NMA Paul-Gerhardt-Allee (2.400 WE) [in Bau]

  • Ein riesiges Areal, aber es wird kaum in der Öffentlichkeit darüber berichtet oder gar diskutiert?! Oder hab nur ich den Eindruck? 170 ha ist größer als die hamburger "Hafencity"! Und vergleicht man die Publicity die die "Hafencity" so erhält..


  • Siehe auch nicht funktionstüchtige Seite auf:


    http://www.muenchen.de/Rathaus…30/hlp_paul_gerhardt.html


    Mein Gott, ist die Seite immer noch kaputt. Das war sie schon vor Monaten. Man, man, man die Münchner Stadtverwaltung ist manchmal sowas von peinlich.


    Interessanterweise gibt es in diesem Gebiet sogar drei Institute der TU München. Damals in den 60er Jahren plante man die Architekten und Bauingenieure dorthin auszugliedern. Drei Institute der Bauingenieure wurden das tatsächlich und sind immer noch dort. Zur Zeit gibt es Diskussionen, ob man dort bleiben oder nach Garching ziehen soll.

  • Und es scheint hier langsam los zu gehen.
    Der Praktiker in der Berduxstraße wird doch wahrschienlich über kurz oder lang durch dem im Gleisdreieck in Neuaubing ersetzt?

  • Nicht nur "über kurz oder lang" der Praktiker schließt zum Jahresende. Bald darauf folgt die Metro. Jedoch was ich weiß ist gerade dieses Gebiet von der restlichen Entwicklung im NMA Projekt "Paul-Gerhardt-Alle" entkoppelt. Also dort wird die Bebauung warscheinlich bereits 2011 oder so realisiert werden. Vielleicht hat einer kurz Zeit um zu suchen: Ich denke es gibt für dieses Teilgebiet bereits einen Bebauungsplan.

  • BEi einer kurzen Suche habe ich auf der HP der Stadt dies hier gefunden:


    Zitat

    Paul-Gerhardt-Allee


    Für den Teilbereich Paul-Gerhardt-Allee liegen derzeit noch keine konkreten Planungen vor. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung erarbeitet derzeit mit den Grundeigentümern ein Strukturkonzept, welches die Grundlage für die weiteren Planungsschritte sein soll. Erste Ergebnisse werden in der ersten Jahreshälfte 2010 erwartet.


    http://www.muenchen.de/Rathaus…/171659/paul_gerhard.html

  • Nicht nur "über kurz oder lang" der Praktiker schließt zum Jahresende. Bald darauf folgt die Metro.


    War heute beim neuen Praktiker am Gleisdreieck. Konnte aber in der Dunkelheit nicht recht erkennen, wo da die Metro noch hinsoll. Die Entwicklung des Areals an der Paul-Gerhardt-Allee soll sich aber wohl noch etwas hinziehen.

  • Aus der Rathaus-Umschau:

    2.000 Wohneinheiten an der Paul-Gerhardt-Allee
    Im Jahr 2011 steht auch ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer
    Ideenwettbewerb für das bisherige Gewerbegebiet östlich der Paul-Gerhardt-
    Allee auf dem Programm, das in ein Wohngebiet umgewandelt werden
    soll. Bei Einbeziehung von Nachbarflächen könnten hier ca. 2.000
    Wohneinheiten für ca. 4.500 Bewohnerinnen und Bewohner entstehen.
    Zuvor müssen den ansässigen Betrieben von den Grundeigentümern Ersatzflächen an Ersatzstandorten angeboten werden.

  • Gut, dass es hier losgeht. Wieder ein Tropfen auf den heißen Stein des knappen Wohnungsmarkts. Und auch interessant an diesem Beispiel zu sehen, dass es wohl doch möglich ist, dass sich die Stadt massiv in die Stadtplanung einmischt und es tatsächlich vollbringt, ein ganzes Gewerbegebiet umzusiedeln und für Wohnbebauung zur Verfügung zu stellen. So etwas sollte öfter passieren. Nur schade, dass die öffentliche Anbindung nicht besonders gut sein wird. Architektonisch braucht man ja wie immer nichts zu erwarten ;-)

  • Wenn man einen verdichteten Bereich schaffen würde, würde sich auch ein S-Bahn halt lohnen. So wird nur wieder eine weitere stadtnahe Fläche mit Punkthäusern und Grünzügen verschwendet.

