Stuttgart 21 (Verkehrsprojekt III/Bauthread)

  • Ich bin auch froh, dass S21 endlich beginnt. Wie gesagt, ich fand Stuttgart immer etwas langweilig, aber das Projekt macht die Stadt interessant für mich. Neue innerstädtische Quartiere, ein Großprojekt, wie es sonst nur in Ostdeutschland, Frankfurt oder Berlin gibt, endlich mal Reurbanisiereng Westen und nicht nur Aufbau Ost (der ja aber auch unzweifelhaft notwendig war!).


    Ob die Fahrzeitgewinne tatsächlich da sind, wage ich allerdings auch zu bezweifeln...


    Dennoch sehe ich das ganze als Leuchtturm und Zeichen für den Aufbruch. In 20 Jahren werden die Stuttgarter froh darüber sein.

  • Ach herje, was man da wieder lesen muss


    @ Wagahai:
    Kann ich nicht bestätigen. Hast Du denn keine Zahlen?


    Heutige Bahnsteige: 8m, Gepäckbahnsteige: 5m, S21 Bahnsteige 10,5m.
    Wegen der doppelten Anzahl der Bahnsteige beim Kopfbahnhof haben wir schon mal nur halb so viele Menschen am Bahnsteig.
    Bei ausnutzung der Gepäckbahnsteige ergeben sich riesige Räume neben den Treppen:

    Zum Vergleich:
    http://www.das-neue-herz-europ…6063328FWE___Selected.jpg
    Größeres Bild hab ich leider nicht gefunden, und Screenshots aus den YOUTUBE-Video sind glaub ich nicht legal.


    Ja, das ist jedenfalls dichter besiedelt als Hongkong, wie wir auf GoogleMaps schon gesehen haben.


    Jetzt nicht ablenken, wir redeten über Untertürkheim vs. Stutensee wenn ich mich nicht täusche?


    @ damator:


    Verkürzen sich nicht auch die Fahrzeiten von Reutlingen zum Flughafen deutlich?


    Von heute ca. 40min mit den Schnellbus auf irgendwas mit 20min?
    Dazu kommen aber noch die längeren fußwege da der expresso öfters in RT hält. Also von Haustür zu Terminal (der expresso hält vor der Tür und nicht ein paar 100m entfernt) haben wir keinen Reisezeitvorteil.


    @ Wagahai:


    Gehören Nürnberger, Ingolstädter und Münchner nicht zur bayrischen Bevölkerung? Es ist alles schon ein wenig komplexer.


    Sieht die u.a. Uni Marburg auch so:
    http://www.uni-marburg.de/fb12…raege/dateien/bahn_02.pdf
    Ich will nochmals daran erinnern das es einmal Planungen für einen sogenannten "Südstern2 gab zu den man leider im Netz kaum was findet. Der wäre aus 3 SFS bestanden und hätte zusätzlich zu den heutigen Planungen noch Schnellfahrten zwischen Stuttgart und Nürnberg erlaubt. Da wären die +20min über Augsburg verkraftbar gewesen.
    Und wegen der viel besseren topographischen Verhältnisse wäre alles auch noch günstiger gewesen. Leider konnten sich einige Politiker aus Ulm damit nicht abfinden da diese Stadt als einzigste benachteidigt worden wäre.


    @ Golden Age:


    Eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas erhält nun ein modernes Verkehrsnetz, dass den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts viel eher gerecht wird und eine Infrastruktur, die auf dem neusten Stand ist.


    wenns so wär.


    Leider versucht man z.Z. alles auf die Billig-Karte zu setzen. Da bricht dann sehr schnell alles zusammen. Also: Entweder man baut S21 gescheit, also mit seperaten Gleisen über die Filder, 12 Gleisen mit breiten Bahnsteigen im HBF und 4 Gleisen von Feuerbach oder man lässt es einfach bleiben.


    Zudem werden mehrere Regionan baden-Württembergs und Bayerns von Stuttgart abgehängt. Das trifft u.A. diesen IC der wie deutlich zu erkennen gleich 2x dieselt:


    PS. Rumgebaue zwecks S21:


    Wär mal interessant was passiert wenn bei S21 ein Gleis blokiert ist. Chaos?
    Beim heutigen kopfbahnhof hat man davon fast gar nichts bemerkt.

  • fehlplaner
    Jetzt nicht ablenken, wir redeten über Untertürkheim vs. Stutensee wenn ich mich nicht täusche?
    Nein, Du hast behauptet, dass an der proportional mit dem sich abzeichnenden Baubeginn von S21 plötzlich zur wichtigsten Bahnstrecke Deutschlands avancierten Verbindung KA-Offenburg Millionen von Menschen dicht an dicht direkt an den ICE-Gleisen wohnten. Nachweis: Fehlanzeige, wie zu erwarten war.


    Und zum angeblich engen Hamburger HBF muss ich sagen das der Platz neben den Treppen dort deutlich breiter ist wie man auf den unteren Links sehen kann
    Nö. Zahlen?


    Heutige Bahnsteige: 8m, Gepäckbahnsteige: 5m, S21 Bahnsteige 10,5m.
    Jetzt muss Du aber zugeben, dass Du beim Schreiben selbst ein wenig lachen musstest. Mit S21 werden die Bahnsteige also um 2,5m breiter?! Und das exklusive Verteilerebene und verbesserten Zu-/Ausgängen. Wie eng und dicht es auf den Bahnsteigen zugeht, kann man ja sehr gut auf Deinen Fotos erkennen. Ich würde sagen, die Breitendiskussion können wir nun damit getrost beenden. Ente also.


    Sieht die u.a. Uni Marburg auch so:
    Warum Uni Marburg? Das ist doch wieder einer unserer "unabhängigen" K21-Experten des VCD. Die Berufs-DB-Feinde kennen sich, und es sind auch immer dieselben.


    Von heute ca. 40min mit den Schnellbus auf irgendwas mit 20min?
    Das sind m.E. jetzt deutlich mehr als 40min. von Reutlingen Hbf bis Flughafen/Messe.
    Eine Halbierung der Fahrzeit ist aber doch enorm.
    20min. im Zug halte ich persönlich auch viel besser aus als 40min. im schaukelnden Bus.


    Also von Haustür zu Terminal (der expresso hält vor der Tür und nicht ein paar 100m entfernt) haben wir keinen Reisezeitvorteil.
    Warum? Wieviel läufst Du denn auf 100m?


    Schnellfahrten zwischen Stuttgart und Nürnberg erlaubt.
    Ich sehe das Bedürfnis ehrlich gesagt nicht. 2:12 S-N sind ok.


    Leider versucht man z.Z. alles auf die Billig-Karte zu setzen.
    Ich dachte, S21 ist zu teuer.


    Da bricht dann sehr schnell alles zusammen.
    ? Was denn?


    Also: Entweder man baut S21 gescheit, also mit seperaten Gleisen über die Filder, 12 Gleisen mit breiten Bahnsteigen im HBF und 4 Gleisen von Feuerbach oder man lässt es einfach bleiben.
    Separate Gleise sind ja unnötig, s.o.
    12 Gleise sind laut rechtskräftigem Urteil VGH BW unnötig.
    Mit S21 kommen viel breitere Bahnsteige, s.o., zudem Verteilerebene, verbesserte Zu-/Ausgänge, bessere Verteilung, s.o.
    Warum 4 Gleise in Feuerbach?


    Zudem werden mehrere Regionan baden-Württembergs und Bayerns von Stuttgart abgehängt. Das trifft u.A. diesen IC der wie deutlich zu erkennen gleich 2x dieselt:
    Gott, wird wirklich Zeit, dass die Dinger verschrottet werden.


    Wär mal interessant was passiert wenn bei S21 ein Gleis blokiert ist. Chaos?
    Ich fahre sehr oft (Fern-)Bahn. Gerade die letzten Winterwochen waren wirklich eine echte Geduldsprobe. Verspätungen von 30 bis sogar 120min. musste ich fast täglich ertragen. Hoffe, dass das um Stuttgart mit S21 besser wird durch die hohen Tunnelanteile, wenigstens fällt im Tunnel wenig Schnee.

  • Wenn Argumente ausgehen, hilft offenbar nur noch Regional- und Sozialneid.

    Möchtest du dennoch meine Frage beantworten? Oder weißt du, was man mit 5 Mill. € alles machen könnte? Warum müssen wir, als Bahnfahrer und Bewohner, für einige Kilometer Strecke eine Summe blechen, mit der man in halb B-W die Bahnhöfe sanieren könnte? Die Magistrale ist Zukunftsmusik. Dabei frage ich mich sowieso, warum S21 ein Projekt für Deutschland sein soll. Der Berliner oder Hamburger wird auch in 20 Jahren noch sein Flugzeug nehmen um nach Paris zu gelangen. Die Bahn ist für kurz wie mittelfristige Strecken geeignet, sofern sich daran nichts fundamentales ändert, wird S21 nie eine überregionale Bedeutung erlangen.


    12 Gleise sind laut rechtskräftigem Urteil VGH BW unnötig.
    Verspätungen von 30 bis sogar 120min. musste ich fast täglich ertragen. Hoffe, dass das wenigsten um Stuttgart mit S21 besser wird durch die hohen Tunnelanteile, wenigstens fällt im Tunnel wenig Schnee.

    Ich möchte ja nicht gehässig sein, aber ein Schmunzeln konnte ich mir hier nicht verkneifen.

