Ruhr-Universität-Bochum [Sanierung+Neubau]

  • Ich muß Databo Recht geben, das sanierte IC-Gebäude überzeugt mich nicht. Warum war es nicht möglich die Verkleidungen der umlaufenden Brüstungen durchzuziehen und die Horizontalität des Baus zu respektieren?
    Warum mußte man unbedingt vom bewährten Farbschema abweichen?
    Auch was das ID-Gebäude angeht kann ich Databo nur zustimmen, der Bau ist ein Sündenfall, dessen städtebauliche und gestalterische Verirrtheit das Ensemble der RUB noch lange beeinträchtigen wird.
    Wieso gibt es für die RUB immer noch keinen denkmalpflegerischen Ensembleschutz?
    Die bisherigen Ergebnisse der "Sanierungen" sind alarmierend, und eben so alarmierend finde ich daß es bislang scheinbar keine Diskussion darüber gibt; wenn jetzt bei den IA und IB-Gebäuden sogar klammheimlich das Szenario Abriß und Neubau ins Spiel gebracht wird ist wirklich Gefahr im Verzug, daß das RUB-Ensemble noch weiteren irreparablen Schaden nimmt.
    Bochum und die ganze Bundesrepublik sind dabei, eines der wichtigsten Baudenkmale der fordistischen Hochmoderne aus der Aufbruchszeit der 60er Jahre zu verlieren.

  • Wieso gibt es für die RUB immer noch keinen denkmalpflegerischen Ensembleschutz?
    Die bisherigen Ergebnisse der "Sanierungen" sind alarmierend, und eben so alarmierend finde ich daß es bislang scheinbar keine Diskussion darüber gibt; wenn jetzt bei den IA und IB-Gebäuden sogar klammheimlich das Szenario Abriß und Neubau ins Spiel gebracht wird ist wirklich Gefahr im Verzug, daß das RUB-Ensemble noch weiteren irreparablen Schaden nimmt.
    Bochum und die ganze Bundesrepublik sind dabei, eines der wichtigsten Baudenkmale der fordistischen Hochmoderne aus der Aufbruchszeit der 60er Jahre zu verlieren.


    Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Ja, es ist erstaunlich, dass die umfangreichen Baumaßnahmen nicht von einer kritischen Diskussion flankiert werden. Genug Expertise sollte ja vor Ort (Uni und FH) vorhanden sein. Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Ruhr-Uni bei aller Enseblehaftigkeit letztendlich ein ungeliebter Bau bei den Studierenden und Dozenten geblieben ist. Als Campus-Uni wirkte sie nie so recht in die Stadt hinein und umgekehrt. Man hält sich dort eben nur so lange auf wie nötig. Leben und Lieben findet jedoch wo anders statt.


    Die geplanten Abrissarbeiten sowie Um- und Neubauten werden sich doch sehr massiv auf das Gesamtensemble Ruhr-Universität auswirken. Dies jedoch ohne einem schlüssigen Gesamtkonzept zu folgen. Patchworkartig wird hier munter Bau für Bau einer eigenwilligen Gestaltung unterzogen. Doch die Einzelmaßnahmen fügen sich nicht zu einem schlüssigen Ganzen.


    Die einzige Diskussion die mir bekannt ist fand 2009 im Rahmen der Präsentation der Planungsvorhaben "Sanierung der Ruhr-Universität" statt. [http://www.deutsches-architekt…php?p=237882&postcount=16| & http://www.mai-nrw.de/Architektur-der-60er-70er.110.0.html] Nachdem ich damals für besagte Ausstellung arbeitete konnte ich dem Diskussionsprozess in Gänze verfolgen. Es ging sehr handzahm zu.

  • AKAFÖ feiert Richtfest des Verwaltungsgebäudes

    Heute wurde auf dem Gelände der RUB das Richtfest für das Verwaltungsgebäude des Akademischen Förderungswerks (AKAFÖ) gefeiert. An der Universitätsstraße, gegenüber dem Vita Campus, entsteht auf dem ca. 2.300 qm großen Grundstück zwischen dem BioMedizinZentrum und dem Parkhaus des Technologiezentrums Ruhr (TZR) im Auftrag des AKAFÖ ein 5-geschossiges Büro-und Verwaltungsgebäude mit über 4.000 qm Nutzfläche. Zudem wird das Gebäude über 56 Stellplätze verfügen.


