Umbau/Sanierung Alte Brücke und Kurt-Schumacher-Straße

  • Der schon lange herausgezögerte Baubeginn soll nun im Sommer 2009 erfolgen. Dies ist Aussage eines Berichts des Magistrats vom 9. Mai 2008 auf eine Anfrage der FDP-Fraktion (B 232 2008, Download). Neu für mich ist außerdem, dass im Zusammenhang mit der Brückenerneuerung auch die Kurt-Schumacher-Straße zwischen Börneplatz und Alter Brücke umgestaltet wird.

  • Die einzige Aktion, die städtebaulich etwas positives bewirken könnte, wäre ein Rückbau der Kurt-Schumacher-Straße und eine Verkehrsführung durch die Fahrgasse, wie es historisch überkommen war. Die KS-Straße ist direkt nach der Berliner Straße die schlimmste Bausünde der Nachkriegszeit im Straßenbau. Und übrigens m. E. auch hauptverantwortlich für die gesprengte Stadträumlichkeit im Bereich der Konstabler Wache.


    Leider ist dem Geschwurbel in der von Schmittchen verlinkten Magistratsanfrage aber noch nicht einmal zu entnehmen, was die nächsten Monate real passieren soll.

  • Na durch die Fahrgasse wirst du den Verkehr nicht kriegen ohne totales Verkehrschaos zu verursachen, zumal die Verkehrsführung dann auch sehr gewöhnungsbedürftig werden dürfte... Außerdem wohnen in der Fahrgasse dann doch noch mehr Leute als an der Kurt-Schumacher-Straße...

  • Um die Kurt-Schumacher-Straße wird man wohl nicht herumkommen, solange nicht weitergehende Maßnahmen ergriffen werden.... Dennoch wäre eine Umgestaltung der Straße unbedingt nötig. Die überdimensionierten Fahrspuren können teilweise rückgebaut werden, und eine durchgehende Bepfanzung mit Bäumen wirkt auch Wunder. Die eklatant hässliche Wohnbebauung vor allem an der Westseite wird man wohl nicht so leicht los....Aber hier wäre sowieso tabula rasa bis zum Dom nötig...

  • Auf der Mäcklerwebseite findet man eine Beschreibung Mäckler Alte Brücke. Besonders klasse finde ich den Plan eines kleinen Turms auf der Vogelinsel auf der östlichen Seite der Brücke, in einem ähnlichen Stil wie der Portikus auf der westlichen Seite. Es gibt ein Rendering davon auf der Webseite.


    Es wird hier im Forum doch immer wieder nach etwas Attraktivem für Touristen gesucht. Die Vogelinsel mit dem Portikus, dem Turm, der schönen Brücke und dem Reiz der bewaldeten Maininsel wäre glaube ich schon etwas besonderes. Vielleicht nicht gross, aber ein besonderes Kleinod. Hoffentlich hört die Stadt darauf, das wäre toll.


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    Modhinweis: Das Vorhaben wird Brückenturm genannt, Info gibt es in unserem Thread zum Portikus-Neubau auf der Maininsel.

  • Alte Brücke: Kein Geld vom Land Hessen?

    Ursprünglich sollte die Sanierung der Alten Brücke nach der WM 2006 in Angriff genommen werden, dann wurde das Vorhaben zurückgestellt, da auch die Kurt-Schumacher-Straße zwischen Börneplatz und Alter Brücke umgestaltet werden soll und die beiden Bauvorhaben wegen des Verkehrs aufeinander abgestimmt werden müssen.


    Nun berichtet die FNP, dass die Bau- und Finanzierungsvorlage durch Verkehrsdezernent Sikorski in den Geschäftsgang gegeben worden ist, ein halbes Jahr später als geplant. Allerdings ist die Beteiligung des Landes an der Finanzierung offenbar noch nicht geklärt. Die Kosten für die Alte Brücke sind von 22 Mio. Euro auf 35 Mio. Euro gestiegen. Gelder für 2009 wird es vom Land nicht geben, ob Mittel für 2010 bereit stehen ist noch nicht geklärt, zudem kritisiert Wiesbaden, dass die Kostensteigerung durch "künstlerische Gestaltung" der Brücke hervorgerufen würde, was nicht zuschußfähig sei.


