Stuttgart 21 (Verkehrsprojekt III/Bauthread)

  • bzgl. Querschnitt: durchaus spannende Zeichnung. Aber soll der Bahnhofsvorplatz (also der jetzige) wirklich für den Individualverkehr gesperrt werden? Sehe nur ein Taxi und zwei Fahrräder. (Oder es ist Montag)


    Den Abgang von jedem Bahnsteig zur S-Bahn mal wieder wohlwollend zur Kenntnis genommen, man will ja nicht nur motzen.

  • bzgl. Querschnitt: durchaus spannende Zeichnung. Aber soll der Bahnhofsvorplatz (also der jetzige) wirklich für den Individualverkehr gesperrt werden? Sehe nur ein Taxi und zwei Fahrräder. (Oder es ist Montag)


    War/ist in der Diskussion, da durch S21 der City Ring zur Wolframstrasse verschoben wird.

    Denn um die große neue Geschäfts- und Wohnwelt hinter den Hauptbahnhof künftig gut zu Fuß erreichen zu können, soll weniger Verkehr über den Arnulf-Klett-Platz und die Schillerstraße rollen. „Der Rückbau vor dem Hauptbahnhof ist ein wichtiges Thema“, sagt Stephan Oehler, der Leiter der Verkehrsabteilung im Stadtplanungsamt.
    Es gebe für den Arnulf-Klett-Platz und die Schillerstraße aber noch keine konkreten Pläne. Das Bahnhofsvorfeld werde beruhigt, bleibe aber für Taxen, Busse, Anlieger und Zulieferer weiterhin befahrbar.


    http://www.stuttgarter-zeitung…94-bf9e-8315f5a4e086.html


    Ein wahrnehmbares Zeichen, das durch S21 der Innenstadtkern größer wird.

  • Diese wurzellosen Bäume find ich immer noch bemerkenswert :daumen: hat der ingenhoven die auch entworfen?


    Wo siehst du bitte wurzellose Bäume auf der Graphik? Im Bereich über dem Bahnhofs-Trog mit den Lichtaugen sind keine Bäume zu sehen und waren es auch nie.


    Außerdem gibt es durchaus Baumgewächse, die mit einer geringen Erd- bzw. Nährbodendicke auskommen, sog. Flachwurzler.
    Dieser Studie zufolge könnte ein Erdvolumen von ca. 3 m3 reichen, um so große Bäume wie in der Darstellung gezeigt auswachsen zu lassen.

  • Wo siehst du bitte wurzellose Bäume auf der Graphik?


    Nun aus der Visualisierung lässt sich das ja leider nicht herauslesen, zudem ist es auch keine wirkliche Seitenansicht aber ich würde bezweifeln dass die Bäume an der Nordseite vom Bahnhofsgebäude so mal kommen werden.



    Im Bereich über dem Bahnhofs-Trog mit den Lichtaugen sind keine Bäume zu sehen und waren es auch nie.


    Doch in früheren Visualisierungen schon ;), findet man hier im Forum bestimmt auch noch, da gabs mal so eine Visualisierung die hing direkt am abgerissenen Nordflügel.



    Außerdem gibt es durchaus Baumgewächse, die mit einer geringen Erd- bzw. Nährbodendicke auskommen, sog. Flachwurzler.
    Dieser Studie zufolge könnte ein Erdvolumen von ca. 3 m3 reichen, um so große Bäume wie in der Darstellung gezeigt auswachsen zu lassen.


    Nun 3m³ sagt aber nix über die Wurzeltiefe aus. Und "könnte reichen" finde ich ein bisschen schwierig als Aussage. Die Bäume in der Visualisierung scheinen ca. 10m hoch zu sein, und die Deckenhöhe vielleicht so ca. 2m an der Stelle der Bäume. Aber vielleicht reicht das dann auch, wäre ja wünschenswert in jedem Fall.


    Ich habe beim kurzen Durchsehen deiner Studie das leider auch nicht wirklich gefunden also die Stelle auf die duch beziehst. Vielleicht könntest du das nochmal genauer angeben.

  • Diese wurzellosen Bäume find ich immer noch bemerkenswert :daumen: hat der ingenhoven die auch entworfen?


    Wer eine 8 Meter Erhöhung plan bauen kann (man beachte Niveau heutiges Gleisfeld=S21-Bahnhofsdach am Bonatzbau, zu Schlossgarten-Visualisierung ohne "Grenzwall" unter den Glasaugen, begeistert mich immer wieder), für den sind wurzellose Bäume ein Klacks.


    Andererseits: bis das Dingens in Betrieb geht, haben wir eh alle VR-Chips im Sehnerv implantiert, da werden die Bäume dann einfach automatisch downgeloadet und die Schlossgarten-Vektoren per Patch auf eine schräge Ebene gezerrt.

  • das KPMG Gutachten (u.a. auch Flowtex Gutachten und Frankfurt Hahn... ;-) ) kam nun raus


    - Kosten werden auf max. 6.7 Mrd. Euro angesetzt
    - Ende des Baus irgendwann zwischen Dezember 2022 und Dezember 2024 (BER lässt grüssen, Kefer hatte doch auch mal gesagt jedes Jahr Bauverzögerung kostet 100Mio.)
    - diverse Risiken wurden seitens der DB unterbewertet und unterschätzt


    Quelle: www.sueddeutsche.de

  • Also gestreckt über ein Jahrzehnt rechnerisch jährliche Kosten von ca. 670 Mio. €, was rechnerisch ungefähr 0,006 % unseres Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Teilweise sogar zum Negativzins finanziert, also von Gläubigern unseres Staats mitfinanziert.


    Ehrlich, deswegen gehen uns die S21 Gegner bundesweit so enorm und permanent auf die Nerven? Alleine die volkswirtschaftlichen Kosten durch vergeudete Aufmerksamkeit, TV Berichte, für Presseberichte bedrucktes Papier usw zu dem Thema sind inzwischen mit Sicherheit höher als die gesamten Baukosten.


    Und wenn jetzt die Wutbürger noch zig weitere Kostengutachten erwirken wird es nicht billiger, sondern nur immer noch teurer, die Gutachter lassen sich das natürlich "vergolden". Es wird kosten was es kostet, Basta.

  • ...
    Ehrlich, deswegen gehen uns die S21 Gegner bundesweit so enorm und permanent auf die Nerven?...


    Pluralis Majestatis? :lach:



    Und wenn jetzt die Wutbürger noch zig weitere Kostengutachten erwirken wird es nicht billiger, sondern nur immer noch teurer, die Gutachter lassen sich das natürlich "vergolden". Es wird kosten was es kostet, Basta.


    Das wurde vom DB Aufsichtstrat selbst angeschoben wie der geneigte Leser nachlesen kann. Dass die "Wutbürger" den Aufsichtsrat zu so was zwingen können fände ich bemerkenswert.

  • ^^ find ich eher nicht. denn wirklich erschreckend sind nicht unbedingt die finanzen sondern der zeitverzug. sollte das ganze wirklich bis 2024 dauern wird das nix mit der IBA bzw. wir haben noch 8 Jahre Baustelle. Das ist eigentlich das bittere an der ganzen Geschichte. Die Stadt hat ja das Gelände gekauft um da irgendwann mal was drauf bauen zu können. und nicht erst im nächsten Jahrhundert