    Das AKAFÖ hat das Bochumer Architekturbüro Kemper, Steiner & Partner mit der Planung des Gebäudes und der Bauleitung betraut. Für die schlüsselfertige Errichtung der fünfgeschossigen Stahlbetonkonstruktion mit Flachdach, Tiefgarage, Stellplätzen und über 4.000 Quadratmetern Nutzfläche sorgte die Rundholz Bauunternehmung aus Dortmund. Nachdem im Herbst 2012 das Gelände baureif gemacht wurde, erfolgte am 07.12.2012 der erste Spatenstich. Geplant ist, das Bauvorhaben bis Ende 2013 abzuschließen und einen Einzug der Mieter im ersten Quartal 2014 zu ermöglichen.


    Das AKAFÖ biete allein rund 4.000 Wohnheimplätze in 19 Bochumer Wohnheimen an und ist mittlerweile für 60.000 Studierende und Hochschulangehörige zuständig. Es bietet in 30 Mensen und Cafeterien gastronomische Angebote, dazu kommen zahlreiche weitere Dienstleitungen für Studierende rund um die Hochschulen.


    Pressemitteilung: AKAFÖ

  • Komplettabriss + Neubau der Gebäude IA und IB

    PM: "Die ingenieurwissenschaftlichen Gebäude IA und IB der Ruhr-Universität Bochum werden abgerissen und neu gebaut. Das hat die Lenkungsgruppe der Campusmodernisierung jetzt entschieden. Grund dafür ist die hohe PCB-Belastung.
    Bis März 2015 sollen die beiden ältesten Bauten der Universität abgerissen sein. Voraussichtlich bis zum Jahr 2017 entstehen die Gebäude an gleicher Stelle und in gleicher Form, um die denkmalwürdige Silhouette der Ruhr-Universität zu erhalten."


    Quelle: idr

  • ZGH Neubau

    Bekanntlich entsteht an der Ruhr-Universität ein Zentrum für Grenzflächendominierte Höchstleistungswerkstoffe (ZGH). Anfang des Jahres wurde ein nicht endgültiger Entwurf der neuen Forschungseinrichtung vorgestellt. Nun liegt wahrscheinlich der Endentwurf vor. Es stammt vom Büro =22,1841"]Geber Architekten aus Dortmund.


    Mit einer Gesamtnutzfläche von 2.889 Quadratmetern wird das neue vier geschossige Forschungszentrum als Solitär in Form eines Polygons zwischen den neuen Gebäude IA und IB auf der Nordseite des Uni-Campus stehen. Ein zweiter Baukörper ist als Flachbau im Erdgeschoss an den polygonförmigen Baukörper angeschlossen. Die Fassade wird mit einer Stahlblech-Kassetten Verkleidung versehen, deren einzelne jeweils ein halbes Geschoss hohen Bleche abwechselnd nach innen oder außen geneigt sind und eine plastische Faltstruktur mit Dreiecken in der Ansicht erzeugen.




    Bild: Geber Architekten

  • Sanierung und Neubauten I-Reihe

    Eine kleine Ergänzung zum von nikolas erwähnten, geplanten Abriß der Gebäude IA und IB: In diesen Gebäuden ist das PCB so tief in den Beton eingedrungen, daß wesentlich mehr abgetragen werden müßte, als es in IC praktiziert wurde. Dadurch würde die Sanierung teurer als der Abriß.


    Daß die Gebäude an gleicher Stelle und in gleicher Form wieder aufgebaut werden, ist natürlich zu begrüßen und die einzig vernünftige Lösung. Man könnte sich fragen, warum man nicht schon bei ID an die „denkmalwürdige Silhouette“ gedacht hat. Und man sollte sich fragen, warum man das beim Neubau des ZGH, der noch in der Planung ist, wieder nicht tut. In der von Kostik bereits zitierten =22,1841"]Mitteilung schreiben die Architekten gar: „[...] steht das neue Forschungszentrum als Solitär. [...] Das viergeschossige polygone Gebäude stellt sich baulich prägnant und eigenständig dar.“ Was soll das? Hier ist man auf diese dem Konzept der Ruhr-Universität völlig widersprechende Eigenschaft offensichtlich noch stolz und preist sie an. Die erste Studie hatte dagegen noch Hoffnungen geweckt, daß man endlich zur Vernunft kommt; das Gebäude hätte sich als neuer Flachbereich perfekt in die Gebäudereihe eingepaßt. Es ist mir ein Rätsel, warum man jetzt wieder davon abweicht, falls dies wirklich der endgültige Entwurf sein sollte.


    Das von nikolas angesprochene fehlende schlüssige Gesamtkonzept bei Ausbau und Sanierung der Ruhr-Universität ist schon lange zu beobachten, so z. B. bei den Gebäuden FNO und ZKF. Beim ZKF (nördlich der M-Reihe) zeigt sich außerdem die mangelhafte langfristige Planung: Erst stehen zwei der drei M-Gebäude lange leer, dann werden beide einer außeruniversitären Nutzung zugeführt, und am Ende merkt man plötzlich, daß die Medizin doch mehr Platz braucht, und stellt einen unpassenden Neubau neben die M-Reihe.


    Nikolas' Erklärung für die mangelnde öffentliche Diskussion über die Campussanierung scheint mir durchaus plausibel. Die Ruhr-Universität dürfte in der Tat für viele Studenten und Dozenten ein ungeliebter Bau sein; den meisten anderen ist sie wohl gleichgültig. Mich dagegen hat schon vor 16 Jahren zu Beginn meines Studiums die klare Struktur des Campus fasziniert, und ich fand ihn vom ersten Moment an auf seine besondere Art schön. Mit dieser Sicht fühlt man sich aber eher in der Minderheit und muß sich meist dafür rechtfertigen. Der Wildwuchs der letzten Jahrzehnte unterhöhlt allerdings langsam die klare Campusstruktur. Wenn man nun noch anfängt, Teile der Universität in die Innenstadt zu verlegen, gibt man diese Struktur endgültig auf und verliert einen der größten Vorteile der Ruhr-Universität, nämlich die Konzentration aller Fachbereiche auf einem kompakten Campus, wie man sie selten findet.


    Der Westen lieferte gestern einen Artikel über die Sanierung der I-Reihe, unter dem Kommentare pro und contra Wiederaufbau in gleicher Form verlinkt sind. Dem Pro-Kommentar kann ich mich anschließen, während der Contra-Kommentar kein vernünftiges Argument liefert. Bezeichnend ist schon dessen Überschrift: „Nur Betonköpfe würden die Gebäude wieder so bauen.“


    Zum Abschluß noch ein Foto der bisher sanierten bzw. neu gebauten Gebäude der I-Reihe. Man erkennt gut die – wie Urbanist schön formuliert hat – „städtebauliche und gestalterische Verirrtheit“ des ID-Gebäudes, über die ich mich jeden Tag beim Blick aus dem Fenster ärgern muß.



    Foto: eigene Aufnahme

  • Der Wildwuchs der letzten Jahrzehnte unterhöhlt allerdings langsam die klare Campusstruktur. Wenn man nun noch anfängt, Teile der Universität in die Innenstadt zu verlegen, gibt man diese Struktur endgültig auf und verliert einen der größten Vorteile der Ruhr-Universität, nämlich die Konzentration aller Fachbereiche auf einem kompakten Campus, wie man sie selten findet.


    Was mich am meisten an diesem "Wildwuchs" stört ist dass er nicht mit einer Funktionserweiterung einhergeht. Neue Funktionen würden m.E. ein "aus der Reihe tanzen" der strengen Gliederung mitunter rechtfertigen. Einzelhandel, Studi-Kneipe, Wohnen (wenn auch unter gegeben Umständen schwer vorstellbar) dürften als Gegenpol zur strengen Kubatur gerne das Ensemble auflockern. --> Nur das hätte m.E. das Aufbrechen des Enseblacharakters im Einzelfall gerechtfertigt. Das Klötzchenhusten für Bildungsbauten, wie es aktuell veranstaltet wird jedoch nicht. Allein man hat sich 2009 explizit gegen eine Nutzungserweiterung ausgesprochen und so bleibt dir RUB was sie ist. Ein reiner Campus-Bildungs-Bunker. Nach 18 Uhr fällt der Vorhang. Und leben, lieben, feiern, wohnen findet wo anders statt und es wird weiter gependelt, was das Zeug hällt. Wo soll da emotionale Bindung zur Uni (-Architektur) herkommen.


    Das die Uni sich nun in die Stadt hinein erweitert sehe ich als eine Folge vom bislang gesagtem. Man versucht die Menschen da abzuholen und für sich zu werben, wo sie sind. Nämlich in der Innenstadt. (Auch ich zog das Ehrenfeld der Hustadt vor)


    P.S. Das Wörtchen "Bunker" bitte nicht auf die Goldwage legen; ich mag den Bau ja auch! V.a. habe ich es sehr genossen mich fußläufig durch 3 Fakultäten studieren zu dürfen.

  • Was mich am meisten an diesem "Wildwuchs" stört ist dass er nicht mit einer Funktionserweiterung einhergeht. Neue Funktionen würden m.E. ein "aus der Reihe tanzen" der strengen Gliederung mitunter rechtfertigen.


