Leipzig: Immobilienmarkt und -wirtschaft

  • DGA Herbst 2011

    DEUTSCHE GRUNDSTÜCKSAUKTIONEN AG
    Nr. 349 – 351 vom 22. bis 24. September 2011
    http://www.dga-ag.de/


    Möckern
    Georg-Schumann-Straße 250/Elli-Voigt-Straße
    Leerstehendes Wohn-/Geschäftshaus. Bj. ca. 1905. - € 12.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…vA&cbp=13,98.53,,0,-15.89


    Slevogtstraße 22
    Leerstehendes, denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus. Baujahr ca. 1905 – € 10.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…w&cbp=13,194.08,,0,-14.05
    http://lwb-immobilienangebote.de/pdf/nw_slevogt_22.pdf (75.000 €)


    Georg-Schumann-Straße 156
    Leerstehendes, denkmalgeschütztes Wohn-/Geschäftshaus. Baujahr um 1905. - € 16.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=TRPWjCuXYx9jP9SURxU73g
    http://lwb-immobilienangebote.…eorg_schumann_str_156.pdf (95.000 €)

    Schönefeld-Abtnaundorf

    Gorkistraße 5
    Leerstehendes, denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus. Baujahr ca. 1890. - € 12.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=1PdYXuoxdhxKGKx85wMHRQ
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=1PdYXuoxdhxKGKx85wMHRQ
    http://lwb-immobilienangebote.de/pdf/no_gorki_5.pdf (85.000 €)


    Stöckelstraße 36
    Leerstehendes Mehrfamilienhaus. Baujahr um 1925. - € 14.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=R8RwRCHGaVspjNo9vjnjAg
    http://lwb-immobilienangebote.de/pdf/no_stoeckel_36.pdf (105.000 €)


    Sellerhausen-Stünz
    Torgauer Straße 76 a
    Überwiegend leerstehendes, teilweise denkmalgeschütztes Gewerbeobjekt. Baujahr zwischen ca. 1890 und 1910. Produktionskomplex, bestehend aus einem 2-geschossigen, unterkellerten Büro- und Laborgebäude, einer 1-geschossigen Produktionshalle, einer 2-geschossigen Produktionshalle und einem Lagergebäude - € 95.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…tbQ&cbp=12,174.7,,0,-7.84


    Volkmarsdorf
    Ludwigstraße 85
    Leerstehendes Wohn- und Geschäftshaus. Baujahr ca. 1900. - € 9.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=MuZowwajo_cd8U1lkU8RMQ
    http://lwb-immobilienangebote.de/pdf/o_ludwig_85.pdf (70.000 €)


    Eisenbahnstraße 113 b
    Überwiegend leerstehendes, denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus mit Hinterhaus. Bj. ca. 1914. - € 28.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…w&cbp=12,358.43,,0,-18.95

    Wurzner Straße 136

    Leerstehendes, denkmalgeschütztes MFH. Bj. ca. 1900. - € 7.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=gaDmSkLB8O9Flh7AvOpA3w

    Sellerhausen-Stünz

    Wurzner Straße 182
    Leerstehendes, denkmalgeschütztes MFH. Bj. um 1900. - € 12.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=6eHW71KZGokYLSBjGt3FWw


    Plagwitz
    Siemensstraße 35/Gerhardstraße
    Leerstehendes, denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus. Bj. um 1905. - € 8.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…Q&cbp=13,121.23,,0,-20.16


    Klingenstraße 17
    Überwiegend leerstehendes Mehrfamilienhaus. Baujahr um 1900. Das Objekt wurde Anfang der 1990er Jahre teilsaniert.- € 25.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=OF51NVkDkUYX4KFaeXm4ww


    Wachsmuthstraße 16
    Leerstehendes Mehrfamilienhaus. Baujahr ca. 1899. -€ 15.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…id=ox38j0mIDc9jye8wQLEwPg


    Altlindenau
    Angerstraße 49 a, b
    Zwei leerstehende, denkmalgeschützte Mehrfamilienhäuser. Baujahr ca. 1896. - € 12.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…w&cbp=13,294.61,,0,-11.49

    Georg-Schwarz-Straße 18

    Leerstehendes, denkmalgeschütztes Wohn-/Geschäftshaus. Bj. ca. 1900. - € 7.000,–*
    http://maps.google.de/maps?q=L…Tw&cbp=13,349.71,,0,-17.1


