauchen wir gar nicht zu reden.


    Andererseits denke ich, dass besagtes Gesetz wirklich eine nutzlose, rein populistische Massnahme ist um der typischen Mopo-Leser Klientel mit moeglichst eigentuemerfeidlichen und investitionsfeindlichen Gesetzen zu suggerieren dass 'der Senat was fuer den kleinen Mann tut'. Leider gibt es immer eine Waehlerschicht die eine Parteil fuer populistische Gesetze waehlt. Daher wird es leider auch immer solche schaedlichen und nutzlosen Gesetze geben.


    Am Ende hilft kein Gesetz, sondern nur ein langfristige Wohungsbauprogramm das alle Marktsegmente abdeckt, also 1/3 Eigentum, 1/3 freien Wohungsmarkt und 1/3 gefoerderten Wohungsbau. Alles andere ist heisse Luft und Wahlkampf.

  • Nicht? Das war genauso Bestandteil der Zensus2011.
    Ergebnis: Hamburg ist das Bundesland mit dem geringsten Wohnungsleerstand.
    Und auch als Stadt liegt es ganz vorn!


    Also trotz geringer Einwohnerzahl, keine Entwarnung an der Wohnungefront!


    Nairobi,


    nach Angabe der Stadt Hamburg stehen 200 Wohnungen von privaten Vermietern leer,meist wegen Renovierungen.


    Die Stadt Hamburg laesst hingegen 1200 staetische Wohnungen leer stehen - um das Airbus-Gelände herum mit Absicht und jahrezehntelang, um Mieter nicht rausklagen zu müssen, wenn Airbus erweitern muss. Verschleiern will diese Stadt das,indem sie nachts das Licht in ganzen Strassenzuegen brennen lässt.


    Aber Sie können doch nicht bestreiten: Bisher hiess es, es fehlen 50 000 Wohnungen, jetzt kommt raus: Es gibt 82 000 weniger Hamburger. Also fehlen doch keine Wohnungen.


    Das Hamburger Abendblatt berichtete, dass Makler Schwierigkeiten haben, für Hamburg-Hamm und Harburg Mieter zu finden.


  • Midas,


    Ich bin LEIDER Vermieter in Hamburg. Und es ist LEIDER keine "heisse Luft", wenn Beamten.... mir und meinen Kindern unsere Immobilie wegnehmen dürfen, um diese "zwangszuverwalten". Auch die Bussgelder bis zu 50 000 € sind nicht "heisse Luft".


    Vielmehr ist das alles Diktatur und Sozialismus - von SPDlern, die 25 000 € Stundelohn abzocken oder für Gazprom arbeiten. Gute Nacht, Deutschland.

  • ich bin auch Vermieter, aber ich bin dankbar, daß die Stadt inzwischen auf Druck aus der Bevölkerung Spekulanten Beine macht, und versucht, die sozialen Gefüge in Stadtteilen zu erhalten.
    Eigentum verpflichtet, aber leider muß man einige Grundbesitzer per Gesetz daran erinnern.


    PS die oberflächliche Polit-Polemik ist wenig zielführend, und zeugt eher von mangelndem Verständnis für den hamburger Wohnungsmarkt.

  • ich bin auch Vermieter, aber ich bin dankbar, daß die Stadt inzwischen auf Druck aus der Bevölkerung Spekulanten Beine macht, und versucht, die sozialen Gefüge in Stadtteilen zu erhalten.
    Eigentum verpflichtet, aber leider muß man einige Grundbesitzer per Gesetz daran erinnern.


    PS die oberflächliche Polit-Polemik ist wenig zielführend, und zeugt eher von mangelndem Verständnis für den hamburger Wohnungsmarkt.


    es ist keine Polemik, sondern die Wahrheit, vor der wohl viele die Augen verschliessen. Träume ich, oder ist der Joschka Fischer,Grüne, jetzt Erdölmanager für Aserbeidschan, eine lupenreine Diktatur ? Und wenn ich die Wahrheit sage, ist es Polemik?


    "Spekulanten"... was ist das denn? Weil ich für meine Kinder Wohnungen gebaut habe, bin ich doch nicht "Spekulant", sondern einfach nur Vater. Was ist denn das Billig-Einkaufen bei Aldi, das Kaufen von Korea-Autos anderes als Spekulation.


    Ach, das Grundgesetz. Gähn.

    "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Artikel 1 GG


    Aha, und die Neger, die im Mittelmeer ertrinken? Und die Alten, denen man nicht in D die Windeln wechselt, weil diese noch nicht schwer genug sind?


    Und die Neuordnung der Bundesländer wie im GG gefordert ? Und die künftige Verfassung, über die das deutsche volk abstimmen sollte ?


    Kommt mir nicht mit diesen dumpfen "Eigentum verpflichtet". Man darf ja noch nicht mal straflos etwas aus den Müllcontainer eines Lebensmittelmarktes entnehmen, wenn man Hunger hat: DIEBSTAHL! Warum gilt das nicht:"Eigentum verpflichtet", d.h. der Laden darf nicht abgelaufene Lebensmittel nicht wegwerfen? Hat denn nicht die EU jahrzehntelang Lebensmittel vernichtet, um die Preise oben zu halten?


    Und wieso darf jemand einen Picasso in seinen Keller hängen. Wo gilt da "Eigentum verpflichtet"?


    Roy, du kannst unmöglich Vermieter sein. Obwohl, bei Geiselnahmen verlieben sich ja oft Frauen in den Geiselnehmer. Und leider gab es auch jüdische Mitbürger, die das 3. Reich gut fanden.

  • hier gehts um Wohnungsbau, nicht um Joschka Fischer, Asylanten, Lebensmittel und Picasso !?
    Falls hier irgendjemand auf Grund von blinder (Eigen-)Interessenvertretung nicht mehr durchblickt: Ich empfehle Baldrian und mehr fokussierte Objektivität.

  • Aber Sie können doch nicht bestreiten: Bisher hiess es, es fehlen 50 000 Wohnungen, jetzt kommt raus: Es gibt 82 000 weniger Hamburger. Also fehlen doch keine Wohnungen.


    Was hat das miteinander zu tun? Das unterschiedliche Paar Schuh. Der Zensus hat auch die Wohnungen gezählt und festgestellt, dass der Leerstand sehr gering ist.


    Das Hamburger Abendblatt berichtete, dass Makler Schwierigkeiten haben, für Hamburg-Hamm und Harburg Mieter zu finden.


    Auch das hat nicht viel miteinander zu tun. Manche Leute haben irgendwie ein Problem damit in Harburg zu wohnen. Kann ich nicht ganz nachvollziehen.

  • Thiefaine, Du verrennst Dich hier in allerlei Themen, die a) mit dem Wohnungsbau in Hamburg nichts zu tun haben (z.B. Fischers Tätigkeiten heute) und b) größtenteils falsch sind (z.B. Grundgesetz/Verfassung, Neuordnung des Bundesgebiets etc.)


    Ebenso sind die Schlüsse falsch, daß eine geringere Zahl an Einwohnern automatisch heißt, daß diese haargenau auf die Zahl an Wohnungen übertragbar sind. Als Vermieter, wie ich, solltest Du wissen, um wie viele Teilmärkte es auf dem Wohnungsmarkt geht; ob Ausstattung, Lage, Größe oder Mietart. Rein mit Plus und Minus bei zwei Zahlen kommst Du da nicht weit, selbst wenn diese korrekt wären. Zudem wird völlig vergessen, wie sich die Gesellschaft sozial bzw. demographisches verändert. Mit lautem Gebrüll ändert man daran nichts.


    Und irgendwelche Vergleiche zu Juden im Dritten Reich sind mehr als nur geschmacklos, egal wie groß der persönliche Frust ist und wie sehr man diesem mal freien Lauf lassen möchte.


    Im Hamburger Abendblatt kann man heute die Zusammenfassung einer Studie des HWWI und der Haspa lesen, in welchem es darum geht, daß Hamburg bis 2030 an die 100.000 Wohnungen benötigt, wenn die Stadt um 50.000 Einwohner steigen sollte. Und die 100.000 heißen nicht, daß man 80.000 abreißt und 100.000 neu errichten läßt, sondern diese 100.000 zusätzlich benötigt. Das wird noch ein aktuelles Thema für viele Jahre bleiben. Daraus kann man aber nicht persönlich schlußfolgern, daß man durch die Menschenwürde das Recht hat, in dieser Zeit möglichst fette Renditen zu erzielen.

