NMA Paul-Gerhardt-Allee (2.400 WE) [in Bau]

  • ^ Oder man verpflichtet den Entwickler einen Anteil an preiswertem Wohnraum zu schaffen, wie es z.B. in England geschieht. Bei gleichzeitigen strengen Gestaltungsvorgaben bekommt man so alles was man will: Gute Architektur, preiswerten Wohnraum. Die Städte nutzen einfach nicht ihre Macht, die sie zweifellos haben.

  • Guten Morgen

    Man könnte nun schon locker mit einer fertigen abgesegneten Planung dastehen, da seit über einem Jahrzehnt feststeht dass das Gelände entwickelt wird. Wieso man wartet, bis die Großmärkte umgezogen sind, um dann mit dem Wettbewerb loszulegen, versteh ich wirklich nicht. Die Umstrukturierungsprozesse dauern in München extrem lang. Im Falle der Zentralen Bahnflächen eigentlich zwei Jahrzehnte.

  • Man könnte nun schon locker mit einer fertigen abgesegneten Planung dastehen, da seit über einem Jahrzehnt feststeht dass das Gelände entwickelt wird. Wieso man wartet, bis die Großmärkte umgezogen sind, um dann mit dem Wettbewerb loszulegen, versteh ich wirklich nicht. Die Umstrukturierungsprozesse dauern in München extrem lang. Im Falle der Zentralen Bahnflächen eigentlich zwei Jahrzehnte.


    Frage: wieso ist es erstrebenswert dass die Großmärkte aus der Stadt umziehen? Dann werden meiner Meinung nach nicht weniger sondern noch mehr Wohnungen in München fehlen als vorher: mehr Einwohner -> mehr Arbeitsplätze.


    Wieso soll der Wohraum in München preiswerter werden? Es werden dann doch millionen Menschen aus Nord- und Ostdeutschland hierher ziehen wollen.

  • Frage: wieso ist es erstrebenswert dass die Großmärkte aus der Stadt umziehen? Dann werden meiner Meinung nach nicht weniger sondern noch mehr Wohnungen in München fehlen als vorher: mehr Einwohner -> mehr Arbeitsplätze.


    Die Großmärkte sind innerhalb der Stadt umgezogen. Ansonsten verstehe ich die Logik in deinem Satz nicht.



    Wieso soll der Wohraum in München preiswerter werden? Es werden dann doch millionen Menschen aus Nord- und Ostdeutschland hierher ziehen wollen.


    Preiswerter, damit sich auch normale Leute Wohnungen kaufen können. Preiswerter, damit nicht soviel Geld des Gehalts für die Miete drauf geht. Eine Fremdenscheu, dass Leute aus Nord- oder Ostdeutschland hierher ziehen wollen, hab ich nicht. Eine Großstadt muss auch den Anspruch haben eine Art Schmelztiegel zu sein. Es ist sicherlich nicht erstrebenswert, sich abschotten zu wollen und "Wir bleiben lieber unter uns"-anstreben zu wollen.

  • Die Großmärkte sind innerhalb der Stadt umgezogen. Ansonsten verstehe ich die Logik in deinem Satz nicht.


    Die Logik ist folgende: wenn Großmärkte ausziehen dann werden an der Stelle Wohnungen und Büros gebaut. Somit wird München wirtschaftlich noch attraktiver für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer und es werden noch mehr Wohnungen fehlen. Gleichzeitig wird München weniger grün und von Gefühl "überfüllter".


    Es ist eine eine ganz einfache Mathematik: Bedarf = Vorhanden * Faktor. Anderswo in Deutschland ist Faktor < 1, somit Bedarf < Vorhanden und als Folge es gibt Arbeitslosigkeit bzw. die Leute ziehen fort. In München dagegen ist Faktor > 1, IMO Faktor = 1.1, somit bei der Stadtgröße = 1 Million fehlen 100 Tausend Wohnungen. Bei der Stadtgröße = 2 Millionen werden 200 Tausend Wohnungen fehlen.



    Preiswerter, damit sich auch normale Leute Wohnungen kaufen können. Preiswerter, damit nicht soviel Geld des Gehalts für die Miete drauf geht. Eine Fremdenscheu, dass Leute aus Nord- oder Ostdeutschland hierher ziehen wollen, hab ich nicht. Eine Großstadt muss auch den Anspruch haben eine Art Schmelztiegel zu sein. Es ist sicherlich nicht erstrebenswert, sich abschotten zu wollen und "Wir bleiben lieber unter uns"-anstreben zu wollen.


