Areal „Haus der Statistik“

  • Was macht diesen Vorschlag eigentlich so "kalt, menschenfeindlich und hässlich" für euch?

    Es ist "kalt, menschenfeindlich und hässlich", weil


    - Kleinteiligkeit fehlt

    - vertikale Gliederungelemente fehlen. (stattdessen nur die horizontalen Fensterbänder :thumbdown:)

    - Fassadenverzierungen bzw. Fassadenschmuck fehlt

  • Gelungene Architektur ist nicht nur eine Frage der Nutzung, sondern auch eine Frage des Aussehens.

    Da sind wir einer Meinung...


    - Kleinteiligkeit fehlt

    - vertikale Gliederungelemente fehlen. (stattdessen nur die horizontalen Fensterbänder :thumbdown: )

    - Fassadenverzierungen bzw. Fassadenschmuck fehlt

    Das ist mir wirklich deutlich zu wenig um Menschenfeindlichkeit zu attestieren, aber... dann sind wir hier halt anderer Meinung. Die Kritikpunkte an sich kann ich schon nachvollziehen.

  • Menschenfeindlichkeit finde ich etwas übertrieben, wobei ich bei diesem monotonen Behördenmonster verstehen kann, was gemeint ist. Banal finde ich den Bau allerdings schon.

  • Was macht diesen Vorschlag eigentlich so "kalt, menschenfeindlich und hässlich" für euch? Auch im Vergleich zu umliegenden Neubauten wie dem Königsstadt-Carree, dem Alexander Parkside oder dem Saturn-Klotz. Oder ist das durch die Bank menschenfeindlich weil modern?


    Und spätestens wenn wir uns das Nutzungskonzept angucken, kehrt sich diese Einschätzung ja nun wirklich komplett ins Gegenteilige um. Zumindest für mich wäre das Haus der Zusammenkunft wesentlich "wärmer, menschlicher und schöner", als ein Elektrodiscounter oder Hotelketten...

    Das ist jetzt nicht dein Ernst.
    - Farbgebung, Gliederung, Industriebau der langweiligsten aller Sorten, Dimensionen, keine Vorsprünge, kein Grün...da ist ja das Haus des Lehrers quasi von einem anderen Planeten.

    Aber ehrlich gesagt, wer das Gebäude verteidigt, dem kann man dann irgendwie auch nicht mehr Ernst nehmen. Wer Ostblock-Randbebauung von 1960 natürlich spannend findet - bitte schön, viel Spaß in Kirgistan oder Sibirien - aber ich vermute selbst da hat man mehr Gestaltungsanpruch.

    Und das meine Kritik wieder zum politischen Rundumschlag genutzt wird, so kurz vor den Wahlen das war auch klar.

  • .... also ich war ja von dem Modell seinerzeit angetan. Da war was in pink und hellblau ... was ist denn wieder passiert, dass das so nicht gebaut wird wie präsentiert?

  • ^ Das bunte Modell bezieht sich auf die Neubauten dahinter und daneben. Hat mit der Sanierung des HdS nur mittelbar zu tun. Infos zum aktuellen Stand gab es von KrauseGlucke hier.


    Und das meine Kritik wieder zum politischen Rundumschlag genutzt wird, so kurz vor den Wahlen das war auch klar.

    Ich bin selbst erstaunt, aber eigentlich bist Du hier gerade (fast) der einzige, der politisch wird: Menschenfeindlich, schlimmer als Marzahn, Kirgisistan, Sibirien. Sowas nennt man wohl "Framing". Ich habe wirklich keinen Bock, das Projekt zu verteidigen – aber nun fühle ich mich fast schon wieder dazu verpflichtet...

  • Jetzt bin ich gespannt, welches "Framing" Du erkennen möchtest. Das dürfte ja wohl auf Basis deiner Vorurteile eingeordnet werden. Jeder der Will kann daraus lesen, das wir in Marzahn, Sibirien und Kirgistan eben Ostblock-Randbauten bestauenen können ...alles andere entspringt deiner Fantasie da hier nicht zu lesen.