  • @ Wagahai:


    Nein, Du hast behauptet, dass an der proportional mit dem sich abzeichnenden Baubeginn von S21 plötzlich zur wichtigsten Bahnstrecke Deutschlands avancierten Verbindung KA-Offenburg Millionen von Menschen dicht an dicht direkt an den ICE-Gleisen wohnten. Nachweis: Fehlanzeige, wie zu erwarten war.


    Hier noch mal die Konversation:


    Hm? An den dicht bebauten Häusern im Neckartal mit 250km/h vorbeibrausen? Wie soll das gehen?


    Wie es woanders auch geht. Zwischen Offenburg und Frankfurt gibts das sehr häufig.


    Quelle: http://www.deutsches-architekt…hp?p=249095&postcount=445


    Wo fährt man zwischen Offenburg und Frankfurt mit 250km/h mitten durch eine Großstadt?


    Dicht bediedeltes Gebiet ist nicht umbedingt gleich Großstadt. Baden-Baden Oos z.B. wird mit 250km/h durchfahren und ist nicht umbedingt schwach besiedelt. Und in Stutensee sitzen die Häuser so nah an der 200km/h Strecke wie bei einer Straßenbahn.
    Und ich würde sagen das in Karlsruhe und Mannheim durchaus 200km/h erreicht werden. In KA-Hagstfeld wird auf jeden Fall vor Schnelldurchfahren gewarnt (diese Warnschilder gibt es nur an Strecken die schneller als 160km/h befahren werden).


    Quelle: http://www.deutsches-architekt…hp?p=249426&postcount=451


    Wo steht da also was von Millionenstadt o.ä.?


    Fakt ist aber das zwischen Karlsruhe und Offenburg gleich 2 Europäische Magistralen liegen während Stuttgart - Ulm von nur einer tangiert wird. Dazu kommt in ein paar Jahren noch der Zusatzverkehr von der LGV Rhine-Rhone Und dieser wird vsl. vor allem Richtung Frankfurt geleitet. Weiter soll bei Realisierung der LGV east bis Vadenheim ein Großteil des Schnellverkehres Paris - Frankfurt über Strassbourg geleitet werden und dann auch über die Rheintalbahn fahren.


    Zunkünftige belastung Rheintalbahn:
    - ICE/EC aus der Schweiz (schon heute 2 Züge/h mit ca. 400m)
    - ICE/TGV Paris - Karlsruhe - Frankfurt/München
    - ICE/TGV Südfrankreich -Karlsruhe - Frankfurt/Stuttgart
    - Koelis-Züge Mühlhausen - Frankfurt - Rhein-Ruhr/Fulda
    - Güter- und Regionalverkehr (teilweise 3Züge/h)


    Zukünftige belastung der SFS Stuttgart - Ulm
    - ICE/IC Mannheim - Stuttgart - Ulm - München (heute alle 2 Züge/h)
    - ICE/TGV Paris/Südfrankreich - Strassbourg - München


    Wo ist also mehr los?


    Jetzt muss Du aber zugeben, dass Du beim Schreiben selbst ein wenig lachen musstest. Mit S21 werden die Bahnsteige also um 2,5m breiter?! Und das exklusive Verteilerebene und verbesserten Zu-/Ausgängen. Wie eng und dicht es auf den Bahnsteigen zugeht, kann man ja sehr gut auf Deinen Fotos erkennen. Ich würde sagen, die Breitendiskussion können wir nun damit getrost beenden. Ente also.


    Ich sehe keinen Grund zum lachen.

    • 8 Bahnsteigex8mx400m = 25.600m² Bahnsteigfläche beim heutigen Kopfbahnhof
    • 8 Bahnsteigex12mx400m = 38.400m² wartefläche bei K21
    • 4 Bahnsteigex10,5mx400m = 16.800m² Wartefläche bei S21


    Wo ist die Wartefläche also am kleinsten?


    Warum Uni Marburg? Das ist doch wieder einer unserer "unabhängigen" K21-Experten des VCD. Die Berufs-DB-Feinde kennen sich, und es sind auch immer dieselben.


    Kann man bei den Befürworter-Gutachen auch sagen.


    Warum? Wieviel läufst Du denn auf 100m?


    reutlingen ist also nur 100m groß?


    Ich sehe das Bedürfnis ehrlich gesagt nicht. 2:12 S-N sind ok.


    dann wär man ganz nebenbei unter 4h in Berlin...
    Wär aber Kontraproduktiv für S21


    Ich dachte, S21 ist zu teuer.


    Billig in Form von schlecht.


    Warum 4 Gleise in Feuerbach?


    Schon heute kommt es öfters zu Staus beim Salzweg


    Gott, wird wirklich Zeit, dass die Dinger verschrottet werden.


