Darmstadt: TU-Campus Lichtwiese

  • Darmstadt: TU-Campus Lichtwiese

    Auszug aus der Pressemeldung:


    [INDENT]Auf dem Campus Lichtwiese der Technischen Universität (TU) Darmstadt entsteht demnächst das neue Hörsaal- und Medienzentrum. Im Beisein von Staatssekretär Gerd Krämer wurden die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs vorgestellt.


    Das Preisgericht hat aus 118 eingegangenen Arbeiten in zwei Preisgerichtssitzungen gleich zwei Entwürfe mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die Arbeiten von Ferdinand Heide Architekten aus Frankfurt und lwa leyk wollenberg architekten aus Berlin konnten mit ihren Vorschlägen für die „Neue Mitte“ auf der Lichtwiese die Jury am besten überzeugen. Der dritte Preis wurde an mvmarchitekt/starkearchitektur aus Köln vergeben. Zudem wurden vier Arbeiten mit Anerkennungen ausgezeichnet. [...]


    Der Standort Lichtwiese bietet zur Zeit Raum für mehr als 8.000 Studierende der Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen, Chemie, Maschinenbau, Materialwissenschaften/Geowissenschaften sowie zahlreiche Forschungsbereiche wie zum Beispiel das Exzellenzcluster Smart Interfaces. Durch das neue Hörsaal- und Medienzentrum soll eine von allen Fachbereichen und Einrichtungen genutzte Mitte als Ort der Begegnung und des universitären Lebens entstehen. Der Neubau deckt mit der Errichtung von vier Hörsälen und mehr als 20 Seminar- und Lehrräumen den Bedarf aller am Standort Lichtwiese beheimateten Fachbereiche und Einrichtungen ab. Im integrierten Medienzentrum wird eine „hybride“ Bibliothek entstehen, die alle bisher dezentral zugänglichen Medienbestände der Fachbibliotheken des Campus Lichtwiese zusammenführt.[/INDENT]



    Alle Wettbewerbsbeiträge der ersten und zweiten Wettbewerbsphase sind zu sehen vom 11. Dezember bis 20. Dezember 2009 im Karo 5 Foyer (Audimax), Karolinenplatz 5, 64289 Darmstadt. Öffnungszeiten: Mo-Fr 7.30 Uhr bis 22.00 Uhr, Sa-So 10.00 bis 18.00 Uhr.


    Weitere Informationen auf der Webseite zum Projekt:




    Daten und Fakten zum Hörsaal- und Medienzentrum


    Nutzfläche insgesamt: 7.500 m²
    [INDENT]davon Medienzentrum: 4.500 m²
    Gemeinsamer Eingangsbereich: 300 m²[/INDENT]


    Kapazitäten:

    • Medienzentrum: rund 460.000 Medien
    • davon Freihandbestand: rund 430.000 Medien
    • Einzel- und Gruppenarbeitsplätze: rund 300
    • Hörsaalzentrum:
      • 4 Hörsäle (ca. 1.400 Plätze)
      • 5 Seminarräume (175 Plätze)
      • 15 Lernräume
      • 2 Multifunktionalräume


    Gesamtkosten: 31,3 Mio. Euro (brutto)


    Baubeginn: 2011



    Ergebnisse des Wettbewerbs


    1. Preis: Ferdinand Heide, Frankfurt




    1. Preis: lwa leyk wollenberg, Berlin




    3. Preis: mvmarchitekt starkearchitektur, Köln



    Bilder: TU Darmstadt

  • Ergänzend noch ein Plan vom Campus Lichtwiese. Das Plangebiet für die Neue Mitte ist rot umrandet. Alle Entwürfe sehen das Hörsaal-/Medienzentrum östlich der Mensa auf der freien Rasenfläche vor. Etwa dort, wo das Wort "Messstrecke" steht:



    Grafik: TU Darmstadt

  • Wow, das hätte ich ja nicht gedacht, dass dieses Projekt tatsächlich kommt. Bin immer davon ausgegangen, das wären "Konjunkturpaket-Luftschlösser"! :lach:


    Muss jedoch sagen, dass mvmarchitekt starkearchitektur sich scheinbar als einzige einen Überblick vor Ort gemacht haben, denn sonst hätten die beiden "Siegerentwürfe" bestimmt nicht die große Wiese am südlichen Ende (Heide) oder komplett (lwa leyk wollenberg), sondern wie mvmarchitekt starkearchitektur am nördlichen Ende zur Bebauung vorgesehen. Am nördlichen Ende steht nämlich ein Heizkraftwerk, das man nicht unbedingt vor der Nase haben möchte, wenn man die verbleibende Wiese nutzt. Außerdem existiert momentan eine Umfahrt um die große Wiese für Pkw und den K-Bus. Wie das nachher aussehen soll, geht bei Heide auch nicht gerade aus dem Entwurf hervor.


    Finde ich aber ansonsten wirklich positiv, dass auf der Lichtwiese was passiert... :daumen:

  • Der Entwurf von Ferdinand Heide mit den ausgesparten Ecken, den großen Fensterflächen und der Terasse im oberen Stockwerk erinnert mich doch irgendwie sehr stark an das Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend in Frankfurt (siehe Luftbild). ;)


    Ansonsten finde ich rein von der Aufteilung den Entwurf von Wagner/Clarmann/Hertling unter den vier Anerkennungen nicht schlecht. Was man sich allerdings bei der Form der beiden Innenhöfe rechts gedacht hat, leuchtet mir noch nicht ganz ein. Doch zurück zur Aufteilung: Im Gegensatz zu allen anderen Entwürfen ist hier auch die etwas kleinere Freifläche westlich der Mensa einbezogen. Der Entwurf besteht nicht aus einem großen Gebäudekomplex, sondern aus drei kleineren Einzelgebäuden. Gemeinsam mit der Mensa wird eine klare Linie gebildet und zusammen mit den Fachbereichsgebäuden Architektur, Maschinenbau, Chemie und Materialwissenschaft ein rechteckiger Platz eingerahmt. Im Zentrum des Platzes ist die Außenterrasse ("Biergarten") vor der Mensa. Das Heizkraftwerk ist abgetrennt, allerdings auch der Fachbereich Bauingenieurwesen, was aber der einzige Nachteil wäre. Dafür haben die Bauingenieure den kürzesten Weg zur Mensa. :)

  • Ich frage mich, ob es bei einer "neuen Mitte" nicht sinnvoller gewesen wäre, die Lichtwiese gleich etwas neu zu "orientieren" - nämlich in Richtung Bahn-Haltepunkt, der ja vom Zentrum der Lichtwiese schon etwas weiter weg ist. Also südlich von den Maschbauern. Und dabei evtl. den K-Bus bis zum Haltepunkt oder kurz davor weiterzuführen.


    Ich finde diese mittige große Wiese nämlich sehr prägend für den Standort, auch wenn das andere sicher anders sehen.


    Welches Innenstadtgelände verkauft die TU eigentlich diesmal um das zu finanzieren? Mit Konjunkturpaket hat das nämlich nix zu tun, und Landesmittel für Neubauten gibts ja nur noch eingeschränkt, seit man unbedingt "autonom" werden wollte.

  • Das Problem dürfte sein, dass dort hinten am Haltepunkt der Odenwaldbahn ein Naturschutzgebiet ist. Ich glaube weiter ausbreiten als der Fachbereich Maschinenbau ist nicht möglich. Man könnte den Golfplatz noch bebauen, mehr aber wohl nicht.


    Zur Erschließung: Die Buslinie K ist bereits jetzt schon stark frequentiert. Eine Verknüpfung mit der Odenwaldbahn wäre zwar sinnvoll, es wird aber die notwendige Kapazität fehlen, um neben Studenten auch noch die Odenwälder zu befördern. Während der Sanierung des Audimax in der Stadtmitte vor einem Jahr wurden einige Vorlesungen in ein Hörsaalzelt auf der Lichtwiese verlegt und es zeigte sich, dass die Buslinie dann sehr schnell an ihre Grenzen stößt. Es wurden Zusatzbusse eingesetzt. Wenn dort nun vier große Hörsäle mit 1400 Plätzen entstehen, wird man sich eine neue Lösung überlegen müssen. Eine könnte sein, die Straßenbahnlinie 2, die während der Schulzeit zur Verstärkung der Linie 9 zwischen HBF und Böllenfalltor eingesetzt wird, dauerhaft fahren zu lassen. An der Haltestelle Jahnstraße könnte sie abzweigen und entlang des Lichtwiesenwegs zum Campus fahren. Optimal wäre natürlich noch eine zweite Station möglichst nahe am Haltepunkt der Odenwaldbahn und wenn der Fahrplan darauf angepasst ist, dass man dort umsteigen kann, um aus dem Odenwald in die Innenstadt zu fahren.

  • Eine könnte sein, die Straßenbahnlinie 2, die während der Schulzeit zur Verstärkung der Linie 9 zwischen HBF und Böllenfalltor eingesetzt wird, dauerhaft fahren zu lassen. An der Haltestelle Jahnstraße könnte sie abzweigen und entlang des Lichtwiesenwegs zum Campus fahren. Optimal wäre natürlich noch eine zweite Station möglichst nahe am Haltepunkt der Odenwaldbahn und wenn der Fahrplan darauf angepasst ist, dass man dort umsteigen kann, um aus dem Odenwald in die Innenstadt zu fahren.


    Diese Idee geistert schon zimlich lange in der Gegend rum, die Haltestelle wäre dann an der Nordseite der Architekturfakultät. Ich gehe davon aus, dass diese Lösung mit dem Bau des Hörsaalzentrums verbunden wird.

  • vor einer zeit stand was im echo zu diesem thema.
    dieser eine unipräsident (ich weiß nicht mehr wer genau er war) sprach über zukünftige bauprojekte an der lichtwiese.
    am ende stellte er noch die bitte an die stadt und sagte: "ich könnte mir gut vorstellen dass wir in 10-15 jahren eine straßenbahn zur lichtwiese brauchen könnten"


    10-15 jahre fand ich ein bisschen lang, weil der k bus jetzt schon nicht ausreicht.
    aber bis die erst mal diese bauten fertiggestellt haben, und der bau der straßenbahn begonnen und beendet wird, ist man schon relativ nah an den 10 jahren.


    ich glaube nämlich auch, dass die straßenbahnlinie zur lichtwiese, nicht über die jahnstraße, sondern über den ostbahnhof führen wird.
    und wenn man was am ostbahnhof was bauen will, ist es ohnehin ein kompliziertes thema.
    ich glaube die müssten zu aller erst die nordostumgehung bauen um das gebiet dort etwas zu beruhigen.
    würde man da auf der landgraf-georg straße einfach anfangen straßenbahnschienen zu legen, würde da das komplette chaos ausbrechen. die straße hat im jetzigen zustand schon, noch nie für das fahrzeugaufkommen gereicht.


    für den jetzigen zeitpunkt muss man einfach die frequenz des k-buses erhöhen.
    in mainz ist es ja auch so; die haben keine straßenbahn, und die busse fahren da teilweise schon im minutentakt.

  • Die TU hat sich nun darauf festgelegt, dass das neue Hörsaal- und Medienzentrum nach den Plänen des Frankfurter Büros Ferdinand Heide gebaut wird. Das stand Ende letzter Woche in der Printausgabe der FAZ-RMZ.


    Die drei Preisträger des Architekturwettbewerbs wurden im vergangenen Dezember aufgefordert, ihre Planung hinsichtlich Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu überarbeiten. Das hat Heide nach Aussage des TU-Kanzlers Manfred Efinger "in sehr kurzer Zeit sehr intensiv getan", weswegen er nun "die Nase vorne" hat. Auch soll Heide der Einzige gewesen sein, der an die Kostengrenze von 31,3 Millionen Euro herankommen konnte.


    Baubeginn ist im kommenden Jahr. Bis Oktober 2012 soll ein viergeschossiges Gebäude mit rund 3.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Vorgesehen sind vier große Hörsäle mit insgesamt 1.450 Plätzen. Sie werden mit mobile Trennwänden ausgestattet, so dass je zwei Hörsäle zusammengelegt werden können. Das Raumangebot wird durch zwei Multifunktionsräume und 20 Lern- und Seminarräume ergänzt. Die gemeinsame Bibliothek für die Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen, Chemie, Maschinenbau sowie Material- und Geowissenschaften soll etwa 4.500 Quadratmeter groß werden und Platz für 460.000 Medieneinheiten sowie 400 Arbeits- und Leseplätze auf drei Ebenen bieten.


    Weitere Informationen gibt es hier. Visualisierung:



    Visualisierung Foyer:



    Visualisierung Hörsaal 1/2, mit 900 Plätzen künftig der größte Hörsaal der TU Darmstadt:



    Bilder: Ferdinand Heide / TU Darmstadt

  • Der (erste?) Kran ist gerade dabei aufgebaut zu werden. Ein Bild von heute Mttag ca. 13 Uhr:



    Zu beobachten ist der Fortschritt auch auf der Baustellenwebcam.

    Einmal editiert, zuletzt von Freeeak () aus folgendem Grund: Bildgrößenanpassung

  • Neubau "Center of Smart Interfaces"

    Und noch ein Neubau für Darmstadt. Auf dem Campus Lichtwiese erhält zurzeit anscheinend das "Center of Smart Interfaces" der TU einen Neubau. Ob der Bau schon begonnen wurde, kann ich leider nicht sagen. Weiß jemand mehr?


    In dem Gebäude sollen sowohl Ausstellungs- Konferenz- und Forschungsbereiche ihren Platz finden. Auf den Renderings wirkt das Gebäude relativ langweilig - es wird wohl vor allem auf die Wertigkeit der Materialien ankommen ...


    Hier ein Link zum Projekt mit Renderings.

  • Neues Studentenwohnheim an der Lichtwiese

    Ziemlich im verborgenen baut das Studentenwerk Darmstadt das nächste große Wohnheim. Nach den Baumaßnahmen an der Berlinerallee und am Steubenplatz ist es das dritte Wohnheim in kürzester Zeit.
    Entwurfszeichner sind Werk.Um Architekten
    Eine kleine Beschreibung gib es hier zu lesen.
    Und eine kleine Visualisierung:



    Bild: werk.um


    Was ich mich bei so großen Bauprojekten immer frage, warum wird der beste Entwurf nicht durch einen Wettbewerb, oder ein anderes öffentliches Verfahren gesucht? Denn meiner Meinung nach enttäuscht der Entwurf auf ganzer Linie: Angefangen bei den "tanzenden Fenstern" die es so in Darmstadt in viel diskutierter Form am Welcome Hotel gibt, die den Gebäuden den Charakter von übereinander gestapelten Containern verleihen... Könnte die Liste noch weiter fortführen, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

  • Ein ganz garstiger Entwurf. Sicher, der Kostendruck ist evident. Doch wenn man an die langgestreckten Wohngebäude wenigstens Balkons angesetzt hätte. Oder, besser, Laubengänge, dann wären innenliegende Treppenhäuser verzichtbar gewesen, was Kostenersparnis und/oder mehr Wohnraum gebracht hätte. Das mit der Notwendigkeit eines Wettbewerbs sehe ich auch so.


    In der FAZ stand gestern auch etwas dazu. Und den Beitrag habe ich in den Campus-Thread geschoben.

  • Neubau Hörsaalzentrum

    Die Gerüste sind gefallen und es wird im Innern wie wild gearbeitet, aber seht selbst:



    Bis auf die Sanierung des Fachbereich Chemie ist an der Lichtwiese irgendwie alles neue von einer schlechten gestalterischen Qualität. Schade.

  • Auf der Lichtwiese...

    ...sollen noch viele Bauten entstehen. Schon vor einiger Zeit wurde ein Rahmenplan vorgestellt (hier der Link zu einem Bericht im Darmstädter Echo vom März 2013 und hier der Link zu einem PDF der TU Darmstadt mit Details der Planung). Jetzt kritisiert der städtische Naturschutzbeirat die Bautätigkeit und die Ausweitung der bebauten Fläche. Der Link zum Artikel im Darmstädter Echo ist hier.

  • Nochmal: Langfristige Planung TU Lichtwiese

    Als Antwort auf die Kritik des Naturschutzbeirats (vgl. voriger Post) hat der Kanzler der TU Darmstadt jetzt klargestellt (Bericht im Darmstädter Echo: hier), dass es nur für Teile der im Rahmenplan vorgesehenen Gebäude eine Planung bzw. Planungsabsichten gibt. Die maximal im Rahmenplan festgeschriebene Gebäudezahl und Bauhöhen würden in den nächsten 10 Jahren sicher nicht ausgeschöpft.


    Der Grundstein für die "ETA-Fabrik" wurde in der letzten Woche gelegt. Dort sollen innovative Produktionsmethoden studiert werden. Die Pressemitteilung der TU-Kommunikationsabteilung ist hier; auf der Seite gibt es auch ein Info-Video (mit Statements von Ministern, die nicht mehr in diesen Ämtern tätig sind), das ein Rendering des geplanten Baus enthält. Architektonisch gehen: Naja, ne Halle halt. Was soll man sagen?


    Konkrete Überlegungen für weitere Bauten auf der Lichtwiese gibt es nach Angaben des Kanzlers der TU zu:

    • Kraftwerkserweiterung ab 2015
    • Lehrzentrum Maschinenbau ab 2015
    • Logistik-Lernfabrik ab 2016
    • Studentenwohnheim auf der Westseite des Campus ab 2017
    • Laborgebäude für Bauingenieurwesen frühestens ab 2018
    • eventuell die Verlegung der Materialprüfungsanstalt aus der Innenstadt (Grafenstraße) ab vielleicht 2020
  • Straßenbahnanbindung TU-Lichtwiese konkretisiert sich

    Nachdem sich im letzten Jahr bereits abgezeichnet hat, dass der Campus Lichtwiese wohl über den Lichtwiesenweg von der Nieder-Ramstädter Straße aus mit einer Straßenbahnanbindung besser durch den ÖPNV erschlossen werden soll, hat sich dieses Vorhaben in den letzten Tagen konkretisiert. Das Darmstädter Echo, das Darmstädter Tagblatt und die Frankfurter Rundschau berichten.


    Leider ist die Grafik des Echos mit der geplanten Route unvollständig, aber die Beschreibung im Text ist relativ klar. Es wird offensichtlich die Variante favorisiert, die in der 2012 erarbeiteten Rahmenplanung für die Lichtwiese auf Seite 11 orangerot eingezeichnet ist. Unklar bleibt, ob und warum eine Schienenverbindung an der Jahnstraße nach Süden Richtung Böllenfalltor realisiert werden soll.


    Ziel der aktuellen Übereinkunft zwischen der Stadt Darmstadt und Heag Mobilo, der "den Beginn verbindlicher Zusammenarbeit und Planung" markieren solle - so die Pressetexte, ist die Realisierung der Strecke bis 2017. Die Baukosten sollen 8,3 Millionen Euro betragen und der jährliche Zuschuss zum Betrieb ca. 650 Tausen Euro. Eine Verlängerung der Tram (es soll die Linie 2 werden, die aktuell zu den Spitzenzeiten zwischen Bahnhof und Böllenfalltor verkehrt) zum Haltepunkt TU-Lichtwiese der Odenwaldbahn erfolgt nicht.


    Als Folge der Straßenbahnanbindung soll dann die Linie K seltener (nur alle 15 Minuten) und die Verlängerung der Linie 5515 als Linie KU komplett entfallen. Mit der letzeren Maßnahme wäre die erst vor kurzem realisierte "richtige" Verbindung zwischen dem Innenstadt-Campus der TU (an der Haltestelle Alexanderstraße) und der Lichtwiese wieder eingestellt. Man mag zwar argumentieren, dass der Fußweg zum Schloss für viele in der Innenstadt nicht weit ist, aber der Weg von der Haltestelle Jahnstraße/Hochschulstadion zur Lichtwiese ist auch nicht viel weiter - und dafür ist man ja bereit, 8 Mio+ auszugeben. Vielleicht fällt jemandem bis 2017 noch ein, wie man die Verbindung erhalten kann.