    Frage: wie viele Menschen von anderswo nach München ziehen würden wenn hier der Wohnraum so günstig wie in Leipzig wäre? Wahrscheinlich viele Millionen. Kann München das verkraften? Wollen wir das unsere schöne, kleine, grüne Stadt sich so verändert?


    Das Problem ist nicht der fehlende Wohnraum sondern die DAX Konzerne die in München viele Arbeitnehmer beschäftigen, siehe hier: http://upload.wikimedia.org/wi…nternehmen_%282010%29.PNG


    München ist mit gut 7 überrepräsentiert, es gibt keinen eizigen in Ostdeutschland und gerade zwei nördlicher von Kassel.

  • In der Stadtausgabe der SZ von heute (19.07.) auf S. 42 gibt es neue Infos zum Gebiet, das übrigens 34 ha groß ist:
    - Wohngebiet soll mit deutlich geringerer Dichte als ursprünglich geplant entwickelt werden --> Geschossfläche um 1/3 reduziert
    - es sollen einmal 4.500 Menschen dort in 2.000 Wohnungen leben
    - kein neuer S-Bahn-Halt auf Höhe der Berduxstraße, da weniger Einwohner
    - es wird noch länger dauern, bis die 37 Unternehmen ihre Standorte verlagert haben, deshalb Entwicklung des Gesamtareals in fünf Teilbereichen
    - weitere vorgesehene Einrichtungen: vierzügige Grundschule mit Tagesheim, Mittagsbettreuung und Dreifach-Sporthalle; Kinder-, Jugend- und Familienzentrum


    Hier ein Link zum beschlossenen Entwurf im Stadtrat und weiteren Dokumenten. Vor allem das PDF "Anlagen" ist interessant mit vielen Karten:
    http://www.ris-muenchen.de/RII…kumente.jsp?risid=2369872

    Einmal editiert, zuletzt von SimonMuc () aus folgendem Grund: Einfügen eines Links für weitere Infos

  • ^^


    Absolut unverständlich diese Stadtplanung! Ich hatte eine derartige Entwicklung schon fast geahnt. Aber dass es so schlimm kommen würde? Anstatt neuen Wohnraum für möglichst viele Menschen mit Anbindung an die S-Bahn zu schaffen wird in Richtung Luxus-Quartier mit hoher PKW-Nutzungsdichte geplant. Wer wechselt bitte diese Entscheidungsträger aus?

  • Das Gebiet hat wahnsinnig viel Potential:


    Gute Lage, welche mit einem S-Bahn-Halt und eine Brücke über die Gleise sehr leicht an dem öffentlichen Nahverkehr und an den Nymphenburger Park anbindbar wäre. Grünflächen sind also mehr als ausreichend vorhanden, weswegen eine hohe Wohnungsdichte in Frage kommt. Auf Grund der Gleisnähe macht eine gemischte Bebauung (Wohnung + Gewerbe + Büro als Lärmschutz) mehr als Sinn. Blockrandbebauung, viergeschössig, ...


    Wer wundert sich eigentlich noch, dass München in den letzten Jahrzehnten nie seine eigenen Vorgaben an neuen Wohnungen pro Jahr erreicht? :nono:


  • Dass hier die Dichte runtergefahren wird ist unverzeihlich und kurzsichtig. Aus ökologischen und sozialen Gründen. Auch der Stadt entgeht die Grunderwerbsteuer auf die nicht gebauten Wohnungen. ob da die Kosten für den Bahnhof und Infrastruktur wie Kitas Schulen etc. gespart werden?


    Die Parkstadt Schwabing hat 40ha und ist 20 Jahre nach den ersten Verhandlungen mit Grundeigentümern und Firmen vor Ort immer noch zu ca. 25 Prozent unbebaut. Dass man hier bei 35 Betrieben die Sache in Schritten angeht ist nur konsequent.