  • Ich bin selbst erstaunt, aber eigentlich bist Du hier gerade (fast) der einzige, der politisch wird: Menschenfeindlich, schlimmer als Marzahn, Kirgisistan, Sibirien. Sowas nennt man wohl "Framing". Ich habe wirklich keinen Bock, das Projekt zu verteidigen – aber nun fühle ich mich fast schon wieder dazu verpflichtet...

    Danke! Solche Beiträge, die du kritisierst + solche von denen, die sich nach einem Stadtplaner der USA benennen, der ganze Viertel plattgemacht haben, zerstören jegliche Diskussionskultur in diesem Forum. Wozu das am Ende führt, kann man im APH + SSC-Forum beobachten: Es geht nur noch um Rekonstruktionen und Preußenkult (oder schlimmeres) oder um "wer hat den höchsten!". Als wären 50% der in den letzten zehn Jahren entstandenen Neubauten auch nur annähernd besser. Europaviertel in Frankfurt & Europacity in Berlin zeigen doch, dass renditegesteuerte Architektur oft genauso einfältig und austauschbar daherkommt wie das, was man hier versucht zu kritisieren.

    Echt, ich kann das "Lüscher ist bäh" & "DDR-Ostblock-Novosibirsk-Diktatur-Plattenbauten" nicht mehr hören. Bei manchen wirkt es so, als müssten sie permanent ihren Frust darüber herauslassen, dass nicht die 14,2%-Partei im AGH die Baupolitik der Stadt bestimmt und Spitzdächer und Stuck als verpflichtende Bausatzung erlässt.


    Das Haus der Statistik ist kein Schmuckstück, es ist aber eines der wenigen baulichen (! - nicht städte- oder freianlagenplanerischen) Relikte der Ostmoderne am Alexanderplatz. In wenigen Jahren verschwinden das Haus der Elektroindustrie und vielleicht auch das Memi und ich trauere beiden keine Träne nach. Aber ich kann verstehen, dass Jahrzehnte Berliner Stadtgeschichte nicht der nächstbesten Investorenarchitektur zum Opfer fallen müssen. Ich hätte mir einen ergebnisoffenen Wettbewerb gewünscht. Der in Aufstellung befindliche B-Plan zu dem Areal war aber auch alles andere als kleinteilig und hätte vermutlich solche Ergebnisse gebracht:


    https://www.heinze.de/architek…-alexanderplatz/12537566/

    https://peil-partner.de/refere…-ecke-mollstrasse-berlin/


    Und das soll ernsthaft besser sein als das Haus der Statistik, dessen graue Energie wenigstens weitergenutzt werden kann?

    Zudem: Es wird durch Neubauten ergänzt, sogar mit Hochpunkt an der Otto-Braun-Straße und fast schon Blockrandbebauung zur Berolinastraße.

  • Das Projekt Haus der Statistik ist ein Vorhaben, auf das wir Berliner wirklich stolz sein können. Hier wurde nicht einfach von oben etwas angeordnet, sondern hier haben Politik und Verwaltung auf Impulse aus der Bevölkerung reagiert und eine Abrissplanung revidiert. Das ist nicht selbstverständlich. Ich bin sehr optimistisch, dass das Projekt ein Erfolg wird. Schon jetzt hat sich in den unteren Räumen eine bunte Mischung aus Künstlern und Initiativen angesiedelt. Die Veranstaltungen im Haus der Statistik sind immer gut besucht, und es gibt viele Ideen, was sich in diesen Räumen alles passieren kann.


    Und was fast am besten ist: Über dieses Projekt gibt es einen parteiübergreifenden Konsens. Erst im Mai hat das bekanntlich CSU-geführte Bauministerium das Haus der Statistik mit dem Bundespreis "Kooperative Stadt" ausgezeichnet, für die vorbildliche Zusammenarbeit "von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft". Ich bin froh, dass in Berlin Stadtentwicklung immer mehr im Konsens und nicht in der Konfrontation betrieben wird. Das Haus der Statistik ist ein gutes Beispiel für diese neue Stadtentwicklungskultur.

    https://hausderstatistik.org/2…koop-stadt-ausgezeichnet/

  • Es geht nur noch um Rekonstruktionen und Preußenkult (oder schlimmeres) oder um "wer hat den höchsten!"

