Nbger Westen: QUELLE-Areal

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wieso wieder aufgenommen - ruhen die Arbeiten denn, Lieblingsfranke?

    Normalerweise ruhen ja die Arbeiten nicht all zu lange nach der Bekanntgabe einer Insolvenz. Da die Nachricht in diesem Thema gepostet wurde, bin ich davon ausgegangen, dass die Projektgesellschaft davon auch betroffen ist. Wenn nicht, freut mich das natürlich.

  • Baustopp

    Jetzt ist es doch passiert. Laut Presse kam am Montag vom Management der Gerchgroup die Ansage, dass die Arbeiten umgehend einzustellen sein und alle die Baustelle verlassen müssten. Die Baustelle ist nun eingezäunt und verschlossen. Die Presse berichtete zudem, dass das wohl so hektisch zuging, dass die Handwerksfirmen oft nichtmal ihre Geräte und Material einpacken konnte, was angesichts der Verriegelung der Baustelle und fehlender Perspektive "wann gehts weiter" ziemlich heftig ist.

    Letzte Woche noch ließ sich OB König auf der Baustelle versichern, dass weitergearbeitet werden und die Baustelle "The Q" von den Problemen der Gerchgroup nicht betroffen sei. Schlimm finde ich, dass man sich eigentlich fast nirgends mehr sicher sein kann, dass einem die Wahrheit gesagt wird. Weil, mein Gegenüber könnte ja Maßnahmen ergreifen um sich zu schützen, und das würde mir schaden. Das finde ich echt schlimm.

  • Ja es wird weiter gebaut. Zumindest der erste gewerbliche Teil.

    Nach der Insolvenz der Gerch Group wird die Bayerische Versorgungskammer die

    Finanzierung übernehmen. Den Mieter gibt es ja schon: Die Stadt Nürnberg.

    Mit Accumulata Real Estate ist ein neuer Projektentwickler an Bord.

    Diese und weitere Informationen findet man im Artikel der SZ vom 24.10.23:

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/que…ilien-1.6292979

  • Meine Infos nach kommen dort das Jugendamt, das Sozialamt, das Amt für Migration und Integration, das Amt für Informationstechnologie, das Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation, ein Bürgerservice des Bürgeramts sowie das städtische Schulungszentrum unter.

    Die KFZ-Zulassung müsste eigentlich am Rathenauplatz bleiben.

  • Baustellenupdate The Q

    Vor zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit mir The Q etwas genauer anzuschauen. Zwei Stunden lang wurde ich über die Baustelle geführt und habe einige spannende Einblicke erhalten können.

    Von der Tiefgarage habe ich leider keine Bilder ohne Personen, deswegen habe ich sie nicht hochgeladen. Ist aber relativ unspektakulär bis auf die Tatsache, dass ganz normale (weiße!) Rasterplatten in Steckmetallkassetten als Decke verbaut wurden. Das sieht irgendwie etwas seltsam aus.

    Wie auch das ganze restliche Gebäude, sind auch in der Tiefgarage die Deckenlasten unfassbar niedrig, weswegen nachträglich jede Menge Stützen eingebaut werden mussten. Auch archäologisch hat man einiges spannendes gefunden, interessanterweise auch aus der Zeit, als hier noch der Nürnberger Volksfestplatz war.

    Der U-Bahn-Zugang ist interessanterweise nicht nur das neu entstandene Zugangsbauwerk und der Bestandszugang im Osten, sondern vom neuen westlichen Zugang kann man auch unterirdisch direkt ins Gebäude.

    Im oberen Bild sieht man die neu geschaffene große Halle, die mal der Haupteingang werden soll. Weiter hinten werden dann ein Lidl, ein Rewe und ein Drogeriemarkt Einzug finden. Gegebenenfalls wird es auch einen Bäcker geben.

    Ganz generell ist der Mehraufwand aufgrund des Denkmalschutzes enorm. Alleine die Treppengeländer, die aufgrund eines Zentimeters nicht mehr die aktuellen Normen erfüllen, kosten mehrere Millionen Euro. Auch die Fenster, die bis auf eines (das im ehemaligen Büro der Chefetage) alle ausgetauscht werden, sind Einzelanfertigungen und kosten pro Stück 5.000€ oder 10.000€, da kann ich mich nicht mehr genau erinnern.

    Die neu entstandenen Lichthöfe machen richtig was her! Ich war zu Beginn der Führung in einem der südlichen Gebäudeteile, in denen es noch keine gibt und der Unterschied ist gigantisch! Wobei man fairerweise sagen muss, dass der Effekt in den unteren Etagen vor allem im Winter nicht der große Wurf sein wird.

    Aufgrund der sehr hohen Fensterhöhe, werden die Böden alle um etwa 20-30cm durch einen doppelten Boden angehoben. Das hat außerdem noch den Vorteil, die Lasten besser auf die Fläche zu verteilen.

    Ein enormer Aufwand wurde ebenfalls betrieben, um alle Kaffeeküchen mit Tageslicht zu versorgen. Meterlange begehbare Glasböden werden hier über Stockwerke hinweg eingezogen.

    Hinter dem Quellesaal, in dem bald ein Wartezimmer eingerichtet wird, befindet sich auch das besagte einzige Fenster, was erhalten bleibt. Auch die Renovierung dieser Deckenkonstruktion wird ein millionenschweres Unterfangen, wie der Bauleiter berichtet hat.

    Die Dachflächen werden übrigens weder großartig begrünt, noch mit PV-Modulen ausgestattet, da alles vorhandene für Lüftung und Klimatechnik benötigt wird.

  • Wow, Danke für die Einblicke! Mir war gar nicht klar, das hier tatsächlich weiter gebaut wird. Ich befürchtete einen langfrsitigen Stillstand aufgrund der Gerch-Insolvenz...

    d.

  • Danke für die Bilder und das Einstellen hier! :thumbup:

    Echt wegen einem(!) Zentimeter Geländerhöhe mehrere Millionen € extra??? Gab es niemanden, der hier eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen bereit war?


    nur als Hinweis: Normen wie DIN EN usw. sind i.d.R. "freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie" (siehe z.B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Normung#Bedeutung). Ich hatte mal mit einem höheren Beamten einer Genehmigungsbehörde zu tun, der alleine bei Nennung des Begriffs "steht so in einer Norm" Schnappatmung bekommen und laut verkündet hat, dass für ihn als Beamten nur Gesetze und Verordnungen gelten und ihn DIN-Normen einen "xxx interessieren".

    (Norm ist aber nicht zu verwechseln mit dem Begriff "Rechtsnorm" = Gesetz)

  • ^

    Darüber streiten sich ja die Fachleute. Letztens lief eine Doku zu dem Thema, wie DIN-Normen entstehen, wer da in den jeweiligen Gremien sitzt und wie entschieden wird. Kurzum: Die Normen gibt sich das Baugewerbe selbst, wobei die Gremien dominiert sind von den Herstellern. Die ausführenden Handwerkerbetriebe sind da in der Unterzahl. Und warum halten sich viele Bauherren so stoisch daran? Es hiess, weil erstens die Normen oft als Vorschriften missverstanden werden und zweitens Haftungseinschränkungen befürchtet werden. Wenn das Geländer 2 cm zu niedrig war und nun jemand drüber gestürzt ist würde man mit em Finger auf denjenigen zeigen, der die Normabweichung zuließ.

    Insofern hat der "höhere Beamte" Recht, DIN-Normen sind Empfehlungen, in etwa wie das Haltbarkeitsdatum beim 150-Millionen-Jahre alten Speisesalz aus dem Supermarkt. Dass viele hier nicht mit gesundem Menschenverstand vorgehen kostet sie halt sehr viel Geld. Aber anscheinend können die Kosten ja weitergegeben werden, sonst würde es der Entwickler ja nicht umsetzen. Ich bin sicher dass die Stadt Nürnberg als Mieter auf Normgerechtheit besteht, Stichwort Haftungsfrage.