    Dem stimme ich völlig zu. Die strenge Gliederung gilt ja ohnehin nur für die Institutsgebäude, während für die Gebäude mit anderer Funktion auf der Zentralachse von Beginn an eine eigenständige, besondere Architektur vorgesehen war und auch realisiert wurde. Dieses Prinzip – Gleichförmigkeit bei den Forschungsbauten und Abwechslungsreichtum bei den übrigen Gebäuden – erscheint mir auch heute noch sinnvoll. Man hätte es ohne weiteres so weiterführen können.


    Einzelhandel, Studi-Kneipe, Wohnen (wenn auch unter gegeben Umständen schwer vorstellbar) dürften als Gegenpol zur strengen Kubatur gerne das Ensemble auflockern. --> Nur das hätte m.E. das Aufbrechen des Enseblacharakters im Einzelfall gerechtfertigt. Das Klötzchenhusten für Bildungsbauten, wie es aktuell veranstaltet wird jedoch nicht. Allein man hat sich 2009 explizit gegen eine Nutzungserweiterung ausgesprochen und so bleibt dir RUB was sie ist. Ein reiner Campus-Bildungs-Bunker.


    Die vorgesehene Neuordnung der Zentralachse hätte die Gelegenheit geboten, solche neuen Funktionen zu integrieren. Mit der Ablehnung der Nutzungserweiterung wird hier in der Tat eine Chance vertan. Einzelhandel und Kneipen könnte ich mir auf dem Campus und insbesondere auf der Zentralachse gut vorstellen. Diese könnte damit zu einem echten, belebten Zentrum werden, auf dem man sich auch aufhält und nicht nur durchhetzt. Beim Wohnen bin ich ebenfalls skeptisch. Bei der vorhandenen dichten Bebauung dürfte es schwierig werden, geeigneten, attraktiven Platz für eine Wohnnutzung zu finden. An den Rändern könnte man eventuell mit Wohngebäuden noch näher an den Campus heranrücken, wobei einer der geeignetsten Plätze dafür leider mit der Lennershofsiedlung belegt ist, die so überhaupt nicht zum universitären Leben paßt.


    Nach 18 Uhr fällt der Vorhang. Und leben, lieben, feiern, wohnen findet wo anders statt und es wird weiter gependelt, was das Zeug hällt. Wo soll da emotionale Bindung zur Uni (-Architektur) herkommen.


    Wohnen auf dem Campus sehe ich nicht unbedingt als Voraussetzung für eine emotionale Bindung zur Uni an, die anderen Punkte aber durchaus. Wichtig ist es m. E., eine gute Aufenthaltsqualität zu erreichen. Tagsüber und bei schönem Wetter in der warmen Jahreszeit finde ich sie schon jetzt nicht so schlecht (botanischer Garten, Querachsen, begrünte Dachflächen), wobei man bei der Gestaltung und Verknüpfung der Grün- und Freiflächen natürlich noch einiges verbessern könnte. Problematisch sieht es in der Tat bei Regen, Kälte und abends aus. Insbesondere abends könnte ein attraktives Gastronomieangebot das vielleicht verbessern. Feiern ist im übrigen momentan auf dem Campus so gut wie unmöglich; die früher durchaus gut besuchten Studentenpartys in den Hörsaalfoyers werden inzwischen nicht mehr genehmigt, so daß die Fachschaften auf Örtlichkeiten außerhalb des Campus ausweichen müssen.


    Ob es wirklich erstrebenswert ist, sein gesamtes tägliches Leben auf dem Uni-Gelände zu verbringen, also auch dort zu wohnen, weiß ich nicht. Ich finde, am Ende eines Arbeitstages schadet es nicht, auch mal in eine andere Umgebung zu wechseln und ein bißchen Abstand zu gewinnen. Solange sich diese Wohnumgebung noch in näherem Umkreis befindet, würde ich das auch nicht als Pendeln bezeichnen. Das echte, dem studentischen Leben wenig zuträgliche Pendeln über größere Entfernungen dürfte viel mit den besonderen räumlichen und sozialen Gegebenheiten des Ruhrgebiets zu tun haben. Ich glaube nicht, daß sich daran viel ändern würde, wenn es Wohngelegenheiten auf dem Campus gäbe. Ich zum Beispiel bin zu meinen Studentenzeiten auch 40 km gependelt. Im nachhinein bereue ich das ein wenig, aber in der damaligen Situation war es für mich die einzig sinnvolle Entscheidung – und sie war völlig unabhängig von den verfügbaren Wohngelegenheiten am Campus oder in Bochum allgemein.