    Im Römer wird nicht ausgeschlossen, dass der Streit zwischen Frankfurt und der Landesregierung wegen der stärkeren Beteiligung Frankfurts am Länderfinanzausgleichs Auswirkungen auf die Verteilung der Landesmittel haben könnte ....


    :nono:

  • Alte Brücke: Erneuerung beginnt im Winter

    Mit der Mehrheit von CDU, Grünen und FDP ist die Sanierung der Alten Brücke (Magistratsvorlage 59) beschlossen worden. 31 Millionen Euro soll das Ganze kosten. 22 Monate soll die Sanierung dauern, 20 Monate wird die Alte Brücke voll gesperrt sein. Straßenbahngleise werden zunächst nicht verlegt (Bericht der Frankfurter Rundschau).

  • Hervorragende Nachrichten sind das.Hoffentlich wird Mäcklers Entwurf weitgehend umgesetzt.Die Verkehrsführung während der 20-monatigen Vollsperrung wird allerdings eine Herausforderung der besonderen Art,da wir während der Umbauphase vor unserem Hause (HMF) ebenfalls eine Verjüngung um eine Spur haben.Egal,das Ergebnis machts wieder wett.:daumen:

  • Erneuerung der Alten Brücke

    Laut der Seite von Mäckler (Rendering und Text) sollen die beiden steinernen Vorlandbrücken in ihrer heutigen Form saniert werden und die fehlenden Sandsteinbrüstungen werden wieder gesetzt.
    Zur Auflage der Stahlkonstruktion hin sollen sandsteinverkleidete Kopfelemente einen Abschluss bilden. Außerdem soll auf dem heutigen Vorplatz des Rudervereins (siehe gegoogeltes Bild) gegenüber des Portikus, ein Turm entstehen, der mit einer Aussichtsplattform ausgestattet wird und in dem ein Café, ein Brückenmuseum und der Ruderverein einziehen soll.