  • Manche Leute haben irgendwie ein Problem damit in Harburg zu wohnen. Kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    Ich weiß, daß auch im schicken Hamburger Westen seit Jahren preiswerter Wohnraum leersteht, weil sich keine Mieter finden lassen. Dies betrifft insbesondere kleine Wohnungen in Iserbrook, Rissen und Sülldorf in den auch dort vorhandenen 70er Jahre Bausünden. Studenten wollen lieber zentral und urban als im Grünen wohnen, und für Familien sind sie zu klein (35-45m2). Bei echter Wohnungsnot würden sich solche Lücken sofort schließen. Wir haben wohl weniger eine Notsituation, sondern eher das Problem, daß sich immer mehr Nachfrage auf die durch die Gründerzeit geprägten Viertel konzentriert (insbes. Eppendorf, Schanzenviertel, Ottensen). Gleichzeitig gibt es keinen freien Platz mehr für selbstbestimmtes Bauen. Warum wurden z.B. in der Hafencity ein hoher Büroflächenanteil, aber keine Flächen für Stadthäuser eingeplant?

  • Warum wurden z.B. in der Hafencity ein hoher Büroflächenanteil, aber keine Flächen für Stadthäuser eingeplant?


    Weil Stadthaeuser unter realistischen Annahmen wohl typus-bedingt kaum 3-4 Etagen ueberschreiten koennen und somit keine angemessene Dichte und Flaechenausnutzung fuer diesen innerstaedtischen Stadtteil gebracht haetten, in dem Wohnbauten selten weniger als sechs oder sieben Etagen haben. Zudem laufen Stadthaeuser ziemlich der Forderung nach Wohnraum fuer 'Otto Normalbuerger' entgegen. Ich hatte nichts gegen eine charaktervolle Hamburger Variante des klassischen NY Brownstone - aber die Hafencity scheint mir nicht der rechte Ort dafuer und Sozialwohungen sind das auch nicht grade.


    Der Bueroflachenanteil ist der Hafencity nebenbei nicht absonderlich hoch. Einzig, dass die grossen Wohnquartiere ohne Bueronutzung (Lohsepark, Baakenhafen) erst noch gebaut werden, wogegen die haupt Bueroachsen (Brooktorkai, Grosser Grasbrook) schon weitgehend fertig sind, was natuerlich das Bild augenblicklich noch verzerrt.

  • Weil Stadthaeuser unter realistischen Annahmen wohl typus-bedingt kaum 3-4 Etagen ueberschreiten koennen und somit keine angemessene Dichte und Flaechenausnutzung fuer diesen innerstaedtischen Stadtteil gebracht haetten, in dem Wohnbauten selten weniger als sechs oder sieben Etagen haben. Zudem laufen Stadthaeuser ziemlich der Forderung nach Wohnraum fuer 'Otto Normalbuerger' entgegen


    Midas, die Bebauung beispielsweise am Kaiserkai ist ja auch nicht unbedingt lupenreiner sozialer Wohnungsbau, und ebenfalls nur mäßig verdichtet. Ich vermute, die Planer haben an diese Variante des Wohnens schlicht nicht gedacht, vor 15 Jahren waren Townhouses noch kein Thema. Familien sollten entweder ins Einzelhaus am Stadtrand oder sich in einen Wohnblock einsortieren. Individualität in zentraler Lage war nicht vorgesehen. In der Peripherie machen Stadthäuser keinen Sinn, die gehören ins Zentrum, insofern wäre die Hafencity schon genau richtig und würde als eine Variante neben den anderen den Standort bereichern.

  • - der Kaiserkai ist relativ dicht bebaut, 6+S bis 10 Geschosse.
    - "Townhouses" sind im Prinzip nichts anderes als Reihenhäuser, insofern wesentlich weniger "dicht", und haben in der Innenstadt deswegen eigentlich nichts zu suchen. Ausserdem ist der Erschliessungsanteil im Verhältnis zur Wohnfläche sehr sehr hoch, und die Häuser können 3, maximal 4 Geschosse hoch werden. Die Hafencitypreise für Townhäuser will ich nicht wissen. Der Begriff "Townhouses" ist das erste Mal bei Falkenried/Spengler-Wiescholek aufgetaucht, im Jahr 2000.
    - im Geschosswohnungsbau im Vergleich zu Reihenhäusern ist es ein leichtes, im EG Läden anzuordnen.