    Für jemanden, der die Zuspitzung in Extreme kritisiert, enthält der Beitrag erstaunlich viel Polarisierung. "Afd wählende Stuck&Spitzdachfanatiker"? In Berlin? Das klingt eher nach CSU (bis auf dem Preußenkult).

    Und das soll ernsthaft besser sein als das Haus der Statistik, dessen graue Energie wenigstens weitergenutzt werden kann?

    Ja, ganz sicher. Selbst ein typisches "Berliner Duett" aus zwei ~70m Türmchen im Vierkantbolzen-Raster hätte ich der "grauen Energie" an dieser Kreuzungsparzelle bevorzugt. Wir können aber ewig darüber streiten, wenn wir verschiedene Bewertungskriterien heranziehen. Das ist das Problem.

    Für mich erfüllt ein Gebäude vor allem städtebauliche und architektonische, bzw. representative Funktionen. Es gibt Ausnahmen. Es gibt Gebäude, die Funktionen erfüllen, die darüber hinaus gehen, z.B. gesellschaftliche, historische oder symbolische Bedeutung haben. Aber ist das hier der Fall?

    Die Historiker haben das Gebäude nie geliebt, andernfalls wäre es überhaupt nie im Bplan zum Abriss freigegeben worden. Die Berliner Gesellschaft hat auch keine Liebe für dieses Gebäude, jedenfalls konnte ich nie eine ausmachen. Eine symbolische Bedeutung für Berlin hat es auch nicht, außer für jene, die ihm unbedingt eine anhängen wollen. Weder reicht es an die staatsdienliche Bedeutung von HdL, HdRf oder HdR im Regime heran, noch kann man aus dem städtebaulichen Kontext lesen, dass es ausgerechnet hier eine Ansiedlung von Kleinkünstlern und Kulturschaffenden braucht. Die bevorzugen ohnehin eine "heimeligere", "kiezigere", "urigere" Umgebung. Schon die Grundprämisse dort auf Teufel komm Raus und ohne Not einen "Ort der Zusammenkunft" etablieren zu wollen -an dieser unwirtlichen, großen, kalten und zugigen Kreuzung, in diesem bürgerliches Leben betreffenden "Niemandsland" voller Büro-Riegeln, Touri-Hotel-Riegeln, Busparkplätzen, weiten Schneisen und völliger Unurbanität verglichen mit den wuseligen "Künstlerkiezen" in Fhain oder Kreuzberg, zeugt von einer tiefen Diskrepanz in der Stadtverwaltung zwischen dem Betrachten und logischen Entwickeln der Realität und dem ideologisch/politischen Anspruchsüberbau, der leider mittlerweile so viele Themen in diesem Land bestimmt und prägt.

    Das Projekt Haus der Statistik ist ein Vorhaben, auf das wir Berliner wirklich stolz sein können. Hier wurde nicht einfach von oben etwas angeordnet, sondern hier haben Politik und Verwaltung auf Impulse aus der Bevölkerung reagiert und eine Abrissplanung revidiert.

    Wie kommst du darauf? Es gab meines Wissens nie einen Bürgerentscheid irgendeiner Form, der sich mit dem Abriss des HdS befasst- und hierzu nach demokratischem Votum einen Handlungswillen zum Ausdruck gebracht hat. Ich persönlich kenne einige "Leute aus der Bevölkerung", die sich seit Jahren gefragt haben warum diese versiffte Ruine noch nicht abgerissen wurde, mich selbst (ebenfalls Teil der Bevölkerung) inklusive. Diese Form von "Impulsen" zählt nicht oder wie? Wir picken uns immer die Rosinen aus der Gesellschaft, die uns gerade am besten schmecken?

    2 Mal editiert, zuletzt von Berlinier ()

  • "Afd wählende Stuck&Spitzdachfanatiker"
    Abgesehen davon, dass man AfD mit großem D schreibt.

    Was soll das sein? Eine Herabwürdigung? Ein Argument?

    Haus der Statistik:
    "Weder reicht es an die staatsdienliche Bedeutung von HdL, HdRf oder HdR im Regime heran, noch kann man aus dem städtebaulichen Kontext lesen,
    dass es ausgerechnet hier eine Ansiedlung von Kleinkünstlern und Kulturschaffenden braucht."
    Ja, wiklich.
    Während das "Haus des Lehrers" zusammen mit der Kongresshalle einen Hauch von Brasilia widerspiegelt, ist das HdS einfach nur ranzige Meterware. :rolleyes:

  • @ Berliner - bei "grauer Energie" geht es aber um die Nutzung der bestehenden baulichen Substanz. Was aus rein ökologischer Sicht deutlich sinnvoller ist, als abreissen und neubauen (egal wie energieeffizient der Neubau auch wird).

    Diese Aspekte werden in Zukunft hoffentlich mehr und mehr das Bauen bestimmen, aber dafür fehlen noch der politische Rahmen, mit entsprechenden Besteuerungen oder Anreizen.

  • In jeder anderen Stadt auf der Welt hätte man so eine Bausünde sofort abgerissen ohne Diskussion. Aber in Deutschland verteidigen DDR-Nostalgiker jeden Schrott der noch an "früher" erinnert. Das sind die gleichen, die auch Erichs Lampenladen lieber hätten stehen lassen.

  • Was aus rein ökologischer Sicht deutlich sinnvoller ist, als abreissen und neubauen (egal wie energieeffizient der Neubau auch wird).

    Die Ökologische Bilanz ist für jedes Gebäude einzeln zu berücksichtigen und die Rechnung ist derart komplex, dass wir hier mit Sicherheit keinen objektiven Nenner etablieren können, der zu besprechen wäre. Du kannst nicht blos Zement aufaddieren. Wieviele Menschen pendeln täglich zu dem Gebäude und zurück, wieviele Personen können auf wieviel Grundfläche unterkommen (hier haben Hochhäuser natürlich gewaltige Vorteile) und müssen sich nicht erst aufwendig und wege-intensiv über große Stadträume verteilen ect. pp. Man kann ökologische Aspekte nicht losgelöst von der ökonomisch/funktionalen Effizienz eines Gebäudes betrachten, beides hängt eng miteinander zusammen. Eine "ökologische Großstadt", ist eine im Zentrum "massiv verdichtete Großstadt". Und eine im Zentrum "massiv verdichtete Großstadt" ist nicht gerade das was hier geplant wird. Abgesehen davon leben Städte auch von der Veränderung, nicht von der "Zementierung" ihres Stadtraumes. Gerade Berlin ist so stark auf bauliche Veränderungen und Entwicklungen angewiesen, wie kaum eine andere deutsche Stadt. Wir haben jahrzehntelang mehr oder weniger Stillstand gehabt, als andere Städte floriert sind. Berlin ist noch lange nicht über,- sondern immer noch unterentwickelt.

  • Gerade das ist doch aber der Vorteil der Umbaumaßnahmen am Haus der Statistik. Man saniert nicht nur den Bestand, sondern baut um und ergänzt durch Neubebauung:


    https://www.bauwelt.de/imgs/1/…/9/5/07a0f13c66bad5e0.jpg


    Ich kenne die Daten nicht, aber ich gehe hier (auch durch das geplant Hochhaus) von einer ziemlich hohen GFZ aus. Das ist also weder eine plumpe Fortführung aka Sanierung des DDR-Bestandes, sondern eine durchaus intelligente Umbaumaßnahme. Klarenbach hat zu Recht die geplante Mischung positiv herausgestellt: In welchem Investorenprojekt hätte es diese auch nur annähernd gegeben?

    Ob wiederum städtischer Neubau wie am Molkenmarkt funktionieren kann, muss sich erst herausstellen. Hier hat man schon vor dem Umbau zivilgesellschaftliche Ankernutzer.

  • Wenn es um die Konservierung der Nachkriegsmoderne geht, wird wieder ganz plötzlich die Ökologische Bilanz aus dem Hut gezaubert. Tolles Argument! Es hat sich im Berliner Forum herumgesprochen, dass die Ökologische Bilanz die argumentative Superwaffe darstellt, um architektonische Altlasten aus der Nachkriegszeit zu legitimieren.


    Warum hat die Ökologische Bilanz eigentlich keine Rolle gespielt, als Walter Ulbricht das Stadtschloss in die Luft gesprengt hat?

  • Lieber Camondo, du hast dich mal in einem anderen Thread dafür ausgesprochen, das Geschäftshaus "die Mitte" (Saturn) am Alexanderplatz abzureißen, obwohl dieses Gebäude erst vor wenigen Jahren gebaut wurde. Als der Abriss dieses relativ neuen Gebäudes (Saturn) am Alex hier im Forum diskutiert wurde, habe ich mich damals gefragt, warum in diesem Fall die Ökolgische Bilanz plötzlich keine Rolle spielt?


    Mal ehrlich! Ihr dreht es euch doch hin, wie es Euch gerade in den Kram passt. Es ist die völlige Beliebigkeit. Manche Argumente gelten nur in bestimmten Fällen. Ich lese und schreibe hier schon ein paar Jährchen mit. Und dieses Argument der Ökolgischen Bilanz wird ausschließlich dann heraus geholt, wenn es um die Nachkriegsmoderne geht. Wenn irgendwo ein Gründlerzeitler abgerissen wird, interessiert euch die Ökologische Bilanz einen feuchten Kehricht.

  • Puh, schwere Kost das sanierte HdS, und das quasi vis a vis zu den neuen Türmen am Alex und an einer der Hauptkreuzungen. Hier nehmen die Architekten wohl Bezug auf das Viertel mit dem Rathaus Mitte und seinen Platten. Dazu paßt das ganze, schön kleinteilig, unauffällig, nichts außergewöhnliches, aber was Ostalgisches wurde erhalten.

    Zufriedenstellend ist diese so geplante Sanierung an dieser exponierten Stelle wahrlich nicht. Stadtplanerisch wird auf die nebenstehenden neuen Gebäude mit ihren Höhen überhaupt nicht eingegangen. An diese Stelle gehört wie es mittlerweile in einigen anderen Bezirken Gottseidank schon gemacht wird ein Ausrufezeichen hin, etwas Ausdrucksvolles, ein Hingucker, etwas städtebaulich Erhabenes, etwas Höheres, auch als Abstufung zu den Türmen und seiner Umgebung. Außerdem würde es den Cluster am Alex erweitern was ja auch geplant ist, z.B. mit der gegenüberliegenden Seite / TLG-Riegel.

    Der Berliner wird damit leben können, ich vermute mal dass läuft dann wohl eher unter nicht Beachtenswert oder keinen Blick wert bei den Touris hinaus, was die Freunde im 'Haus der Zusammenkunft' aber überhaupt nicht stören wird.

  • Lieber Camondo, du hast dich mal in einem anderen Thread dafür ausgesprochen, das Geschäftshaus "die Mitte" (Saturn) am Alexanderplatz abzureißen, obwohl dieses Gebäude erst vor wenigen Jahren gebaut wurde. Als der Abriss dieses relativ neuen Gebäudes (Saturn) am Alex hier im Forum diskutiert wurde, habe ich mich damals gefragt, warum in diesem Fall die Ökolgische Bilanz plötzlich keine Rolle spielt?


    Mal ehrlich! Ihr dreht es euch doch hin, wie es Euch gerade in den Kram passt. Es ist die völlige Beliebigkeit. Manche Argumente gelten nur in bestimmten Fällen. Ich lese und schreibe hier schon ein paar Jährchen mit. Und dieses Argument der Ökolgischen Bilanz wird ausschließlich dann heraus geholt, wenn es um die Nachkriegsmoderne geht. Wenn irgendwo ein Gründlerzeitler abgerissen wird, interessiert euch die Ökologische Bilanz einen feuchten Kehricht.

    Dann kümmer dich doch selbst um die Ökobilanz von abgerissenen Gründerzeitler. Mal abgesehen davon, dass das so nicht stimmt gehen mir die Typen auf den Nerv, die immerzu blöken aber aus der Sitzhaltung vor dem Computer nicht heraus kommen. Los beweg dich, bring dich ein, statt immerzu auf andere zu zeigen!