    Alles was S21 stört muss weg. Das passt mal wieder.


    Ich fahre sehr oft (Fern-)Bahn. Gerade die letzten Winterwochen waren wirklich eine echte Geduldsprobe. Verspätungen von 30 bis sogar 120min. musste ich fast täglich ertragen. Hoffe, dass das wenigsten um Stuttgart mit S21 besser wird durch die hohen Tunnelanteile, wenigstens fällt im Tunnel wenig Schnee.


    Ich erinnere nur mal an das was Eurostar vor Weihnachten passiert ist. Ohne Tunnel wären die Züge nicht festgesteckt.


    @ Neall:


    Oder weißt du, was man mit 5 Mill. € alles machen könnte?


    u.A. 500km Straßenbahnstrecke bauen...

  • Neall : Was ist das denn für eine Argumentation? Der Verweis auf die Berliner und Hamburger ist ja mal totaler Unsinn, das ist ja schon richtig dreist.
    Zugegeben, für Nord- und Ostdeutschland ist die Strecke eher unbedeutend, für Westdeutschland dagegen ziemlich wichtig. München - Stuttgart - Frankfurt in 2einhalb Stunden wäre schon deutlich eher konkurrenzfähig als die miserable aktuelle Situation und zudem schneller als über Nürnberg, wo eine Fahrzeitreduzierung auf unter 3 Stunden noch ewig dauert. Und hinter Frankfurt gehts ja noch weiter: Köln, Ruhrgebiet, Holland. Alles Ziele wo die Bahn von Salzburg, München und besonders Stuttgart aus bei nem anständigen Hochgeschwindigkeitsverkehr durchaus eine sinnvolle Alternative zu Auto und Flugzeug darstellen kann. Und dann kommt ja auch noch die eigentliche Relation Paris - Straßburg - München - Wien - Budapest dazu.

  • ^ Ich weiss nicht ob Neall auch die NBS Wendlingen-Ulm infrage stellt, S21 selbst bringt doch so ca. 5-10 Min Zeitgewinn. Von daher finde ich die Frage, ob diese Milliarden nicht woanders sinnvoller investiert wären, durchaus gerechtfertigt. Und dadurch dass man den Stuttgarter Flughafen ans HGV-Netz anbindet, macht man das Fliegen ja auch nicht gerade unattraktiver, oder?

  • Zitat

    * 8 Bahnsteigex8mx400m = 25.600m² Bahnsteigfläche beim heutigen Kopfbahnhof
    * 8 Bahnsteigex12mx400m = 38.400m² wartefläche bei K21
    * 4 Bahnsteigex10,5mx400m = 16.800m² Wartefläche bei S21


    Deine Rechnung oben ist und bleibt einfach Blödsinn.


    Gehen wir vom heutigen Zustand aus, meiner Meinung nach vollkommen ausreichend, zumal K21 für mich eh rein fiktive Werte sind. Außerdem soll man im Idealfall nicht auf den Zug warten, sondern Zug fahren.


    Hab das mal kurz überschlagen, wie man das sehen kann.


    Die reine Wartefläche ist einfach nicht ausschlaggebend. Wichtig ist die Verkehrsfläche. Und dort muss du bei deinen 8 Bahnsteigen gleich 4x die doppelt notwendigen Peripheriebauteile, wie Fahrkartenautomaten, Mülleimer,... abziehen. Nehmen wir mal einen Meter Breite im Schnitt dafür an => 4x400qm => 1600qm.
    Zwischenergebnis 24.000qm.


    Im Schnitt müssen alle Leute im Kopfbahnhof mind. doppelt so weite Wege auf den Bahnsteigen zurücklegen, da alle erstmal in eine Richtung müssen. Dadurch kannst du von der Fläche gut mal 30% abziehen.
    Zwischenergebnis 16.800qm.


    Außerdem abzuziehen: Randzonen, die nicht 100% nutzbar sind, sagen wir mal 80cm pro Bahnsteig => 4x320qm => 1280qm.
    Zwischenergebnis 15.520qm


    Bei S21 gibt es Verteilerebenen. Dieses nehmen zusätzlich wartende Passagiere und Peripherie, wie die heutigen Snackautomaten auf. Dies entspricht einem Äquivalent von 15% mehr Bahnsteigfläche.
    Es kommt raus: 15.520qm heute zu 19230qm S21.


    Also bitte das sind 25% mehr nutzbare Fläche als heute.

  • ^
    Die reine Wartefläche ist einfach nicht ausschlaggebend. Wichtig ist die Verkehrsfläche. Und dort muss du bei deinen 8 Bahnsteigen gleich 4x die doppelt notwendigen Peripheriebauteile, wie Fahrkartenautomaten, Mülleimer,... abziehen.