    Das die Uni sich nun in die Stadt hinein erweitert sehe ich als eine Folge vom bislang gesagtem. Man versucht die Menschen da abzuholen und für sich zu werben, wo sie sind. Nämlich in der Innenstadt. (Auch ich zog das Ehrenfeld der Hustadt vor)


    Ich ziehe auch die Innenstadt vor, allerdings den nördlichen Teil. Wenn man dort wohnt, muß man sich morgens nicht um einen Platz in der U35 prügeln. Aber ich sehe es wie gesagt auch nicht als Nachteil, ein paar Minuten Fahrzeit von der Universität entfernt zu wohnen, und denke nicht, daß man die Studenten unbedingt in der Stadt abholen muß. Wenn man die Universität für die übrige Bevölkerung durch einen innerstädtischen Standort sichtbarer macht, kann das natürlich nicht schaden.


    Am gestrigen Montag, 14.10.2013 wurde diese Außenstelle der Universität in der Innenstadt übrigens eröffnet: »Rektor Prof. Elmar Weiler und Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz tauften das Gebäude an der Bongardstraße, Ecke Grabenstraße auf den Namen „Blue Square“. „Die Farbe Blau steht für die Stadt Bochum, für den VfL, aber auch für die Ruhr-Universität“, sagte Rektor Weiler bei der Einweihung. Der englische Begriff „Square“ meint sowohl Platz als auch Quadrat – und das blaue Quadrat als Logo-Label ist das Markenzeichen der RUB.« (Pressemitteilung RUB).


    Zu dem absurden Namen und dessen genauso absurder Begründung fällt mir gar nichts mehr ein. Na ja, wenn man sich unbedingt lächerlich machen will... (Ganz abgesehen davon, daß ein Wort nichts meint.)


    P.S. Das Wörtchen "Bunker" bitte nicht auf die Goldwage legen; ich mag den Bau ja auch! V.a. habe ich es sehr genossen mich fußläufig durch 3 Fakultäten studieren zu dürfen.


    Nein, das Wort ist ja auch nicht ganz unpassend.

  • Zitat

    Feiern ist im übrigen momentan auf dem Campus so gut wie unmöglich; die früher durchaus gut besuchten Studentenpartys in den Hörsaalfoyers werden inzwischen nicht mehr genehmigt, so daß die Fachschaften auf Örtlichkeiten außerhalb des Campus ausweichen müssen.


    Wie bitte, ist das wirklich der Fall?
    Ich habe mich schon die ganze Zeit gewundert, daß abends auf dem Campus nichts los sei; zumindest in den 90er Jahren war durch die angesprochenen Fachschaftspartys, aber auch durch Veranstaltungen im Musischen Zentrum, im Kulturcafe (gibt es das denn noch?) und vor allem 2-3 mal die Woche durch den SKF im HZO 20 sehr wohl auch abends Leben auf dem Campus. Und sogar eine vom AkaFö betriebene Kneipe gab es auf dem Campus, die legendäre Bierklause unter der ehemaligen kleinen Mensa, welche vor allem durch ihre schwer auffindbare Lage, aufgewärmtes Mensaessen vom Mittag, frische Pommes, billiges Bier und einen äußerst gewagten Designstilmix aus rustikal und 70er-Jahre-Pop auffiel.:D
    Weshalb werden denn auf dem Campus keine Partys mehr genehmigt?
    Und vor allem: Warum lassen sich die Studies das bieten?


    Zitat


    Ob es wirklich erstrebenswert ist, sein gesamtes tägliches Leben auf dem Uni-Gelände zu verbringen, also auch dort zu wohnen, weiß ich nicht. Ich finde, am Ende eines Arbeitstages schadet es nicht, auch mal in eine andere Umgebung zu wechseln und ein bißchen Abstand zu gewinnen. Solange sich diese Wohnumgebung noch in näherem Umkreis befindet, würde ich das auch nicht als Pendeln bezeichnen.


