Der Altstadt-Salon

  • Sanierung der Paulskirche

    Hatten wir offenbar noch nicht:


    Was wird aus der Paulskirche?, Zeit Online, 11. Oktober 2017, von Benedikt Erenz


    Angesichts der anstehenden Grundsanierung fordert der Autor eine größere Umgestaltung und die Ergänzung um ein Dokumentationszentrum o.ä., um der Bedeutung der Paulskirche für die Entstehung der deutschen Demokratie gerecht zu werden.


    Auszug: "Wenn man sich vorstellt, wie dieser Ort in den USA inszeniert würde. In Frankreich. Oder wenn wir nur daran denken, dass überall in Deutschland, wo drei römische Münzen gefunden werden, Luther eine Predigt gehalten oder Königin Luise übernachtet hat, sofort ein multimediales Museum entsteht, mit freundlicher Unterstützung des Staatsministeriums für Kultur und Medien in Berlin, dann bleibt die Frankfurter Situation völlig unerklärlich, unerträglich."

  • Danke für den link auf den Zeit Artikel. Ich hoffe er rüttelt, von Berlin bis Frankfurt, viele Menschen, denen was an unserer Demokratiegeschichte lieg, wach.

  • Ein wegweisender Artikel. Ein Mahnmal. Eine Klage, die viele nicht hören wollen.


    Das deutsche Parlament spendiert Berlin das Einheitsdenkmal. Warum spendiert der Bundestag nicht die Kuppel der Paulskirche?

  • ^ Weil es bis jetzt niemanden gibt, der sich dieses Projekt zu eigen macht, dafür wirbt, trommelt, Geld sammelt. Dafür brauchts eine Idee und eine Strategie und einen langem Atem. Aber die Dresdner haben's vorgemacht, wie es gehen kann..

  • Frankfurt bemüht sich ja auch nicht um eine Lobby. Frankfurt bekäme sie sicher. Ich finde den Artikel sehr gut und muss sagen, dass er mir auch eine neue Sichtweise auf die Bedeutung des Baus eröffnet hat. Die Stadt müsste sich dem annehmen und eben auch von Land und Bund Unterstützung einfordern. Das ginge natürlich nicht von heute auf morgen, sondern würde ein langer Weg. Und man müsste eine Bürgerinitiative á la Frauenkirche in Dresden oder so starten. Unser OB dürfte daran wahrscheinlich kein Interesse haben. So was liegt ihm nicht.

  • <Ironie>
    Die Lobbyarbeit kann doch unser extrem gut verdrahteter und umtriebiger OB Feldmann übernehmen. Schließlich hat er sich schon immer der Kunst, der Kultur und dem Wiederaufbau von Frankfurt verpflichtet gefühlt.
    </Ironie>

  • Ich glaube, dafür brauchts mehr als einen umtriebigen OB. Es bräuchte eine professionell gemangte langfristige Kampagne. Ein paar leidenschaftliche Reden oder Zeitungsbeiträge reichen dafür nicht. Ein OB kann das vielleicht anleiern und die Stadt kann auch für eine solche Kampagne Geld geben. Für Olympia- oder WM-Bewerbungen werden solche Kampagnen ja auch gefördert.

  • Apropos OB: Eine vorgezogene Teileröffnung des Dom-Römer-Areals will Herr Feldmann öffentlichkeitswirksam zelebrieren, obwohl er bekanntermaßen kein Freund des Altstadt-Projektes war. Am 9. Februar wird er den Krönungsweg freigeben.


    Kurz vor der OB-Wahl am 25. Februar hat dieser weitere PR-Termin ein Geschmäckle. Gut, dass die DomRömer GmbH auch die anderen OB-Kandidaten zum Termin eingeladen hat. (Q: FR)

  • ^
    In der FR war zu lesen, dass der Krönungsweg am 9. Februar freigegeben wird und "zu diesem Zweck werden die Bauzäune an beiden Enden des Wegs abgeräumt und dauerhaft entfernt".


    Auf der DomRömer-Website ist jetzt allerdings zu lesen, dass der Krönungsweg am 9. Februar von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet wird (und das verstehe ich so, dass danach wieder zu ist). Zudem finden von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr Führungen durch den OB statt, während derer die Begehung des Krönungsweges nur für vorangemeldete Teilnehmer möglich ist.

  • Sehr richtig, Adama... die rechte Häuserzeile wäre echt gut. Damit könnte man den U-Bahn-Zugang integrieren, die Pergola erübrigen und die Goldhutgasse auch gleich mit entstehen lassen. Die Lange Schirn auf der anderen Seite.


    Doch dazu müsste man die Rampe und die Etagere beseitigen und vor allem das Schirn-Cafe abreissen. Wenn dann nur noch die Rotunde stünde, könnte das Handwerkerhöfchen wieder entstehen, wenn auch nicht in voller Pracht.


    Das groesste Problem ist der künstlich erzeugte Höhenunterschied für den Eingang zur Schirn. Egal ob man nur den U-Bahnabgang überbaut oder die ganze Zeile wiedererstehen lässt.

  • ^


    Ich denke, man hat sich an dem Reiffenstein-Aquarell von 1862 orientert hat und nicht an dem Foto von 1900.



    Carl Theodor Reiffenstein, 1862, Bildrechte abgelaufen


    Unschön finde ich, dass die Schale und die Steinwand nicht passend gearbeitet wurden.

  • Nach etlichen Monaten der Stille hat der Brückenbauverein auf seiner Seite endlich die Bankverbindung für die Spenden angegeben:
    http://brueckenbauverein-frankfurt.de/


    Ich habe meine Zweifel dass mit dieser Vorgehensweise allzugroße Beträge zusammen kommen. Bleibt zu hoffen, dass auch die Presse das bald mitbekommt, und darauf hinweist. Wäre ja doch zu wünschen dass der Betrag nicht nur für Langen Franz und Kleinen Cohn sondern auch für die Treppentürme und weitere Dachpartien ausreicht.

  • Es gab am 6. Januar einen Beitrag in der Hessenschau dazu. Man kann nur noch die Themenübersicht einsehen, der Beitrag ist wegen der bizarren Regeln für die ÖR-Mediatheken nicht mehr abrufbar.
    Ich bin mir aber recht sicher, dass der Anlass für den Beitrag die Einrichtung des Spendenkontos war.

  • Vom Brückenbauverein Frankfurt, der über Prof. Mäckler den Aufbau der beiden Rathaustürme anstrebt, habe ich erfahren, dass die Spendenkampagne mit Werbung erst nach der OB Wahl am 25.2.2018 anlaufen wird.


    Ich denke, das ist eine gute Entscheidung, um zu vermeiden zwischen die Kandiaten zu geraten.


    Spenden kann man aber jetzt schon, wie bereits zuvor schon geschrieben..