    Ich habe auf den Bahnsteigen im Stuttgarter HBF noch keinen einzigen Fahrkartenautomaten gesehen. Mülleimer und Bänke nehmen kaum Platz ein.
    Bei S21 musst du aber die Treppenaufghänge einbeziehen. Und die gehen bei S21 fast über den gesammten Bahnsteig.


    Das musst du bei S21 abziehen, habe ich aber fairerweiße nicht getan da ich keine genauen m²-Werte der Treppenaufgänge habe.


    Im Schnitt müssen alle Leute im Kopfbahnhof mind. doppelt so weite Wege auf den Bahnsteigen zurücklegen, da alle erstmal in eine Richtung müssen. Dadurch kannst du von der Fläche gut mal 30% abziehen.


    Dafür fließt alles ohne Verzögerung durch Treppen ab. In Stuttgart habe ich auf jeden Fall noch NIE einen Fahrgaststau wie diesen gesehen.


    Bei S21 gibt es Verteilerebenen. Dieses nehmen zusätzlich wartende Passagiere und Peripherie, wie die heutigen Snackautomaten auf. Dies entspricht einem Äquivalent von 15% mehr Bahnsteigfläche.


    Und heute gibt es keine Aufenthaltsbereiche?
    Aha.


    Also bitte das sind 25% mehr nutzbare Fläche als heute.


    Dank unhaltbarer schönrechnerrei.

  • Köln, Ruhrgebiet
    Alles, was hinter diesen Gebieten liegt, fliege ich normalerweise derzeit. Amsterdam bspw. dauert mit Flug keine 4 St., die Bahn dagegen benötigt satte 9. Ebenso sieht es mit Paris-Budapest aus. In der Zeit, die der Zug abtuckert (min. 10 St.), kann man hin, zurück und wieder hin fliegen. Sicherlich lässt sich die Situation in 20-30 Jahren nicht vorhersehen... die Bahn konnte in den letzten Jahren durch Rabatte punkten, viele Airlines dagegen mussten kräftig einstecken. Aber selbst wenn, benutzt immer noch bereits ab Frankfurt jeder Zug nach Paris ein anderes Streckennetz. Ich sehe hier einfach keine Chance für Deutschland, wie gerne beworben. Eben allenfalls etwas für Süddeutschland.

  • Ist das hier nun ein Bauthread oder der bekannte "wir-einigen-uns-nie-und-diskutieren-bis-zum-Ende-aller-Tage-Thread"???


    Wenn immer noch Diskussionsbedarf besteht, kann man doch zwei Threads für S21 machen, einen für den Debattierclub und einen für die pragmatischen Bauinteressierten... ;)

  • Na jetzt oute ich mich mal als S 21 Jünger, mangels ernsthafter Alternativen... Aber in einem Punkt muss ich Esslinger rechtgeben, ich finde den NYT-Artikel in der architektonischen Wertung des Bestands-Bonatz-Baus durchaus zutreffend. Der Bonatz-Bau ignoriert eben die besondere Stuttgarter Topografie gerade nicht, er unterstreicht sie als urbanes Tor zur Stadt.

    Obwohl geouteter S21-Kritiker finde ich, daß der Bonatz-Bau die Stuttgarter Topographie geradezu sträflich mißachtet. Ausgerechnet im engen Kessel noch dazu an dessen fast? engster Stelle stellt sich dieses für Hauptbahnhöfe höchst unschmucke Monstrum aus Stein quer wie seine Bahnhofshalle und sein Gleisvorfeld. Ähnlich einer Dichtung.

  • sorry aber einmal darf ich hoffentlich noch ;-), dann reichts aber auch wieder.

    Zitat

    Dafür fließt alles ohne Verzögerung durch Treppen ab. In Stuttgart habe ich auf jeden Fall noch NIE einen Fahrgaststau wie diesen gesehen.


    Liegt in Karlsruhe ja wohl nicht an dem Bahnsteig, sondern an der viel zu kleinen Verteilerebene unter den Gleisen. Dieser enge, von Hindernissen gesäumte Tunnel ist als Verbindung vollkommen ungeeignet. Die zwei (!) Verteilerebenen bei S21 sind doch damit überhaupt nicht vergleichbar. Zudem gibts Rolltreppen, welche für besseren Passagierfluss sorgen. In deinem Video kannst du außerdem sehen, wieviel Gerümpel auf einem Bahnsteig so rumstehen kann (Wartehäuschen etc.).


    Zitat


    Das musst du bei S21 abziehen, habe ich aber fairerweiße nicht getan da ich keine genauen m²-Werte der Treppenaufgänge habe.