    Ob es unbedingt nötig ist, direkt auf dem Campus zu wohnen wage ich auch zu bezweifeln, aber ich denke es ist eh falsch den eigentlichen Campus isoliert zu betrachten, denn er ist ja umgeben von der auch schon in den 60ern als solche geplanten Rahmenstadt Querenburg mit Unicenter und ca. 5000 Wohnheimplätzen in ca. 25 Wohnheimen im Umkreis von etwa 20 Minuten.
    Das Unicenter ist ja als der urbane und kommerzielle Gegenpol zum akademischen Campus gedacht gewesen, und eigentlich bilden der Campus und das Unicenter durch die breite Brücke, an der sich mittig ja auch der U 35-Bahnhof befindet eine funktional integrierte städtebauliche Figur. Zudem spielt sich auch in den Wohnheimen durchaus Leben/Lieben/Feiern ab, im Sommer gibt es/gab es eine Art Partycircuit durch die jeweiligen Wohnheimpartys, und nicht zuletzt haben viele Wohnheime auch noch die berühmten Heimbars; die Leute in den Wohnheimen bilden also schon eine Art studentische Community die in unmittelbarer Nähe zum Campus lebt. Ich hatte jedenfalls eher selten das Bedürfnis ins Bermuda-Dreieck zu fahren, und wenn dann fand ich es da auch eher ziemlich prollig.
    Das eigentliche Problem dürfte wohl der angesprochene hohe Anteil der z.T. noch bei den Eltern lebenden Pendlern sein. Mir ist damals aufgefallen, daß es sehr schwer war zu diesen Leuten Kontakt zu bekommen, da sie meistens nach der letzten Veranstaltung nach Hause fuhren und dann einfach weg waren, eben keine Zeit hatten im SKF abends einen Film zu gucken, vielleicht Unisport oder einen bosKop-Kurs zu machen oder mal in eine Heimbar zu gehen oder einfach nur gemeinsam abzuhängen, sie waren außerhalb der eigentlichen Veranstaltungen beim sozialen studentischen Leben einfach abwesend, und häufig waren sie auch noch in erster Linie auf ihre alten Freundeskreise aus der Schule fokussiert und gar nicht sonderlich an neuen Kontakten interessiert.
    Und das war noch vor Bologna, mit dem heutigen straffen Pensum dürfte sich diese Situation wohl noch deutlich verschärft haben.
    Kein Wunder, daß dabei keine allzu emotionale Bindung an die Alma Mater aufkommt.

  • Wie bitte, ist das wirklich der Fall?
    Ich habe mich schon die ganze Zeit gewundert, daß abends auf dem Campus nichts los sei; zumindest in den 90er Jahren war durch die angesprochenen Fachschaftspartys, aber auch durch Veranstaltungen im Musischen Zentrum, im Kulturcafe (gibt es das denn noch?) und vor allem 2-3 mal die Woche durch den SKF im HZO 20 sehr wohl auch abends Leben auf dem Campus.


    Das Kulturcafé gibt es noch, im Sommer auch mit Außenplätzen. Dadurch wird der Eingang zum Campus abends in der Tat etwas belebt. Auch die Filmvorführungen im HZO 20 gibt es noch.


    Und sogar eine vom AkaFö betriebene Kneipe gab es auf dem Campus, die legendäre Bierklause unter der ehemaligen kleinen Mensa, welche vor allem durch ihre schwer auffindbare Lage, aufgewärmtes Mensaessen vom Mittag, frische Pommes, billiges Bier und einen äußerst gewagten Designstilmix aus rustikal und 70er-Jahre-Pop auffiel.:D


    Die Bierklause ist ja, wie auch die kleine Mensa, 2006 der Sanierung zum Opfer gefallen. Jetzt befindet sich dort das Veranstaltungszentrum. Dafür kann man sich seit der Sanierung im Mensafoyer aufhalten.


    Weshalb werden denn auf dem Campus keine Partys mehr genehmigt?
    Und vor allem: Warum lassen sich die Studies das bieten?


    Partys in den Hörsaalfoyers werden seit dem Loveparade-Unglück wegen verschärfter oder strenger ausgelegter Sicherheitsvorschriften nicht mehr genehmigt. Details dazu kenne ich nicht und kann das deshalb auch schwer bewerten. Allerdings erschließt sich mir nicht ganz, wo der Unterschied zu vollbesetzten Hörsälen liegt, die im Unglücksfall über die Foyers geräumt werden müßten (als Beispiel: die drei Hörsäle im HNC fassen etwa 800 Leute; ich bezweifle, daß zu den Partys im HNC-Foyer mehr gekommen sind). Und offizielle Veranstaltungen in den Hörsälen mit Bewirtung im Foyer finden auch regelmäßig statt. Die Studenten haben im übrigen generell kaum Einfluß und müssen sich noch ganz andere Dinge bieten lassen.


    Das eigentliche Problem dürfte wohl der angesprochene hohe Anteil der z.T. noch bei den Eltern lebenden Pendlern sein. Mir ist damals aufgefallen, daß es sehr schwer war zu diesen Leuten Kontakt zu bekommen, da sie meistens nach der letzten Veranstaltung nach Hause fuhren und dann einfach weg waren, eben keine Zeit hatten im SKF abends einen Film zu gucken, vielleicht Unisport oder einen bosKop-Kurs zu machen oder mal in eine Heimbar zu gehen oder einfach nur gemeinsam abzuhängen, sie waren außerhalb der eigentlichen Veranstaltungen beim sozialen studentischen Leben einfach abwesend, und häufig waren sie auch noch in erster Linie auf ihre alten Freundeskreise aus der Schule fokussiert und gar nicht sonderlich an neuen Kontakten interessiert.
    Und das war noch vor Bologna, mit dem heutigen straffen Pensum dürfte sich diese Situation wohl noch deutlich verschärft haben.
    Kein Wunder, daß dabei keine allzu emotionale Bindung an die Alma Mater aufkommt.