  • Ursprünglich war ja ein S-Bahnhalt Paul-Gerhardt Allee an der S1/S2 geplant. Aber diese Planungen wurden anscheinend aufgegeben? Ich hoffe, dass hier nicht viele öffentliche Grünflächen geplant werden. Der Nymphenburger Park ist ja direkt daneben, es müssen nur gute Querungsmöglichkeiten über die Schienen geschaffen werden. Ich hätte gern ein Hochhaus direkt im Gleisdreick der S1/S2 und Eisenbahnhauptstrecke.

  • Ich habe lange in diesem Forum nur gelesen, jetzt aber muss ich mich zu Wort melden!


    Wenn ich lese "Wieder ein Tropfen auf den heißen Stein des knappen Wohnungsmarkts" oder "Ich hoffe, dass hier nicht viele öffentliche Grünflächen geplant werden" dann frage ich mich ob dadurch der Münchner Wohnungsmarkt entlastet wird oder die exponentielle Zersiedlung der Stadt befördert wird - siehe Beispiel Kairo mit heute 7 Mln. Einwohner. Übertrieben gesagt "die ganze Welt will in München wohnen", oder zumindestens die Bürger aus dem Norden und Osten der Republik. Und wenn sie die Möglichkeit dazu haben dann werden sie es auch tun.


    Wenn noch mehr Menschen in München wohnen dann enstehen hier noch mehr Arbeitsplätze und noch mehr Menschen nach Südbayern ziehen werden. Aber es ist eben das Schöne in München - viel Grün, Kleinstadtgefühl, die "wilden" Ecken!


    Ich beobachte in München seit einigen Jahren diese Beschleunigung, regelungstechnisch ausgedruckt die "Positive Rückkoplung" zw. Stadtgröße und Stadtwachstum http://de.wikipedia.org/wiki/Positive_R%C3%BCckkopplung


    Wollen wir das wirklich?

  • Kann ich nicht bestätigen, dass München in eine negative Richtung beschleunigt.
    Fast alle Neubauten haben doch entweder Schandflecke ersetzt oder sind auf brachliegenden, nicht-öffentlichen Flächen entstanden.
    Klar man hätte mehr daraus machen können, wie etwa im Arnulfpark.
    Allerdings findet sich halt nicht immer ein Projektentwickler der ewig Geld reinsteckt und falls doch, dann sind es halt wieder sauteure Wohnungen, was auch niemand will.
    München entwickelt sich zwar extrem langsam, aber stetig zu der Stadt, die es immer werden sollte. Eine ruhige, gemütliche, grüne Metropole ohne nennenswerten Autoverkehr im Innenraum.
    Allerdings würde ich mir manchmal wünschen, dass die DAX-Unternehmen in andere Städte ziehen, damit sich die Preise hier nicht noch weiter von der Realität entfernen.

  • Kann ich nicht bestätigen, dass München in eine negative Richtung beschleunigt.
    Fast alle Neubauten haben doch entweder Schandflecke ersetzt oder sind auf brachliegenden, nicht-öffentlichen Flächen entstanden.
    Klar man hätte mehr daraus machen können, wie etwa im Arnulfpark.
    Allerdings findet sich halt nicht immer ein Projektentwickler der ewig Geld reinsteckt und falls doch, dann sind es halt wieder sauteure Wohnungen, was auch niemand will.
    München entwickelt sich zwar extrem langsam, aber stetig zu der Stadt, die es immer werden sollte. Eine ruhige, gemütliche, grüne Metropole ohne nennenswerten Autoverkehr im Innenraum.
    Allerdings würde ich mir manchmal wünschen, dass die DAX-Unternehmen in andere Städte ziehen, damit sich die Preise hier nicht noch weiter von der Realität entfernen.



    Gentrifizierung auf Stadtebene also... Dagegen hilft nur preiswerter wohnraum via Förderung, oder etwa nicht? Soll dies hier umgesetzt werden?