Leipzig: Militärkasernen im Nordwesten werden Wohnparks

  • ^ Ich kann mich mit dem Ergebnis auch nicht anfreunden. Man hätte wenigstens die Balkone abbrechen können, um dem etwas nüchternen "Charme" mit etwas Laissez-faire unter die Arme zu greifen. Nun wirkt es - wie du schon sagst - wie eine Sanierung einer minderen Qualität.

  • ^
    Wenn man dann bedenkt, dass auf der einen Seite ne Hauptstraße (laut!) lang geht und die Eigentümer dafür ca. 3.300 Euro (!) pro qm auf den Tisch legen durften, ist das schon verrückt ... das Gebäude ist mE den Preis absolut nicht wert, außer es würde direkt am Hbf stehen. Die Lage ist alles andere als zentral und es ist weder Neubau noch Gründerzeit mit aufwendiger Fassade Stuck o.ä.
    Aber dank des Wachstums geht alles :).
    Ich kann mir jedenfalls denken, warum Licon das Ding damals nicht saniert hat. DIe Kaisergärten waren schon 2008/2009/2010 in Sanierung, d.h. noch vor der Insolvenz (2014). Es wurden ja bis ca. 2013 noch Objekte weiter saniert, hier hat man wohl Abstand genommen, zu Recht wie ich finde.

  • Der Bau steht unter Denkmalschutz, weil das kein Qualitätssiegel ist, mit dem die schönsten Gebäude prämiert werden. Hier wird dadurch eben die "Architektur des puren Mangels" für zukünftige Generationen lebendig gehalten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass im Inneren genug Qualität vorhanden ist, um auch in dieser Hülle attraktiven Wohnraum anbieten zu können.

  • Würde das Gebäude nicht unter Denkmalschutz stehen, hätten wir jetzt eine meterdick gedämmte 08/15-Putzfassade vor den Wohnungen für 3.300 Euro pro Quadratmeter zu sehen bekommen. Sieht das etwa besser aus?

  • Natürlich wäre das nicht besser. Aber: Wäre es ohne jeden Schutz, hätte man es sehr wahrscheinlich abgerissen, da es nicht in das Gesamtkonzept der Kaisergärten (rote Klinkerfassaden) passte und somit auch "aufgeschoben" wurde bei der Sanierung.
    Der Preis ist natürlich durch die aktuell hohe Nachfrage bestimmt, zu Zeiten von LICON (2008/2009) hätte vermutlich kaum jemand >2.000 hingelegt, aber seitdem sind fast 8 J vergangen und zehntausende Bewohner neu.

  • Wir hatten hier ab #177 mal über den sanierten 80-er-Jahre-Bau an der Max Liebermannstraße diskutiert.


    In der Broschüre "LEIPZIG - Denkmalschutz und Denkmalpflege" ist eine kurze Erläuterung und Dokumentation dazu zu finden, die ich hier als Bild mal unkommentiert einstelle.

    Leipzig - Denkmalschutz und Denkmalpflege
    Hrsg.: Stadt Leipzig / Amt für Bauordnung und Denkmalpflege
    GEHRIG Verlagsgesellschaft mbH
    Leipzig im Oktober 2016
    S. 39

  • Der Parkplatz vorm ehemaligen Stabsgebäude ist versperrt und Schuttcontainer sind aufmarschiert


    Das letzte der ehemaligen Stallgebäude (?) ist in Arbeit




    Der Fußweg Olbrichtstraße ist fertig


    Die andere Seite:

  • Die LVZ hat sich im Areal "Parc du Soleil" umgesehen ...


    Laut Text sind die Wohnungen nicht luxuriös. Nun ja, wenn man DGG kennt und die Verkaufspreise gesehen hat, werden die Mietpreise sicher alles andere als erschwinglich sein und aufgrund der parallel in ganz Leipzig gestiegenen Nachfrage nicht unter 8-9 Euro kalt landen.
    http://www.lvz.de/Leipzig/Loka…erste-Mieter-im-Fruehjahr


    Ansonsten kann man natürlich froh sein, dass DGG, GRK und Co. an ihren Sanierungen festhalten und nicht in Panik vor der Erstaufnahmeeinrichtung und angeblich steigender Kriminalität ihre Investitionen zurückgezogen haben.


    Dass die DGG (im Areal unter GGH aktiv) mit ihren Preisen jedoch nicht alles sofort vermietet bekommt, zeigt die August-Bebel-Straße 41, 43 und 45. Einige Wohnungen sind bereits seit März 2016 in Vermietung (mal bei Dima, mal bei anderen Maklern) und bis heute noch überwiegend frei. Bin daher sehr gespannt, zu welchen qm-Preisen das Objekt "Soleil" an den Markt geht.
    Auch beim Interdruck und LKG (CG) scheint die Vermietung etwas schleppend zu laufen, sind manche Objekte immer noch als Erstbezug ausgeschrieben, obwohl seit >1 Jahr fertig und im Interdruck alt aktuell schon wieder 13 WE "frei". Für so eine citynahe Lage ist das viel, bei 550 Euro für 40 qm auch kein Wunder.

  • Der nun im Rohbau fertiggestellte erste Bauabschnitt der Wohnbebauung Max-Liebermann-Straße. Aufgenommen vor ca. zwei Wochen.


    Es gibt zwei Dinge, die mich stören. 1. Im Vergleich zu den Nachbargebäuden ist der Neubau deutlich höher.




    2. Das im letzten Jahr fertiggestellte, von der Straße zurückgesetzte Seniorenpflegeheim erscheint wiederum zu niedrig. Zusammen mit GohlisPark bilden die beiden Neubauten keine harmonische Gesamtordnung.



    Ansicht Olbrichtstraße.


    Von hinten gesehen. Links das Seniorenpflegeheim.


    Baugrube für den zweiten Bauabschnitt der Wohnbebauung.


    Bilder von mir.

  • Ich glaube, die Sanierung der ehemaligen Heeresbäckerei steht kurz vorm Beginn. Zur Erinnerung: Für 60 Mio Euro werden hier (nach jetzigem Stand) 410 Wohnungen errichtet, 300 im Altbau und 110 in Neubauten, die auf dem Areal zusätzlich errichtet werden. Über die Nutzung ist noch nicht viel bekannt, außer dass die Penthouse-Wohnungen für Eigennutzer bestimmt sind. Preise lt. Dima um die 3.850 Euro/qm. Vermutlich werden die übrigen Wohnungen im Neubau zur Miete ausgeschrieben.


    Eine neue Visualisierung der Heeresbäckerei mit Neubauten. Entwürfe, Planungen und die Umsetzung erfolgt durch das Architekturbüro Homuth + Partner.






    Dachterrasse der künftigen Penthouse-Wohnungen

    Bilder: grk-holding.com

  • Aktivitäten finden in der Alten Heeresbäckerei und dem Werk Motor immer mal wieder statt. Im Moment wurde ein großes Lagergebäude abgerissen (roter Pfeil). Dort entstehen die Neubauten, die auf der von Cowboy gezeigten Visualisierung erkennbar sind. Die Blickrichtung der Visu ist nach Westen.
    Des Weiteren werden gerade neue Abwasserkanäle von der Olbrichtstraße kommend gelegt. An den Bestandsgebäuden selbst passiert nichts.
    Der grüne Pfeil deutet auf die Einrichtungen der Erstaufnahme für Geflüchtete der Region Leipzig in der Max-Liebermann-Straße 36 b/c mit einer Kapazität für 700 Personen. Sie ist gerade im Stand By. Genau diesen Eindruck macht sie auch. Von außen sieht es aus wie eine JVA.



    Blick von oben auf die Erstaufnahmeeinrichtung.



    Haupteingang.


  • Update Umbau ehemaliges Stabsgebäude

    Dr. Zott hat zuletzt hier ein Bild gezeigt. Nun sieht es so aus.



    Des Weiteren gab es hier im Forum eine Diskussion darum, ob ein Vorort befindliches Bauschild die korrekte Visualisierung des zukünftigen Aussehens zeigt oder nicht. Die Visu ist unten noch mal abgebildet und sie zeigt tatsächlich das ehemalige Stabsgebäude. Die Seecon Ingenieure haben u.a. einen Bebauungsplan geliefert. Die unten stehende Visu ist dort unter Projekten auch noch einmal verlinkt.

    Quelle: Seecon Ingenieure/ homuth+partner architekten