Floragärten [Pankow | realisiert]

  • Floragärten Berlin Pankow [realisiert]

    Ich meine dieses Projekt schonmal irgendwo im DAF gesehen zu haben. M.E. sollte es ruhig mehr Aufmerksamkeit erfahren, da es sich um ein nicht gerade unerhebliches Projekt im Innenstadtraum handelt. Mit den Floragärten wird immerhin eine der größeren Brachen Pankows beseitigt und das mit einer Architektur die recht gut in diese Gegend passt.


    Hier ein paar Impressionen:


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    Bildquelle: Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH


    Baubeginn vermutlich 2010/2011 mit einer Bauzeit von ca. 4 Jahren. Investiert werden rund 60 MEURO.


    Projektseite Kondor Wessels

  • Insgesamt ein durchaus attraktiver Neubau.
    Die Blockrandbebaunung nimmt den alten Strassenverlauf auf und macht den Stadtraum wieder erlebbar. fassadengliederung und Balkone passen sich der benachbarten Altbausubstanz an und lassen die Strasse harmonisch wirken.
    Kleiner Kritikpunkt eine unterschiedliche Fassaden Farbgebung wäre meiner Meinung nach Wünschenswert um etwas mehr kleinteiligkeit herzustellen.
    Aber beide Daumen hoch. Hoffen wir auf einen baldigen Baubeginn...

  • Haha....Ich sag's doch. ;)
    Mir ging es allerdings tatsaechlich nur um die Markisen bei dem neuen Rendering. Erinnern mich sofort an Wohnsilos in Rom, Madrid, Barcelona oder fast jeder anderen mediterranen Grossstadt.

  • Das Projekt gefällt mir sehr gut. Wird zwar bestimmt nichts für Gering- oder Normalverdiener, aber der Unternehmer muss ja auch Gewinn machen. Nur eine kurze Frage: Das gelbliche Gebäude auf dem ertsen Bild ist Bestand, oder?

  • Ich finde die Gebäude auch sehr schön. Aber was ich mir Sorge betrachte ist, dass sich diese Komplexe - und davon gibt es ja immer mehr in der Stadt - zu so einer Art Gates Communities entwickeln. Ich kann auch das Sicherheitsbedürfnis der Leute die dort einziehen verstehen, vermutlich fände ich es selber gut, wenn ich dort wohnen würde. Dennoch finde ich die Entwicklung etwas bedenklich, wenn auch nicht verhinderbar.

  • Aber was ich mir Sorge betrachte ist, dass sich diese Komplexe - und davon gibt es ja immer mehr in der Stadt - zu so einer Art Gates Communities entwickeln.


    Stimmt, das ist nicht Rio oder Kapstadt hier. Gated Communities haben in Berlin nichts zu suchen. Und die Gegend um die Florastraße ist nun nicht gerade eine kriminelle Hochburg wo man sich mit hohen Zäunen schützen muss. Ich finde die Entwicklung auch bedenklich. Ansonsten aber ein schönes Projekt.

  • ^(^)
    Naja bei dem mickrigen Gartenzaun würde ich nun nicht gleich von Gated Communities sprechen, eher von Gentrification da so eine hochwertige Anlage möglicherweise das Mietniveau im näheren Umfeld erhöhen und sozialschwache Anwohner vertreiben könnte. Das dann aber bitte hier diskutieren.

  • Architektonisch wirklich schön, das Projekt. Gefällt mir auch besser als der ursprüngliche Plan, wirkt irgendwie nicht so gewollt südländisch. Erstaunlich auch, wie "weit draußen" so etwas inzwischen geplant wird. Klar, S-Wollankstraße ist gleich um die Ecke, aber bisher hielten sich die Bau- und Sanierungsprojekte in dieser Gegend ja eher in Grenzen.


    Ein abgetrennter Gartenbereich ist, wie Batō bereits schrieb, auch nicht direkt eine Gated Community. Da gehören für mich dann schon eine permanente Kameraüberwachung im Außenbereich, ein Pförtner und eine Anmeldepflicht bei Besuchen dazu ;)

  • Nur kurz zu den Zäunen:
    So oder so ähnlich gibt es das in Berlin Schöneberg oder auch Charlottenburg und Wilmersdorf seit über hundert Jahren (teilweise waren sieben bis neun Meter Garten - mal mit, mal ohne Zaun - Pflicht). Das fiel damals wohl eher unter Lebensqualität (mitunter auch Luxus) und hat meiner Meinung nach auch heute noch nichts mit Gates Communities zu tun.
    Im Übrigen wäre demnach ja jeder Hinterhof eine Gated Community, die meisten sind nämlich nach dem Krieg auch schrittweise dicht gemacht worden.

  • Gated Communities

    Die Baubehörden, da habe ich mal nachgefragt, lassen sich sogar ein Wegerecht für eine öffentliche Durchwegung in der Verlängerung des Rettigweges in das Grundbuch eintragen. Insofern wird's mit Gated Community wohl nichts werden.


    Bei geplanten 300 Wohnungen wäre das auch schwierig. Da muß ja dauernd jemand rein und raus.


    Und bei dem letzten Projekt, bei dem das diskutiert wurde (Prenzlauer Gärten) haben die Bewohner das "Doorman"-Häuschen nicht bemannt und lassen das Tor 24 Stunden pro Tag offen. Man hat offenbar keine Lust immer den Schwarzen Peter zu haben.


    Nichtsdestotrotz sind die meisten Mietwohnungsanlagen, auch von öff. Wohnungsbaugesellschaften, abgeschlossen. Aber da denkt niemand an soziale Segregation. In das Bezirksamtsgelände an der Fröbelstraße, wo mit dem PDS-Baustadtrat einer der Hauptkritiker an "Gated Communities" sitzt, kommt man auch nur nach Schrankenkontrolle und nachts nur am Wachschutz vorbei rein. Es gibt offenbar verschiedene Formen von "öffentlich".

  • Hm, ich weiß nicht genau ob es sich bei folgenden Entwurf um einen neuen handelt der den auf Seite 1 gezeigten ersetzen soll oder ob er für eine andere Parzelle gedacht ist. Schlecht ist das zu sehende aber auch nicht:



    Bildquelle: Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH

  • ^^
    Was immer wieder an historisierenden Naubauten auffällt, ist die "umgekehrte Belle etage". Statt dass das 1. OG höher ist als die darüberliegenden Geschosse, ist es andersherum - zumindest optisch. Das sieht nicht aus. Ist das einem technischen Grund geschuldet? Sparsamkeit? Wieviel Mehrkosten verursacht es denn, ein Haus dieser Größe insgesamt einen halben Meter höher zu bauen (um damit eine echte Belle etage zu gewinnen)?

  • Die Geschosse sind alle gleich hoch, nur das EG ist ein Hochparterre. Der Eindruck entsteht durch das Brüstungsfenster im 1. OG statt den französischen Fenstern in den Obergeschossen.
    Ich muß Dir Recht geben: Schön ist etwas anderes. Und das bei einem so berühmten Büro wie HSA (Hilmer, Sattler & Albrecht).