Leipzig: Ring-Messehaus und Entwicklung nördliches Zentrum

  • Das weiß ich nicht. Ich weiß nur das man in Leipzig Präsenz zeigen will und muss. Dabei ist man sich durchaus bewusst, dass man bei den gängigen Zimmerpreisen nicht viel Geld verdienen wird.

  • Ja, Holiday Inn Express wollte tatsächlich in den Humbeck-Winkel. Klingt so, als ob der jetzt endgültig gescheitert ist. Wahrscheinlich besser so, wenn man sich die billig-billig-Maxime vor Augen führt, mit der dieser Museumswinkel umgesetzt werden sollte.

  • wobei ein gebäude am museum und das ringmessehaus schon zwei ziemlich unterschiedliche kaliber bezgl. nutzfläche und so darstellen...

  • Ich finde, man muss die Nutzung des Ringemessehauses im Gesamtkontext der Innenstadt nördlich des Tröndlinringes sehen. Dort haben wir außer dem Hotel Fürstenhof keine adäquate Nutzung und viel Leerstand in wirklichen Premiumimmobilien. Durch die Höfe am Brühl hoffe ich auf etwas mehr Schub in der Ecke, vielleicht auch durch das InterCity-Hotel.


    Wobei: Hotels sind nicht wirklich Frequenzbringer, was lebendige Strassensituationen angeht. Da wäre mir ein integriertes Konzept für die EnergyCity schon lieber. Dort könnte man wirklich einen Magneten nördlich des Ringes plazieren, der mal nichts primär mit Einzelhandel zu tun hat, dennoch durch Firmen und Büros tagsüber für eine Belebung sorgt. Baulich ist das Stichwort nördlich der Innenstadt "Kleinteiligkeit". Die Flächen (Astoria, Robotron, Landratsamt, RMH) sind allesamt viel zu groß als das sich Investoren oder Mieter da herantrauen. Dort müsste einiges geschehen. Etwas Nachverdichtung täte nicht schlecht, aber hier ist ja bereits einiges auf dem Weg.

  • [kann gelöscht werden]

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  • Die Vicus gibt es noch. Jetzt haben die ein Logo für das Ringmessehaus gesucht, bzw. Klemmer hat wieder kostenlos für sich arbeiten lassen.


    http://www.12designer.com/de/project/1192/details/Logo-Logo-für-Ringmessehaus/


    Die Ergebnisse sind allerdings nicht der Brüller.......




    Und Klemmer ist genervt und möchte sich nicht mehr rechtfertigen müssen, siehe Bild-Online


    http://www.bild.de/regional/le…waerts-23423590.bild.html

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    Die Ergebnisqualität liegt an der Art und Weise des "Wettbewerbs". Für schnell mal billig-billig kann man auch nichts wundervolles erwarten. Das wirkt mir im Moment alles noch etwas halbherzig am Ringmessehaus. Optisch deutlich wird diese Halbherzigkeit an der Grafiti-Verkleidung. Das ist zwar eine nette Idee, aber warum nur ein Bild und sonst eine große weiße Fläche?
    Egal.


    (Der Bild-Beitrag zu Klemmer ist alt)

  • Ich wäre ja für eine "Off-Kultur" Nutzung wie beim Tacheles in Berlin. Dann könnte das Graffiti bleiben und die Touris kommen ich Scharen.......



    Und die Künstler wissen wie sie die riesigen Flächen zum Leben erwecken können.




    Aber dazu ist Klemmer zu verklemmt.... (nomen est omen :D)

  • Auch hierzu ein paar Infos aus der morgigen LVZ: für das Robotron-Gebäude wird momentan eine Abrissgenehmigung beantragt, bis 2017 soll dort ein Neubau entstehen.


    Was das Ringmessehaus betrifft, sind jetzt laut Vicus-Chef Klemmer "alle Verträge unterschrieben" und es liefen "letzte Abstimmungen mit der Stadt". Take it with a grain of salt. Für die Hotelnutzung im Südflügel ist übrigens ein Hotel der neuen Billigkette von *trommelwirbel* - Unister(!) vorgesehen. Na da haben sich ja zwei zusammengetan, die mit ihrem, nennen wir es mal Optimismus, gut zueinander passen.

  • Auch über das frühere Robotron-Gebäude an der Gerberstraße berichtet Jens Rometsch in seinem heutigen Übersichtsartikel in der LVZ. Das 1969 nach Plänen des Gewandhaus-Architekten Rudolf Skoda erbaute Haus steht nicht unter Denkmalschutz. Momentan wird die Abrissgenehmigung erstellt. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat das Grundstück gekauft und will dort ab 2016 im Neubau residieren.

  • Hoffentlich traut man sich bei der Neubebauung des Robotrongeländes auch etwas an das Thema "Höhe" heran. Quasi als Überleitung vom doch eher niedrigen Hotelneubau an Ring zu den beiden Hochhäusern WestInn und SachsenBank...

  • Das war irgendwie von vornherein klar, dass die SAB nicht in das Robotrongebäude zieht. Das dies jetzt amtlich ist, empfinde ich als gute Nachricht für die Ecke. Ich hoffe indess auch, dass man dort ein paar Geschosse (mehr) realisiert.

  • Ich nicht, das wäre mAn recht unpassend. Das Westin sollte kein Maßstab sein, architektonisch ist das glatter Durchschnitt und als Hochhaus für die Leipziger Innenstadt allgemein viel zu breit konzipiert worden. Ansonsten wird das Grundstück dreiseitig von normalen Gebäudehöhen eingeschlossen, daran sollte man sich orientieren.

  • Meiner Meinung nach, würde doch gerade ein höheres Gebäude die Wucht des breiten Westin Hotel's abmildern. Es sollte nur niedriger als das Hochhaus der Sparkasse sein.

  • Saxonia, das Westin steht nicht in der Innenstadt, sondern ein ganzes Stückchen weiter nördlich davon. In unmittelbarer Nachbarschaft dazu befindet sich zudem Löhrs Carré mit dem Hochhaus der Sparkasse. Am Tröndlinring entsteht ja derzeit das neue Intercity-Hotel, dessen Höhe sich an der Ringbebauung orientiert. Wenn dieses Hotel Anfang nächsten Jahres steht, rückt das Robotron-Gebäude wieder von der Flucht an der Gerberstraße zurück. Von daher scheidet m.E. ein Gebäude mit "normaler" Höhe an gleicher Stelle von vornherein aus. Eine Staffelung des Neubaus zum Hotel Westin hin wäre m.E. wünschenswert (also in etwa 60 Meter).


    Das Robotron-Gelände ist jedoch zu groß, um sie mit den nur etwa 1000 Landesbeamten der Aufbaubank zu füllen. Ein städtebaulicher Wettbewerb erscheint mir angemessen.

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    Die Größe des Robotron-Geländes erschließt sich tatsächlich erst, wenn man es aus der Luft betrachtet.
    Wie eine Bebauung aussehen könnte ist natürlich reine Spekulation. Man könnte z.B. daran denken das Grundstück zu teilen. Eine charmantere Lösung wäre freilich eine Bebauung vergleichbar Löhrs Carre´ (inklusive Mischnutzung) bei der die SAB als ein Mieter von vielen auftritt.

  • Ein städtebaulicher Wettbewerb wäre absolut angebracht. Vor allem kann ich mir durch die bessere Anbindung des Hauptbahnhofs und dem S-Bahnnetz in das Umland, langfristig eine höhere Nachfrage nach Büroflächen (in diesem Gebiet der Stadt) vorstellen. Das Beispiel Löhr's Carré ist sicher eine Überlegung wert. Eine Blockrandfassung mit einer änlichen Traufhöher der Umliegenden Gebäude mit einer höheren Dominante im Innenbereich.


    Aber ganz ehrlich: ich glaube bei der Sparsamkeit der Staatskanzlei nicht an eine zufriedenstellende Lösung. Noch weniger wenn man sich das gegenwärtige Gebäude in Dresden anschaut und das Gezerre der dortigen Mitarbeiter verfolgt. Ob wir am Ende hier überhaupt an die 1000 bei der SAB haben, bezweifle ich jetzt schon.

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    Das muss ich etwas korrigieren. Das derzeitige Hauptgebäude der SAB nimmt im Raum in etwa die gleiche Grundfläche ein wie das Robotron-Gebäude (vielleicht sogar ein wenig mehr). Wenn die SAB also nicht Alleinnutzer werden möchte, könnte man sich unter dieses Voraussetzungen durchaus Spielraum für eine Höhendominante vorstellen.
    Weniger Mut macht in diesem Zusammenhang aber die derzeitige Architektur des SAB-Gebäudes in Dresden. Trotz Nähe zur Innenstadt versprüht es eher den Charme eines Business-Parks in der Peripherie.

  • ^ Das ist ja das Problem. Der jetzige Baukörper in Dresden hat eine recht kleine Fläche. Aber die große städtebauliche Chance mit dem Neubau besteht nun mal darin, dass man die Straßenflucht zumindest vom 'The Westin' aufnehmen kann und sollte. Meines Erachtens wird das neue 'Inter City Hotel' dem zur Gerberstraße schon entsprechen.


    Für mich gut denkbar wäre ein aufgreifen der Nebenstraße welche das Grundstück für längs teilt, und diese vom Ring bis zum Hochhaus zu ziehen. Zwischen dem ehemaligen Landratsamt und dem neuen Hotel wird sie ja weiterhin bestehen bleiben. Damit könnte man den Neubau zwischen Gerberstraße, Keilstraße, der Seitenstraße, und dem 'Inter City Hotel' in die Höhe treiben.


    Eine zurückgesetzte Straßenflucht mit Parkplatzfläche a la eines amerikanischen commercial districts, wären städtebaulich der absolut falsche Ansatz.

  • Da Wohnungen wahrscheinlich am effektivsten zur Belebung des Viertels beitragen würden könnt ich mir auch eine Lösung mit SAB-Büros bis auf üblicher Traufhöhe und nem Wohnturm vorstellen.
    Bei der Aussicht werden sich sicherlich ein paar Mieter finden ;)