Adickesallee: Campus FSFM, i- Live-Apartments, Wohnquartier

  • Adickesallee 40 - 500 neue Wohnungen auf dem Ex-BLE-Areal

    Hochtief und die ABG Frankfurt Holding haben gemeinsam das Areal der früheren Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung an der Ecke zur Bertramstraße erworben (weitere Fotos oben in Beitrag #55). Verkäufer ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Es sollen dort Wohnungen gebaut werden. Am kommenden Montag, 19. Mai, wird das Projekt der Presse vorgestellt.



    Bild: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben


    In der gedruckten FAZ und auch in der FNP sind heute schon einige Informationen zu finden. Demnach wird der seit 2005 leer stehende Gebäudekomplex der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung abgerissen. Dann wird Hochtief an der Adickesallee 340 Studentenapartments bauen. Nördlich davon plant die ABG den Bau von 170 Wohnungen, davon 70 Prozent Eigentumswohnungen und nicht preisgebundene Mietwohnungen sowie 30 Prozent geförderte Wohnungen. Der Beginn der Arbeiten ist vom Fortgang des Bebauungsplanverfahrens abhängig. Bei zügigem Abschluss ist aus Sicht der ABG ein Baustart Anfang 2015 möglich.


    Am kommenden Montag wird lediglich der städtebauliche Entwurf vorgestellt. Architekturentwürfe liegen noch nicht vor.

  • Heute berichtet Frankfurts Presse von der gestrigen Projektvorstellung. Online verfügbar unter anderem bei der FR, der FNP und dem Journal. Ein paar Stichpunkte:


    • städtebauliches Konzept von Albert Speer & Partner
    • Hochtief baut 340 Studentenapartments mit Flächen zwischen 22 bis 25 Quadratmeter, Verkauf an Betreiber geplant
    • nördlich davon lässt die ABG durch Hochtief vier Wohngebäude errichten
    • mit 114 Eigentumswohnungen, 54 öffentlich geförderten Wohnungen und einer Kindertagesstätte mit 100 Plätzen
    • eingeschossige Tiefgarage
    • die Eigentumswohnungen sollen rund 4.500 Euro je Quadratmeter kosten
    • die Investitionssumme der ABG beträgt 43 Millionen Euro
    • der Bauantrag soll 2014 gestellt werden
    • Abriss des Ex-BLE-Komplexes voraussichtlich ab Anfang 2015
    • Baubeginn abhängig vom Inkrafttreten des neuen Bebauungsplans
    • Fertigstellung 2017 wird angestrebt



    • die früheren Gerichtsgebäude östlich des Ex-BLE-Areals hat bekanntlich die Frankfurt School erworben
    • diese bleiben (nun doch) erhalten und werden zu insgesamt 250 Studentenapartments umgebaut
    • Fertigstellung laut Print-FAZ "bis zum Wintersemester" (welchen Jahres ist allerdings nicht erwähnt)
    • die Studentenappartements werden allen Frankfurter Studenten zur Verfügung stehen
  • Nachzutragen noch ein Lageplan. Unten das Hochtief-Projekt, etwas um "die Ecke" gehend. Oben kann man noch "Kita" erkennen, mehr leider nicht (keine Ahnung, warum die Stadt so ein Miniformat =23526921"]einstellt).



    Bild: © ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH

  • Leider ist nicht zu erkennen, ob die Flächen, die für den inzwischen abgängigen Alleentunnel freizuhalten waren (vgl. Plan im Beitrag #62, die schraffierten Flächen am Südrand der Bauflächen) nun zum Baufeld gehören oder nicht: Für mich sieht es so aus, als seien sie noch nicht einbezogen worden; oder liege ich falsch? Aber wenn nicht, warum?

  • Doch, doch, das kann man erkennen. In beiden Plänen sind die Baumstandorte rechts und links markiert. Eine oder zwei Linien dazwischen sind schnell gezogen und recht aufschlussreich.
    Der Alleentunnel ist auch hier Geschichte.

  • So ist das wohl. Auf dem folgenden Foto (der Arm gehört zu ABG-Chef Junker) sieht man es besser, da dort mehr vom Polizeipräsidium zu sehen ist:



    Bild: ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH

  • Frankfurt School of Finance

    Die Projektseite wurde überarbeitet und mit neuem interessanten Bildmaterial versehen, grössere Versionen können auf der Seite der Henning Larsen Architekten eingesehen werden.


    --->


    http://www.henninglarsen.com/p…-finance--management.aspx




    Bild: Henning Larsen Architects



    Bild: Henning Larsen Architects



    Bild: Henning Larsen Architects



    Bild: Henning Larsen Architects



    Bild: Henning Larsen Architects



    Bild: Henning Larsen Architects

  • ^
    Das wird doch ganz ansehlich. Interessant finde ich die beiden Visualisierungen von der "Zeil des Wissens". Das soll ein großer, offener und einladender Raum werden, der alle Geschosse und Funktionen mit dem Haupteingang soll.

    Sie ist der zentrale Treffpunkt des Campus, der gesellschaftliche Mittelpunkt. Alle Hauptnutzungen wie das Auditorium, das Learning Center, Restaurant, Cafés, Geschäfte, Studienbetreuung oder der Seminarbereich sind mit der Zeil verbunden.


    Das dürfte spannender und je nach Ausführung aber auch ein lauter Raum werden. Für ein "Schul"-Gebäude auf jeden Fall was außergewöhnliches.


    Mehr zum Entwurf findet sich übrigens in der Konzeptbeschreibung/Leitidee findet sich auf der Seite der Frankfurt School of Finance & Management

  • Geht schon los...

    ^ja, sehr ansehnlich, auch wenn der Innenraum nicht ganz so filigran und freitragend ausfallen wird, wie die Animation glauben machen möchte. Aber immerhin ein gutes Konzept.


    Am abzureißenden Altbau werden grade schon die Fenster demontiert und allerlei technisches wie bauliches Gedärm entsorgt.

  • Ich glaube nicht, dass die in Beitrag #71 gezeigten Entwürfe aktuell sind, zumal diese meiner Erinnerung nach schon seit längerer Zeit auf der Architekten-Website zu sehen sind. Wahrscheinlich geben diese nicht den Anfang des Jahres erzielten Kompromiss zwischen Stadtplanungsamt und der Frankfurt School wieder. Demnach sollte von den drei zur Adickesallee gerichteten zehngeschossigen Baukörpern der östlichste wohl breiter werden als zuvor, um so mehr Übereinstimmung mit dem Bestandsbau zu erreichen. In der damals zur Pressemitteilung herausgegeben Visualisierung ist dies umgesetzt, nicht aber in den Ansichten in #71.


    Auf der Projekt-Website der Frankfurt School ist ein nochmals veränderter Entwurf zu sehen. So sieht er aus:



    Es spricht einiges dafür, dass das der aktuelle Entwurf ist. Auch weil der Vorbau im Westen des Areals jetzt offensichtlich bis auf die Fläche reicht, die jahrzehntelang für den inzwischen gestrichenen Alleentunnel freigehalten wurde. Dass dieser jetzt nur zwei- statt zuvor dreigeschossig ausfallen soll, erscheint als gute Entscheidung in Bezug auf den zu erhaltenden Pavillon der Oberfinanzdirektion. Gut auch, dass die Front des Vorbaus nun aus Stein und nicht mehr aus Glas bestehen soll. Ein Eindruck von Solidität erscheint nahe am Alleenring angebracht. Es überrascht nicht, dass die Flanken der drei zur Adickesallee gerichteten Baukörper nun massiv sind - die Fenster dort konnte wohl niemand gebrauchen. Schließlich halte ich den oberen Abschluss der Zehngeschosser jetzt für gelungener als bei den früheren Entwürfen.


    Eine Innenraum-Visualisierung aus der selben Quelle trägt sogar "entwurf_finall_interior" im Dateinamen (Schreibfehler inklusive). Dort gibt es, wen wundert es, denn auch weniger weite Räume und mehr Stützen zu sehen:



    Bilder: Henning Larsen Architects / Frankfurt School of Finance & Management


    Auf der erwähnten Website steht übrigens auch, dass im September die ersten Studierenden die Studentenwohnheime an der Adickesallee 36 beziehen. Das sind die alten Gerichtsgebäude. Dann wurde dort zwischenzeitlich umgebaut, ohne dass das Forum dies bemerkt hätte. Skandal.

  • Ächz! Gerade sehe ich, dass an anderer Stelle der Frankfurt-School-Website ein weiterer Entwurf des Äußeren gezeigt wird. Und dessen Dateiname enthält die bedeutungsschwere Wortfolge "entwurf_final_exterior". Ob dem so ist? Der Vorbau ist hier jedenfalls wieder dreigeschossig, auch weitere Unterschiede im Detail gibt es. Unter anderem erscheint die Fassade nun lebhafter, insofern der nur noch kurze Zeit stehenden Oberfinanzdirektion angenähert. Vielleicht wird ja demnächst ausgewürfelt, was nun umgesetzt wird.



    Bild: Henning Larsen Architects / Frankfurt School of Finance & Management

  • ^das ist der finale Entwurf. Hatte mich schon gewundert. Das erkennt man daran, dass verschiedene Steinsorten zum Einsatz kommen, um irgendwie an das alte Gebäude zu erinnern.
    Dass der Flachbau wieder dreigeschossig ist, liegt daran, dass für den großen Saal mehr Höhe gebraucht wird. Dadurch bekommt die Außenhaut jetzt einen recht netten Fries um das zweite Obergeschoß. Andere würden das Bordüre nennen, wieder andere einen netten Abschluss für den Flachbau und ein nettes Band um das Gebäude.

  • ... hihi, bezeichnenderweise "finall" ist besonders das die alte E-Klasse jetzt stadtauswärts fährt - also hat man hier deutlich Bezug auf die Authentizität der Umgebung gelegt ;-)

  • Gerichtsgebäude Adickesallee 36 werden "Frankfurt School Dorms"

    Tatsächlich ist der Umbau des früheren Hauptgebäudes des Sozialgerichts, Gebäude C, der nördlichste und höchste der drei Bauteile (hier rechts neben dem roten Rahmen), zum Studentenwohnheim nahezu abgeschlossen. In einem zweiten Bauabschnitt folgt offenbar der Umbau des ehemaligen Arbeits- und Landesarbeitsgerichts, Bauteil A, gelegen zur Adickesallee. Einen Plan, Fotos und weitere Informationen gibt es hier.


    Eine Erklärung für die Überplanung des Areals bei gleichzeitiger Sanierung des Bestands liefert das Bauschild (übrigens einmal mehr nicht online): Die Nutzungsänderung ist lediglich temporär. Zwei der Gerichtsgebäude sollen bis zum 31.12.2026 für "studentische Wohngemeinschaften" genutzt werden. Danach ist dann wohl Abriss und Neubau geplant. Weiteres ergibt sich aus dem Bauschild:



    Foto: Schmittchen

  • Wie das Frankfurt Journal heute berichtet hat der Abriss mittlerweile begonnen. Dieser wird in drei Abschnitten durchgeführt und vsl. bis Ende des Jahres dauern:

    • Das Gebäude wird von innen geräumt, Aufzüge, Türen, Fenster und Waschbecken entsorgt
    • Die mit Naphthalin kontaminierte Fassade wird entfernt
    • Das Gebäude wird abgetragen


    Eine Wand aus Containern soll die Anwohner vor Lärm und Dreck schützen.

  • Auch der Hessische Rundfunk berichtet den laufenden Abriss mit paar Bestandsaufnahmen zum Teil aus dem Inneren des Gebäudes.


    Die berichten außerdem, dass zum Abtragen der kontaminierten Fassade ein spezieller Baggerroboter mit Kamera zum Einsatz kommt.

  • Abrissarbeiten haben begonnen

    Die Abrissarbeiten finden bisher nur im Gebäudeinneren statt, Lärm dringt nach außen und ab und zu sind Arbeiter durch die Fenster zu sehen.



    Weitere Abrissarbeiten kündigen sich aber schon an:



    In der Fußgängerbrücke zum Hauptgebäude steht die Einrichtung, als wäre nichts gewesen:



    Anwohner werden mit Container-Wänden geschützt:



    Gebäuderückseite:



    Souvenier-Jäger waren auch schon aktiv bei der _ B _ _ F I N _ N Z D I R E K T I O N:



    Hoffentlich wird die Fassade des Neubaus stark an die Gestaltung des Vorgängers angelehnt:



    In der Nachbarschaft entstehen 230 neue Studentenzimmer. Bei dem Datum scheint es sich aber um einen Druckfehler zu handeln:


  • Es wurde damit begonnen, die vermutlich schwermetallhaltige Fassade abzutragen. Zum Einsatz kommen dabei zwei Arbeitsbühnen jeweils mit Außenwänden und einem Mini-Meißelbagger im Inneren. Zu ihren Einsatzorten werden sie mit einem Mobilkran gehoben.


    Stand der Arbeiten an der westlichen Fassade:



    Die Arbeitsbühnen mit Meißelbagger:


  • Das ging schnell! Die FAZ berichtet heute in ihrer Druckausgabe, die "Frankfurt School Dorms", also die Studentenwohnheime der Frankfurt School of Finance and Management, seien gestern eröffnet worden. Das auf dem Bauzaun abgebildete Datum "1. September 2014", über das Beggi sich im vorvorletzten Beitrag noch wunderte, lag demnach gar nicht so daneben.


    Wie berichtet, wurden die Gebäude A und C des ehemaligen Sozialgerichtes umgebaut und sollen bis zu ihrem möglichen Abbruch Ende 2026 als Wohnheim der Frankfurt School genutzt werden. 228 Zimmer mit jeweils 13 bis 18 qm Fläche stünden jetzt zur Verfügung bzw. seien bereits an Studenten vermietet. Die Warmmiete liege bei stolzen 410 bis 495 Euro monatlich, allerdings inklusive Nebenkosten mit Annehmlichkeiten wie Telefon- und Internet-Anschluss, Kabel-TV und Waschmaschinennutzung. Der Umbau habe 6 Millionen Euro gekostet; es wurde demnach nur das nötigste verändert. Die Raumzuschnitte und PVC-Belege seien wie gehabt. Haus A entstand 1960, Haus C 1989. Das Gebäude B stehe weiter leer.