    Grundstücke
    Wurzner Straße rechts neben 113 - € 4.000,–*
    Pörstener Straße, Flurstück 196 n - € 500,–*
    Mierendorffstraße, Flurstück 117/c - € 3.000,–*
    Schmidt-Rühl-Straße, Flurstück 79/f – € 8.000,–*

  • Leipziger Immobilienmarkt und Entwicklung der Höchstmieten

    Gerade kamen wir zurück aus Berlin von der Deutschen Grundstücksauktion. Der Immobilienmarkt dreht gerade völlig durch, vor allem bei den Häusern im Westen. Die Klingenstraße 17 startete bei 25.000 Euro und schraubte sich schnell rauf auf 176.000 Euro, die Wachsmuthstraße 16 brachte im ersten Anlauf 71.000 und dann gab es wegen Komplikationen mit dem russischen Käufer noch einen zweiten Aufruf, bei dem bei 66.000 Euro Schluss war, die Siemensstraße endete bei 90.000 Euro, die völlig kaputte Angerstraße 49 a und b bei 100.000 Euro und die Georg-Schwarz-Straße 18 bei 22.000 Euro.


    Aber auch die Häuser im Norden, Nordwesten und Osten kamen oft auf Preise deutlich über dem Mindestgebot, so etwa die Eisenbahnstr. 113b auf 62.000 Euro, die Ludwigstraße 85 auf 36.000 Euro oder die Georg-Schumann-Str. 156 auf 53.000 Euro. Selbst die Wurzner Straße 182 (18.000 Euro) und 136 (16.500 Euro) wechselten den Besitzer. Mein Gefühl ist allerdings, dass da auch ein gerüttelt Maß an Spekulation dabei ist und nun nicht gleich überall Baugerüste gestellt werden. Die genauer Zahlen werden wie immer nach der Ergebnisveröffnentlichung der DGA in diie Übersicht weiter oben eingefügt.


    Und in der LZV konnte man dann einen Grund erfahren, neben der allgemeinen Flucht vor der befürchteten Euro-Krise sind es Hoffnungen auf hohe Mieten und damit hohe Rendite vor allem in Plagwitz, Kleinzschocher und im südlichen Lindenau.


    LVZ-Online, 22.09.2011, 17:45 Uhr
    Mietpreise für Wohnungen in Leipzig steigen erstmals über zehn Euro pro Quadratmeter
    Robert Nößler


    http://nachrichten.lvz-online.…/r-citynews-a-106789.html


    Am Donnerstag hat der Immobilienverband Deutschland (IVD) in Leipzig den Immobilienpreisspiegel 2011 vorgestellt, bei der die Kaltmieten für Wohnungs- und Gewerbeimmobilien in 25 Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts untersucht wurden.


    Demnach sind "Plagwitz, Lindenau und das westliche Leipziger Zentrum ... bei Wohnungsmietern gefragt." Die Stadtteile im Westen erleben einen Zuzugs-Boom. Der Leipziger Immobilienunternehmer Andreas Köngeter meinte hierzu: „In Plagwitz gehen die Preise seit Jahren nach oben. Aber auch Teile von Lindenau, an der Grenze zu Leutzsch und Plagwitz, entwickeln sich prächtig. Hier sind wir in der Spitze schon bei bis zu sieben Euro.“

    Noch gehören sie aber nicht zu den Top-Lagen wie dem Waldstraßen- oder Musikviertel, wo mittlerweile sogar schon mehr als zehn Euro pro Quadratmeter verlangt werden. Hier übersteigen die Spitzenmieten für frisch sanierte Wohnungen in der Hinrichsen- und der Liviastraße (Waldstraßenviertel) sowie in der Schreber- und Beethovenstraße (Musikviertel) in diesem Jahr erstmals die Grenze von zehn Euro pro Quadratmeter. Selbst an vielbefahrenen Hauptstraßen der begehrten Gründerzeit-Viertel haben die Preise stark angezogen. „Am Waldplatz haben wir bereits bis zu 7,50 Euro pro Quadratmeter erreicht, obwohl es dort verhältnismäßig laut ist. Das wäre vor Jahren noch undenkbar gewesen“, berichtet Köngeter.


