Joseph-Pschorr-Haus Neuhauser Str. 19 [fertiggest. 2013]

  • Es wäre eine Chance für die Fußgängerzone. Ich könnte mir hier sogar eine kleine Passage vorstellen. Gegenüber soll ja auch die "Alte Akademie" aufgemöbelt werden. Somit könnte an dem kleinen Platz etwas ganz Neues entstehen. Aber, entweder die Stadt vermasselt es, oder irgendwelche Investoren.

  • Das wird neben Residenzpost und Hofstatt das nächste große Umgestaltungsprojekt in der Altstadt - mit dem Potenzial diese deutlich aufzuwerten. Ich hoffe, dass bei dem Wettbewerb ein Entwurf herauskommt, der ein wenig mehr hermacht, als es sich derzeit bei der Westfassade der Residenzpost und den Neubauten der Hofstatt abzeichnet.


    Hier noch ein Beitrag aus der SZ Online:
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/565/490936/text/


    LugPaj , Wagahai: ich schlage vor, daraus einen eigenen Thread zu machen unter dem Titel „Planungen Karstadt am Dom“ oder so ähnlich.

  • Der Karstadt zwischem Stachus und Hauptbahnhof wird ja auch zum irgendeine Umgestaltung erfahren. Den Mitarbeitern ist dort schon gekuendigt. Das "Quartier 75" gefaellt mir sehr gut.
    iconic , ich mache einen Sred draus, wenn mehr Infos da sind.


    Gibt es fuer das Kaufhof am Marienplatz vielleicht auch einen Erbpachtrechtvertrag :)?

  • Ach du meine Güte, laut SZ soll der Abriss erst im Frühjahr 2011 beginnen, während Karstadt das Gebäude bis Ende März 2010 räumen wird. Ein Jahr gammliger Leerstand mitten in der Stadt, das sind erst mal keine schönen Aussichten :nono:


    Schörghuber habe zusammen mit der Stadt einen Wettbewerb ausgeschrieben, schreibt die SZ weiter (auf competitionline kann ich nichts finden...), dessen Ergebnis im Frühjahr 2010 vorliegen soll. In dem Neubau sollen sowohl „Kleinteilige Geschäfte“ als auch Wohnungen entstehen.


    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/702/494043/text/

  • BabySchimmerlos :
    Der Kaufhof am Marienplatz ist ein aussichtsreicher Kandidat für den Denkmalschutz, wie ich aus erster Hand weiß. Als Vertreter der 70er Jahre. So kann man nur hoffen, dass er schnell verschwindet, bevor es zu spät ist. Für diesen Klotz wurde übrigens ein traditionsreiches, voll erhaltenes Kaufhaus aus dem 19. Jh. abgerissen. Die älteren Münchner werden sich erinnern.

  • iconic , mal abwarten, ob der Abriss wirklich erst im Fruehjahr 2011 kommen wird. Bis jetzt hatten sie ja damit gerechnet, dass Karstadt bis Ende 2010 (wie ja auch der urspruengliche Mietvertrag war) drinnen bleibt. Ich vermute mal, dass die Schoerghubergruppe das nun vorschiebt, wo Karstadt nun schon frueher den Mietvertrag gekuendigt hat.

  • Die Entkernung des 1962 erbauten "Haus am Dom" beginnt im August, der eigentliche Abriss dann im Oktober 2010.


    Für den Nachfolgebau an der Neuhauser Straße 19-21 hat Schörghubers Bayerische Bau- und Immobilien-Gruppe einen Architekturwettbewerb ausgerichtet. Zwölf Büros waren beteiligt. Gewonnen hat Kuehn Malvezzi, der zweite Platz ging an Max Dudler, der dritte an Kleihues+Kleihues. Das Ergebnis soll noch keine Festlegung bedeuten, eine endgültige Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen.


    Geplant ist eine Geschossfläche von 44.000 m² auf sechs oberirdische Geschossen und vier Untergeschossen. Im Erdgeschoss sowie drei Obergeschossen und einen Untergeschoss sind Einzelhandelsflächen geplant. In den Etagen darüber sind Büros und Wohnungen vorgesehen. In zweiten und dritten Untergeschoss sind Parkflächen geplant, ganz unten Technik, Anlieferung und Lager. Das Gebäude soll mehrere Lichthöfe erhalten. Mehr in diesem SZ-Artikel von heute.


    Visualisierung des Kuehn-Malvezzi-Entwurfs:



    Bild: Kuehn Malvezzi / BBIG


    2. Platz
    3. Platz

  • wirklich überzeugen kann mich leider keiner der entwürfe. es sind alles zwitter aus "berliner" repräsentationsarchitektur und "münchner tradition" oder was man darunter versteht.
    es gibt übrigens einen neuen extra thread zum thema
    Fußgängerzone: Abriss "Karstadt am Dom" und Neubau

  • Sorry, aber das ist für mich ein nichts sagendes Rendering. Was soll immer diese gleisende Lichtspielerei? Soll mit dieser die Fassadengestaltung verschleiert werden?

  • Hier noch einmal bessere Visualisierungen von der Schörghuber-Website:


    Platz 1, Kuehn Malvezzi


    Platz 2, Max Dudler


    Platz 3, Kleihues Kleihues


    Zum Vergleich, heutige Situation


    Zum Vergleich, historische Bebauung

    Quelle der Bilder: Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG, Denninger Straße 165,D-81925 München, Link: http://www.schoerghuber-untern…=1701-1688-1685-1679-1674


    Pressemitteilung mit Modellansichten: http://www.schoerghuber-untern…=1701-1688-1685-1679-1674


    Schade! Das ist ja fast überhaupt keine Aufwertung zur aktuellen Situation. Alle drei Entwürfe fallen nach meinem Empfinden auf der ganzen Linie durch. Völlig verkrampftes 70er Jahre Retro-Satteldach-Durchschnitts-Geschäftshaus Design, die gleichen Fehler des Bestandsbaus werden beim Neubau leicht anders interpretiert aber letzlich wiederholt. :Nieder:

  • Mein Senf:
    Zunächst, iconic, finde ich deine Kritik doch etwas hart. Ich bin eher überrascht, dass zwei von drei Entwürfen ganz ordentlich aussehen. 70er Retro will sich mir als Asoziation nicht aufdrängen.
    Am Kuehn Malvezzi gefällt mir, dass es sogar ein Dach mit First gibt und die vertikale Betonung der Fassade hat was klassisch-Kaufhaus-mäßiges. Am Kleihues-Entwurf gefällt mir die - naja, Aufteilung kann man nicht sagen - "Zonierung" in vier Gebäude (die dann aber alle gleich aussehen) und das Kupferdach (vorpatiniert natürlich...). Ob die versetzten Fenster unbedingt sein müssen, hmm.
    Schrecklich, wirklich grauenhaft finde ich den Dudler-Entwurf. Dabei hat der so klare schöne Sachen gebaut. Der zweite Platz geht m.E. GAR nicht!
    Ich schließe mich dem Wettbewerb-Ergebnis an (allerdings unter Vertauschen von 2 und 3) und prämiere den ersten Platz auch als Sieger. Kommt Kleihues wäre ich aber auch nicht traurig und halte es sogar fast für wahrscheinlicher (reines Baugefühl, was die Mentalität Münchner Bauträger betrifft - ist halt a bissl "klassischer" ;)).