    Es hat doch auch beim Kofbahnhof diesen Verbindungstunnel, der aber von kaum jemanden genutzt wird. Zu diesem geht auch eine Treppe runter. Dabei ist es sogar auf der gesamten Treppenlänge unmöglich zu stehen. Bei einem Treppenaufgang ist das schonmal anders. Zudem vergisst du, dass es beim heutigen Kopfbahnhof deshalb auch 8 Treppenflächen hat. Also deshalb sogar hier ein kleines Plus für S21.


    Zitat

    Und heute gibt es keine Aufenthaltsbereiche? Aha.


    Für mich gibt es in und um den heutigen Hauptbahnhof überhaupt keinen attraktiven Aufenthaltsbereich. Da kann man sich wirklich gleich auf den Bahnsteig stellen. Bei S21 ermöglichen Shoppingzone und Gastronomie dass man den Bahnsteig auch erst kurz vor der Abfahrt betritt. An Flughäfen wie Madrid kann man sich das gut ansehen, wie das funktonieren kann. Die Wartebereiche sind erst kurz vor Abflug besetzt.

  • fehlplaner
    Ich erinnere nur mal an das was Eurostar vor Weihnachten passiert ist. Ohne Tunnel wären die Züge nicht festgesteckt.
    Stimmt, dann wäre er im Wasser geschwommen.


    damator
    Für mich gibt es in und um den heutigen Hauptbahnhof überhaupt keinen attraktiven Aufenthaltsbereich.
    Es gibt genau einen, nämlich die DB Lounge ;)

  • Neues von Herrn Drexler und neue Kosten-Nutzen-Rechnung

    Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet ist die NBS unterfinanziert. Spekuliert wird von 1 Milliarde €.


    Macht laut Drexler aber nichts, da ohne NBS ja auch S21 sinnlos werde . . . (und da hat man ja immerhin schon eine Großbaustelle eröffnet - siehe Bilder von Fehlplaner :D)


    Drexler spricht von "Anpassung der Planung" an aktuelle begebenheiten. Während das Verkehrsministerium noch Vogel Strauss spielt - vorläufig.


    Es wird eine neue Kosten-Nutzen-Rechung vom Bund geben - Laut StZ sind "Experten" schon sehr gespannt, ob in diese erneut die "40 "schnellen, leichten Güterzüge" einkalkuliert werden, die es gar nicht gibt." Falls nein ist laut StZ "die Förderfähigkeit der Strecke [NBS Wndlingen-Ulm] in Frage gestellt" und so die Finanzierung und letztenendes der Bau gefährdet.


    Im Drexler´schen Umkehrschluss - mit seltenem Wahrheitsgehalt aus diesem erlesenen Munde - fällt damit aber auch der Sinn für S21.


    Mal sehen, wie sich das Desaster weiterentwickelt . . .


    Achja - die Quelle (StZ-Artikel) . . .

  • ^
    Macht laut Drexler aber nichts, da ohne NBS ja auch S21 sinnlos werde . . . (und da hat man ja immerhin schon eine Großbaustelle eröffnet - siehe Bilder von Fehlplaner)


    Immerhin hat man schon ein bisschen Teer eines Bahnsteigs entfernt.


    Drexler spricht von "Anpassung der Planung" an aktuelle begebenheiten. Während das Verkehrsministerium noch Vogel Strauss spielt - vorläufig.


    Das die eine Hand nicht weiß was die andere tut ist schon etwas beunruigend.
    Sollten "völlig unerwartet" die Gegner (mal wieder) in der Praxis recht behalten?

  • fehlplaner
    Immerhin hat man schon ein bisschen Teer eines Bahnsteigs entfernt.


    Beschwert sich da einer, dass es zu langsam geht? ;)
    Nur Geduld.


    Interessant ist natürlich die abrupte Rolle rückwärts der S21-Gegner (den Anfang hatte ja Grünen-"Verkehrsexperte Soundso" gemacht): Nun schießt man sich gegen die SFS Wendlingen-Ulm ein, bei der bisher noch seitens der S21-Gegner hoch und heilig bei jeder Gelegenheit die vollste Unterstützung zugesichert wurde. Daran erkennt man schon: Der Widerstand gegen S21 neigt sich ganz offensichtlich dem Ende zu. Wenn die müde Aktion so weitergeht, werden die einschlägigen Parteien Probleme haben, das bisher politisch für diese mehr als nur einträgliche Thema planmäßig noch bis zur Landtagswahl 2011 zu strecken.


    Sollten "völlig unerwartet" die Gegner (mal wieder) in der Praxis recht behalten?


    ?


    "völlig unerwartet" :confused:
    Gegner :confused:
    mal wieder :confused:
    in der Praxis :confused: (!)
    recht :confused:
    behalten :confused:


    Anders: Wann hatten die Gegner denn jemals recht?