  • Sorry, aber man kann das nicht so stehen lassen. Vor Allem weil das Thema komplex ist und nicht so pauschal behandelt werden kann. das Beispiel ist mathematischer Quatsch. In deinem Millionen-Beispiel ist der Wohnungsbedarf zweimal 10%. und der Faktor 1,1 entbehrt noch jeder Grundlage.


    die Preise der Wohnungen werden solange steigen, bis die Nachfrage nachlässt, im Fall München, bis weniger Zuwanderung entsteht, weil es einigen zu teuer wird. für bereits hier wohnende ein problem. die einzige Abhilfe ist, die Angebotsseite zu entspannen durch Neuausweisung von Wohnbau-Flächen oder anderen Eingriffen wie Preisbindung. Geschieht dies nicht, Muss man die hohen Preise ertragen. Die aktuelle Politik weist Flächen aus, zwingt uns aber auch, wegen derer geringen Menge, hohe Preise zu ertragen.


    Dass geringere Dichte bei gleicher Nachfrage nach Wohnraum mehr Ressourcen verbraucht und mehr Infrastruktur fordert, ist glaube ich fast allgemein anerkannt. Statt einer "gefuehlt überfüllten" dichten Stadt hätten wir längere Wege, mehr Individualverkehr und weniger Kunden in den Läden ob der geringeren Menschen in deren Einzugsgebieten


    Die Präsenz der Dax Konzerne steigern eher den Wohlstand Aller, ansonsten hätten wir wohl zustände wie in Berlin. Schlechtere Schulen, schlechterern Wohnraum, ungepflegte Parks. Noch mehr Armutsfälle.


    umso aergerlicher, dass hier die Dichte runtergefahren wird.

  • Sorry, aber man kann das nicht so stehen lassen. Vor Allem weil das Thema komplex ist und nicht so pauschal behandelt werden kann. das Beispiel ist mathematischer Quatsch. In deinem Millionen-Beispiel ist der Wohnungsbedarf zweimal 10%. und der Faktor 1,1 entbehrt noch jeder Grundlage.


    Wie viele Wohnungen fehlen in München? Ich habe zuletzt von 100 Tausend gehört. Wie viele stehen leer in Görlitz? Was sagt die Formel? Was soll dara falsch sein? Natürlich ist der Zusammenhang nicht linear, allerdings für München bei Übergang von 1.2 auf 1.5 Millionen Einwohner (1990-2025) kann es als linear angenommen werden, die Wohnungen werden danach genauso fehlen wie vorher!


    die Preise der Wohnungen werden solange steigen, bis die Nachfrage nachlässt, im Fall München, bis weniger Zuwanderung entsteht, weil es einigen zu teuer wird.


    Einverstanden! Dabei ist die Zuwanderung nicht weil Menschen München so schön finden sondern wegen den Arbeitsplätzen, unter anderem wg. DAX-Konzerne.


    für bereits hier wohnende ein problem. die einzige Abhilfe ist, die Angebotsseite zu entspannen durch Neuausweisung von Wohnbau-Flächen oder anderen Eingriffen wie Preisbindung.


    Wie soll man zw. bereits Wohnenden und Zugereisten unterscheiden? Ich warne von den Eingriffen der Politik in die Preisbindung, dadurch fordert man unter anderem die Korruption in dem die Politiker ihre Spezis begünstigen.


    Die Präsenz der Dax Konzerne steigern eher den Wohlstand Aller, ansonsten hätten wir wohl zustände wie in Berlin. Schlechtere Schulen, schlechterern Wohnraum, ungepflegte Parks. Noch mehr Armutsfälle.


    Genau, Die Präsenz der Dax Konzerne im Stadtgebiet steigern den Wohlstand aller Münchner, aber nicht restlichen Bundesbürger (OK, es gibt Solidaritätszuschlag). Gerechter wäre es wenn es bundesweit gleichmässiger verteilt wäre, davon würde auch München profitieren - weniger Einwohner, niedrigere Mieten, weniger Bedarf an Infrastruktur, der Stadt würde mit weniger Einnahmen auskommen.

  • Das Gebiet hat wahnsinnig viel Potential:


    Gute Lage, welche mit einem S-Bahn-Halt und eine Brücke über die Gleise sehr leicht an dem öffentlichen Nahverkehr und an den Nymphenburger Park anbindbar wäre. Grünflächen sind also mehr als ausreichend vorhanden, weswegen eine hohe Wohnungsdichte in Frage kommt. Auf Grund der Gleisnähe macht eine gemischte Bebauung (Wohnung + Gewerbe + Büro als Lärmschutz) mehr als Sinn. Blockrandbebauung, viergeschössig, ...


