Luminale - die Biennale der Lichtkultur

  • Nextower, Katharinenkirche

    Sehr gelungene Aktionen finden sich auch am Nextower und in der Katharinenkirche. Neben dem Thurn-und-Taxis-Palais zeigt Julian Button (Website) eine unterhaltsame Schattenspiel-Show. Seine Figuren werden nicht nur auf die Leinwand seiner kleinen Bühne projeziert, sondern auch hoch oben auf die Fassade des nördlichen Nextower-Hochhauses. Wie letzteres etwa aussieht, kann man auf Schmittchens Ankündigung im Vorvorbeitrag sehen. Der eloquente Künstler aus Hamburg bezieht auch das Publikum mit ein. Zwei Schnappschüsse:




    In der Katharinenkirche leuchtet "Ein Seelenfünklein" der Künstlergruppe ProKaB. Das Kirchenschiff ist, bis auf die Lichtkegel, komplett abgedunkelt, sodass die Installation etwas Meditatives hat, sofern man ein ruhiges Eckchen zum Sitzen und Wirken lassen findet:




    Bilder: epizentrum

  • Ebenfalls sehenswert ist das Containerschiff, das etwa am Nizza vor Anker liegt. Die begehbare interaktive Installation nennt sich CORNEA TI und stammt von Innenarchitektur-Studenten der FH Mainz:



    Die Mainova hatte für ihre Aktion am Osthafenplatz sogar einen Wettbewerb namens "Licht!Kunst!Effizienz!" ausgeschrieben, den der Stadtplaner Prof. Siegemund mit seiner Arbeit "EnergyStation" für sich entscheiden konnte. Der verlinkte Pressetext lässt vermuten, dass die dreidimensionale Lichtinstallation in den Mainova-Farben gekommen ist, um zu bleiben. Ein Hingucker ist sie vor allem aus größerer Entfernung:



    Eher enttäuscht war ich vom "flüssigen Licht" in der Freimaurerloge zur Einigkeit. Die Idee, in Schwingung gebrachtes Wasser an die Wände und Decken zu projizieren, funktionierte für mich nicht so wie die H_DA-Studentin dies in ihrer Arbeit wohl gedacht hatte. Der Besuch der Freimaurerloge und ihres altehrwürdigen Saales in der Kaiserstraße 37 machten dies jedoch wett.


    Wer noch keine der ca. 120 Luminalen-Station in Frankfurt und Offenbach besucht hat, kann dies die kommenden Abende bis Freitag nachholen. Es lohnt sich allein auch wegen der schönen Atmosphäre auf den Straßen rund um die Installationen. Diese Besucher gönnten sich den Spaß bereits:



    Bilder: epizentrum


    (Und dann ließ ich meine Kamera fallen... :( )

  • Luminalerundgang

    ^ Oh nein, wie ärgerlich... hoffentlich ein reparabler Schaden?


    Gestern, am vorletzten Tag der Luminale, war in der Stadt viel los, was sicher nicht zuletzt an dem ungewöhnlich milden Frühlingsabend lag. Auch im Hellen kann man das aus 103 Leuchstoffröhren bestehende Projekt "Crossover" im Kap Europa schon gut erkennen.



    Ein erster Höhepunkt war das wechselnd farblich illuminierte Portal des Hauptbahnhofs.




    Das Containerschiff am Nizza (siehe Vorbeitrag) empfängt den Besucher mit einer eingestanzten Mainzer Skyline, genauer gesagt der Theodor-Heuss-Brücke, wo es den Rest des Jahre auch öfters vor Anker liegt.



    Sehr sehenswert und entsprechend gut besucht ist die Illuminierung des Doms, die stündlich durch Livemusik und Lesungen ergänzt wird. Beeindruckend, was man durch gezielte Beleuchtung für Stimmungen und Details aus der Kirche hervorholen kann.







    Das zwei Beiträge weiter oben vorgestellte Projekt "Ein Seelenfünklein" in der Katharinenkirche beeindruckt neben dem tollen, vernebelten Lichtspot auch mit zwei weiteren Installationen. Rechts hinter dem Eingang fällt von der Gewölbedecke regelmäßig ein Tropfen Wasser in eine Schale, links rieselt auch von ganz oben sanft Sand herab und bildet einen Hügel. Zusammen mit der Livemusik eine, wie epizentrum schon schreibt, geradezu meditative Atmosphäre.



    Gleich mehrere Projekte finden sich im Palmengarten. Darunter eine Hommage an die Glühlampe.



    Kunstvoll inszeniert ist auch "SurPlus", Entwürfe von Intermedia- und Modedesignstudenten der Hochschule Trier.




    Der Pavillon im Rosengarten beherbergt die "Lágrimas de São Paulo". Hunderte mit Wasser gefüllte Glühbirnen symbolisieren einen angehaltenen Tropenschauer.




    -Bilder von mir-

  • Luminale 2016

    Heute Abend beginnt die diesjährige Ausgabe der "Biennale der Lichtkultur". Also das Programm herunterladen und die Fotoausrüstung startklar machen.


    Zwei Pressebilder als Vorschau - Katharinenkirche "Light Deflection Hartung & Trenz":



    Bild: © Hartung & Trenz


    Maass-Licht für ING-DiBa:



    Bild: © Maass-Licht

  • Die ein oder andere Tour durch Luminale-Stationen lohnt sich. Mit insgesamt mehr als 200 Installationen in Frankfurt und Offenbach wird man nicht alles sehen können; ein paar Schwerpunkte gibt es aber, bspw. in der Naxos-Halle, am Hauptbahnhof, am Nizza, am Karmeliterkloster, in der S-Bahnstation Taunusanlage und in Offenbach am Hafen 2 und in der Heyne-Fabrik gegenüber.


