Weitere Autotunnel im Stadtgebiet?

  • HiTCH-HiKer hat recht!
    Jedoch darf man nicht vergessen, das im Stadtverkehr der Lärm, der beim Anfahren an der Ampel entsteht, dominiert.


    Fließender Verkehr ist immer leiser als stockender Verkehr.


    Bei LKWs wird eine besonders hohe Leistung zur Beschleunigung benötigt. Dieser Lärm übersteigt den Reifenlärm im Stop-and-go-Verkehr deutlich.

  • Ich sehe den Sinn eines Bürgerbegehrens in dieser Angelegenheit nicht.
    Den meisten Münchnern wird das Thema relativ egal sein und rein rechtlich gesehen ist die Stadt verpflichtet die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid mittelfristig einzuhalten.
    Das wurde doch bereits vom Gericht bestätigt und die Machbarkeitsstudien zu den beiden Tunnels laufen, wozu also dieses Begehren?
    Noch dazu mit Troglösungen als Vorschlag, die einzig das Problem der barrierefreien Querbarkeit lösen werdem. Aber da ist ein Aufzug zu den Fußgängertunneln sehr viel günstiger zu realisieren.

  • Du siehst das mMn etwas zu pessimistisch.
    Das Tempolimit war ein Antrag der Grünen im Stadtrat, der ja durchaus auch sinnvoll ist, da sich so der Lärm reduzieren lässt.


    Das eigentliche Problem der Landshuter Allee sind jedoch die Giftgase, die in einer europaweit einmaligen Konzentration tausende Münchner Bürger tagtäglich um ihre Gesundheit bringen.
    Und da setzt die Machbarkeitsstudie an, die Möglichkeiten zur Reduktion der Luftbelastung aufzeigen soll.
    Da wird man außer einem Tunnel oder einem Trog mit Einhausung nicht viele andere Möglichkeiten haben.
    Die Frage ist eher ob sie es gleich gescheit machen, also einen Tunnel über die Dachauer Straße hinaus bis Höhe Parkharfe, die Einhausung des südlichen Tunnelendes bis zu den Gleisen und das Anlegen eines Parks auf den riesigen, freiwerdenden Flächen (vergleiche Petuelpark) oder wieder nur eine halbgare Variante, die 30% Kosten spart aber keinen wirklich zufrieden stellt.

  • Nach wie vor eine sich fest gesetzte Urban Legend als ob die Landshuter Allee europaweit in Sachen Verkehrsdichte oder Luftbelastung einen Spitzenplatz einnehmen würde. Paris, Mailand, Madrid, Athen, Barcelona.... alles Städte mit deutlich stärker belasteten Verkehrsachsen. Auch Berlin und Wien haben mit Gürtel, Wienzeile und Südosttangente bzw. A100 und duzenden Innenstadtachsen etliche Kandidaten, die stärker als Münchens Mittlerer Ring befahren werden.

  • ... nicht in 3 stöckiger Bebauung sondern im 6..7 Stockwerke Blöcken oder eben gleichin Großwohnsiedlungen. Bevor Madrid 9 Mrd. Euro in den M30 Tunnel steckte war es noch extremer. Insbesondere bei den Abschnitten mit fast 300.000 Kfz pro Tag.

  • ... nicht in 3 stöckiger Bebauung sondern im 6..7 Stockwerke Blöcken oder eben gleichin Großwohnsiedlungen. Bevor Madrid 9 Mrd. Euro in den M30 Tunnel steckte war es noch extremer. Insbesondere bei den Abschnitten mit fast 300.000 Kfz pro Tag.


    Das in Madrid glaube ich dir sofort, aber die haben immerhin etwas dagegen getan, während Rot-Grün in München seit Jahrzehnten schon die eigenen Bürger an den Abgasen krepieren lässt.

  • Nach wie vor eine sich fest gesetzte Urban Legend als ob die Landshuter Allee europaweit in Sachen Verkehrsdichte oder Luftbelastung einen Spitzenplatz einnehmen würde. Paris, Mailand, Madrid, Athen, Barcelona.... alles Städte mit deutlich stärker belasteten Verkehrsachsen.


    Bin da auch skeptisch. Und dass die Donnersberger die am stärksten befahrene Brücke Europas sein soll, hab ich noch nie recht glauben können.

  • Bin da auch skeptisch. Und dass die Donnersberger die am stärksten befahrene Brücke Europas sein soll, hab ich noch nie recht glauben können.


    Es heißt ja auch korrekt "Die Donnersbergerbrücke gehört zu den meist befahrenen Strecken Europas." ;)

  • Bürger fordern Einwohnerversammlung

    Untertunnelung Landshuter Allee: Bürger fordern Einwohnerversammlung


  • Die Machbarkeitsstudie zur Verlängerung des Landshuter Allee Tunnel scheint fertig zu sein:


    http://www.abendzeitung-muench…86-8b95-b7d710e64cdd.html


    Der Formulierung im Artikel nach würde der Tunnel allerdings nur bis zur Dachauer Straße gehen und nicht darüber hinaus bis zur Höhe Parkharfe, zudem würde dann das Brückenbauwerk stehen bleiben.
    Finde ich etwas seltsam, wenn man eh schon am Buddeln ist, weil da im Bereich der Brückenauffahrt noch jede Menge Wohnbebauung existiert und auf dem Gelände der Bundeswehr (gegenüber der Borstei) ggf. irgendwann entstehen wird.
    Aber vielleicht ist da auch eine Einhausung bis zur Brücke hoch geplant, ähnlich der Südseite bei der Donnersberger Brücke, dazu müsste man mehr Details erfahren.

  • Was soll denn hier eine Lärmschutzwand bringen? Es geht ja nicht um Lärm, sondern darum, dass der Park endlich nicht mehr zweigeteilt und folglich nur über eine einzige (!) Brücke verbunden ist ;). Daher müssen die Autos weg.


    Als Nebeneffekt soll auch der Verkehrsfluss wiederhergestellt werden.


    Ich favorisiere die Landschaftsbrücke, da das laut Umweltverbänden die beste Lösung und mit 20mio. deutlich günstiger als der Tunnel wäre. Die geplanten "Hügel" gefallen mir.

  • Der Park ist wirklich groß genug. Da bringen ein paar Quadratmeter mehr auch nichts. Und verbunden ist er ja.


    Lärmschutzwände bringen einiges. Der Kleinhesseloher See wird im Norden vom Mittleren Ring merkbar beschallt.

  • Die Frage stellt sich doch, ob man mit den x-Millionen nicht etwas sinnvolleres in München anstellen könnte. Wie wäre es etwa mit einer neuen Schule in einem Neubaugebiet damit die Bebauungsdichte erhöht werden kann, um damit die Wohnungsnot zu mindern? Oder dem Bau annehmbarer Radwege radial und tangential? Oder der Kauf weiterer Straßenbahnen?