Hauptbahnhof und näheres Umfeld

  • Harkortstraße

    ^ Eine Abschaffung des kleinen Platzes wäre nicht so einfach - neben den Immermannhöfen gibt es im Straßenblock noch zwei Immobilien anderer Besitzer, darunter eine mit einer Fassade zum diesen Platz?
    Grundsätzlich wäre auch ich für einen Höhepunkt anstelle der Immermannhöfe, falls möglich (leider ist es die nächsten Jahre wohl nicht möglich).


    Auf dem Plan des Umbaus kann man mehreckige Formen für die Begrünungen sehen - diese sind inzwischen auch in der Natur sichtbar:





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    Die WAZ schrieb am 18.10 u.a. über das Areal an der Harkortstraße, für welches es einen siegreichen Entwurf geben soll - mit vier Baukörpern je 8 Geschosse. Auch hier hätte ich mir einen Höhepunkt gewünscht, wieso könnte einer dieser Baukörper nicht zum kleinen Hochhaus mit ca. 12-14 Geschossen werden?
    Laut Artikel sei auf dem Areal wegen Lärm nur studentisches Wohnen oder Gewerbe möglich. Neben 150-180 studentischer WEs soll es noch zwei Hotels geben. Als Trost - die Backsteinfassaden sollen an den HBf angelehnt werden, zumindest kein weiß-grauer Putz hier.


    Erg.: In London kann ein Studentenwohnheim schon mal 29 Geschosse hoch sein (#210), in Nijmegen am Bahnhof 13 (#41).

  • Platz neben den Immermann-Höfen

    Die Platzumgestaltung dürfte sich dem Ende nähern - die Wege zwischen den Mehrecken werden gepflastert. Da aber die Mehrecke selbst zumeist asphaltiert wurden (hier und da sieht man bereits Bäume - vom Asphalt umgeben), vermute ich auch hier eine befestigte Oberfläche. Eigentlich hätte ich mehr Garten-Feeling erwartet:







  • Bahnhofsvorplatz: A new Hope

    Die RP schrieb heute über neue Hoffnungen für den Platz, der Bahnchef Grube kommt am Freitag nach Düsseldorf. Verhandelt wird nicht nur über die Umbau-Kosten, sondern auch über das Verschwinden der Imbiss-Buden vor dem Bahnhof - was die DB 400.000 EUR Einkünfte jährlich kosten würde. Der Besucherparkplatz vor dem Bahnhof wird ebenfalls in Frage gestellt (wie übrigens auch die Parkplätze mancherorts woanders in der Stadt).


    Die Bibliothek soll laut Artikel in das postmoderne Postgebäude umziehen.

  • Bahnhofsvorplätze: The DB strikes back

    ^ Die RP berichtete gestern über den Termin, aus dem am meisten konkret hervorging, dass man sich Ende März wieder treffen will. Dann soll der Wettbewerb für die Neugestaltung der beiden Vorplätze vorbereitet werden. Darüber hinaus verbreitete die Gerüchte über ein mögliches "drittes gemeinsames Vorhaben", welches geheim gehalten wird - und spekulierte, es könne die "Neubebauung des Geländes des Immermannhofes" mit Hochhäusern sein, so als ein "Leuchtturmprojekt". Das Gelände gehört doch aber nicht der DB? Dann kann diese kaum gemeinsam mit der Stadt was dafür planen - vage Gerüchte, die den Anschein betriebsamer Aktivität wecken, kosten nix.


    Was mit den 400.000 EUR Einnahmen für die Buden sein wird, wurde ebensowenig geklärt wie der Parkplatz und die Zufahrten für Taxis und Bussen.

  • ^^Ich glaube nicht, dass sich die trashigen Buden unter'm Strich für die Bahn lohnen. Der problematische Vorplatz belastet auch die Bahn erheblich - das kostet Fahrgäste. Gut ist, dass auch der Hintereingang auf die Agenda rückt. Oberbilk wird Innenstadt...


    Bei den Immermannhöfen muss man viel mehr Geschossfläche in den B-Plan nehmen - am besten 70 bis 120m Höhe und entsprechend viel BGF. Dann lohnen sich Abriss und Neubau für einen Investor. Städtebaulich ist die Torsituation vom Konrad-Adenauer-Platz zur Immermannstraße das dominierende Thema.


    Könnte gut werden. Endlich.


    Fehlt nur noch, dass das Gleisdach unsanierbar kaputt geht und dort 'was Ordentliches drauf kommt...

  • Bei der brachialen, postmodernen Architektur rund um den Bertha-von-Sutner-Platz müsste allerdings auch mehr geschehen als nur etwas Retusche.


