Impulse für Goetheplatz, Roßmarkt, Rathenauplatz

  • Verbesserungen an Goetheplatz, Roßmarkt, Rathenauplatz?

    Goetheplatz 2, 5, 7, 9 und 11 sowie das leidige Thema der Platzgestaltung


    Nach wie vor zeigt man sich mit der neuen Platzgestaltung eher unzufrieden. Vorschläge zur Lösung des leidigen Problems seitens des Planungsdezernats wurden heute in der FNP vorgestellt:

    • Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) plädiert dafür, ein doppelstöckiges Gastronomie-Gebäude samt Sommergarten als trennenden Querriegel zwischen Goetheplatz und Rathenauplatz zu errichten. Im Innenstadtkonzept des Stadtplanungsamt ist dieser Vorschlag bereits enthalten.


    • Andere Möglichkeiten der Belebung, etwa mehr Grün, werden vom Planungsdezernat derzeit geprüft. Im Gespräch ist zum Beispiel, in großen Kübeln gepflanzte Bäume aufzustellen.


    Unabhängig davon tut sich was in den umliegenden Häusern:


    • In das Gebäude "Goetheplatz 2" zieht bereits in diesem Monat die vierte Frankfurter Filiale der japanischen Nudelkette "Mosch Mosch" ein. Eröffnung ist am 22. März.


    • Die Entscheidung für die Häuser "Goetheplatz 5, 7, 9 und 11" soll in den nächsten Wochen fallen. Geplant ist ein rund 40 Millionen Euro teurer Komplex mit Läden und Büros. Favorit sei der Mäckler-Entwurf, aber auch der Engel-Entwurf ist noch im Rennen. Ausgeschieden ist der Entwurf von Zaha Hadid.
  • evil edwin läuft mal wieder amok, hoffentlich fängt den noch jemand ein! wie konnte so jemand bloß planungsdezernent werden?


    statt einem großen, wenigstens weitläufigen platz hat man dann hinterher 2 kleine piefige unschöne plätze.
    ich kann nicht verstehen, dass man nicht mal in der lage sein soll, dem neugestalteten platz mal ein paar jahre in ruhe zu gönnen; mit den dann ergrünten bäumen, die schon da sind; ohne baustellen! und dann mal schauen, wie er angenommen wird! (und hatte ich schon irgendwo früher erwähnt, dass ich die wahrnehmung, dass er das von den passanten nicht wird als solche schon nicht teile? kann es sein, dass hier nur ein paar krakeeler viel wind machen?)


    In großen kübeln grün auf den platz zu verteilen ist bestimmt eine gute idee, ich brenne geradezu auf ein revival der blumenkübel, die in den 80ern großflächig über die deutschen fußgängerzonen verteilt wurden, wieso hat man die nicht gleich überall beibehalten?


    ein helleres pflaster, ja das wäre nett gewesen, denn das todessterndunkel, das wir hier haben, wirkt in den subsubpolaren breiten, in denen wir uns hier befinden winters manchmal etwas trist.
    trotzdem bitte nochmal in frühestens 5 jahren über eine weitere neugestaltung des platzes diskutieren!


    der platz ist so wie er ist gelungen!

    Einmal editiert, zuletzt von Chewbacca ()

  • @Chewbacca
    Was ist denn an diesem Platz so gelungen? Du schreibst doch selbst, man hätte ein anderes Pflaster verwenden sollen. Und außer dem Pflaster (wenn man mal von den paar Bäumen absieht), erkenne ich kein weiteres Gestaltungsmerkmal auf den Plätzen. Demnach bleibt nicht viel übrig, was gelungen sein soll.


    Mir ist ausserhalb dieses Forums niemand bekannt, der sich mit der Gestaltung auch nur ansatzweise anfreunden kann. Wahrscheinlich, weil es alles keine Fachleute sind, die den wahren Wert erkennen und schätzen können. Nun dachte ich immer, städtebauliche Veränderungen werden für die Bürger der Stadt gebaut, die in dieser wohnen.


    Kleiner Tipp von mir. Einfach mal auf den Platz stellen und die Passanten nach der Meinung fragen. Aber bitte ganz normale Frankfurter Bürger, also die Mutti mit Kind, die Oma und den normalen Arbeiter.

