Einzelne Projekte Linien- Ecke Alte Schönhauser Straße

  • Rückseite fertig

    Das Gebäude "Alte Schönhauser Str. 5" ist immer noch eingerüstet. Innenausbau läuft gerade. Aber die Rückseite ist schon fertig. Zwar nicht ganz so verspielt wie die Vorderseite aber die Materialanmutung ist identisch mit der Front.


    Hier ein paar Bilder von heute:





  • Alte Schönhauser Straße 5

    ^ Beim BV Alte Schönhauser Straße 5 wurden jetzt auch an der Vorderseite die Gerüste abgebaut.


    Das Ergebnis gefällt mir ausgesprochen gut:







  • ^Ja, mir auch, ein sehr schönes, wertiges Gebäude.


    Es gibt auch Neuigkeiten von der Linienstraße 220/220 (zuletzt hier). Endlich ist eine Tafel mit einem Rendering angebracht worden. Ich hatte mein Handy nicht dabei, daher eine kleine Schilderung, die dazu verhelfen soll, etwaig bestehende zu hohe Erwartungen herunterzuschrauben. Das Ergebnis ist nämlich leider ziemlich trist: Der Bau ähnelt den beiden benachbarten Gebäuden, wirkt aber eintöniger und einfallsloser; die Fenster sind noch ein wenig größer, symmetrisch und nehmen fast die gesamte Fassadenfläche ein. Das neue Gebäude wird auch die (für sich genommen gar nicht so schlechten) Nachbarn in Mitleidenschaft ziehen, weil nun durch es eine sehr einförmige und abwechlungsarme Zeile entsteht. Schade.

  • ^


    Der späten Zeit geschuldet ein Foto in mangelnder Qualität, welches aber dein Fazit unterstützt: Ein typischer Bau in der Linienstraße der letzten Jahre, der leider zu stark mit den beiden umgebenden Bauten harmoniert. Hier wäre ein wie auch immer gearteter Kontrast deutlich besser gewesen. Die versetzte vertikale Achse wirkt auch unglücklich.



    (c) ich selbst

  • Alte Schönhauser Straße 5

    Auch wenn es sich beim Fassadenmaterial nur um Klinkerriemchen handelt ist das Ergebnis - soweit man es denn beurteilen kann - schon sehr gut geworden und fügt der abwechslungsreichen Alten Schönhauser ein weiteres sehenswertes Gebäude hinzu.


    Linienstraße 220: Der geplante Neubau wirkt auf der Visu eher wie ein Bürogebäude. Dennoch machen die großen Fenster m.E. Sinn da das Grundstück sehr klein und eng umbaut ist.

  • Warum nicht mehr davon?

    BV Alte Schönhauser Straße
    Zitat gelöscht da fehlerhaft.
    Bato


    Bravo Bravo und nochmal Bravo. Was macht es insgesamt in Berlin so schwer, mehr solcher Gebäude zu bauen. Wenn jetzt noch zu dem Klinker ein in rotbraun oder dunkleren Ton die Fensterrahmen daherkommen, ist die Wirkung eine total andere und doch wäre eine Mehrzahl solcher Gebäude mit dieser Art von schlichter Fassade zehnmal wertiger als das was gerade im großen Maße am HbF, und Mediaspree gebaut wird.


    Ich möchte auch endlich mal einen Architekten hier im Forum bestätigten hören, daß dieses Gebäude keineswegs viel teurer ist, wenn nicht sogar billiger als die Glas-Stahl-Konstruktionen.


    Und jetzt wird dann spätestens bei so einem Gebäude klar, warum viele Berliner sich so ärgern über die teilweise "menschenfeindliche" Architektur die in Berlin entsteht.


    In Berlin gibt es viele tolle Kontraste zu alten und schönen und hässlichen Gebäuden zu neuen und weniger klassischen, von 50ér Jahre Betonbau bis zu Platte, alles vorhanden, aber es gibt Ecken da entstehen derart Dörrfische Strukturen - auch durch diese weißen und abstossenden Fassaden, daß man wirklich den Eindruck gewinnt, daß ist alles dem Zufall überlassen.

  • Linienstraße 220: Der geplante Neubau wirkt auf der Visu eher wie ein Bürogebäude. Dennoch machen die großen Fenster m.E. Sinn da das Grundstück sehr klein und eng umbaut ist.


    Im APH hat man das Bauschild ebenfalls abfotografiert. Die Quali ist allerdings besser, so dass man sich auch einen besseren Eindruck vom Projekt machen kann. Auffällig sind bspw. die Sprossenfenster und die teilweise Nutzung des EG für Gastro. Mein positiver Eindruck von dem Projekt wird dadurch verstärkt.

  • Linienstraße 220


    So langsam lassen sich Details erkennen, die das Gebäude etwas weniger einförmig erscheinen lassen, als ich zunächst befürchtet hatte.


    So werden in der Gebäudemitte schmale, abgerundete Balkons angebracht.



    Im Erdgeschoss sind die Schaufenster abgerundet, die Tür nach Innen versetzt.

  • Linienstraße 86

    Eine der letzten Baulücken verschwindet: https://www.google.com/maps/pl…!3d52.528939!4d13.3985839


    Blick nordwärts zum rückwärtigen Teil der Torstraße 146 (Baudenkmal laut: http://www.stadtentwicklung.be…j.php?obj_dok_nr=09080097):

    ...[Neben der] Linienstraße 87 ..
    https://abload.de/image.php?img=imgp26097nq.jpg


    Der Fassaden-Spruch "Es ist nur eine Frage der Zeit" (in weiß auf schwarzem Untergrund) auf folgendem Foto rechts oben bewahrheitet sich damit:




    (Fotos: Hallole)


    Derzeit wohl kein Bauschild - google anyone?

