Gürzenich-Quartier in der Altstadt (im Bau)

  • Alles eine Frage des Preises!


    Es werden wohl kaum sentimentale Gründe sein, weshalb die Eigentümer hier an ihrem Besitz festhalten.


    Allerdings dürfte es sich wahrscheinlich um Privatleute, bzw. Erbengemeinschaften handeln. Und da gilt halt, dass diese Häuser so wie sie sind eine ziemlich gute Geldanlage darstellen. Man hat regelmäßige sichere Mieteinkünfte und braucht nur wenig Geld zur Substanzerhaltung aufwenden, bzw. man kann auch immer nur Kleinigkeiten machen lassen.


    Insbesondere die Sicherheit dieser Geldanlage macht in Zeiten von "Betongold" eine Menge aus.


    Wenn man die Sache von dieser Seite betrachtet sind die Häuser ein Vielfaches des reinen Grundstücks oder Gebäudepreises wert.


    Für den Bauträger sind die Häuser allerdings nur soviel wert, wie er bei deren Abriss bei der Vermaktung des dann größeren Komplexes mehr rausholen kann.


    Der Differenzbetrag dürfte erheblich sein - ergo werden die Häuser stehen bleiben - leider :Heuler:

  • Der Abriss ging recht zügig voran. Die Baufläche ist von den Häusern nahezu leergeräumt.


    Jetzt fehlt noch der Aushub - der mit Unterstützung der Bodendenkmalpflege voraussichtlich etwas länger dauern dürfte als anderswo.

  • Der KStA hat heute auf seiner Homepage einen interessanten Artikel zum geplanten Gürzenich-Quartier veröffentlicht. Er befasst sich hauptsächlich mit den Auswirkungen der Dauerbaustellensituation in dem Areal.


    Erfreulich ist, dass nun nur noch zwei Häuser aus dem Altbestand stehen bleiben. Kurzfristig konnte von den Investoren das Haus Gürzenichstraße 22 erworben werden.

  • Da ist mir wohl jemand zuvorgekommen. Gerade auf dem Rückweg von der Uni habe ich ein aktuelles Bild geschossen.
    Wirklich schade ist es um das Backsteinteil jedenfalls nicht.



  • Ich verstehe die Hausbesitzer nun wirklich nicht. Die oberen Etagen, für mich sieht es im übrigens wie ein Gebäude aus, scheinen sogar in beiden Häusern nicht bewohnt zu sein. Wo bitteschön, geht man eigentlich in die Häuser? Durch den Pelzladen und den Asiareiseladen? Die Bausubstanz ist im übrigen auch nicht sehr gepflegt. Ich glaube, die Eigentümer hätten sich selbst einen gefallen getan und hätten verkauft. So wirken beide Gebäuder nachher wie Fremdkörper. Typisch kölsche Lösung halt. :lach::lach::lach:

  • Ich kann es auch nicht nachvollziehen. Selbst wenn ich als Hausbesitzer nur am eigenen Profit interessiert bin und mir das Stadtbild am A... vorbeigeht, muss doch klar sein, dass die jetzigen Gewerbemieter nicht ewig dort bleiben werden. Und welcher halbwegs vernünftige Laden will in ein paar Jahren noch in diese Schmuddelbuden, die dann - wie vom Abrissbagger vergessen - inmitten eines Neubau-Areals stehen? Die Abgerocktheit fällt dann ja umso mehr auf. :nono:


    Wo bitteschön, geht man eigentlich in die Häuser?

    Das habe ich mich allerdings auch schon gefragt. :)

  • Selbst wenn ich als Hausbesitzer nur am eigenen Profit interessiert bin und mir das Stadtbild am A... vorbeigeht, muss doch klar sein, dass die jetzigen Gewerbemieter nicht ewig dort bleiben werden.


    Irgendwie kommt es in dem Artikel so rüber, als wäre zumindest im Falle des Pelzhändlers die Geschäftsführerin auch gleichzeitig Besitzerin? Jedenfalls wollte sie nicht mehr umziehen. Kann natürlich auch sein, dass sie einen dementsprechend langen Mietvertrag hat und der Besitzer sich jetzt blau und grün ärgert, dass er sie nicht aus dem Haus bekommt.

  • Möglich auch, dass die Hausbesitzer wirklich bis zur allerletzten Minute pokern, um das Maximale für sich herauszuholen. Bei Haus 22 (Stadtschänke) schien es ja so gewesen zu sein.
    Bleibt eine kleine Hoffnung, das die verbliebenen Häuser doch noch fallen.

  • Ich war gestern an der Baustelle und habe die verbliebenen zwei Gebäude fotografiert


    http://imageshack.us/a/img41/7662/ptg3.jpg
    http://imageshack.us/a/img585/5381/stnj.jpg
    http://imageshack.us/a/img547/921/b9fi.jpg


    So unansehnlich sie auch sind, aus meiner Sicht passen sie sehr gut zu dem geplanten öden Neubau. So wird die Architektursprache dieser hässlichen Entlein vor allem bei der Fassade zur Pipinstrasse aufgegriffen. Eine kaum gegliederte Wand mit liegenden Fenster, Staffelgeschoss und ein paar unambitioniert in das Erdgeschoss reingeklatschten größere Fensterflächen. :lach:


    Auch im Vergleich zu den abgerissenen Bauten zur Pipinstraße kann ich beim Neubau keine wesentliche Verbesserung erkennen. Wenn man sich bei dem rechten Teil mal die aufgesetzten Satteldächer wegdenkt, sieht dieser Teil dem Neubau leider auch recht ähnlich.



    aber wenn das Gürzenich-Quartier erst mal fertig ist, wird es bestimmt viel besser wirken als auf den Visualisierungen, vielleicht fast genau so elegant und filigran wie der benachbarte Hotelklotz...


    eigene Fotos

  • Ein Augenschmaus wird es nicht, über 0815 kommt es nicht hinaus. Aber jedenfalls besser als der alte Bestand.


    Aktueller Stand der Dinge: