Einzelne Projekte Linien- Ecke Alte Schönhauser Straße

  • Ich fand dieses Projekt eigentlich immer sehr gut und ambitioniert,aber das Ergebnis ist doch nun wirklich enttäuschend. :nono:
    Besonders schlimm finde ich die Linien,die sich im Beton gebildet haben,welche man besonders gut im zweiten Bild sieht.

  • Beton als Fassadenmaterial

    Ja, Sichtbeton ist wirklich ein edles Material *Ironie*. Schlecht geschalt, schlampig gegossen und zu schwach gefärbt. Vielleicht ging beim Bauen das Geld aus. Aber wie sagte Peter Eisenmann über den "Kunststein": "Risse im Beton sind normal".


    Ich glaube einfach, daß Sichtbeton kein gutes Matrial für Fassaden ist. Selbst wenn es aufwendig als Ortbeton sorgfältig geschalt und gegossen wird altert Beton einfach so häßlich wie Hasenkacke.


    Ein schwarzer Klinker wäre edler gewesen (gibt's z. B. von Hagemeister, siehe Caroline-von-Humboldt-Weg). Kontrastiert mit Holzfenstern sieht das gut aus.

  • geht es denn bei derartigen Vertretern des Neo-Brutalismus um 'gut aussehen'? Ich denke schon, dass dieses Rohbau-Finish exakt so gewollt ist.

  • Komisch, mir gefällt es eigentlich besser als in den in-die-Fresse Visualisierungen - aus denen war damals gar nicht ersichtlich, dass die Blockkante doch recht gut geschlossen wird (ersichtlich im 3. Bild). Der eingefärbte Sichtbeton ist aber wirklich hässlich, schwarzer, leicht glänzender Backstein hätte da wahre Wunder bewirkt.

  • Konstantin :
    Die Kirsten-Türme sind doch der Hammer, der verputzte im Übrigen noch mehr als der von dir gezeigte.


    Allgemein finde ich, muss man schon bedenken, dass es für diese Architektur eine Klientel gibt - ganz Besonders im Bereich um die Torstraße (American Apparrel grüßt von Süden...). Mir gefällt der Bau, endlich mal was markantes an einer Ecke!

  • Ein guter Bau, der aufgrund seines Variantenreichtums gut in Berlin aufgehoben ist. Ich würde sogar soweit gehen, dass Berlin aus den Fehlern anderer Städte (London) gelernt hat. Es ist das Nebeneinander, dass eine Stadt interessant macht. Die Stadt reift durch solche Bauten und zeichnet sich durch einen eigenen Charakter aus.

  • Habe mir den Bau heute nochmal vor Ort angeguckt.Er hebt sich deutlich von der Umgebung ab und wirkt einfach sehr abstrakt.Als ich die ersten Bilder gesehen hab war ich eher enttäuscht,aber heute hat mich der Bau dann doch noch überzeugt.Mittlerweile wurden auch die Schutzfolien der Fenster entfernt.




  • Es polarisiert...

    Der Auguststraßen-Blog über das L40. Interessant auch der Link zu einem Beitrag in der Welt. Dort heißt es, dass das Gebäude sich mit seinen wuchtigen Proportionen und der Glas- und Betonfassade von den umliegenden Altbauten abhebe und sich mit gewisser Brutalität in die Straße hinein drängele. Das habe diejenigen alarmiert, die aus Berlins Mitte am liebsten ein ästhetisches Freilichtmuseum aus Zilles Zeiten machen würden. Doch auch Disharmonie könne ein Gewinn sein.

  • Zitat

    Zitat von Bato bzw. die Welt: Das habe diejenigen alarmiert, die aus Berlins Mitte am liebsten ein ästhetisches Freilichtmuseum aus Zilles Zeiten machen würden.


    Davor muss nun wirklich keiner Angst haben, wer einmal mit offenen Augen durchs Viertel gelaufen ist, sieht genug "Disharmonien", die eine Zille-Ästhetik nachhaltig ausschließen. Noch dazu kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendjemand ausgerechnet die Zille-Zeit (= arme Leute in finsteren feuchten Hinterhofwohnungen) zurückhaben will.


    Sympatisch finde ich den Sammler und Bauherrn Olbricht, der sich dem Zeitgeist entgegenstemmt und das "Staunen" zulässt - nur obercoole Galerien langweilen doch. Alles in allem also doch überzeugend, trotz gefärbtem Beton.

    Einmal editiert, zuletzt von Baukunst () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Sah' aus wie ein Atlantikwall-Bunker.


    Atlantikwall-Bunker meets Le Corbusier, trifft es eher, finde ich. "Schön" in einem gefälligen Sinne ist das sicher nicht, ich finde es aber trotzdem ziemlich spannend.

  • Bei L219 müsste demnächst das Richtfest anstehen:
    (Bild von mir)
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  • L40. Neo-Brutalismus. Dennoch hat das Projekt was, es ragt sozusagen künstlerisch weit über z.B. die 90-Jahre-Bauten auf der gegenüberliegenden Straßenseite hinaus (nicht im Bild).
    (Bild von mir)
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  • Kann sich der Architekt diese Skulptur dann nicht in kleinerer Form ins Wohnzimmer stellen :rolleyes:? Oder rüstet man sich für den nächsten Krieg? Da hat der Bunker in der Reinhardtstr. mehr Charme und Leichtigkeit. Auch das andere...An sich geht das ja, aber wenn man daneben dieses kleine Backsteinhäuschen. Das tut einem ja in den Augen weh...

  • Hier noch eine Ansicht von der Nordseite:
    (Bild von mir)
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  • Ja auf der ersten Ansicht hat es was, auf der anderen hat es was von nem Stellwerk (im negativen Sinn). Die Bauflucht wurde auch nicht eingehalten. Es wirkt im zweiten doch SEHR deplaziert.

  • Dass der Neubau nicht komplett richtig in der Flucht steht, liegt aber an dem Gebäude gegenüber in der Linienstraße. Das wurde seinerzeit nicht in die Flucht gebaut.