    Dem stimme ich vollkommen zu. Genau das meinte ich auch in meinem Beitrag. Ich gehörte zu diesen pendelnden Studenten, und aus den angesprochenen Gründen bereue ich das im nachhinein etwas; es hat Kontakte in der Tat behindert. Ich war zwar auf keinen alten Freundeskreis fixiert, bin aber wegen schlechter ÖPNV-Verbindungen nach 20 Uhr eher selten länger in der Stadt geblieben. Bei mir hat das die emotionale Bindung an die Uni zwar nicht verhindert, aber in vielen Fällen ist das sicher anders.

  • Neubau SSC

    Aus Anlaß des morgigen Richtfestes hier einige Fotos vom Bau des SSCs (alles eigene Aufnahmen).


    08.07.2013, von Westen


    25.07.2013, von Westen


    05.09.2013, von Westen


    08.07.2013, von Südwesten


    17.10.2013, von Südwesten


    25.07.2013, von Südosten


    05.09.2013, von Südosten


    17.10.2013, von Südosten


    09.07.2013, von Osten


    05.09.2013, von Osten


    05.09.2013, von Nordwesten


    17.10.2013, von Nordwesten


    17.10.2013, von Nordwesten. Hier erkennt man links im Bild das nördliche Ende des Gebäudes. Heute (24.10.) fehlt am nördlichen Gebäudeteil nur noch das obere Geschoß.


    05.09.2013, von Südosten

  • Interessanterweise wird das Studierenden-Service-Center mit Fertigbauelementen errichtet. Dadurch erklärt sich sicherlich auch der zügige Baufortschritt. Spannend finde ich auch diese schmale in die Länge gezogene Bauweise.

  • Sanierung IC-Komplex

    Hallo, hier nochmal ein paar Bilder vom Innenausbau des IC-Komplexes. Auch gut zu erkennen die Kranschienen :-) Bilder habe ich selber geschossen.















    2 Mal editiert, zuletzt von andre560 () aus folgendem Grund: ..

  • Neubau SSC

    Die Arbeiten am SSC liegen im Zeitplan; mit dem Innenausbau wurde begonnen. Das Gebäude soll im Juli 2014 bezugsfertig sein und zu Beginn des Wintersemesters 2014/2015 offiziell eröffnet werden.


    Quelle: Pressemitteilung RUB. Dort sind auch einige Fotos vom Innenausbau zu sehen.


    Am südlichen Gebäudeteil sind die West- und die Südfassade bereits fertiggestellt, das Gerüst wird abgebaut:



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme


    An der nördlichen Gebäudehälfte fehlt die Verkleidung noch:



    Foto: eigene Aufnahme


    Das neue Gebäude faßt den Eingangsbereich der Ruhr-Universität nach Osten ein:



    Foto: eigene Aufnahme

  • Grundsteinlegung für ZEMOS

    PM: "An der Ruhr-Universität Bochum wurde heute der Grundstein für das neue "Zentrum für Molekulare Spektroskopie und Simulation solvensgesteuerter Prozesse" (ZEMOS) gelegt. Die Bau- und Ausstattungskosten in Höhe von 43 Millionen Euro werden jeweils zur Hälfte von Bund und Land getragen. 100 Wissenschaftler aus den Bereichen Chemie, Biochemie, Physik und Ingenieurwissenschaften werden im ZEMOS interdisziplinär zu Lösungsmittelprozessen forschen. Voraussichtlich Anfang 2016 kann der Neubau bezogen werden."


    Quelle: idr

  • Abriß der Gebäude IA und IB

    Der Abriß der beiden bereits seit Ende letzten Jahres freigezogenen Gebäude IA und IB steht nun bevor. Am 25. August 2014 fand zu diesem Thema eine Informationsveranstaltung im Hörsaal HZO 20 statt. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb als Eigentümer und die Universität als Mieter haben offenbar aus den Fehlern und Problemen der bisherigen Sanierungen und Neubauten gelernt und informieren nun frühzeitig und umfassend. Die Informationsveranstaltung wurde von einem professionellen Moderator geleitet. Er ging mit den teils äußerst aggressiv vorgetragenen Fragen und Vorwürfen einiger Anwohner aus der Lennershofsiedlung souverän um und konnte die Diskussion durch seine im besten Wortsinne moderierende Tätigkeit überwiegend in einem vernünftigen Rahmen halten.


