Palazzo Wallot statt Museum Giersch (Umbau 2010/11)

  • Palazzo Wallot

    Das zum Büroprojekt gewordene Umbauvorhaben heißt laut Schriftzügen, die inzwischen an den Schaufenstern angebracht wurden, "Palazzo Wallot". Benannt also nach Paul Wallot, dem Architekten des Gebäudes. In den Schaufenstern ist auch eine Visualisierung zu sehen. An der Wiederherstellung der Balustrade an der Attika wird demnach festgehalten - wenigstens etwas.



    Bild: Schmittchen

  • Seit gestern oder vorgestern ist das Gebäude eingebauzäunt. Der Umbau hat also begonnen. Wenn ich die Bauinfo richtig gelesen habe, sind die Zäune für den Zeitraum 2.8. - 31.10.10 genehmigt. Muss ich aber noch mal verifizieren. In den Schaufenstern klebt der Schriftzug "Palazzo Wallot".


    Die Vermietung ist bereits angelaufen und bietet für "2010" gut 1800 qm der insgesamt 2800 qm als Büro-/Praxisfläche an: Immobilienscout. Im Erdgeschoss stehen 664 qm als Gewerbefläche mit Galerie zur Vermietung. Neben dem Rendering oben und zwei aktuellen Fotos enthält die Anzeige keine weiteren Fotos, dafür aber noch ein paar Fakten zum Gebäude und zur zukünftigen Ausstattung.


    Die Anzeige spricht davon, dass das Büro Mäckler für die "kongeniale" Grundsanierung verantwortlich zeichnet. Damit wird nach Sir Foster nun auch Prof. Mäckler einen Wallot-Bau saniert haben. Auf der Mäckler-Website wird das Projekt noch nicht gezeigt.

  • Gerüst und Bauschild

    Der Palazzo ist jetzt eingerüstet. Los geht's!




    Bauschilder hat man ebenfalls aufgestellt. Hier wird ein - Überraschung! - "Green Building" gebaut:



    Beteiligte:



    Bilder: epizentrum

  • Das Scheitern des aus meiner Sicht außerordentlich begrüßenswerten "Museumstauschs" (über dessen Umstände ich mich besser nicht auslasse) hat wohl nicht gereicht. Offenbar ist auch die zunächst geplante Wiederherstellung der Balustrade an der Attika buchstäblich hinten runter gefallen. Das Rendering auf dem von epizentrum schon geposteten Bauschild:



    Grafik: Prof. Christoph Mäckler Architekten, Foto: Schmittchen

  • Die Balustrade hätte sicherlich was hergemacht, keine Frage.


    Aber da Otto Normalverbraucher eh voraussichtlich nie hingekommen wäre (von einer öffentlichen Aussichtsterrasse hätte man ja nicht mal träumen dürfen), Sch... drauf!


    Das wäre dann für die Bürobeschäftigten ne dolle Sache gewesen (ideal zur Zigarettenpause:confused:, ähnlich der OpernTurm-Terrasse). Die Passanten schauen eh selten rauf. Also, was soll`s. Man darf sich halt einfach auch nie zu früh freuen, um Enttäuschungen zu vermeiden.:nono:

  • Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn wenigstens mal ein einziger Gründerzeitler im Bereich der Innenstadt sein ursprüngliches Dach wiederbekommen hätte. Gerade wenn man sich schon auf dem Baustellenschild mit dem großen Namen Wallot schmückt wäre das ja wohl das Minimum gewesen, was man ihm an Respekt hätte erweisen können. So verkommt das Ganze zur primitiven PR-Floskel.

  • Ja, sehr schade ist das. Dieses aufgesetzte Dach, vermutlich ist es ein weiteres Stockwerk um zusätzliche Geschoßfläche zu erhalten, wirkt wie eines der unsäglichen Nachkriegs-Notdächer. Vermutlich wird das Gebäude nach der Sanierung weniger harmonisch wirken als zuvor.

  • Dominostein

    Mäckler gibt sich mit der Materialwahl des Staffelgeschossverkleidung zwar Mühe - die Visualisierung sieht nach Kupferplatten aus -, aber dennoch schmerzt dieser Bruch. Ich möchte nicht polemisch sein, aber mit den vier "Schichten" erinnert mich das Gebäude an einen aufgeschnittenen Dominostein. Ob das Wallot gefallen würde...? Ein anderes Schichtengebäude steht in der Eschersheimer Landstraße (Foto, Bing).

  • Das Gebäude sieht doch auf dem Rendering kaum anders aus als bisher. Es wird nichts aufgestockt, und dass ein Dach aufgesetzt wirkt, liegt nun mal in der Natur der Sache. Ist es ja auch. Epizentrums Feststellung eines Konfekteffekts ist originell und auf der Visualisierung ohne weiteres nachvollziehbar. In natura wird die Leuchtwirkung des Renderings freilich fehlen. Zum Vergleich:



    Bild: Ahligator



    Grafik: Prof. Christoph Mäckler Architekten, Foto: Schmittchen

  • Die Gerüste sind mit einer schicken Plane verhüllt, wir werden das Endergebnis dann erst bei Fertigstellung bewundern dürfen. Außerdem sieht man noch ein wenig Frankfurt Marathon


    By thomasfra at 2010-10-31

  • Will you lift me even higher

    Wer in der Nacht vom 14. auf den 15. Februar einem Autokran bei der Arbeit zusehen möchte, kann dies ab 22:00 Uhr auf der Neuen Mainzer zwischen Weißfrauenstraße und Kaiserstraße tun. Eventuell erhält Palazzo Wallot ein technisches Bauteil. Zum Gullideckel-Anheben wird der Autokran nicht anrücken, und eine andere größere Baustelle gibt es auf diesem Abschnitt meines Wissens nach momentan nicht. Indizienquelle: mainziel.de (PDF, Seite 2)

  • An einer kleinen Stelle wurde die Plane abgerollt, ein Blick auf den oberen Teil der alten Fassade ist möglich.
    Auch bei schlechtem Wetter ist die farbliche Gestaltung beeindruckend:


  • Das ist auf jeden Fall ein deutlicher Unterschied zu den Bilder von Schmittchen in #29, in dem Rendering im selben Beitrag ist auch nichts von der Farbenpracht zu sehen, es sieht dort sogar eher farblos aus.

  • Il Palazzo ist jetzt vollständig entblättert. Seine unvornehme Blässe hat er definitiv verloren. Das wirkungsvolle Beleuchtungskonzept ist umgesetzt. Hier zwei Eindrücke mit der Handy-Kamera:




    Bilder: epizentrum

  • Inzwischen ist auch das Gerüst gefallen. Von außen wird nur noch am Sockel und dem Eingangsbereich gearbeitet:



    Details:



    Bilder: epizentrum

  • Die Außenarbeiten scheinen inzwischen beendet worden zu sein, das Ergebnis der Sanierung kann sich sehen lassen.
    Die Besitzer des benachbarten "Frankfurt Haus" sind hoffentlich so beeindruckt, dass sie sofort die Fassade der untersten zwei Etagen umgestalten lassen!



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    Mod: Zum letzten Satz hier.

  • Das Schmuckstück im Bankenviertel kann jetzt ohne Gerüste und Bauzäune bewundert werden. Im EG ist ein Herrenausstatter eingezogen.












    Bilder: Gizmo23