  • dann verrätst du mir vielleicht auch gleich mit, wen ich nicht fragen darf um das ergebnis nicht zu verzerren? ich bin nicht oma, nicht mutti, und was einen "ganz normalen arbeiter" zu einem typischeren frankfurter macht, als mich selbst, weis ich auch nicht.
    darf ich trotzdem meine meinung haben?


    ich habe im sinne einer fairen diskussion das eine gestaltungsmerkmal, welches ich an einem insgesamt gelungenen platz für nicht gut halte gleich selber erwähnt. das bedeutet aber nicht, dass ich das konzept in sich für generell misslungen halte, nobody and nothing is perfect, aber der goetheplatz ist gut, wie er ist.
    er wird auch von passanten gut angenommen, unbelebt war er noch nie, auch die bänke waren immer von verweilenden menschen besetzt, wenn ich dort war. komme ich da immer nur zur falschen zeit vorbei?


    kleiner tipp von mir: wenn sich oma und mutti erst mal an den platz gewöhnt haben, frage sie doch mal in 5 jahren nochmal, ob er schon wieder umgebaut werden soll.

  • Hm, und wieder die noch nicht bessonders alte Diskussion. Dass ich den Platz mag, habe ich ja schon des Öfteren erwähnt. Meine Frau mag ihn auch, eine mir bekannte Inhaberin eines Geschäfts am Rossmarkt auch (für sie kam die Fertigstellung der Plätze leider zu spät). Mir gegenüber hat außerhalb dieses Forums bisher noch niemand sein Mißfallen erwähnt, ich lese nämlich die FNP nicht.


    Und jetzt muss ich noch einen ekligen, sozialdarvinistischen Spruch abgeben: Die Oma, die Mutti und der Arbeiter sind a) nicht unbedingt die ganz normalen Frankfurter und b) nicht die hoffentlich zahlungskräftige Clientel, die angezogen werden soll.

  • Wieviel Jahre soll man dem Platz denn noch geben? Der wird nächsten Sommer nicht viel besser sein als letzten Sommer und auch da war er schon nicht das Gelbe vom Ei. Dass man überhaupt zu dem Argument greifen muss, man solle doch bis zum Sommer warten, spricht glaub ich Bände. Ein Platz der nur im Sommer attraktiv ist, ist in unseren Breiten dann doch eher sinnfrei. Wobei ich nicht unbedingt für mehr Grün plädieren würde. Am schlimmsten find ich persönlich eigentlich den grauen Sand/Kies im Baumhain und diese seltsamen Betonbänder die wohl sowas wie erkältungsfördernde moderne Bänke darstellen sollen. Irgendwie war man in der Gründerzeit in der Lage deutlich attraktivere öffentliche Räume zu schaffen als heutzutage. Was nicht heißen soll, dass man jetzt den Vorkriegszustand wiederherstellen soll, aber anstatt das Rad komplett neu zu erfinden, was - und diese Meinung erlaube ich mir schon mittlerweile zu dem Platz haben zu dürfen - dann doch eher in die Hose ging, hätte man sich vielleicht mal ein paar Ideen bei Plätzen aus jener Zeit holen sollen.

  • Achso, jetzt sehe ich die Sache klarer. Der Platz soll also eine hochwertige und edle Atmosphäre vermitteln, die besonders das zahlungskräftige Klientel anziehen soll. Na super. Und die anderen, die nicht in diese Kategorie passen, sollen einfach nicht hingehen und ihre Kritik für sich behalten. Es handelt sich hierbei gegenüber den Zahlungskräftigen ja auch nur um eine vernachlässigbare Minderheit in Frankfurt.


    @Chewbacca
    Nein, du hast sicher nicht behauptet, dass das Konzept misslungen ist. Das habe ich behauptet. Du hast dich aber negativ über das Hauptgestaltungsmerkmal geäußert, nämlich das Pflaster. Da aber sonst nicht viel an Gestaltung zu erkennen ist, sei die Frage erlaubt, was ist denn nun so gelungen?

  • Also so langsam hatten wir die Diskussion jetzt schon oft genug. Und es sollte jedem klar sein, dass sich an der Platzgestaltung eben die Geister scheiden.


    Ich finde, der Platz bietet "Luft zum Atmen", eine Art von Offenheit die ich bisher in Frankfurt vermisst habe. Er stärkt durch seine offene Gestaltung die verbindende Funktion, im besonderen den Eingang zur Goethestraße.
    Die Betonbänke sind ein Angebot zur Strukturierung der großen Freiflächen, ohne das Sichfeld zu belästigen.