    By thomasfra at 2009-06-12

  • Erneuerung Alte Brücke

    @ #101
    Das HK vom gleichem Tag hat über dieses Thema auch einen Artikel geschrieben, jedoch kommt diese beim zeitlichen Ablauf zu einer anderen Aussagen. Die baulichen Details kommen im FR als auch im HK Artikel - wie ich meine - auch etwas zu kurz, so daß ich diese aus dem Magistratsvortrag M59 (siehe PARLIS) beifüge. Hier meine Zusammenfassung:
    Das Stadtparlament hat zwar die Sanierung der Alten Brücke beschlossen jedoch wird sich das ganze Projekt bei einer Verteuerung zeitlich verschieben. Von ursprünglichen 20 Mio. € Sanierungs- und Umbaukosten ist man mittlerweile bei 31,6 Mio. € angelangt. Tendenz steigend, da die Sanierungskosten des Pfeilers Nr. 40 auf der Maininsel noch ermittelt werden müssen. Auch die bauliche Substanz der gesamten Brücke ist wesentlich schlechter als gedacht, welches wahrscheinlich die Kosten weiter steigen läßt. Da die Stadt Frankfurt jedoch noch auf die Zusage eines Landeszuschuß von 14,15 Mio. € in 2010 hofft, würden die Arbeiten erst in 2011 beginnen. Im Zuge dieses Beschlusses wurde von den Stadtverordneten auch die Möglichkeit der Einsparung (ca. 6 Mio. €) durch den Entfall der geplanten Brückenverbreitungen (um 4,28 Meter auf östlicher Seite) erörtert. Eine Mehrheit für den Vorschlag fand sich jedoch im Parlament nicht, so daß sich die zukünftige kraftverkehrliche Situation (5 Fahrspuren auf nördl. Brückenkopf - 4 in der Mitte - 5 auf südl. Brückenkopf) gegenüber der heutigen Situation (durchgängige 5. Fahrspur wird wechselseitig für den jeweiligen Linksabbiegeverkehr genutz) leicht verändert. Auch ein gleichzeitiges Verlegen von Straßenbahngleisen während dieses Projekts aus Einsparungsgründen fand keine Mehrheit, da eine mögliche Verlängerung der Straßenbahn vom Frankfurter Bogen zum Südbahnhof noch nicht beschlossen ist. Die Brücke wird jedoch definitiv bei dem Projekt auf diese Option baulich vorbereitet, so daß später in der Brückenmitte unter Einbeziegung von zwei Fahrspuren dieses realisierbar wäre. Dabei lassen sich dann einfach die Beleuchtungsmaste gegen Oberleitungsmaste ausgetauschen, da die Verankerungen auch für diese Lastaufnahmen bereits ertüchtigt werden. Grundlage dieses Projektes ist weiterhin der Entwurf von Prof. Christoph Mäckler.
    Lt. o.g. Magistratsvortrag erhalten Fußgänger und Radfahrer durch die Brückenverbreitung mehr Platz durch die Anlage von jeweils getrennten Fuß- und Radwege auf beiden Brückenseiten. Die Brückenverbreiterung bedingt auch eine Verbreiterung aller Pfeiler aber nicht der Brückenköpfe. Die Traglast der gesamten Brückenanlage wird beim Umbau von 30 auf 60 Tonnen erhöht. Dazu ist eine Ertüchtigung der Gewölbe / Unterbauten und ein Austausch des Stahlüberbaus (ca. 65 m lang) notwendig. Auch sollen 2 zusätzliche Treppenaufgänge vom Ufer zum Brückenkopf gebaut werden, womit sich die Hochkaie an den beiden Ufern dann mit je 2 Aufgängen erschliessen. Auf der nordöstlichen Uferseite muß deshalb an der denkmalgeschützten Rampenmauer ein historischer Wasserstandsanzeiger zur Erhaltung versetzt werden. Der Treppenaufgang im Pfeiler Nr. 10, der seit 1985 verschlossen ist, soll ebenso wie die vorhandenen Räume im Pfeiler wieder nutzbar werden. Durch den geplanten Bau des Brückenturms auf der Maininsel und der Brückenverbreitung wird der Ponton von der östlichen auf die westliche Brückenseite verlegt um dem Ruderverein weiterhin den Zugang zum Müllermain zu ermöglichen. Der bisherige runde Treppenturm am Pfeiler Nr. 40 wird an der selben Stelle durch einen eckigen Neuen ersetzt um sich besser in die umgestaltete Brückenanlage einzufügen. Der Portikus und dessen Zugangsbrücke sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen. Im gesamten Sandstein-Bereich der Brückenanlage werden die Metallgeländer gegen Sandsteinbrüstungen ersetzt. Die Bauzeit vor Ort ist mit 19,5 Monaten angesetzt. Innerhalb dieser Zeitspanne soll die Alte Brücke für den öffentlichen Verkehr 3,5 Monate teil- und 16 Monate vollgesperrt sein. Zusätzlich zur Bauzeit ist noch eine technische Bearbeitung von 2,5 Monaten veranschlagt.


    Hier der Link zur Anlage 1 Lageplan: http://www.stvv.frankfurt.de/p…_59_2009_AN1_Lageplan.pdf
    und zur Anlage 2 Verkehr und Beleuchtung: http://www.stvv.frankfurt.de/p…2_Verkehr_Beleuchtung.pdf
    aus der o.g. Magistratsvortrag.


