Quelle-Areal

  • Quelle-Areal

    Die riesigen Gebäudeflächen der - man kann wohl schon jetzt sagen Ex-Quelle - dürften ein großes Problem werden.
    Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Nun ist es aber für einen ganz bestimmten Zweck gebaut worden. Was will man denn nun damit anfangen?
    Im Warenhaus könnten ja Läden einziehen. Allerdings ist ja bereits ein neues Ladenzentrum nebenan entstanden. Die ehemaligen Versandhallen sind aber wohl kaum verwertbar.

  • Tja, harher... das ist die große Frage! Laut dem OB soll Gewerbe, Kultur und die Universität ins Areal einzug halten. Allerdings wird dies einen langen Athem brauchen. Ich sehe hier vorallem die Chance um Nürnberg als Universitätsstadt zu profilieren. Aus München war ja zu hören, Nürnberg soll zur HiTec-Hochburg ausgebaut werden. So sollen die AEG-Grundig-Quelle Katastrophen abgefangen werden. Alles sehr vage. Es braucht hier keine Flickerei, sondern wirklich politischen Willen etwas neues zu starten. Der ist aber in Bayern rar...

  • vielleicht bleiben die Quelle-Gebädue auch lange leer stehen, setzen Patina an und in 20 Jahre ist es plötzlich der größte Chic genau hier zu wohnen und zu arbeiten?

  • Die Region Nürnberg-Fürth soll ja mit ca. 115 Mio unterstützt werden - in 5 Jahren.
    Ist ja nicht so besonders viel, oder?
    Vor allem wenn man bedenkt, dass München als Olympiastadt wohl mindestens das 3fache an Subventionen kassieren wird.

  • Ich glaub mit dieser Summe wird ein Grundstein für die Zukunft gelegt, wieviel man damit allerdings machen kann, kann ich nicht beurteilen. Nach Fünf Jahren wird für die Forschungseinrichtungen ja nicht schluß sein. Da wird noch weiters Geld fließen müssen.


    An die Olympia Bewerbung musste ich allerdings auch denken... Da stimmt was in den Köpfen mancher Politiker nicht...


    Neubau Projekte wird man sich dadurch weniger erhoffen können, angesichts der rießen Kapazitäten in Eberhartshof/Muggenhof.

  • Fürth nennt sich ja auch Wissenschaftsstadt ...


    Und das sogar auf einem Schild im eigenemeinden Dörfchen Mannhof...


    Da steht nicht "Mannhof, Stadt Fürth" auf der Ortstafel, sondern "WIssenschaftsstadt Fürth". Und auf Wegweisern in Mannhof findet man nicht "Fürth", sondern nur "Innenstadt" und "Zentrum"


    Es gibt viele Wege, auf denen sich eine Stadt lächerlich machen kann, eine solche Ausschilderung in eingemeindeten Dörfern ist eine davon. Denn so ein Ort wandelt sich ja nicht durch die Eingemeindung von heute auf morgen von einem Dorf zu einem Stadtviertel. Aber Nürnberg betreibt ja schon seit Jahrzehnten den selben Unsinn (wenn auch ohne Namenszusatz).

  • Gehört jetzt zwar nicht zum Thema, aber die Sache mit der "Metropolregion Nürnberg" ist ähnlich albern.
    Wenn man von Thüringen nach Coburg kommt, und erreicht damit diese glorreiche Metropolregion, so ist das einfach nur lächerlich.

  • Meines Wissens orientiert sich der Begriff "Metropolregion" vor allem an wirtschaftlichen Faktoren. Und da große Teile Frankens mit seiner industriellen Ausrichtung, der Verflechtung der mittelständischen Betriebe im Gewerbe etc. in den Wirtschaftswissenschaften als "ein" Raum gelten, ist die Metropolregion mit dieser Ausdehnung gar nicht so weit hergeholt.


    Freilich ist die Metropolregion ja aber etwas "verordnetes" - es muss also noch vieles passieren, damit das forcierte Ziel eines tatsächlich vergleichbaren Raumes erreicht wird. Aber das passiert ja auch in den anderen Regionen, die sich teils noch über ganz andere Gebiete erstrecken als wie in unserem Fall über eine historische Region.

  • Es heist ja auch MetropolREGION und nicht Metropole Nürnberg (wobei sie das auf den Nordbayerischen Raum bezogen ist). Es geht wie von Mafri erwähnt um einen Wirtschaftsraum der als kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt eben Nürnberg hat. Und was hier im Raum Nürnberg stattfindet ist alles andere als lächerlich! In positiver wie auch negativer Hinsicht. - Über einiges kann sicher geschmunzelt werden, doch dieses andauernde fränkische Gemotze ist erbärmlich.

  • Die Einrichtung der Metropolregion halte ich prinzipiell für einen sinnvollen Schritt, wenn sich für die weitere Entwicklung der Region daraus Vorteile ergeben.


    Die Schilder an den Autobahnen zähle ich aber auch eher zu den Bereichen, über die sich schmunzeln läßt.


    Selbst gegen Fürths Titel "Wissenschaftsstadt" habe ich nichts einzuwenden, wenn das ganze auch entsprechend mit Leben erfüllt wird.


    Es ist aber lächerlich so einen Titel auf Ortstafeln in eingemeindeten Dörfern zu schreiben. Warum nicht einfach "Mannhof, Stadt Fürth" (also Ortsname an erster, Gemeindename an zweiter Stelle, wie bei normalen Landkreisgemeinden auch üblich) - genau so lächerlich und affig wenn in einem Dorf irgendwo mitten im Knoblauchsland weiße (also für innerörtliche Ziele!) Wegweiser mit der Aufschrift "Centrum", "Innenstadt" oder "Altstadt" stehen...und da sehe ich allen Grund zum Meckern.


    Ich meine, "Buch, Stadt Nürnberg" würde sich doch wesentlich besser machen und seriöser als "Stadt Nürnberg, Stadtteil Buch", und dann entpuppt sich der sog. "Stadtteil" (womit die meisten Menschen ja ein Stadtviertel assoziieren) als Bauerndorf...und die Orientierung für Ortsfremde würde es allemal erleichtern.

  • Meines Wissens orientiert sich der Begriff "Metropolregion" vor allem an wirtschaftlichen Faktoren. Und da große Teile Frankens mit seiner industriellen Ausrichtung, der Verflechtung der mittelständischen Betriebe im Gewerbe etc. in den Wirtschaftswissenschaften als "ein" Raum gelten, ist die Metropolregion mit dieser Ausdehnung gar nicht so weit hergeholt.


    Freilich ist die Metropolregion ja aber etwas "verordnetes" - es muss also noch vieles passieren, damit das forcierte Ziel eines tatsächlich vergleichbaren Raumes erreicht wird. Aber das passiert ja auch in den anderen Regionen, die sich teils noch über ganz andere Gebiete erstrecken als wie in unserem Fall über eine historische Region.


    Im Prinzip ist eine Metropolregion natürlich eine gute Sache. Nur muss das dann auch stimmig sein. Die Region im Großraum Nürnberg, also Mittelfranken, Teile von Oberfranken (z.B. Forchheim) und der Oberpfalz (z.B. Neumarkt) bilden selbstverständlich ein Wirtschaftszentrum und damit eine Metropolregion.
    Wenn man diese aber dann derart ausufern lässt und auf den Großteil Nordbayerns aufbläst, so ist das ganz sicherlich nicht sinnvoll. Die Regionen Hof und Nürnberg haben kaum wirtschaftliche Berührungspunkte und sind schon ein ganz schönes Stück entfernt. Ein solches Zusammenschluss ist eher lächerlich und verwässert die an sich gute Idee.
    Nur weil sich einige noch anhängen wollen und der Verein offenbar angesichts der Mitgliederbeiträge schwach wird, sollte man nicht jedes Kuhdorf da aufnehmen.

  • Nur weil sich einige noch anhängen wollen und der Verein offenbar angesichts der Mitgliederbeiträge schwach wird, sollte man nicht jedes Kuhdorf da aufnehmen.


    sehe ich genauso so! die achse nürnberg-bamberg mit dem fokus auf nürnberg/fürth/erlangen bildet für mich die metropolregion aber hof und das fichtelgebirge? das ist doch keine metropolregion :cool: selbst würzburg ist meiner meinung nach schon zu weit weg.

  • Denke aber auch nicht das es ein Nachteil für die Aussendarstellung der Metropolregion national wie auch international ist! Definitiv wird sich die Zusammenarbeit der jeweils angeschlossenen Städte meiner Meinung nach durch den Zusammenschluss verstärken und somit hoffentlich auch einen Teil dazu beitragen, die ganze Region etwas zu stärken.


    Entsprechend dem Werbeeffekt/Marketing für die einzenen Mitglieder der Metropolregion Nürnberg ist es aber auch auf alle Fälle für alle neu beteiligten Kommunen wichtig, da Sie sonst weniger wahr genommen werden! Die jetzt auch nicht so grossen Entfernungen spielen für mich da nur eine untergeordete Rolle.

  • Nicht die Entfernungen an sich sind entscheidend, aber es gibt eben zwischen Nürnberg auf der einen und Hof, Weiden oder Würzburg auf der anderen Seite einfach zu wenig Berührungspunkte. Und wenn man dann das irgendwie zu einer künstlich aufgeblasenen Region zusammenwurstelt, dann kommt kein klares Profil heraus.

  • Einerseits wirkt es wirklich aufgeblasen! Andererseits wird Nürnberg als Metropole Nordbayerns immens gestärkt! Und das ist sehr wichtig um sich gegen den wirtschaftsstarken Süden behaupten zu können. Wären die Nord-Ost-Bayerischen Gebiete nicht angegliedert, würden diese komplett abrutschen. Und das liegt natürlich nicht im Intresse der Regierung.

  • Die ersten 20 000qm auf dem Quelle Gelände sind wohl schon vergeben an die zukünftige "Jena-Plan-Schule" in Nürnberg.


    Zuerst benötige man aber nur 3 000qm, da erst auf mehrere Jahre gestreckt die volle Schülerzahl erreicht werde. Diese seien durch die Belegung der 4ten und 5ten Etage erreicht. Anschließend wird stück für stück erweitert. Das Gebäude des ehemaligen Quelle-Versandhauses sei dafür ideal, denn es biete genügend Raum für den Endzustand, verfüge über eine tolle Lage und habe eine gute Aussicht Richtung Zentrum. Auf dem Dach (ehemaliges Gartencenter) soll übrigens der Schulhof entstehen, weitere bauliche Veränderung - zum Beispiel bezüglich des Schuleingangs - müssen noch geklärt werden.


    Es scheint also gut auszusehen, die "nn" schreibt sogar, ab September würden hier bereits die ersten 100 Schüler unterrichtet. Die Zwischenmietverträge mit dem Immobilienbesitzer seien abgeschlossen. Die "NZ" vermeldet wiederum, es sei alles noch in der Schwebe...


    http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1176683&kat=11


    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1176237&kat=10&man=3



    D.

  • Also in meiner Printausgabe der NN stand: "Langfristig werde die Privatschule 3000 Quadratmeter nutzen".


    Das erscheint mir realistisch, da Jenaplan ja nicht so viele unterschiedliche Räume braucht. Die Klassenzusammensetzung- und größe ist da ja etwas anders.


    Insgesamt finde ich, dass das eine interessante Entwicklung ist. In der Löhe-Schule hatten wir auch einen Pausenbereich auf der Dachterrasse, das macht schon was her für die Schüler ;) .