    Wer wundert sich eigentlich noch, dass München in den letzten Jahrzehnten nie seine eigenen Vorgaben an neuen Wohnungen pro Jahr erreicht? :nono:


    Wofür ist der Luitpoldpark da, da ja Grünflächen mehr als ausreichend im Olympiapark vorhanden sind?
    Und wofür ist der Hofgarten da, da ja Grünflächen gleich nebenan im Englischen Garten vorhanden sind?

  • Unabhängig davon, dass du bei deiner Fragestellung die Geschichte Münchens außen vor gelassen hast, habe ich deine Kritik verstanden ;)


    Richtig müsste es nämlich heißen:
    Wofür ist der Olympiapark da, da ja Grünflächen mehr als ausreichend im Luitpoldpark vorhanden sind?
    Und wofür ist der Englischen Garten da, da ja Grünflächen gleich nebenan im Hofgarten vorhanden sind?
    Die Aussage macht, mit bezug auf die Historie, nur wenig Sinn!


    Solange man mit Hilfe von Landschaftsarchitekten einen neuen Park gezielt anlegt, bin ich der letzte der dagegen Einspruch erhebt. Ich hatte nie vor den Sinn, Zweck und Nutzen von Grünanlagen zu bezweifeln. Da aber in jüngster Vergangenheit bei Münchner Neubaugebieten "Grün" in Form von 2m-Abstandsgrün zwischen Mehrfamilienpunkthäusern und Straße praktiziert wird, würd ich mir persönlich eine dichtere Bebauung wünschen.


    2m-Abstandsgrün zerstört das städtische Leben ohne dabei einen anderen Mehrwert (Erholungswert) zu schaffen!

  • Die Stadt hat nun zusammen mit dem Eigentümer Aurelis ein geändertes Gesamtkonzept vorgestellt, das ohne S-Bahn-Anschluss und weitere Verkehrsanbindungen auskommen soll. Nach dem neuen Konzept reicht die zusätzliche Erschließung per Bus und Radlnetz, die Straßenanbindung für Pkw gilt bereits als leistungsfähig genug. Trotzdem sollen immerhin bis zu 2.000 Wohnungen für ca. 4.500 Anwohner, ein „Quartierszentrum“ mit Geschäften, „Jugendspielflächen“, ein ausgedehnter Park, sowie eine Grundschule und Betreuungseinrichtungen für Kinder entstehen.


    Quelle:
    http://www.propercity-muenchen…gerhardt-allee-38285.html
    http://www.deal-magazin.com/index.php?cont=news&news=19139

  • ... 2.000 Wohnungen für ca. 4.500 Anwohner


    Da hakt das Ganze schon! Man will ein Familienquartier im kinderfreundlichen München bauen und dann bekommt rechnerisch nur maximal jede 3. Wohnung ein Kinderzimmer????



    ...ein ausgedehnter Park...


    Wozu??? Man hat den Nymphenburger Schlosspark samt angrenzende Parklandschaft auf geschätzten 3 km² direkt vor der Haustüre. Da brauche ich kein erweitertes Hundeklo mitten im Quartier.

  • In der Pasinger Fabrik ist heute um 19 Uhr dazu die Präsentation von Aurelis.
    Aber ob man an der geringen Anzahl von Wohnungen noch was ändern kann? Wahrscheinlich nicht...

  • ^^


    Ich hab mir das Ganze mal angehört und bin relativ ernüchtert. Wenn so Stadtplanung überall in München abläuft - dann gute Nacht! Aber mal der dargestellten Argumentationskette nach, die zumindest recht schlüssig beginnt:


    1) Der S-Bahn Halt Berduxstraße entfällt, weil


    a) man im Gebiet mindestens 10 000 Einwohner und 5 000 Arbeitsplätze ansiedeln müsste um eine KNF > 1 zu erreichen (hier ist es extrem nachteilig, dass das Einzugsgebiet östlich der Haltestelle wegen dem Schlosspark praktisch Null ist).


    b) die technische Realisierung mit dem jetzt vorhanden Überwerfungsbauwerk, das erst im Rahmen der ABS nach Ingolstadt entstanden ist, sehr aufwändig würde.


    2) Nur mit einem Anschluss an ein Massentransportmittel des ÖV kann eine hohe Nutzungsdichte realisiert werden.