    Der Osteingang des Hauptbahnhofes hat keinerlei Aufenthaltsqualität; es ist eher ein Ort, den man schnell hinter sich lassen möchte.


    Es wäre schon eine Verbesserung, wenn der Innenarum der Passage bis auf die Aussenkante des Parkhausriegels vorgezogen würde; zudem könnte hier noch weitere Ladenfläche integriert werden und der Zugang zur Passage läge dann nicht mehr in einem dunkelem Loch.

  • Lüttich ist tatsächlich eine richtige Bahnhofskathedrale, ein weltstädtischer Bahnhof. Ein neues Dach wäre der Bedeutung des Hauptbahnhofs hier auf jeden Fall angemessen.
    Eine Verlängerung des Innenraums ist eine gute Idee und könnte den Abbau der Buden auf dem Vorplatz kompensieren. Der Vorplatz sollte durch den Abriss der Immermannhöfe endlich ein angemessenes Entree zur Stadt bilden. Wäre schön, wenn sich bald was tut.

  • ... Ein neues Dach wäre der Bedeutung des Hauptbahnhofs hier auf jeden Fall angemessen. ...


    Eine schöne Idee - die aktuelle, sehr unschöne Dachkonstruktion ist allerdings erst in den 80ern, im Zusammenhang mit dem Umbau des Bahnhofes und dem U-Bahnbau errichtet worden; da wird es in den nächsten Jahrzehnten kaum eine neue Konstruktion geben.


    So gesehen wurde der Hauptbahnhof mindestens 10 Jahre zu früh umgebaut - schon in den 90ern hätte man sicherlich einiges anders gemacht. Auch die Chance, die Erdkerne zwischen den beiden Passagen und dem Gepäcktunnel als Ladenflächen zu nutzen, wurde seinerzeit vergeben.

  • ^^Die Konstruktion ist gestalterisch keineswegs zeitlos und technisch nicht für die Ewigkeit gebaut. Wenn man nach rund 30 Jahren Überlegungen anstellt, was mit dem Gleisdach geschehen soll, so ist das keineswegs übertrieben. Eine Sanierung ist die Konstruktion jedenfalls nicht wert - dann eher eine Neuplanung. Gestalterisch wird der Status Quo der Bedeutung des Bahnhofs (auch prä-RRX) nicht gerecht.

  • Platz neben den Immermann-Höfen

    Inzwischen ist der umgebaute Platz fertig und zur Nutzung freigegeben. Ich war nicht grundsätzlich gegen eine Umgestaltung, doch diese wirkt denkbar karg, trostlos und öde - in diesem Fall hätte man das Geld auch sparen können:







    Im Hintergrund wird offenbar ein Bürohaus in ein billiges Hotel umgebaut:







    Bei diesem Geschäftshaus rechts von den Immermann-Höfen zähle ich 10 Vollgeschosse - das kratzt leicht an der Hochhaus-Schwelle:



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    Bei der Umgestaltung dieses "Platzes" ging es vermutlich vor allem darum, mögliche Drogenverstecke (z.B. in Hecken) zu beseitigen. Die beste Möglichkeit wäre ohne Zweifel der Abriss des gesamten Blocks und eine Neubebauung. Vielleicht findet sich ja in den nächsten Jahren ein Investor, der dort ein oder zwei Hochhäuser bauen möchte.

  • Platz an den Immermann-Höfen

    Schade, dass man nicht gleichzeitig mit der Platzumgestaltung auch die Altglaskontainer etc. unter die Erde gebracht hat.


    Die Friedrich-Ebert-Straße als direkte Verbindung vom HBf ins Herz der Innenstadt macht ihrer Funktion leider weiterhin keine große Ehre - daran ändert auch die Platzumgestaltung nichts.

  • Die WAZ schrieb am 18.10 u.a. über das Areal an der Harkortstraße, für welches es einen siegreichen Entwurf geben soll. ...


    Die drei platzierten Entwürfe:
    1. Platz greenarchitects, Düsseldorf
    2 Platz raumwerk, Frankfurt
    3. Platz https://www.kraft-raum.com/sta…tstrasse-duesseldorf.html


    Der Wettbewerbsbeitrag auf dem dritten Platz gefällt mir persönlich besser als der recht eintönige erstplatzierte Entwurf;
    auch der Hochpunkt am Mintropplatz, der in etwa die Höhe des Uhrenturms aufgreift, ist sehr gut.

  • ^ Wäre ein Unglück passiert, würde ein Hochpunkt am Bahnhofsvorplatz entstehen, immerhin etwa 100 Meter vom Bahnhofsturm entfernt? Dieser Platz scheint mir eine bessere Adresse zu sein als der versteckte Mintropplatz.


    Die Plätze 1. und 2. scheint fast nur das Fassadenmaterial zu unterscheiden, ähnliche langweilige Klötze. Ich verstehe nicht, was für ein Problem Hochpunkte dort sein sollten - Hochhäuser gleich neben den Bahngleisen und dem Bahnhof kenne ich z.B. aus Leuven, einer viel kleineren Stadt als Düsseldorf. Ähnlich Utrecht, Nijmegen: Handelskade, Nijmegen: Studentenwohnungen (wie es auch hier welche geben soll), Den Haag, Arnhem, Antwerpen - wieso ist es überall möglich, nur in Düsseldorf nicht?

  • Der dritte Platz ist für mich mit Abstand der beste Entwurf. Die ersten zwei strotzen vor Langeweile und Einfältigkeit.


    Da der Hauptbahnhof in den nächsten Generationen wohl nicht ersetzt wird, gilt es an diesen einen passenden Anschluß zu finden. Das ist mit dem Entwurf von Kraft.Raum sehr gut gelungen. Das höhere Haus, als Abschlußelement am Mintroplatz, steht genau an der richtigen Stelle.

  • ... Da der Hauptbahnhof in den nächsten Generationen wohl nicht ersetzt wird, ...


    Das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes steht als gelungenes Beispiel der Moderne der 20er und frühen 30er Jahre unter Denkmalschutz.
    Das Gebäudes stand und steht nicht zur Disposition; lediglich das Ungetüm der Bahnsteighalle aus den 80ern könnte eines Tages ersetzt werden, wenn auch kaum in den nächsten Jahren.


    Der Vorplatz und die begleitende Bebauung sollte aber diesem Baudenkmal gerecht werden und einen ähnlichen formalen Anspruch erfüllen.

  • ^ Green behauptet im Text zum Entwurf, der untere Teil der Fassade am KAP würde die Materialität des Bahnhofsbaus fortführen - vielleicht hat das den Ausschlag gegeben? Dennoch sind vier gleiche Baukörper von den Bahngleisen gesehen zu eintönig (beim RaumWerk sind es verschiedene Fassaden zu den Gleisen).
    Beim RaumWerk (2. Platz) ist das südwestliche Gebäude am Mintropplatz etwas höher als die anderen - 10 Geschosse von der Harkortstraße gesehen. Dort sind Studentenwohnungen vorgesehen, die keine so prominente Adresse brauchen. Vielleicht sollte man das südwestliche Gebäude des Green-Entwurfs durch jenes des RaumWerk-Entwurfs ersetzen, um 2-4 Geschosse höher (also 12-14) - dann hätte man ähnliche Wirkung mit einem Hochpunkt wie beim 3. Entwurf und etwas mehr Vielfalt.


    BTW: Von Green ist auch der Entwurf von The Gardens, welcher sich beim Horizon/LOreal-Neubau nicht durchsetzen konnte. Ich dachte sogar nach, ob er für das Projekt hier passend wäre, mit den hängenden Gärten zu den Bahngleisen, was jeden Zugreisenden beeindrucken würde. Die Adresse am Mintropplatz wäre jedoch für ein Bürohochhaus nicht gut genug - und am KAP würde es zu sehr den Bahnhof dominieren. (Das würde allerdings auch ein 100-120 Meter hohes Hochhaus gegenüber tun, würde es je anstelle der Immermann-Höfe entstehen? Andererseits - wenn das historische Bahnhofsgebäude der Londoner Victoria Station zahlreiche Hochhäuser in der Umgebung ertragen kann, kann der Düsseldorfer HBf es ähnlich.)

  • ... Die Adresse am Mintropplatz wäre jedoch für ein Bürohochhaus nicht gut genug ...


    Die Umgebung ist auf Grund der dort ansässigen Lokale und Läden nicht gut gelitten;
    der Ruf kann durch eine Bebauung des Areals nur gewinnen!


    ... und am KAP würde es zu sehr den Bahnhof dominieren. (Das würde allerdings auch ein 100-120 Meter hohes Hochhaus gegenüber tun, würde es je anstelle der Immermann-Höfe entstehen?)


    Größere Hochhäuser gegenüber dem Bahnhof, an der Ecke Immermannstraße, finde ich nicht problematisch;
    nur in direkter Nachbarschaft zum Uhrenturm sollte die Bebauung nicht über die Traufhöhe des Hansahauses reichen.


    Am Mintropplatz würde ich einen Hochpunkt mit etwa 12 - 15 Etagen als vorteilhaft empfinden.