    Das zu kleinteilige Pflaster ist hingegen nicht so optimal und der Kiesboden am Baumhain taugt für einen solchen Platz natürlich auch nicht.


    Aber gut, meine Meinung sollte bekannt sein. Bei all den Totalkritikern würde mich mal interessieren was sie sich vortstellen? Mir kommt es gerade so vor, als würden die abstrusen Vorschläge vom Planungsdezernenten noch Anhänger finden. Baumkübel? Einen Gastronomieriegel? Auch noch unpassend 2 geschossig? :nono:

  • @beku_bus ich versteh ehrlich gesagt deine frage nicht so ganz. bewertest du als gestaltungsmerkmale nicht auch die gesamtkonzeption?
    ich mag z.b., dass der platz eben nicht so vollgestellt ist.
    ich mag z.b., dass der platz weit, offen und grosszügig ist.
    ich mag z.b., dass der platz frei von "gestaltungsmerkmalen" ist


    darüber hinaus, wenn du keine weiteren gestaltungsmerkmale erkennen kannst , sind dir wohl herr goethe in seinem baumhain, und herr gutenberg und die umlaufenden bänke entgangen? für wie sinnvoll darf ich eine diskussion halten, wenn du die nicht mal zur kenntnis nimmst?


    rohne : fairerweise deinem beitrag gegenüber sollte man wohl erwähnen, dass ich den sommer wieder rauseditiert habe, um so argumenten, die sich darauf focussieren, wie du sie gerade bringst gar nicht erst futter zu geben.


    was die gründerzeitliche fähigkeit angeht, attraktive öffentliche räume zu schaffen: zustimmung! schöne große plätze, breite alleen, sichtachsen und monumente, urbane definierte strassenräume. aber bitte immer schon im hinterkopf behalten, dass dafür auch eine radikale abrissmentalität geherrscht hat, die sich in heute kaum noch vorstellbarerweise über althergebrachten bestand hinweggesetzt hat. die verhassten 60er und 70er waren ein kindergeburtstag dagegen.


    indem ich die grosszügige, offene gestaltung des platzes verteidige, verteidige ich auch ein wenig die gründerzeit ;)

  • Die Vorschläge von „unserem“ Edwin sind meiner Meinung nach haarsträubend. Ich bin wahrhaftig kein Freund der momentanen Platzgestaltung, aber den Rathenauplatz durch ein Gebäude vom Goetheplatz zu trennen und dann Baumkübel zu verteilen …. In welcher Zeit lebt dieser Mann?
    An dem dunklen Pflaster wird man wohl nichts mehr ändern, aber dem Rathenauplatz würde ein richtiger Brunnen gut tun und nicht diese Taubenduschen. Und der Goetheplatz sollte einen anderen Belag bekommen, denn der jetzige ist durch Schnee und Regen schon sehr unansehnlich geworden. Der feine Schotter hat sich an vielen Stellen schon in eine feste Lehmschicht gewandelt und ist mit Gras und Moos bewachsen. Mit dem Frühling wird das bestimmt noch augenfälliger.
    Außerdem sollten noch mehr Bänke augestellt werden, der Platz dafür ist da und die Nutzer auch.

  • Naja, den Gastronomieriegel könnte man schon bauen, und zwar in Form einer Wiederherstellung der Töpfengasse. Ein- bis zweistöckige Häuser, allerdings eben parallel vor die Ostfront des Goetheplatzes gestellt. Vor allem hätte die Gastronomie darin das Alleinstellungsmerkmal, einmal Sitzplätze zum Platz hin mit Skyline und Stadtleben bieten zu können, oder in der ruhigen, wiedererstandenen Töpfengasse nur ein paar Schritte entfernt eine Art "Ruhezone"! Die Gründerzeitler, die rund um den Platz vor dem Krieg standen, waren auch wesentlich größer als die kleinen barocken Fachwerkhäuschen der Töpfengasse und es hat auch nicht lächerlich gewirkt. Ich bleibe dabei, die Töpfengasse ist ein gliederndes Element, was fehlt, und was man merkt.