    In der Leipziger Südvorstadt werden für Wohnungen mittlerweile bis zu 8,50 Euro pro Quadratmeter verlangt, der Durchschnittspreis liegt dort bei 5,50 Euro pro Quadratmeter. Selbst Köngeter fällt auf, das dieses zu Verdrängungsprozessen führt: „Vielen jungen Leuten ist es dort mittlerweile schon zu teuer geworden, weshalb sie in andere Stadtteile ausweichen“, so der Immobilienmakler.


    Preiswerte Wohnungen gibt es vor allem im Osten, vor allem rund um die Eisenbahnstraße in Volkmarsdorf und Neustadt-Neuschönefeld, ab 3,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete. Hierzu wiederum Köngeter: „Dort bekommt man sehr gute Wohnungen zu günstigen Preisen.“


    Im Durchschnitt sind die Leipziger Mietpreise im vergangenen Jahr um knapp einen halben Euro gestiegen. Mit durchschnittlich rund 5,20 Euro pro Quadratmeter liegt die Stadt nicht nur deutlich hinter München, Hamburg oder Berlin, auch nahe Städte wie Dresden und Halle sind im Schnitt teurer.
    „Insgesamt ist Leipzig aber noch sehr, sehr günstig für die Qualität, die man hier bekommt.“ Außerdem sei diese Steigerung vor allem auf die Spitzenmieten zurückzuführen. „Die Masse des Wohnraums wird jedes Jahr nur um wenige Cent teurer“, so Köngeter.


    Donnerstag, 22. September 2011 15:56
    IVD veröffentlicht Immobilienpreisspiegel 2011
    http://www.leipzig-fernsehen.d…?ID=5846&showNews=1030340


    23. September 2011
    Immobilienmarkt in Sachsen und Sachsen-Anhalt zieht an
    http://www.gewerbeimmobilien24…n-anhalt-zieht-an-246128/


    FP, 22.09.2011
    Mieten in Großstädten Sachsens und Sachsen-Anhalts gestiegen
    Immobilienwirtschaft schätzt weitere Entwicklung als gut ein
    http://www.freiepresse.de/NACH…tiegen-artikel7767935.php

  • Passend zum Thema verzeichnet auch die Innenstand einen neuen Höchststand in Sachen Spitzenmiete. Zum ersten Mal werden 120 Euro/qm erzielt, und zwar nicht in der Petersstraße, sondern in der Grimmaischen Straße. Damit hat die Grimmaische Straße die Petersstraße als Leipzigs teuerste Einkaufsstraße abgelöst, weiß die Bild zu berichten und beruft sich auf die neue Preisentwicklungsstudie des IVD.

  • ^ Das wird man sicher dem Albertinum zu verdanken haben.


    Interessant bei den Steigerungen im Wohnungsbereich ist das Leipzig trotz etwas höherer Lehrstandsquote und der so oft von vielen bescheinigten schlechten Wirtschaftsstruktur dann doch mind. 2 Euro/qm über den Höchstmieten in Dresden und Magdeburg liegt. Zwei Städte die, im Gegensatz zu Leipzig und Halle, vor allem von der hohen Anzahl an Beamten zehren.


    Wenn die Entwicklung weiter so geht, und so sieht zur Zeit aus, dann wird die Schere zwischen Leipzig und den anderen Großstädten in Mitteldeutschland in einigen Jahren wohl noch weiter auseinander klaffen.

  • Freie Presse: Ohne Überprüfung der Besitzverhältnisse sind in Leipzig nach dem Ende der DDR von der Stadt übernommene Immobilien, von denen sich zunächst keine Besitzer feststellen ließen, verkauft worden. Laut "Leipziger Volkszeitung" durchforstet das Rechnungsprüfungsamt der Stadt derzeit die Akten zu rund 750 Immobilien, die verkauft wurden, ohne in anderen Ämtern der Stadt Informationen über die tatsächlichen Eigentümer einzuholen. Bei wie vielen der nun untersuchten Fälle den eigentlichen Besitzern von Immobilien Schäden entstanden, muss nun geprüft werden.
    Trotz der mittlerweile verstrichenen Zeit und ohne den LVZ-Bericht zu kennen hört sich das so an, als ob hier auch finanzielle Folgen für die Stadt denkbar wären.