  • Tatsächlich ging es bei dem Geländer nicht um die Höhe, sondern um den Abstand zwischen den einzelnen Streben (zum Beispiel, damit Kinder nicht mit dem Kopf dazwischen steckenbleiben können).

    Der Bauleiter meinte auch, dass obwohl es sich um enorme Summen handelt, das im Gesamtprojekt mit etwa 5% jetzt nicht entscheidend für Erfolg oder Misserfolg ist. Die 5% beziehen sich auf konkret aufgrund des Denkmalschutzes entstandenen Kosten. Sowas wie die Verstärkung der Tiefgarage, hätte auch so kommen müssen. Auch Abriss und Neubau mit ähnlicher Geschossfläche wäre seiner Aussage nach keinesfalls billiger gewesen.

  • Update vom 30.09.24, aufgenommen durch mich


    Auch wenn die Webcam nicht mehr funktioniert, die arbeiten an dem Bereich gen Fürther Straße scheinen weiter zu gehen.

    Hier zwei Fotos vom vergangenen Wochenende:

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    Bei diesem Bild deutlich zu erkennen, die neuen Fensterdurchbrüche an der vorher geschlossenen Fassade ganz links....

    d.

  • An der Quelle wird weiter gewerkelt, der Vorplatz zur Fürther Straße wird dabei deutlich verändert, man kann vor Ort auch schon gut erkennen wie es mal wird: Die Fürther Straße wird an dieser Stelle einspurig werden, und der Vorplatz des Quelle-Komplexes wird deutlich umgestaltet. Ich habe keine Fotos davon, da ich auf dem Rad nicht anhalten konnte. Um das Quellegebäude bin ich komplett herum gefahren und muss gestehen, dass man da noch nicht viel sieht. Etwa ein Drittel bis die Hälfte ist eingerüstet, der Rest ist noch original, mit eingeschmissenen Fensterscheiben.

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    Aber hinter dem Quellegebäude an der Wandererstraße Höhe Hausnummer 99 wird gebaut, hier entstehen Mehrfamilienhäuser des ESW:

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    So solls aussehen:

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    Visualisierung: ESW Bayern

  • Die Vermarktung der ersten Wohnungen im Bestandsbau hat begonnen. Das Bayersiche Immobilienkontor zeigt in seinem 60-seitigen Exposé auch viele neue Visualisierungen, insbesondere auch von der KiTa, die scheinbar auf der Fläche im Süden entstehen soll. Mein letzter Stand war, dass dort Gastronomie hin soll. Auch gibt es neue Ansichten von der Aufstockung des Gebäudes auf der Ostseite, die… ich mir etwas schöner erhofft habe.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    [...] Aber hinter dem Quellegebäude an der Wandererstraße Höhe Hausnummer 99 wird gebaut, hier entstehen Mehrfamilienhäuser des ESW: [...]

    Auf der Homepage des Projekts gibt es zwei neue Visualisierungen, diese von der Wandererstraße aus und diese von der Bahnstrecke aus. Außerdem lässt sich in der Sitzung des Verkehrausschusses am 26. Juni 2025 unter dem Punkt Wandererstraße – Fuß und Radweg zwischen Leiblsteg und Wandererstraße ein Lageplan finden, der die insgesamt drei Baukörper zeigt.

  • Erste Geschäfte im "The Q" sind eröffnet!

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    Aus diesem Anlass war ich heute mal dort und hab ein paar Eindrücke mitgebracht. Von Weitem schaut das alles noch arg unfertig aus, wie bei einem Neubaugebiet auf dem Lande, wo nagelneue Häuschen mitten im Matsch stehen. Hier sind es allerdings die Flächen, die später begrünt sein sollen.

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    Noch schaut es frisch geharkt aus, mal sehen ob das so bleibt oder bald alles voller Müll und Unrat ist:

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    Im Gebäudekomplex ist nach meiner Beobachtung nun ein "LIDL", ein "Müller", ein "Brothaus" und ein "REWE" geöffnet. Immer jeweils als eigene Parzelle zwischen den Risaliten:

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    Aus der U-Bahn kommt man sozusagen direkt vor der Türe heraus.

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    Ich hoffe inständig, dass diese nackige Betonkiste nicht so bleibt, und somit das gesamte Areal völlig entstellt. Hier sollte alles im Quelle-Schema "gelber Klinker" oder eine passende Adaption davon gestaltet sein. Das ist doch die gestalterische Marke dieses Ortes. Aber da die Stadt es auch geschafft hat den an sich guten Friedrich-Ebert-Platz mit nacktem Beton "aufzuwerten", wäre zu erwarten dass dieser Ungeist auch hier spukt. Ich hoffe nicht, denn ein bisschen Salz kann jeden Kuchen verderben.

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    Blickrichtung Osten. Links der U-Bahnhof "Eberhardshof", der erst vor wenigen Jahren saniert wurde. In der Bildmitte sehr dominant die Betonkiste. Frage mich wirklich, wieso das nicht in Glas/Stahl ging? Hätte doch viel besser ausgesehen, und funktioniert immer bei Verkehrsbauwerken.

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    Es ist noch viel zu tun:

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    Die Verkehrssituation entlang der Fürther Straße ist gut zu erkennen: Links die Fahrbahn stadteinwärts Richtung Plärrer, an dieser Stelle einspurig. In der Mitte Grünfläche und rechts daneben eine Autospur breit der Radweg, der mit Sicherheit immer wieder zugeparkt sein wird von irgendwelchen Lieferfahrzeugen. Sei es drum:

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    Hier die Aufteilung der Verkehrssparten: Ganz links nochmal die Fahrspur. Davon abzweigend die Tiefgaragenabfahrt, in die einfach eingefädelt wird. Sofern das Einchecken dort unten keine Staus erzeugt dürfte das Einfahren immer flüssig vonstatten gehen und keine Rückstaus erzeugen. Mittig der alte U-Bahn-Abgang, rechts hinter dem Zaun der Radweg, und dahinter der neu errichtete Aufgang, der direkt auf die Einkaufsebene führt, die sicherlich so 2 Meter über Bodenniveau liegt. Darin ist natürlich auch ein Fahrstuhl verfügbar.

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    Jetzt, da ich das schreibe, frage ich mich, waren die Eingänge früher tiefer gelegen? Oder gings in das alte Quellekaufhaus über Treppen? Ja, ich glaube so war es. Das hat man nun beseitigt, in dem man den gesamten Raum aufgeschüttet und angehoben hat, darunter ist die Tiefgarage. Und wer weiß ob die gepflanzten Bäume, derer dort wirklich reichlich gesetzt wurden, nur 2 m Raum zum wurzeln haben oder ob der Tiefgaragenbau anders organisiert ist. Kann ich grad nicht sagen.

    Zuletzt noch ein Schnappschuss aus der Wandererstraße, das Bauprojekt des ESW. Der Riegel entlang der Bahnlinie hinten ist fast fertig. Ist anscheinend blassgelb geworden anstatt das schöne Brombeerrot. :(

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  • Ich bin erst jetzt dazu gekommen, deinen Beitrag zu lesen nothor, vielen Dank erstmal!

    Der Zugang zur U-Bahn wird bestimmt, nachdem das auf den Visualisierungen seit Jahren unverändert geblieben ist, noch verkleidet. Auf der Webseite sieht man, dass es sich um ein Beton-Bauwerk handelt, das eine Dachbegrünung und eine beleuchtete, helle Verkleidung aus Blech oder Glas bekommen soll.

    Zu den Baumscheiben: Ich war ja vor einiger Zeit bei der ausführlichen Baustellenführung, von der ich hier auch berichtet habe und die Tiefgarage ist komplett durchgängig.