    Zu den Stadtmöbeln kann ich nur sagen: bitte nicht diese Betonpötte mit Blumen, die sehen nach ein paar Jahren sowas von gammelig aus, 1001 Städte im Ruhrpott sind der lebende Beweis. Ein vernünftiger Brunnen wie von thomasfra vorgeschlagen ist wirklich eine gute Idee, ebenso Bänke aus schönen Edelhölzern wie jetzt an der Zeil anstatt dieser Betonbänder, einfach ein bisschen mehr Liebe zum Detail, die man meines Erachtens auch merkt.


    Die Weite des Platzes kann man, bis auf die Töpfengasse, nicht kritisieren, die war schon seit der frühen Neuzeit da, was hier wohl von manchem vergessen wird! Es sei denn, man schießt sich auf die umgebende Architektur ein, die natürlich auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, aber daran glaube ich hier irgendwie nicht als Ursache.

  • Es wird wirklich Zeit dass dieser Mondkrater in der Mitte unserer Stadt endlich wieder verschwindet. :Nieder:
    Die gräuliche Kiesgrube in der Mitte ist so ziemlich einmalig für einen innerstädtischen, zentralen Platz, der ja angeblich "Aufenthaltsqualität" bieten soll. Lächerlich. So etwas ist mir in vergleichbaren europäischen Städten noch nie begegnet. Bestenfalls als Hundeauslaufplatz. Die Gestaltung des Platzes vor dem Bau des Parkhauses war um ein vielfaches besser und harmonischer. Man sollte den Schotter abtragen und den Verantwortlichen für diesen Dorfrummelplatz vor die Haustür kippen. Und dann viel Spaß damit!
    Die hier gepriesene "Weite des Raums" führt m.E. eher zu einem Gefühl der Verlorenheit. Besonders deutlich wird das am Goethedenkmal.
    Vor allem das kleinteilige, einfarbige (eintönige) Pflaster verhindert absolut jede notwendige Strukturierung dieser großen Platzfläche. Eine gastronomische Belebung am östlichen Rand wie demnächst geplant hilft doch da auch nicht weiter. Nur ein Tropfen auf dem grauen Stein.


    Zu guter Letzt: Die "Taubenduschen" (geile Wortschöpfung :lach:) sind im Platzensemble völlig deplaziert und ein optischer Rohrkrepierer. Nur Kleinkinder finden dieses alberne Geplatsche spannend. Und der "Sitzkomfort" des umgebenden Steinmobiliars stimmt mich auch nicht versöhnlicher.


    Fazit: Belag abreißen und alles komplett überarbeiten. Ich möchte diesem Platz keinen Sommer und vor allem keine 5 Jahre mehr geben. Bis dahin ist der olle Goethe vor Langeweile vom Sockel gefallen.


    Vorschlag: Was diese Platzfolge braucht ist ein verschiedenfarbiger, strukturierter Belag ähnlich dem auf der Zeil. So lässt sich das Denkmal würdig in Szene setzen und die abzweigenden Wege in die umliegenden Straßen. Flankiert von dezenten Baumreihen und kleinteiligen Rasenflächen.
    So gibt man der Platzfolge wieder eine Struktur und erhöht die Aufenthaltsqualität.

  • Ich finde der Wiederaufbau Töpfengase würde den armen Goethe zu sehr bedrängen. Ich fand das schon auf Vorkriegsbildern seltsam. Außerdem - und das ist das wichtigste: Die Gesellschaft hat sich verändert. Man würde eine absolute Rückseite schaffen, kaum frequentiert, ausgestorben und dreckig. Das ist zwar nur eine These, aber in Anbetracht der heutigen Nutzungsstruktur und dem Zustand sonstiger Seitenstraßen abseits der großen Achsen in der Innenstadt zu befürchten.


    Es gibt noch so viele vernachlässigte, kleinteilige Plätze südlich der Zeil, die durch eine Umgestaltung das Bedürfnis nach Erholung und Gemütlichkeit befriedigen können, dass die Zerstörung dieses nun in Frankfurt einmalig offenen Raums vollkommen überflüssig ist.


    Das das Kiesbett verschwindet wäre hingegen wirklich wünschenswert. Auch ein anderer Brunnen könnte besser sein. Aber man sollte nicht zu sehr in die Höhe bauen. Wegen den Denkmälern.
    Toll bei der jetzigen minimalen Gestaltung ist nämlich auch, dass die historischen Denkmäler eben nun durch den Platz Respekt erwiesen bekommen, anstelle, dass irgendeine Gestaltung damit konkurriert.


    Was die Bänke betrifft: Zum Sonnen ist der Beton doch optimal und soweit ich mich erinnern kann hat das im Sommer funktioniert. Für die ältere/seriösere Klientel gibts ja Bänke unter den Bäumen und wenn erstmal die Umbauten an den flankierenden Seiten abgeschlossen sind bestimmt auch Außengastronomie.


    Nebenbei: So wahnsinnig anders war der Vorkriegszustand in der Gestaltung auch nicht.

  • So wie der Platz jetzt ist bietet er die Möglichkeit, auch einmal größere Veranstaltungen im Zentrum der Stadt durchzuführen - insbesondere, wenn die Konstablerwache umgebaut wird, der Römerberg ist ja nicht für jede Art Veranstaltung geeignet.


    Ein Pocketpark, wie man die letzte Gestaltung wohl am ehesten nennen konnte, ist meiner Meinung nach nichts für diese Fläche.


    Warten wir mal ab, wie sich die Außengastronomie am Rossmarkt entwickelt und wenn gut, sollte man zusehen, dass der Optiker oder der Blumenladen am Rathenauplatz durch einen ähnlichen Betrieb ersetzt werden - dann wäre auch die grausliche blaue Werbung von dem Gebäude runter.


    Dann muss nur noch die Post - z. B. durch ein Gasthaus zur Post - ersetzt werden und es gibt Leben auf dem Platz.

  • Ich habe die Arbeit von Edwin Schwarz für Frankfurt mal wirklich geschätzt, aber heutzutage enttäuscht er fast nur noch mit eben solch fatalen Ideen, wie einen den Platz trennenden Gebäuderiegel hier zu platzieren. :nono:


    Es war doch gerade diese - in Frankfurt nicht oft vorkommende - Weitläufigkeit die an dem Platz gelobt wurde.
    Auch ich bin, gerade Abends immer wieder begeistert vom freien Blick auf die Hochhäuser.
    Auch tagsüber hat man hier jede Menge Großstadtfeeling. Dann gibt es ja noch das Goethedenkmal und das Gutenbergdenkmal als positive Aspekte der drei Plätze. Das kleinteillige Pflaster, insbesondere ums Gutenbergdenkmal herum finde ich übrigens auch sehr gut! :daumen:


    Aber man könnte hier noch so viel mehr herausholen!
    Als allergrößte Sünde dieser Platzfolge sehe ich das graue Kies auf dem Gotheplatz. Auch die Situation mit den Bäumen an dieser Stelle wirkt irgendwie nicht besonders ästhetisch bzw. optimal.
    Was mich auch stört sind Abends diese Lichter um das Goethedenkmal, die in ihrer Anordnung irgendwie immer an eine Landebahn erinnern..
    Dann gibt es noch diesen hässlichen Abluftzylinder bzw. Plakatsäule und direkt daneben der minderwertige Auf-/Abgang zur Tiefgarage. :Nieder:


    Über die Bänke und Betonbänder, sowie die "Taubendusche" nebst Kunstsäule daneben lässt sich auch streiten.
    Sehr schade auch dass fast alle alten Gebäude um die Plätze herum nicht mehr stehen. Gäbe bestimmt ein schönes Ensemble ab!
    Und eventuelle neue Rosenbeete am Rossmarkt wären -geschickt angelegt- eigentlich auch nicht das Schlechteste und könnten eine echte Bereicherung sein.
    Insgesamt geht es hier bei den Plätzen denke ich nur um Details ohne extrem hohen Kostenaufwand. Aber es würde sich so lohnen! :)


    Zum Schluss möchte ich dem Beitrag von Rohne zustimmen. Warum einen Platz komplett neu gestalten ohne sich vorher mal anzuschauen wie es denn mal früher dort aussah und sich davon inspierieren zu lassen. Über diese Einstellung müsste man eigentlich noch einmal grundsätzlich diskutieren.

  • In ihrer Hilflosigkeit werden die Einfälle der Bürger in Bezug auf Unmut und Veränderung immer kurioser. Jetzt werden auch schon die Kinder und ihre Einfälle zur Platzgestaltung bemüht.
    Die FAZ.NET berichtet am 16.März 2010 von einer gemeinsamen Aktion der Dr.-Marschner-Stiftung, der Aventis Foundation und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft:
    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E55DD161DCC6148D09DE0FF9953EFAA41~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Kinder sollen ein Kunstwerk für den Roßmarkt aussuchen. In einem Workshop haben sich die Kinder mit der Geschichte des Roßmarkts beschäftigt. Dabei wurden auch Stimmen von Passanten eingefangen und eigene Kommentare abgegeben.



    © Posted von RKWF am 17.03.2010 im DAF Strang "Goetheplatz, Roßmarkt und Rathenauplatz" direkt hinter gratte-ciel89 #455


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    Anonyme negative
    Rote-Lämpchen-Bewertung am 17.03.2010, 10:42: ""Wüsste nicht, dass Kinder schon in die 12. Klasse gehen. Außerdem was soll kurios daran sein, sie zu gestalterischen Fragen heranzuziehen? Sonst biste doch auch immer auf der Seite der Bürgerschaft, nich?"

    5 Mal editiert, zuletzt von RobertKWF () aus folgendem Grund: Bewertung

  • Ach Gott, das Journal Frankfurt berichtete ebenfalls. Diese trostlose Platzfolge scheint ja wirklich ein schlimmer Pickel auf dem Antlitz Frankfurts zu sein.


    Ich bin mittlerweile ganz der Meinung unserer lokalen/überregionalen Presse: Zu allererst muss dieser erschreckende Missstand beseitigt werden, danach können wir uns eventuell um die weniger dringenden Dinge, also Hauptwache, Konstabler Wache, Danziger Platz, Bahnhofsvorplatz kümmern!


    Mann, Mann, Mann - was geht es uns in Frankfurt mittlerweile gut!

  • Genau, die FAZ, FR, FNP und JF (die nicht sehr oft einer Meinung sind bei der Frankfurter Stadtplanung) haben gefälligst den Platz zu huldigen und in ewiger Dankbarkeit keine Kritik zu üben. Alles andere wäre ein Beispiel für spätrömische Dekadenz und Besserwisserei höchsten Grades. Wo kämen wir denn hin, wenn wir die Stadtplaner mit lästiger Kritik konfrontieren?

  • Nein, nein - das ist nicht der Punkt. Ich bin nur sehr irritiert, dass sich die Presse kaum die Mühe macht, die Polemik der Anti-Rossmark/Goetheplatz/Rathenauplatz-Lobby aus ihren Artikeln heraus zu nehmen oder sie zumindest zu hinterfragen.


    Bei der FNP verstehe ich es - die Kritik ist der bekannte Standpunkt dieser Zeitung. Beim Journal muss ich ich sehr wundern. Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass ich von den Redakteuren kaum jemand die Mühe macht, sich die Plätze mal in Natura anzusehen.


    Was soll denn - bitteschön? - an handwerklich perfekt gelegtem Basaltpflaster "trostlos" sein? Für mich einer der schönsten Beläge für öffentlichen Raum überhaupt. Das fehlenden Grün wird bemängelt. Okay, dann lieber Kirschlorbeer und Thuya, damit sich das Auge auch im Winter erfreuen kann?


    Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass sich die Kritiker nicht auf den neuen Platz einlassen wollen. Von wegen "er wird nicht angenommen" - welchen Anlass gibt es denn schon, einen innenstädtischen Platz zu queren! Den Platz als solchen ja wohl in der Regel nicht.


    Damit sind wir bei den Kritikpunkten, die ich teile - für die der Platz an sich aber nicht viel kann. Bis auf eine Ausname:


    - Kies. Man kann wohl getrost davon ausgehen, dass er dieses Jahr schon ersetzt werden muss, und dann hoffenlich schöner.


    - Gastronomie: Kann nicht von der Stadt befohlen werden, ist aber im Kommen.
    - Litfaßsäule: Damit muss man sich wohl - leider - abfinden.
    - Trostlosigkeit im Winter. Wir arbeiten alle gemeinsam an einer globalen Lösung.


    Um zum Rossmark zurück zu kommen: Das Problem liegt eher nicht im gerade erneuerten Bereich, oder täusche ich mich?

  • mahlzeit: Woher nimmst Du diese positive Sichtweise zu den Plätzen? Der graue Kies gehört nicht auf den Goetheplatz. In Frankfurt/M. wird seit jeher gelblicher Bessunger Kies ausgelegt - ein für Frankfurt am Main ortstypisches Material. Falsches Material und die belanglose Gestaltung führt - wem wundert es - nunmal zu einer niedrigen Aufenthaltsqualität.