  • Torstraße 146 / Linienstraße 86

    ^ Die Linienstraße 86 bildet mit der Torstraße 146 ein denkmalgeschütztes Ensemble, insofern hier der Anschluss (vgl. mit vergrößerbarem Foto in: http://www.stadtentwicklung.be…j.php?obj_dok_nr=09080097):




    (Fotos: Hallole)



    Wie mit diesem Baudenkmal umgegangen wurde, kann man folgendem Artikel aus 2018 entnehmen (mit Fotos von innen & außen): https://www.bz-berlin.de/berli…mitten-auf-der-torstrasse
    Die Gemeinde Adass Jisroel hat demnach das Haus verkauft, Eigentümer seien nun eine Immobilienfirma mit Sitz in Sachsen und andere Unternehmen und Gesellschaften.
    Seit dem 4. September 2017 gebe es eine „Baugenehmigung für die Änderung des ehemaligen jüdischen Krankenheimes und Errichtung eines Neubaus mit Büro- und Verwaltungsnutzung".

  • Torstraße 146 / Linienstraße 86

    Ich wohne in unmittelbarer Nähe dieses Objektes und hatte mich eigentlich schon seit langer Zeit gefragt und ein wenig auch darauf gefreut, wann das ehemalige jüdische Krankenhaus rekonstruiert, bzw. denkmalgerecht und behutsam renoviert wird. Es handelt sich wirklich um ein Kleinod sondergleichen, welches jahrzehntelang im Dornröschenschlaf lag.


    Meine Hoffnungen und Erwartungen an eine behutsame und vor allem denkmalgerechte Renovierung werden allerdings wohl schwer enttäuscht.


    Denkmalschutz? Denkste!




    Ich hatte gehofft, dass der einzigartige Charakter und auch der historische Bezug zur bewegten Geschichte dieses Ortes weiterhin erhalten bleibt. Offensichtlich knallt man aber in den ursprünglichen kleinen Hof zur Linienstraße hin - welcher bislang nur durch eine mittelhohe Ziegelsteinmauer begrenzt war - noch ein Gebäude aus Fertigteilen und nutzt hier wirklich jeden Quadratzentimeter aus. Wie sich das denkmalschutzrechtlich begründen lässt (das neue Gebäude nimmt vom Bürgersteig der Linienstraße aus praktisch jeden Einblick auf das historische Baudenkmal) ist mir ziemlich schleierhaft.


    Sehr schade.

  • Torstraße 146 / Linienstraße 86

    Hier noch einmal der exakte Wortlaut aus der "Begründung
    zum Bebauungsplanentwurf 1-24B - Für das Gelände zwischen
    Torstraße, Rosenthaler Platz,Rosenthaler Straße, Linienstraße und Ackerstraße
    im Bezirk Mitte, Ortsteil Mitte (2017)" zum Thema Denkmalschutz dieses Objektes:


    "Bei dem zweiten in der Denkmalliste unter der Obj.-Dok.-Nr.: 09080097 eingetragenen Gebäude in der Linienstraße 86 /Torstraße 146 handelt es sich um das ehemalige Israelitische Krankenheim, welches als Private Frauenklinik des Dr. Martin 1884 von dem Bau-meister Ernst Schmidt errichtet wurde. Ursprünglich war das Gebäude zur Torstraße nur dreigeschossig, ein zusätzliches Geschoss wurde im Rahmen von Baumaßnahmen 1908-09 aufgesetzt. Die helle Klinkerfassade an der Torstraße ist nach dem Vorbild italienischer Renaissancepalazzi im Rundbogenstil gestaltet, die Säulen der gekuppelten Fenster und Überfangbögen bestehen aus Sandstein. In gleicher Weise sind die Hoffassaden ausge-führt. 1908-09 erfolgte im Auftrag der Israelitischen Synagogengemeinde der Umbau zum jüdischen Gemeindekrankenhaus "Adass Jisroel". Die Ausführung übernahm Regierungs-baumeister Max Fraenkel. Besondere Beachtung verdient die reiche, im "maurischen Stil" gehaltene Wand- und Sockelbekleidung aus farbigen Ornamentfliesen der Firma Villeroy & Boch in der Durchfahrt. 1941 wurde das Haus zunächst geschlossen. Nach 1945 wurde es erst als Polizeidienstgebäude genutzt, Anfang der 1950er zog eine Dienststelle der Reichsbahndirektion in das Haus."

  • Hier noch einmal drei Bilder vom inzwischen fertiggestellten Gebäude Linienstraße 220 (zuletzt hier: #293). Ich habe sie vorgestern geschossen.




    Ich bin nicht enttäuscht, da ich seit den ersten Renderings Zweifel hatte. Ohne regelrecht schlecht zu sein, entsteht durch diese Fassade der Eindruck der Langeweile, denn sie ist den benachbarten Häusern m.E. zu ähnlich. Audh finde ich die blassen Farben (besonders der Jalousien) fade.

  • Ohne die Renderings zu kennen, finde ich es recht ansprechend und elegant.


    Die gesamte Straße auf dem oberen Bild wirkt gut auf mich - lang, dicht, gerade und zurückhaltend ohne für mich bieder oder schrottig o.ä. zu wirken. Das relativ einheitliche Fassadendesign trägt dazu bei.


    So könnten gerne noch viel mehr Straßenzüge aussehen.


    Die bodentiefe Fenstergestaltung mit den Sprossen erinnert mich an ausgebaute Fabrikhallen-Lofts – eine Ästhetik für die ich immer zu haben bin.


    Marco