    Zumindest der HK Artikel ließt sich so als ob beim Beschluß mal wieder der entschlossene Mut zur (Kostenübersichts-)Lücke bei den Verantwortlichen zu "bewundern" gewesen wäre. Selbst wenn dem so wäre, ist m.E. der seit Jahren mehrmals verschobene Druchführungsbeschluß die Hauptursache. Die zwischenzeitliche Verschlechterungen der Bausubstant läßt jetzt natürlich die Kosten steigen.
    Gut finde ich das an der geplanten Brückenumgestaltung und -verbreitung festgehalten wird. Gerade dies bringt auch für die Fußgänger und Radfahrer den dringend benötigten Flächenzugewinn, insbesondere auf der östlichen Seite! Sollte tatsächlich eines Tages noch eine Straßenbahnverbindung über die Alte Brücke geführt werden, dann geht deren Flächenbedarf zu Lasten des Kraftverkehrs. Somit würde sich die Einschränkung für diese Verkehrsteilnehmer auf das evtl. heutige Maß begrenzen.
    Weiterhin hoffe ich das beim Brückenumbau auf der Frankfurter Brückenseite die temporäre und provisorische Gastronomie in die Brücke baulich integriert wird. Somit könnte eine ganzjährige Gastronomie an diesem Uferabschnitt stattfinden um andere Abschnitte zu entlasten und diesen noch mehr zu beleben. Die geplanten Baumaßnahmen beim Treppenaufgang und in den Räumen des Pfeilers Nr 10 lassen dieses jedenfalls hoffen. Das wäre jedenfalls besser als die Treppe nach ihrer wiedererlangten öffentlichen Zugänglichkeit als inoffizielle Bedürfnisanstalt preiszugeben. Eine gute Vorlage für eine gelungene bauliche Gastronomie-Integration ist jedenfalls der Eiserne Steg.
    Auf der Sachsenhäuser Seite wurde vor einigen Jahren begonnen eine moderne Wandmalerei im Gewölbe anzubringen. Diese unfertige Malerei hat durch einige Hochwasser im Laufe der Zeit sehr gelitten. Hoffentlich verschwindet diese durch das Projekt nicht sondern wird wiederherstellt und vervollständigt. Auch auf der Frankfurter Seite sollte im Gewölbe eine moderne gegenständliche Wandmalerei angebracht werden. Einerseits wäre dies ein künstlerischer Brückenschlag zu den angrenzenden Galerien im Altstadtviertel. Anderseits liese sich für die evtl. geplante Gastronomie ein interessantes Konzept daraus entwickeln. Ganz sicher würde sich jedoch die allgemeine Aufenthaltsqualität in den Gewölben - insbesondere bei nächtlicher Ausleuchtung - wesentlich verbessern da die Brückenverbreitungen sicherlich nicht dem Eindruck eines "Dunklen Loch" entgegenwirkt.


    Die modere gegenständliche Wandmalerei im Sachsenhäuser Brückengewölbe in der Totalen und im Detail. M.E. paßt diese Malerei sehr gut zur Brückenarchitekur da sie sich an historische Malereien anlehnt. Leider weiß ich nicht wer der Künstler war und warum es nicht vollendet wurde. Weiß jemand im DAF mehr? Auf der Totalen sieht man im Hintergrund wo einer der zusätzlichen Treppenaufgänge gebaut werden soll. Einer der drei Ahorn Bäume soll dafür aus Platzgründen gefällt werden.




    Der runde Treppenaufgang zum Ruderverein über den Müllermain gesehen und der unschön wirkenden Vorplatz des Rudervereins am Pfeiler Nr. 40.


    Der Vorplatz mit Treppenturm und der Zugang zu den Räumen im Pfeiler Nr. 10 auf der Frankfurter Seite. Eine öffentliche Wiederinbetriebnahme dieser Treppe zur besseren Erreichbarkeit des Mainufers von der Brücke aus ist m.E. nicht notwendig da in kurzer Distanz schon eine ist. Auch ist die heutige Verkehrsdichte auf der Hafenbahn kein Argument dafür. In den vergangen Jahren wurde der Vorplatz für eine temporäre Gastronomie genutzt. Ob dies heuer ebenfalls so sein wird weiß ich nicht, es macht jedenfalls nicht den Anschein. Die breite Ufertreppe - im Bild zw. Treppenturm und Baum gelegen - ist bei guter Witterung dafür ideal.


    Die Kopfinschrift des historischen Wasserstandsanzeigers im Detail.

    Alle Bilder von mir.

  • Anregungen für Kurt-Schumacher und Walter-Kolb Str.?

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, main1A. Besonders der Lageplan des Magistrats macht vieles deutlicher. Es ist besonders löblich, dass den Fahrradfahrern auch entgegen gekommen wird. Bisher haben Fußgänger und Fahrradfaher sich auf engstem Raum gegenseitig den Platz streitig gemacht, das dürfte sich dann bessern.


    Einen Schönheitsfehler hat das ganze Projekt natürlich. Die Alte Brücke mündet in die Kurt-Schumacher Strasse, die an Banalität und Tristesse kaum zu überbieten ist (auf der Sachsenhäusener Seite ist die Walter-Kolb-Str ähnlich autozentrisch und grau gestaltet). Hier müsste auch eine Begrünung und Neuaufteilung voran getrieben werden. Gerade in Nähe zur Konstablerwache wäre eine fahrradgerechte Spur von großem Nutzen. Dies ist nämlich die Hauptverbindungsstrecke vom Nordend/Bornheim an den Main, wenn man nicht den Matsch- und Pfützenweg des Grünen Gürtels verwenden will. Wenn ich mich richtig erinnere wurde schon aus dem Etat "Schöneres Frankfurt" eine Summe für die Kurt-Schumache-Str zurück gelegt. Vielleicht will man jetzt aber doch lieber Geld aus dem Konjunkturpaket dafür einsetzen?