  • Die Hafencitypreise für Townhäuser will ich nicht wissen

    Sicher, die wären astronomisch. Das sehe ich in Hamburg aber nicht als Problem an, die Clientel ist in ausreichender Zahl vorhanden.


    Ich habe die Idee ja auch nicht als flächendeckende Lösung des Wohnungsproblems vorgeschlagen, sondern als ein bereicherndes Element. Wenn dafür ein par Prozentpunkte Büroflächen wegfallen würden, die sich ohnehin nicht immer zu den kalkulierten Preisen vermieten lassen, wäre allen gedient.

  • Wenn dafür ein par Prozentpunkte Büroflächen wegfallen würden, die sich ohnehin nicht immer zu den kalkulierten Preisen vermieten lassen, wäre allen gedient.


    Sorry, aber das sind noch nur recht wirre Behauptungen ohne jegwede innere Schluessigkeit. Wem genau waere denn damit 'gedient' wenn nun auf dem von Dir genannten Kaiserkai statt sechs- bis zehngeschossiger Wohnungsbauten und vierer Buerohauser (jeweisls zwei Ost- bzw Westende) nun ausgerechnet 'Stadthaueser' stehen wuerden? Immerhin gibt es bei den heutigen Wohunungen eine Spreizung von Designer-Wohnen (Philippe Stark) bis gefoerdteren Wohungsbau (Baugenossenschaft Bille).


    Nicht zu vergessen die exorbitanten Erschliessungskosten in der Hafencity (Sanierung 200 Jahre alter Kaimauern auf ein Hochwassersicherheitsniveau von heute). Viel spass dabei diese Kosten statt auf 12-geschossige Buerobauten und achtgeschossige Wohnhaueser auf reinen Wohnbau mit vier Etagen umlegen zu wollen. Ich koennte mir vorstellen, dass die Erschliessung am Ende anteilig mehr kosten wuerde als das Haus.


    Flaechen fuer Stadthaeuser in Hamburg gibt es duchaus - Sie passen allerdings m.E. nicht in die Hafencity. Und das meine ich nicht in erster Linie gestalterisch, sondern im Sinne der Zielsetzung und der Lage (zum Beispiel mit der Notwendigkeit der Architekur an vielen Stellen den Gelaendesprung von 5,50m auf die flutsicheren 8,50m zu berucksichtigen oder gezielt halboeffentliche Stadtraume zu schaffen.).


    In der Peripherie machen Stadthäuser keinen Sinn


    Es gibt, denke ich, in Hamburg nicht nur 'Hafencity oder Peripherie'. Barmbek, Alsterdorf, Eppendorf, Uhlenhorst, Bahrenfeld, Ottensen, Altona-Altstadt - alles potenzielle Standorte fuer Stadthaeuser - liegen sicherlich nicht in der Hamburger Peripherie. Bitte nicht immer gleich die schwarz-weiss Denke rausholen.

  • Ich kann den Wunsch nach STADThäusern auch nachvollziehen. Beispielsweise macht der Reiz von Hoheluft das Generalsviertel mit seinen Stadthäusern um die Moltke-, Roonstraße aus!
    In Bezug auf die HafenCity müsste man sich jedoch mal entscheiden, ob hier nun eine Erweiterung der INNENstadt entstehen soll oder nicht. Bislang sieht es mir eher nach gehobenem Viertel a la Eppendorf aus. Denn in der wirklichen Innenstadt wird wirklich eng gebaut, dicht an dicht. Ohne viele Freiräume und möglichst mindestens 8- 10 Stockwerke in der Regel und nicht nur als Punkthäuser. Da fehlt dann oftmals das Grün und die Innenhöfe sind dunkler, aber dafür herrscht da auch ungemein viel Leben (zumindest tagsüber;).

  • Sorry, aber das sind noch nur recht wirre Behauptungen ohne jegwede innere Schluessigkeit. Wem genau waere denn damit 'gedient' wenn nun auf dem von Dir genannten Kaiserkai statt sechs- bis zehngeschossiger Wohnungsbauten und vierer Buerohauser (jeweisls zwei Ost- bzw Westende) nun ausgerechnet 'Stadthaueser' stehen wuerden? Immerhin gibt es bei den heutigen Wohunungen eine Spreizung von Designer-Wohnen (Philippe Stark) bis gefoerdteren Wohungsbau (Baugenossenschaft Bille).