    Die Präsentationen der Informationsveranstaltungen, Gutachten zum Bauvorhaben und Antworten auf bisher eingegangene Fragen können auf der eigens eingerichteten Internetseite (http://www.rub.de/iaib) abgerufen werden. Außerdem findet man dort eine E-Mail-Adresse, an die man Fragen und Anregungen senden kann, und ab Beginn der Bauarbeiten eine Telefonnummer, die bei dringenden Anliegen genutzt werden kann.


    Im folgenden eine Zusammenfassung des geplanten Ablaufs:


    Im Oktober 2014 wird die Baustelle eingerichtet, im November beginnt die Schadstoffbeseitigung, zunächst in der Nordhälfte beider Gebäude. Während dieser Phase bleibt die Fassade erhalten, die Sanierungsbereiche werden abgeschottet und die Arbeiten unter Unterdruck ausgeführt. Schadstoffhaltige Materialien werden ausgebaut und PCB-haltige Anstriche sowie 2 mm der Oberfläche von Wänden, Stützen und Decken abgetragen. Die Maßnahme wird durchgehend visuell und meßtechnisch überwacht; ein Mitarbeiter des zuständigen Ingenieurbüros ist ständig anwesend.


    Sind die Schadstoffe in der Nordhälfte beseitigt, werden die Sanierungsmaßnahmen in der Südhälfte weitergeführt. Gleichzeitig wird bereits mit dem Abriß der nördlichen Gebäudeteile begonnen, wobei die Fassaden und Balkone abgebaut und die Deckenplatten mit Longfrontbaggern (90 bis 140 t) abgebrochen werden. Der Schutt wird in einer Brechanlage im Innenhof zwischen IA und IB weiter zerkleinert, auf Schadstoffe analysiert und anschließend abtransportiert. Insgesamt sollen etwa 25000 cbm Bauschutt mit einem Gewicht von ca. 67000 t anfallen. Die LKWs werden über die Schattbachstraße, Lennershofstraße, Oststraße und I-Nordstraße zur Baustelle geleitet und je nach Größe entweder über die Hauptausfahrt zur Universitätsstraße oder über die I-Südstraße zurück zur Lennershofstraße wieder hinausgeführt. Der Abbruch beider Gebäude einschließlich der Fundamente soll von Februar bis August 2015 dauern. Gearbeitet wird werktags (Mo.-Sa.) von 7 bis 20 Uhr.


    Während der gesamten Maßnahme werden in der Umgebung der Baustelle Schall, Schwingungen und Schadstoffe gemessen, um bei zu hohen Belastungen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Mitarbeiter der Universität und Anwohner können außergewöhnliche Belästigungen über die noch bekanntzugebende Telefonnummer melden.

  • AKAFÖ - Bürogebäude

    Wie das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) in ihrer aktuellen Pressemitteilung berichtet, wurde am 15. September das neue Vewaltungsgebäude auf dem Campus der Ruhr-Universität direkt neben dem BioMedizinZentrum eingeweiht. Jahrelang hatten etliche Stabsstellen des Studentenwerks von einem Steinkuhler Bürogebäude aus gearbeitet. Nun ist man wieder komplett auf dem Campusgelände vertreten.


    Das fünfgeschossige Gebäude wurde für rund acht Millionen Euro realisiert und eigenfinanziert. Zwei Etagen sind an das TestDaF-Institut vermietet. Geplant wurde das Gebäude vom Bochumer Architekturbüro Kemper, Steiner &Partner, Bauunternehmer war die Firma Rundholz aus Dortmund. Der "erste Spatenstich" hatte im Dezember 2012 stattgefunden.



    Fotos vom Herbst 2013



    AKAFÖ – Neubau von Kostik -Ruhr auf Flickr



    AKAFÖ – Neubau von Kostik -Ruhr auf Flickr



    AKAFÖ – Neubau von Kostik -Ruhr auf Flickr

  • Neubau SSC

    Das Gebäude SSC ist nun fertiggestellt und bereits bezogen.



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme



    Foto: eigene Aufnahme

  • Ich muss sagen das neue Studierenden Service Center gefällt mir. Ein schöner Kontrast zu den kühlen Betonbauten der Umgebung. Man bleibt bei der Fassadengestaltung auf dem eingeschlagenen Weg und setz die gleiche Architektursprache wie schon beim IC, ID und dem Gebäude der Sportwissenschaften um. Ich hoffe nur, dass dieses helle Material nach ein paar Jahren nicht verwittert.