  • Die Umgestaltung der Kurt-Schumacher-Straße zwischen Börneplatz und Alter Brücke ist Teil des Projekts. Eine umfassende Begrünung der Straße ist vorgesehen, Radwege natürlich auch. Hier kann man sich die Vorplanung ansehen, Info außerdem mit dem Link in Beitrag #72.

  • Vielen Dank für die schnelle Aufklärung, Schmittchen. So fein diese Entwicklung ist, wäre mir der Bereich zwischen AOK und C&A aber deutlich wichtiger, gerade hier sieht die Kurt-Schumacher-Str besonders schlicht und teilweise chaotisch aus. Die Sachsenhäusener Walter-Kolb-Str. ist vielleicht nicht ganz so schlimm, aber auf einer Seite versackt der gesamte Fußgänger- und Fahrradverkehr in einen Treppenabgang während der Automobilverkehr auf 6 Spuren verläuft. Das ist aus verkehrstechnischer Sicht tiefstes Mittelalter, aber eine Renaissance könnte vielleicht auch hier bald eingeläutet werden.

  • Die Sanierung der Alten Brücke wird 1-2 Jahre verschoben

    Bei der ersten Klausur der Frankfurter Stadtregierung zum Thema Sparen am 23. Juni wurden schlechte Nachrichten verkündet. Kämmerer Uwe Becker (CDU) forderte hierbei das "Strecken von Projekten" ohne diese gänzlich aufzugeben. Besonders im Augenmerk sind Projekte an deren Finanzierung Dritte beteiligt sind, etwa das Land Hessen, und bei denen die Komplementärfinanzierung ohnehin noch fehlt (insgesamt Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe laut FR).


    Hiervon betroffen ist die Sanierung der Alten Brücke, welche nun nicht vor 2011 oder 2012 saniert werden soll (ursprünglich sollte sie 2010 endgültig beginnen). Auch geplante Sanierungsarbeiten an Schulen und Kindertagesstätten, wie Investitionen im Bereich Sport, sind betroffen.


    Am 30. Juni folgt die nächste Klausur des Magistrats bei der weitere Sparmaßnahmen in diversen Dezernaten angekündigt sind. Definitiv nicht betroffen sind der geplante Erweiterungsbau des Museums der Weltkulturen und die Rekonstruktion von Fachwerkhäusern in der historischen Frankfurter Altstadt.


    Die Rundschau berichtete hier:http://www.fr-online.de/frankf…trecken-und-schieben.html

  • Ich habe mal eine grundsätzliche Frage, die mir heute gekommen ist, als ich diese Gesamtansicht der Alten Brücke für Wikipedia angefertigt habe:


    http://de.wikipedia.org/wiki/D…_Ignatz-Bubis-Bruecke.jpg


    Dieses Mittelstück sieht ja schon ganz schön übel aus und nimmt der Brücke vor allem völlig die Proportionalität. Nach dem, was Mäckler vorhat, werden die beiden fehlenden Bögen ja wohl nicht wiederkommen – woran liegt es, dass man auf diesem Provisorium beharrt? Ist das schon denkmalgeschützt? Oder liegt es schlicht an den explodierenden Kosten?

  • ^^
    Bin zwar kein ausgewiesener Fachmann für diese Frage, bin andererseits aber ziemlich sicher, dass die Breite der mittleren Durchfahrt im wesentlichen für die Berufs-Schifffahrt benötigt wird, ebenso natürlich wie die Durchfahrtshöhe und dieses Teil höchstwahrscheinlich schon beim Bau nicht als Provisorium gedacht war. Die Experten mögen das bestätigen.



    © Posted von RKWF am 07.03.2010 im DAF Strang "Mainufer und Mainbrücken" direkt hinter RMA #147

  • Das Mittelstück hat die Brücke doch nur, weil sie an dieser Stelle im Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde. Mit Bedarf hat oder hatte das nix zu tun.