    Du schiebst mir Äußerungen unter, die ich nicht gemacht habe. Ich habe nichts gegen die Bebauung am Kaiserkai (IMHO die bisher gelungenste Ecke der Hafencity), sondern gegen großteilige Bebauung im mittleren Teil am Sandtorkai, in Teilen des bereits existierenden und besonders im noch geplanten Teil des Überseequartiers und entlang der Shanghaiallee. Ich finde den Kombination aus horizontal gegliederten großen Blöcken und breiten Straßen zum Gähnen langweilig. Urbanität ist was anderes. Ein gewisser Anteil an Stadthäusern könnte unter anderem mit dazu beitragen, diese Monotonie aufzulockern.


    Gedient wäre dadurch unter anderem der Stadt Hamburg, die einem Großinvestor nicht ganz so viele überteuerte Büroflächen abnehmen müsste, die er anderweitig nicht loswird. Bauflächen für Stadthäuser würden trotz imenser Kosten mutmaßlich weggehen wie warme Semmeln. Es gibt zentrumsnah in Hamburg keine alternativen Freiflächen, und insofern ist auch die Diskussion müßig, ob andere Ecken nicht sinnvoller wären. Gedient wäre auch den Einwohnern der Hafencity, denen Büros rein gar nichts bringen.

  • Du schiebst mir Äußerungen unter, die ich nicht gemacht habe


    Okay, sorry. Dann nehme ich meine Aussage hiermit zurueck, finde aber Du hast Dich insgesamt recht unklar ausgedruckt.


    Ich bleibe dabei, dass der von Dir hier so hoch gelobte Haustyp fuer die Hafencity insgesamt nicht geeignet ist weil er unter realistschen Annahmen hoechstens drei, im Maximalfall ggf vier, Etagen haben kann. Vier Etagen im Stadthaus entsprechen zudem "netto", aufgrund des typbedingt exzessiven Anteils an Erschlilesungsflaechen, maximal der Flaeche von drei Etagen im normalen Geschosswohungsbau auf vergleichbarer Grundflaeche. Die meisten Wohnlagen in der Hafencity haben aber mindestens sechs Geschosse, teilweise erheblich mehr. Dein Vorschlag wuerde also bedeuten, dass man in Kernlagen der Hafencity die Wohnflaechen (stets versus der Alternative Geschosswohungsbau) mindestens halbiert und zudem auf die Moeglichkeit einer 'Bespielung' der Erdgeschosse (Laeden, Arztpraxen, Kioske, Galerien) versichtet.


    Inwiefern eine Halbierung der "netto" Baudichte und der Verzicht auf andere Erdgeschossnutzungen als reines Wohnen eine Steigerung der Urbanitaet bringen soll, erschliest sich mir ueberhapt nicht.


    Stadthauser sind eine sehr gute Alternative fuer denjenigen der individuell Wohnen will und der das noetige Kleingeld hat. Ich habe nichts gegen diesen Bautyp und ueberall dort wohl die mgebende Bebauung lagebedingt bei 3-5 Vollgeschossen liegt kann man ihn bestimmt prima realisieren. In einem hoch verdichtetetn Innenstadtkontekt wie der Hafencity hat er m.E. jedoch nichts zu suchen, weil er die Grundflaeche schlicht zu gering ausnutzt.

  • Nach Aussage von Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt wächst Hamburg wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Vor allem ziehen junge Leute in die Stadt. Sie kommen aus dem näheren und dem weiteren Umland, immer mehr aber auch aus anderen EU-Staaten. Dazu kommen noch die Flüchtlinge.


    Momentan hat Hamburg einen Bestand von etwa 930.000 Wohnungen. Im Laufe der 2020er-Jahre sollen es eine Million Wohnungen werden. Neben der bisherigen Nachverdichtung soll es jetzt auch eine Stadterweiterung innerhalb der Stadtgrenzen geben.


    Geplant ist der Erhalt wertvoller Grünzonen, Parks und Freizeiträume und gleichzeitig eine konsequente Urbanisierung bisheriger Freiflächen oder derzeit noch landwirtschaftlich genutzter Räume. Die Rede ist von von einer "Urbanisierungszone", die einen Ring um die kompakte innere Stadt bilden soll. Dazu zählen auch Hochhäuser. Die Innenstadt mit der Kirchturm-Silhouette bleibt tabu.


    Quelle: http://www.abendblatt.de/hambu…ine-gruenen-Reserven.html

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