    Nachfolgend Eindrücke vom Spaziergang gestern abend. Wer Zugang zu einem Hochhaus hat, wird mit einem hübschen Blick wie dem folgenden belohnt:



    Die Westseite des Eurotowers wird großflächig bespielt, ebenso das Trianon-Prisma. Beide sind natürlich auch vom Boden aus zu sehen, ebenso wie bspw. das Metzler-Haus am Mainufer:



    Das Nizza ist auch in Farbe getaucht:



    Am Nizza-Ufer selbst liegt alles mögliche strahlend zu Füßen:




    Am und im Karmeliterkloster geht es weiter:






    Parallel dazu finden Veranstaltungen statt wie bspw. hier die PechaKucha Night (hier in Vorbereitung):



    Bilder: epizentrum


    Eine schöne Bildergalerie hat auch die FAZ zusammengestellt: faz.net

  • Auch ich war gestern rund 6 Stunden unterwegs in der Eiseskälte.
    Generell bin ich etwas enttäuscht von der Luminale. Hätte mir mehr Aussenbeleuchtungen erhofft. Der Focus liegt dieses Jahr vermehrt auf kleineren Lichtinstallationen, oft in Gebäuden selbst.
    Die Stadt war dermaßen überlaufen mit Fotografen die regelrecht um die besten Plätze kämpften, Rücksichtnahme war von niemanden zu erwarten. Schade.


    Ich kann folgende Installationen empfehlen:
    EZB (alt und neu)
    Metzler Bank
    Karmeliterkloster
    Hauptbahnhof
    ING DiBA (die meiner Meinung nach beste Illumination und ich wurde auch selbst zusammen mit einem guten Freund an die Fassade illuminiert, man kann dort ein Foto von sich machen lassen und es wird ein paar Minuten später an die Wand des kleineren Hochhauses gestrahlt, tolle Idee, nicht überlaufen dort und überhaupt sehr nettes junges Team)
    Eschersheimer Landstrasse



    Hier die ersten Ergebnisse des Abends, weitere folgen hier in diesem Thema:


    Grösser klickbar:







    Alte EZB (schwierig zu fotografieren da die Animation recht schnell ist), eine Version der grauen Illumination kommt später:



    Und der Hauptbahnhof, könnte immer so sein, wunderbar so:





    Bilder: Adama

  • Vollgestopft mit Lichtstationen ist die Naxos-Halle, die damit einen Schwerpunkt der diesjährigen Luminale bildet. Nachfolgend Impressionen aus der gut besuchten Halle. Ich empfehle einen Rundgang nach 22 Uhr.








    Die Luminale - Fest der Lichtfänger:



    Auf der EZB-Südfassade wechselt sich das von Adama gezeigte Euro-Symbol mit der Animation "In Vielfalt geeint" ab, deren größere Variante auch auf dem Eurotower zu sehen ist:



    Bilder: epizentrum

  • Luminale 2018

    Von Sonntag, 18. bis Freitag, 23. März 2018 findet die neunte Luminale statt. 140 Projekte stehen in den fünf Festivalkategorien Art, Community, Study, Solutions und Better City auf dem Programm. Einzelheiten in einer heutigen =33467524"]Pressemitteilung der Stadt. Und selbstverständlich ein Hinweis auf das Programm. Hier sollen Bilder statt viel Text den Vorzug erhalten:



    Bild: Karmachina / Ernst Ludwig Kirchner (Szene im Café, Städel-Museum Frankfurt), Luminale 2018


    Oben natürlich die Alte Oper, unten die Liebfrauenkirche:



    Bild: IngoBracke / Edda Dietrich, "EswerdeLich:t" Liebfrauenkirche, Luminale 2018


    Römer:



    Bild: Philipp Geist / VG Bildkunst, "Frankfurt Fades", Luminale 2018


    Katharinenkirche:



    Bild: Atelier Coeln, "Katharinen+Passion", Luminale 2018


    Friedberger Warte:



    Bild: Christian Uitz (Raumlabor), "Illumination Friedberger Warte", Luminale 2018


    Hauptwache:



    Bild: Moritz Dörstelmann, Ferdinand Ludwig, Daniele Santucci / TU München, "Urban Climate Canopy", Luminale 2018

  • Die Luminale war auch dieses Jahr einen Besuch wert. Es gab andere Schwerpunkte als die letzten Jahre, andere Orte, viele kleinere, künstlerische Installationen, Stilles. Wenn ich richtig zähle, gab es gut 100 Stationen in Frankfurt und knapp 30 in Offenbach. Gab; denn heute Nacht geht die "Biennale der Lichtkultur" zuende. Von mir ein paar Eindrücke - nur aus Frankfurt, nach Offenbach hat es mich dieses Jahr nicht verschlagen.


    Blaulicht (EZB), Bubblescraper (Roßmarkt), Folge dem Stern (Römerberg):


    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2878.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2695.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2762.jpg


    Chemikalisch (Nikolaikirche), Junior-Blau (Junior-Haus), Dame in Magenta (Historisches Museum):


    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2860.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2833.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2866.jpg


    Der Weg zum Heiligen Geist (Karmeliterkloster), KI (ebenso), Do we dream under the same sky (Städtische Bühnen):


    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2838.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2837.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2836.jpg


    Alles ist Licht (Opernplatz), Big Mutti is watching you (Alte Oper), Liebe und andere Konsumieranreger (Rentenbank):


    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2831.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2829.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2813.jpg


    Im letzten Winkel (Schweizer Platz), Menschen und Worte (Römerberg), Kurventech (Hauptwache):


    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2809.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2770.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A2724.jpg
    Bilder: epizentrum


    Die Stimmung in der Stadt ist bei solchen Ereignissen unschlagbar. Schön war's, wenn auch ziemlich kalt.