    "S21 Finanzierungsverträge werden nicht unterzeichnet"
    "S21 wird nicht gebaut"
    "S21 wird nicht durch die EU gefördert"
    "S21 undemokratisch"
    "S21 schafft keine Arbeitsplätze"
    "S21 kostet 8,7 Mrd. EURO"
    "K21 kostet 1,13 Mrd. EURO"...


    Bei 6 (7?) in Folge verlorenen S21-Prozessen kann man zudem wohl kaum von "Recht haben", gar "behalten" seitens der Gegner sprechen.


    Man denke an die immergleichen Unkenrufe in Stuttgart bei Großprojekten:


    • Bonatzbahnhof (da hatten die Protestler allerdings ausnahmsweise zurecht protestiert)
    • Weissenhofsiedlung (Bonatz: "Araberdorf")
    • Fernsehturm
    • S-Bahn/Stadtbahnbau
    • Königsbau-Passagen ("Brotkasten")
    • Neue Messe


    Nun reiht sich eben noch S21 in die gute alte Tradition ein. Erst gschimpft, dann gliabt, und keiner will später dagegen gewesen sein. Aber so isch´s.


  • Interessant ist natürlich die abrupte Rolle rückwärts der S21-Gegner (den Anfang hatte ja Grünen-"Verkehrsexperte Soundso" gemacht): Nun schießt man sich gegen die SFS Wendlingen-Ulm ein, bei der bisher noch seitens der S21-Gegner hoch und heilig bei jeder Gelegenheit die vollste Unterstützung zugesichert wurde. Daran erkennt man schon: Der Widerstand gegen S21 neigt sich ganz offensichtlich dem Ende zu. Wenn die müde Aktion so weitergeht, werden die einschlägigen Parteien Probleme haben, das bisher politisch für diese mehr als nur einträgliche Thema planmäßig noch bis zur Landtagswahl 2011 zu strecken.


    Na - wer wird denn hier ein Ende des Widerstands Hände ringend herbeibeten? Aber dass die S21-Anbeter sich das - aus welchen an den Haaren herbeigezogenen Gründen auch immer - sehnlichst wünschen, das ist ja verständlich. Kommen doch wöchentlich neue Botschaften, die den Gegnern vollständig recht geben. V.a. was die Finanzierung anbelangt sind wir inzwischen bei nicht mehr darstellbaren Summen angekommen.


    Und das ist ja nur die Spitze des Eisberges - aber die S21-Jünger wären ja auch bereit das ganze durchzuboxen, wenn es insgesamt 10 Milliarden oder 15 Milliarden kosten würde - denn wie sagt Herr Drexler so schön: "Die NBS muss kommen, egal wie teuer sie ist."


    Aber bitte - warum soll der Bund ungeschoren davonkommen, wenn Land und Region Stuttgart sich schon wegen eines unnötigen Prestige-Projekts verschulden. Macht ja nichts es zahlt ja der Steuerzahler, wen interessieren da schon 1, 2 oder 3 Milliarden mehr, gelle?


    Und ganz offensichtlich ist man in Deutschland ja noch nichtmal in der Lage eine U-Bahn so zu bauen, dass es nicht zu Wassereinbruchen kommt - das gleiche gilt wohl auch für die Region Stuttgart, wo die Baumeister der "hochgelobten" Landesmesse noch nicht mal eine vergleichsweise winzige Unterführung für 5 Jahre wasserfrei in den Filderboden versenken konnten.


    Aber sicherlich wird es bei S21 gaaanz anders laufen, als bei allen anderen Projekten von ähnlichem Ausmass - weil die Finanzplanungen ja auch schon früher so richtig durchdacht waren . . . die Plärrerei wird mal wieder hinterher kommen mit der ewig jungen Entschuldigung, "dass man das ja nicht vorhersehen hat können".


    PS: Wer sich wundert, dass ausgerechnet eine Strecke auf über und durch die Schwäbische Alb mal so im vorbeigehen gebaut und finanziert werden kann, der hat sich mit unserem Ländle (v.a. der Geologie) nie sonderlich beschäftigt. Das gilt im übrigen auch für den Kessel.

  • Esslinger
    Esslinger, Dein Name sei Pawlow ;)


    Na - wer wird denn hier ein Ende des Widerstands Hände ringend herbeibeten?
    Warum das, mir ist´s ganz recht, s.o.


    Aber dass die S21-Anbeter sich das - aus welchen an den Haaren herbeigezogenen Gründen auch immer - sehnlichst wünschen, das ist ja verständlich.
    Nein, eher mache ich mir ein bisschen Sorgen um die Gegner. Ohne die wäre es doch mittlerweile ob ihrer nicht selten drolligen Behauptungen und Grotesken furchtbar langweilig.