    3) Folglich wurden ALLE Büroflächen gestrichen. Es wird ein reines Wohngebiet für eine Bevölkerung von 4500 Menschen ausgewiesen. Ergänzt wird das Ganze im Wesentlichen durch eine Schule und ein kleines Dienstleistungszentrum.


    4) Nun wird argumentiert, dass man eigentlich auch für die 4500 Neubürger einen vernünftigen ÖPNV braucht. Dazu wird ein Quartierbus zum Nordausgang am Pasinger Bahnhof geplant. Dieser wird aber langfristig als zu wenig leistungsfähig betrachtet. Die Straßenbahnhaltestelle am Knie soll über einen Steg erreichbar sein. Die Anbindung erscheint aber als zu weit.


    5) Darauf wird erst nach einer Wortmeldung aus dem Publikum die Anbindung mittels U-Bahn diskutiert. Bei einer Führung der U5 nach Pasing entsprechend den bisher veröffentlichten Planungen über den Bahnhof Knie, ist auch diese Erschließung sehr dezentral. Nun zieht der Stadtvertreter eine bis dahin nicht gezeigte Powerpointfolie und zeigt die von mir nachgezeichnete "Variante 2":


    http://maps.google.com/maps/ms…499.0004acec648a03c09d124


    6) Nun wird aber umgehend darauf hingewiesen, dass diese Trassenwahl bei der vorgesehen Nutzungsdichte kaum auf einen KNF > 1 kommt.



    Man kann bei soviel Planungschaos nur den Kopf schütteln. Da wird die zuerst angestrebte Planung aufgrund fehlenden ÖV Anschluss verworfen, um festzustellen, dass es auch mit der reduzierten Dichte keine passende ÖV Anbindung gibt. Darauf wird eine U-Bahn skizziert aber im gleichen Atemzug angegeben, dass man keine Förderfähigkeit erreicht, da die Dichte im Entwicklungsgebiet fehlt. Unglaublich! Das sind die Leute die München in die Zukunft führen wollen? München lebt wirklich nur von den Seen, Alpen und seinen Biergärten.


    Ein weiteres Grundproblem dieser Veranstaltungen ist, dass praktisch ausschließlich Anwohner ihre Ängste lauthals hinausposaunen. Ist klar, diese würden am liebsten eine Erweiterung des Schlossparks oder maximal eine Einfamilienhaussiedlung! Die Leute sehen in der Entwicklung grundsätzlich und überall Probleme. Dass man mit der Entwicklung dringend benötigten Wohnraum schafft, kommt nicht zur Geltung. Die Diskussion erschien mir sehr egozentrisch. Da muss man auf der einen Seite in München 13 Euro pro Quadratmeter und Monat berappen und bereits gesättigte Vermögensmillionäre in Pasing beklagen sich über eine 2 minütige Rotphase einer Ampel oder über möglichen Lärm der neu zu errichtenden Schule!

    Einmal editiert, zuletzt von Isek ()

  • Vielen herzlichen Dank an Isek für die genaue Erklärung dieses Konflikts. Das kann man ja fast als Teufelskreis bezeichnen...


    Und ein weiterer S-Bahn Halt auf der Stammstrecke zwischen Laim und Pasing wurde nicht erwogen? Das hätte den Vorteil, dass auch aus Laim Fahrgäste einsteigen könnten, wobei in diesem Bereich die Bevölkerungsdichte auch nicht sehr hoch ist...

  • Ein S-Bahn Halt in dieser Lage - egal ob zwischen Laim und Pasing oder zwischen Laim und Obermenzing - braucht praktisch einen besonderen Nutzen, da in diesem Bereich die S-Bahn sehr viele Fahrgäste von "weiter draussen" befördert. Ein zusätzlicher Stopp würde für einen sehr hohen Prozentsatz an Fahrgästen gleich eine mindestens 2 Minuten längere Fahrzeit bedeuten. Ein S-Bahnhalt in dieser Lage bräuchte sinnvoller Weise ein Einzuggebiet von mindestens 20 000 Einwohnern oder Arbeitsplätze. Das war ja auch schonmal Diskussion im Bezug auf den Bahnhof Hirschgarten. Damals war es schon eminent wichtig, dass dieser Bahnhof bei der Berechnung des Kosten-Nutzen-Faktors für die Stamm2 berücksichtigt wird. Eine langsame Stamm1 erhöht den Nutzen von Stamm2. :cool: