Neues Stadtarchiv Eifelwall

  • Stadtgaucho Ich bin wirklich beeindruckt, wie wenig man mit so vielen Worten sagen kann!


    Wir wollen also die ach so fundierten Argumente nicht zur Kenntnis nehmen? Wo sind die denn bitte? Ich fasse mal zusammen. Der Bau nimmt also den Anwohnern des Eifelwall das Sonnenlicht weg. Es wird unerträglich laut. Angeblich. Sonst noch was...?!!


    - Es wird auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Baukörper errichtet, der niedriger ist, als eine beliebige, anderweitige Blockrandbebauung in dieser Stadt. Von einer übermäßigen Verschattung kann also keine Rede sein. Das es sich dabei um einen Baukörper handelt und nicht um x nebeneinander stehende Gebäude spielt hierbei ja wohl keine Rolle - ebenso wenig wie die Frage, aus welchem Material dieser besteht.


    - Der Lärmpegel im Eifelwall dürfte m.E eher unterdurchschnittlich sein. Von nennenswertem Verkehr in dieser Straße kann nicht die Rede sein. Es ist auch nicht zu erwarten, dass durch das Historische Archiv nennenswerte Verkehrsströme zusätzlich in die Straße gelenkt werden. Ein hoher Lärmpegel geht von der Luxemburger Str. aus. Durch den Bau des Archivs wird der Eifelwall hiervon jedoch eher noch abgeschottet. Zumindest sehe ich in der künftigen Situationden im Vergleich zum Status Quo keinesfalls eine Verschlechterung.


    - Die Grünfläche ist abgeschottet und nicht zugänglich durch einen 140 Meter langen Bau? 140 Meter?! Das schafft jede Oma mit Rollator. Man soll doch bitte nicht so tun, als der komplette Eifelwall von der Grünfläche abgeriegelt würde. Jener ist wohl länger als 140 Meter...


    Du verlangst fundierte, gutachterliche Aussagen? Bringst aber selber nur aufgewärmte, dafür aber episch und langatmig ausgewalzte Behauptungen?


    Lieber Neu-User, wenn das Diskussionsniveau hier einem Studenten wie dir nicht gerecht wird - und die hier postenden Menschen ohnehin ignorant und böswillig sind ... es gibt sicherlich andere Möglichkeiten für dich!


    Ach übrigens. Ich wohne weder in Berlin, noch in Chorweiler oder Bickendorf - sondern in fußläufiger Nähe zum Eifelwall... wollt' ich nur nochmal erwähnt haben...



    Die Positionen sind deutlich gemacht, es ist denke ich überflüssig, an dieser Stelle weiter auszuholen - das gilt für beide Seiten. Bevor es hier böses Blut gibt bitte ich die Debatte zu beenden, solange es nicht offiziell neue Fakten zu der Angelegenheit gibt. Vielen Dank. rec

  • Der WDR berichtete heute in der Lokalzeit-Kurzausgabe um 18:00 Uhr, dass sich die geplante Fertigstellung des neuen Stadtarchivs um ca. 2 Jahre - also 2017 statt 2015 - verzögern werde.
    Gründe hierfür seien das langwierige Wettbewerbsverfahren und die Tatsache, dass ein im Architektenwettbewerb unterlegenes Architekturbüro gegen die Entscheidung geklagt habe.

  • das scheint wohl Mode zu werden, dass die Architekten bei Nichtberücksichtigung klagen...Schade, dass die verzögerten Baukosten dann nicht umgelegt werden, sollte die Klage vor Gericht abgewiesen werden...

  • Wie kommst du darauf, daß dies in Mode kommt?
    Wenn man bedenkt, was so ein großer Wettbewerb ein Architekturbüro kostet und welche geringen Gewinnchancen (beim Archiv waren es glaube ich 35 Teilnehmer), verwundert es allerdings schon, daß nicht mehr geklagt wird. Soll nicht heißen, daß ich ein Freund von solchen Klagen bin - man sollte schließlich ein guter Verlierer sein und dem Gewinner seinen Erfolg gönnen, was in der Regel auch durch die Architektenreihen hindurch der Fall ist.
    Ich frage mich, was hier zur Klage geführt hat.

  • Ich pers. finde es auch bedenklich bei sowas zu klagen.


    Es ist ein Wettbewerb! Da gibt es am Ende nunmal nur einen Gewinner! (bzw. mehrere bei Splittung der Preisgelder. Dann aber gestaffelt)


    Ausnahme wäre nat. ein begründeter Verdacht z.B. Richtung Bestechung o.ä.

  • Ein Stockwerk weniger wird also überlegt. Ja warum nicht gleich eingeschossig im Aldi-Look, dann spart man sich auch noch Treppen und Aufzüge.
    So ein Schwachsinn. Eher andersrum wäre es sinnvoll: doppelt so hoch bauen und dafür nur auf der Hälfte des Grundstücks verbrauchen, den Rest kann dann als Wohnbaufläche am Grüngürtel verscheuert werden. http://www.faz.net/aktuell/feu…lamagestopp-12144178.html

  • Wie der Artikel auch ausführt, kostet jede Verzögerung Geld. Ich könnte mich mit derm Gedanken von Frau Moritz anfreunden, dass Gebäude in modularer Bauweise zu errichten - dies sollte schnellstmöglich geprüft und entschieden werden.
    Langwierige Diskussionen und Neuplanungen halte ich für kontraproduktiv.Warum Herr Börschel gar den Standort am Eifelwall nun wieder in Frage stellt ist für mich nicht nachvollziehbar.

  • Nun wird der Standort Eifelwall für das neue Stadtarchiv also wieder in Frage gestellt. Zumindest wenn es nach Herrn Börschel/SPD geht.
    Durch den Wegfall der Kunst - und Museumsbibliothek - dessen Betriebskosten die Universität übernehmen sollte (dies aber nicht tut) und deren Raumbedarf mit eingeplant war - ist nun der Ring frei für neue Planspielchen - die angeblich bis zu einem Neubau auf der grünen Wiese reichen sollen.
    FDP und Grüne lehnen eine geplante Verlagerung vom Eifelwall weg ab - für die Grünen ist eine Reduzierung des Baukörpers eine Option.


    http://www.rundschau-online.de…en,15185496,22347540.html

  • Auch nicht schlecht: Es gibt seit Mitte April eine Petition "Aufhebung des Planungsstopps für den Neubau des Stadtarchivs".
    https://www.openpetition.de/pe…n-archivs-der-stadt-koeln


    Seltsam (oder eben auch nicht), dass die Kölner Presse hierzu keinen Ton verlauten ließ (zumindest hab ich nirgends was entdeckt), während man für die Petition zur Verhinderung des Jüdischen Museums kräftig die Werbetrommel gerührt hat. Die Pro-Stadtarchiv-Petition kann allerdings bislang auch ohne Medien-Hype schon mehr als doppelt so viele Befürworter vorweisen :D

  • @ Citysurfer: ich denke nicht, dass die Verwaltung die Regale "vergessen" hat, ich denke eher, dass die Politik die Zahlen nicht richtig lesen kann oder will. Angehängtem Artikel kann entnommen werden, dass die Einrichtungsgegenstände gesondert sind und waren. Also kommen die nicht plötzlich oben drauf. :)

  • archiy - 2019 ?

    noch dieses jahr soll's losgehen mit dem bau des neuen stadtarchivs. :daumen:


    http://www.ksta.de/innenstadt/…en,15187556,31485648.html


    in dem artikel wird auch von einer bürgeriniative berichtet, die den "klotz" anfechten will... die sonne hat natürlich immer schön auf die häuser gegenüber geschienen... aber that's life... ich meine, man kann ja mitten in der stadt nicht im ernst glauben, man hätte eine recht darauf, dass die andere strassenseite komplett unbebaut bestehen bleibt...


    alles in allem muss man konstatieren: gerade in der weiteren ecke um uni-center und co. gibt es viel zuviel zerfransung - das ist natürlich den großen brutalismus-bauten dort geschuldet - an diese dockt natürlich keine blockrand- resp. veedelsbebauung an. das sind sünden für die ewigkeit, so scheint es derzeit. und ganz generell gibt es solche brachen, zerfaserungen und stadtrand-ecken einfach sehr viel in köln... machmal hat das auch seinen charme - und bietet gerade für subkulturelle zwecke viel. andererseits ist es städtebaulich natürlich schwierig. dennoch denke ich: ein paar dieser gegenden, gerade in e-feld, mülheim und zollstock sollten auch so bleiben. aber ganz gewiss nicht am eifewall !