    Kommen doch wöchentlich neue Botschaften, die den Gegnern vollständig recht geben. V.a. was die Finanzierung anbelangt sind wir inzwischen bei nicht mehr darstellbaren Summen angekommen.
    Naja, die Nachrichten werden natürlich lanciert, Medienschlacht eben, und jede Partei und jeder Verband und natürlich jede Zeitung möchten da mitmischen und den anteiligen Kuchen an Publicity haben, da ist jede Fliegenschxxxe grad recht, ins Unermessliche aufgebauscht zu werden. So richtig ernst nehmen kann ich das alles nicht. Da gilt es umso mehr, Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden.


    Und das ist ja nur die Spitze des Eisberges - aber die S21-Jünger wären ja auch bereit das ganze durchzuboxen, wenn es insgesamt 10 Milliarden oder 15 Milliarden kosten würde - denn wie sagt Herr Drexler so schön: "Die NBS muss kommen, egal wie teuer sie ist."
    Wenn er es denn gesagt hat. Und wenn, auch Herrn Drexler nehme ich ebenso wenig ernst wie Herrn Stocker u.a., da geht´s ausschließlich um Verbalakrobatik. Entscheidend ist, dass und was hinten bei rauskommt.


    Aber bitte - warum soll der Bund ungeschoren davonkommen, wenn Land und Region Stuttgart sich schon wegen eines unnötigen Prestige-Projekts verschulden. Macht ja nichts es zahlt ja der Steuerzahler, wen interessieren da schon 1, 2 oder 3 Milliarden mehr, gelle?
    Wer redet denn von 3 Mrd. mehr? Natürlich ist aber S21 ein Prestige-Objekt. Nur eben kein unnötiges.


    Und ganz offensichtlich ist man in Deutschland ja noch nichtmal in der Lage eine U-Bahn so zu bauen, dass es nicht zu Wassereinbruchen kommt - das gleiche gilt wohl auch für die Region Stuttgart, wo die Baumeister der "hochgelobten" Landesmesse noch nicht mal eine vergleichsweise winzige Unterführung für 5 Jahre wasserfrei in den Filderboden versenken konnten.
    Esslinger, Du bist doch nicht der erste Mensch. Ebenso wenig wird etwa der Fildertunnel der erste Tunnel Deutschlands sein. Dass da in Köln offenbar Kriminelle am Werk sind, kann nur heißen, dass man bei der Bauüberwachung strengere Maßstäbe anlegen muss als jetzt. An der deutschen Bauingenieurskunst zweifle ich aber nicht.


    Aber sicherlich wird es bei S21 gaaanz anders laufen, als bei allen anderen Projekten von ähnlichem Ausmass - weil die Finanzplanungen ja auch schon früher so richtig durchdacht waren . . . die Plärrerei wird mal wieder hinterher kommen mit der ewig jungen Entschuldigung, "dass man das ja nicht vorhersehen hat können".
    Hast Du Dich beim Berliner Pilzkonzept oder bei anderen Groß-Projekten auch so (künstlich?) aufgeregt? Das frage ich mich immer ein bisschen bei den S21-Gegnern. Aber der Selbstzerstörungstrieb der Schwaben ist ja durchaus ein interessantes psychologisches Phänomen: Lieber man verzichtet auf Mrd.-Investitionen mit tausenden neuen Arbeitsplätzen und verschenkt diese selbstlos an Ostdeutschland oder Griechenland, warum auch immer.


    PS: Wer sich wundert, dass ausgerechnet eine Strecke auf über und durch die Schwäbische Alb mal so im vorbeigehen gebaut und finanziert werden kann, der hat sich mit unserem Ländle (v.a. der Geologie) nie sonderlich beschäftigt. Das gilt im übrigen auch für den Kessel.
    Hast Du Dich mit der Geologie beschäftigt? Dann lass mal lesen. Aber auch hier gilt: Es werden nicht zum ersten Mal Tunnel gebaut. Hast Du eigentlich Angst vorm U-Bahn-Fahren?


  • Dass da in Köln offenbar Kriminelle am Werk sind, kann nur heißen, dass man bei der Bauüberwachung strengere Maßstäbe anlegen muss als jetzt. An der deutschen Bauingenieurskunst zweifle ich aber nicht.
    ...
    Hast Du Dich mit der Geologie beschäftigt? Dann lass mal lesen. Aber auch hier gilt: Es werden nicht zum ersten Mal Tunnel gebaut. Hast Du eigentlich Angst vorm U-Bahn-Fahren?


    Ist zwar OT, aber wieso sollte man bei der BÜ strengere Maßstäbe zukünftig ansetzen?
    Hallo? Wo war denn die Bauüberwachung, als hier gepfuscht wurde?


    Und zur Geologie: War alles schonmal da, man hat sowohl im Karst als auch im Gipskeuper ausreichend Erfahrung.