  • Windmühlenstraße, Frühauf und Gentrifizierung in LE

    Die Diskussion um Gentrifizierung in Leipzig nimmt an Fahrt auf. Im Zentrum dabei im Moment ein großer Wohnblock an der Windmühlenstraße/ Grünewaldstraße, der von der LWB an casa concept verkauft wurde. Der Verkauf und die damit einhergehenden Veränderungen für die Mieter_innen der Wohnungen und Läden wurde bereits in dem auch hier bereits vorgestellten FAZ-Artikel vom 2.10.2011 "Gentrifizierung: Leipziger Einerlei" ( http://www.faz.net/aktuell/feu…er-einerlei-11372732.html ) behandelt. Seither folgten zahlreiche weitere Berichte, insbesondere in der LIZ.


    LIZ, 21.10.2011
    Aufregung in der Linksfraktion: Gibt es Grund zur Sorge um den Wohnblock Grünewaldstraße / Windmühlenstraße?
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…muehlenstrasse-30046.html


    LIZ, 26.10.2011
    Windmühlenstraße im Fokus: Miriam Paulsen von "Tschau Tschüssi" im Interview
    http://www.l-iz.de/Kultur/Lebe…n-im-Interview-30126.html


    LIZ, 27.10.2011
    Windmühlenstraße im Fokus: Interview mit Paule Hammer vom Leipziger Atelierhaus "Frühauf"
    http://www.l-iz.de/Politik/Eng…t-Paule-Hammer-30148.html


    LIZ, 28.10.2011
    Windmühlenstraße im Fokus: Ein Atelierhaus erzählt seine Geschichte
    http://www.l-iz.de/Bildung/Zei…ine-Geschichte-30164.html


    LIZ, 29.10.2011
    Windmühlenstraße im Fokus: Erste Kündigungen und offene Briefe gehen ein
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…icke-Interview-30209.html


    LIZ, 30.10.2011
    Windmühlenstraße im Fokus: Was kommt nach dem Verkauf des Grundstücks Atelierhaus?
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…uf-Atelierhaus-30193.html

    LIZ, 31.10.2011
    Windmühlenstraße im Fokus: Stadträtin Skadi Jennicke im Interview
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…icke-Interview-30209.html


    BILD, 31.10.2011
    In der Windmühlenstraße steigen Mieter jetzt dem neuen Hausbesitzer aufs Dach
    Kiez-Aufstand gegen Supermarkt-Pläne!
    http://www.bild.de/regional/le…trasse-20745890.bild.html



    Die Informationen der casa concept zu dem Sanierungsvorhaben:
    http://www.casa-gobau.de/seite…i=ref_aktiv&street=WOBA55

  • Immobilienpreise in Leipzig steigen

    Die TLG Immobilien GmbH stellte am Dienstag in Berlin ihre Studie "Immobilienmarkt Ostdeutschland 2011" vor. Demnach steigen in den beiden ostdeutschen Ballungszentren Leipzig und Dresden die Preise für Immobilien an. Damit seien hier neben Potsdam und Jena die höchsten Preise in Ostdeutschland zu verzeichnen. Grundlage dieser Entwicklung seien die guten wirtschaftlichen Bedingungen im Freistaat, die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum und der Trend zum Wohnen in der Stadt,


    Die Preise für Reihen- und Doppelhäuser in Leipzig erhöhten sich auf 100.000 bis 180.000 Euro, freistehende Häuser kosten zwischen 120.000 und 450.000 Euro. Die Preise für neu gebaute Eigentumswohnungen betragen 1.000 bis 2.800 Euro pro Quadratmeter, die für modernisierte Altbauten 700 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter. Entsprechend wurde auch ein Anstieg bei den Mieten wurde in beiden Städten verzeichnet. Für Einzelhandelsflächen werden in Leipzig die höchsten Summen in ganz Ostdeutschland verlangt.


    Immobilienpreise in Ost-Metropolen steigen
    Dienstag, den 01. November 2011 um 16:46 Uhr
    http://www.immobilie.com/news/…len-steigen-01112011.html


    http://www.bild.de/regional/dr…weiter-20518376.bild.html


    Immobilienmarkt Ostdeutschland 2011. Marktdaten der kreisfreien Städte und Berlins.
    http://www.tlg.de/uploads/media/tlg_immomarkt_2011.pdf



    Und weil wir gerade bei der TLG sind, das bundeseigene Fossil soll verkauft werden:


    Im Bundestag notiert: Verkauf der bundeseigenen TLG Immobilien GmbH
    Finanzen/Kleine Anfrage - 25.10.2011
    http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_10/2011_424/06.html
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/073/1707315.pdf


    Mal sehen, was dann mit den zahlreichen Flächen wie etwa dem Jahrtausendfeld geschehen wird.

  • Nochmal zur Windmühlenstraße: inzwischen ist das Thema auch bei der LVZ angekommen, hauptsächlich, weil die Grünen sich jetzt dem Thema auch angenommen haben: klick


    Passend dazu ein Foto von den Designer's Open am Wochenende:


    Das TschauTschüssi hat ja als erster der von der Casa GoBau vorher noch als Kultmieter bezeichneten Mieterschaft die Kündigung erhalten.

  • PM: Leipziger Immobilienmarkt: Nachfrage-Boom und ungewöhnli

    Hier eine weitere Pressemitteilung aus der Immobilienbranche, in der mit dem üblichen Wortgeklingel die aktuelle Entwicklung bei den Immobilien in Leipzig beschrieben wird.


    Leipziger Immobilienmarkt: Nachfrage-Boom und ungewöhnliche Entwicklungen
    Published on November 18, 2011 by PR-Gateway
    http://www.deaf-deaf.de/?p=208160


    http://www.widepr.de/pressemit…nliche_Entwicklungen.html


  • Betongold in Dresden, Rendite in Leipzig

    Hier mal ein Vergleich zwischen dem Immobilienmarkt in Leipzig und in Dresden aus der Immobilienzeitung vom 10.11.2011:


    GESCHÄFTSHÄUSER
    Betongold in Dresden, Rendite in Leipzig
    Von Gerda Gericke


    In Leipzig kostete ein 2010 verkauftes Wohn- und Geschäftshaus im Schnitt 360.000 Euro. Stolze 880.000 Euro brachten es in Dresden auf die Waage. Wie kommt dieser eklatante Preisunterschied zwischen den zwei ewigen Konkurrenten in Sachsen zustande?


    http://www.immobilien-zeitung.…resden-rendite-in-leipzig


    Auch hier steht bereits in der Überschrift das Schlagwort Betongold, das derzeit überall prangt. Ich werde es mal als Unwort des Jahres vorschlagen:
    http://www.google.de/search?aq…news_search=1&q=Betongold


    "Mit Betongold gegen die Krise", "Bürger legen in «Betongold» an", "Flucht ins "Betongold"", "Euro-Krise - Betongold boomt", "Richtige Zeit für Investitionen in Betongold", "Der Bürger legt in Betongold an" .... .


    Mit dem aktuellen Immobilienboom unmittelbar verbunden sind natürlich die Diskussionen um Gentrifizierungen in Berlin, München, Hamburg und anderen Großstädten. Einige lohnen durchaus die Lektüre:
    http://www.google.de/search?aq…earch=1&q=Gentrifizierung


    Selbst in der LVZ - und hier im Forum ;) - ist das Thema im Zusammenhang mit den aktuellen Auseinandersetzungen um den "Kiez Windmühlenstraße" und in Connewitz mittlerweile angekommen.
    http://www.deutsches-architekt…d.php?p=317703#post317703


    Andere Zeitungen gehen über Zustandsbeschreibungen hinaus und beschreiben auch Ursachen der derzeitigen Veränderungen, vor allem die Investitionen von Kapitalanleger_innen aus Deutschland und anderen europäischen und außereuropäischen Staaten in Mehrfamilienhäuser und Eigentumswohnungen.


    TAZ, 11.11.2011
    Gentrifizierung in Berlin
    Abgezockte Spekulanten
    Boomender Tourismus, niedrige Preise – für Italiener ist der Kauf einer Immobilie in Berlin eine attraktive Geldanlage. Agenturen nehmen jede Menge Extragebühren.
    Von Riccardo Valsecchi
    http://www.taz.de/Gentrifizierung-in-Berlin/!81698/


    Dies ist genauso in Leipzig zu beobachten, das, nachdem der Markt für den Kauf von un- oder teilsanierten Häusern in Berlin leergefegt oder völlig überhitzt ist, international als der Geheimtipp im Osten gilt. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass es hier noch zahlreiche unsanierte Häuser gibt, die in den anderen ostdeutschen Wachstumsregionen wie Dresden oder Jena ebenfalls schon weg sind.


    Noch ist Leipzig erfreulicherweise nicht Berlin oder Hamburg oder München, aber der Kauf von Immobilien als scheinbar sichere Geldanlage in Zeiten der "Euro-Krise", vulgo "Betongold", wird sicherlich noch deutlich stärker zunehmen.

  • Grundstücksauktionen und (Spekulations)-Gewinne

    Hier wurde ja immer mal gefragt, was denn im Allgemeinen mit den bei Auktionen versteigerten Häusern passiert, insbesondere mit Blick auf die ehemaligen LWB-Immobilien. Dazu hier mal ein besonders schönes Beispiel:


    Bei der gestrigen Deutschen Grundstücksauktion wurde von der LWB das Haus in der Zschocherschen Straße 74 in Plagwitz (sozusagen das erste Haus in Plagwitz, die benachbarte Nr. 76 liegt noch in Kleinzschocher ;-) ) angeboten. Noch findet man es im LWB-Katalog zu einem inserierten Verkaufspreis von 38.000 €: http://lwb-immobilienangebote.de/pdf/sw_zschochersche_74.pdf


    Das Mindestgebot betrug gestern nur 6.000 Euro. Bei welchem Gebot der Zuschlag erteilt wurde kann ich noch nicht sagen, da die Auktion auch heute noch weiterläuft und die Ergebnisse wohl erst nächste Woche veröffentlicht werden. Ich vermute, dass es zum Mindestgebot oder knapp darüber wegging, denn es ist keine Schönheit, kein Denkmal und liegt außerhalb des Sanierungsgebietes an einer vielbefahrenen Straße, hat so gut wie keinen Hof, Blick auf einen Supermarkt und scheint auch baulich nicht mehr ganz unbedenklich zu sein.


    Allerdings tauchte bereits heute nacht ein neues Immobilienangebot auf dem Immonet-Portal auf:


    NEU! Plagwitz:Investieren Sie noch heute! Sanierungsbedürftiges Wohn- und Geschäftshaus *provisionsfrei*
    http://www.immonet.de/exposeansicht.do?public_id=17461127

    Marko Künne Immobilien bietet dieses Haus nun zu einem Kaufpreis von 34.500,00 € an.


    Eine Sanierung oder Wiederbelebung des Hauses ist nun trotz Eigentümerwechsel keinen Schritt nähergerückt.



    Die Mitarbeiter_innen von Herrn Künne fahren offensichtlich gern mal nach Berlin. Genau vor einer Woche wurde bei der Immobilienauktion der Karhausen AG der Bahnhof Leutzsch bei einem Mindestgebot von 1.500,00 € versteigert und bei 7.800,00 € der Zuschlag erteilt: http://www.karhausen.de/ergebnisliste.html


    Auch hier tauchte der Bahnhof kurz darauf bereits wieder in den Immobilienangeboten im Web auf. Er wird nun von Marko Künne Immobilien in Leipzig zum Kauf angeboten. Der inserierte Kaufpreis soll 49.000,00 € betragen:


    **Provisionsfrei** Ihr eigener Bahnhof, machen Sie es zu Ihrem Projekt!!!
    http://www.immonet.de/exposeansicht.do?public_id=17439459


    Das wären mal locker knapp 40.000 Euro Gewinn für Herrn Künne für ein paar Mal die Hand Heben in Berlin. Baulich passieren dürfte bis zum Verkauf bei beiden Häusern nicht allzuviel.

  • Bodenrichtwerte für das Stadtgebiet Leipzig

    PM der Stadt Leipzig vom 14.12.2011
    http://www.leipzig.de/de/buerg…g-im-Internet-21781.shtml


  • Wohnungsmieten in Leipzig

    Widerspruechliche Meldungen verlangen nach Vergleich und Erklaerung der Zahlen:


    Einerseits meldet die SZ heute unter der Ueberschrift "Münchner wohnen dreimal teurer als Chemnitzer", dass die durchschnittliche Miete in Leipzig etwa 5,01 Euro betraegt. Damit liegt es zwischen Chemnitzer mit 4,61 Euro und Dresden mit 6,40 Euro. Dies habe ein Vergleich des Internetportals Immobilien-Scout24 ergeben. Mietpreis-Spitzenreiter der 50 größten Städte Deutschlands bleibt München mit durchschnittlich 12,98 Euro Kaltmiete für einen Quadratmeter. Der Durchschnitt aller 50 Städte lag im zweiten Halbjahr 2011 bei 6,96 Euro.


    Die LVZ weisst zurecht darauf hin, dass fuer die Studie die auf dem Portal geschalteten Wohnungsangebote des zweiten Halbjahrs 2011 ausgewertet wurden. Da es hier um Angebote der Vermieter geht, dürften die tatsächlich gezahlten Preise bei Neubezügen etwas niedriger liegen, da viele Mieter versuchen, durch Verhandlungen den Preis zu drücken.


    Leipzig ist dem Vergleich zufolge die Stadt mit der höchsten Mieterquote (88 %) und dem mit Abstand größten aktuellen Angebot für Wohnungen zur Miete (mehr als 11.000).
    http://www.sz-online.de/Nachri…richten/articleid-2973043
    http://www.presseportal.de/pm/…mal-so-teuer-wie-chemnitz


    Durchschnittsmieten der 50 größten deutschen Städte
    Mietpreis pro Quadratmeter in Euro
    1. München 12,98
    2. Frankfurt am Main 11,80
    3. Hamburg 10,68
    4. Stuttgart 10,07
    5. Freiburg im Breisgau 9,80
    6. Düsseldorf 9,33
    ...
    22. Hannover 6,58
    23. Dresden 6,40
    24. Kiel 6,35
    25. Bremen 6,32
    26. Erfurt 6,28
    ...
    44. Duisburg 5,16
    45. Herne 5,03
    46. Leipzig 5,01
    47. Magdeburg 4,97
    48. Hagen 4,91
    49. Gelsenkirchen 4,74
    50. Chemnitz 4,61


    Quelle: Immobilien Scout 24, 2. Halbjahr 2011
    http://www.dnn-online.de/dresd…t-im-Mittelfeld-597166082



    Andererseits brachte die LVZ gestern einen laengeren Artikel, wonach bei den Spitzenmieten für Top-Immobilien Leipzig inzwischen die teuerste Stadt in Sachsen
    ist:


    Leipzig hat die höchsten Wohnungsmieten in Sachsen
    In Toplagen werden zehn Euro pro Quadratmeter verlangt / Immobilienverband geht von weiter steigenden Preisen aus


    Hier werden Zahlen zugrunde gelegt, die aus einer ersten Einschätzung des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) Mitte-Ost hervorgehen. Bereits 2011 beobachtete der Verband in Sachsen und Sachsen-Anhalt einen Anstieg um 5,8 (Baujahr bis 1948) und 3,8 Prozent (Baujahr nach 1949) - bei einer gleichzeitigen Inflationsrate von 2,4 Prozent. Er erwartet, dass die Mieten in Leipzig in diesem Jahr weiter steigen werden. Karl-Heinz Weiss, Regionalvorsitzender des IVD Mitte-Ost, erklaert diese Tendenz damit, dass das Angebot frisch sanierter oder neu gebauter Wohnungen mit dem Nachfragewachstum kaum noch Schritt halte. Auch die bessere Situation auf dem Arbeitsmarkt sowie wachsende Bevölkerungszahlen führten zu steigenden Preisen.


    In Spitzenlagen, genannt werden hier Waldstraßenviertel, Musikerviertel, Gohlis-Süd und Zentrum, würden für Erstbezüge derzeit bis zu zehn Euro pro Quadratmeter Kaltmiete verlangt.


    Andreas Köngeter, Mitglied des IVD Mitte-Ost und Leipziger Immobilienmakler, stellte fest, dass dies zugleich die höchsten Preise in Sachsen seien. In Dresden lägen die Spitzenmieten bei acht Euro. „Auch wenn es mittlerweile einige Neubauprojekte in Toplagen gibt, ist die momentane Nachfrage durch den Bestand schwer zu decken. Da sich diese Objekte als Eigentumswohnungen an den Selbstnutzer wenden und kaum dem Mietmarkt zur Verfügung stehen. Daher rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Mieten.“


    Bei den Grundstücks- und Hauspreisen registrieren die IVD-Mitglieder aehnliche Tendenzen. In Leipzig werden für ein freistehendes Eigenheim mit Garage und ortsüblich großem Grundstück im Moment je nach Wohnwert zwischen 135.000 und 470.000 Euro verlangt. Auch hier steigen die Preise, da gute Lagen und hochwertige Immobilien nur begrenzt verfügbar seien. Hierzu Köngeter: „Die Sorge vor einer möglichen Geldentwertung lässt die Menschen wieder verstärkt nach Sachwerten Ausschau halten. Allen voran die Immobilie. Befördert wird dies durch die niedrigen Kreditzinsen. Da vor allem gute Lagen beziehungsweise hochwertige Immobilien nur begrenzt verfügbar sind, gehen auch hier die Werte nach oben.“


    Im Vergleich noch die Zahlen aus den beiden anderen Grossstaedten in Sachsen und dem benachbarten Halle:


    In Dresden werden Höchstpreise für Wohnungen am Elbhang und am Neumarkt gezahlt. Die Spitzenwerte liegen hier bei 8,00 Euro pro Quadratmeter. Für freistehende Eigenheime liegen die Werte je nach Wohnsituation aktuell zwischen 120.000 Euro bis 500.000 Euro.


    In Chemnitzbeträgt die Spitzenmiete in begehrten Wohnlagen wie dem Adelsberg, Rabenstein und Schönau 7,50 Euro pro Quadratmeter. 95.000 Euro bis 380.000 Euro werden für freistehende Eigenheime verlangt. Der Immobilienmarkt in Chemnitz wird vom IVD Mitte-Ost als "Geheimtipp" bezeichnet. Gerade Kapitalanleger mit einer nachhaltigen Anlagestrategie könnten hier vom guten Wertsteigerungspotenzial profitieren. „Chemnitzer Immobilien stehen zu Unrecht meist im Schatten von Leipzig und Dresden. Durch die wachsende Wirtschaftskraft und dem starken Mittelstand registrieren wir hier einen Markt mit sehr guten Aussichten für die Zukunft“, so Jens Zimmermann, Vorstandsmitglied des IVD Mitte-Ost.


    In Halle werden im Mühlwegviertel, im Stadtteil Kröllwitz oder auch in der Vogelsiedlung bis zu 8,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete verlangt. „Da die momentane Nachfrage durch den Bestand schwer zu decken ist, rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Mieten“, sagt Dirk Radde, Vorstandsmitglied des IVD Mitte-Ost und Immobilienmakler in Halle. Für ein freistehendes Eigenheim mit Garage und ortsüblich großem Grundstück werden je nach Wohnwert zwischen 110.000 Euro bis 350.000 Euro verlangt.


    • IVD Mitte-Ost veröffentlicht Jahresprognose • Niedrige Zinsen und moderates Preisniveau beleben Nachfrage • Mieten in den Städten ziehen an
    http://www.ivd-mitte-ost.net/n…stig-aber-ansteigend.html

  • Verkauf des Plagwitzer Rathauses

    Demnaechst wird im Grundstuecksverkehrsausschuss des Stadtrates darueber entschieden, wer den Zuschlag fuer eine der interessantesten staedtischen Immobilien erhaelt, das 1884 errichtete Plagwitzer Rathaus an der Alten Straße 22, Ecke Weißenfelser Straße. Das Mindestgebot fuer die denkmalgeschützte Immobilie mit einer Gebäudenutzfläche von 2.360 qm betrug stolze 560.000 Euro.


    Einer der Bieter, die Projektinitiative "Neues soziokulturelles Zentrum" ( http://soziokulturelles-zentrum.info/ ) ist nun an verschiedene lokale Medien herangetreten, um fuer das Projekt zu werben:

    Radio Mephisto, 23. Januar 2012
    Im alten Rathaus soll ein soziokulturelles Zentrum entstehen
    http://mephisto976.uni-leipzig…trum-entstehen.html#share


    LIZ, 25.01.2012
    Vom Bürgeramt zum Bürgerzentrum: Initiative will aus Rathaus Plagwitz eine soziokulturelle Anlaufstelle machen
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…zentrum-machen-40759.html


    Es wird spannend, wer letztlich den Zuschlag erhaelt und welche Nutzungen kuenftig im ehemaligen Rathaus Platz finden werden.

  • Blick auf den Leipziger Immobilienmarkt

    In der LVZ-Online erschien gestern ein sehr langer und daher zweigeteilter Artikel, in der eine ganze Reihe von Meldungen rund um die Themen Mieten und Immobilienmarkt zusammengestellt werden:


    Leipziger zahlen Spitzenmieten in Sachsen - eisiger Winter treibt Betriebskosten in die Höhe
    Franziska Seifert
    http://www.lvz-online.de/leipz…/r-citynews-a-123810.html


    Die Kaltmieten und Grundstückspreise steigen. Jens Zimmermann, zweiter Vorsitzender beim Regionalverband Mitte-Ost des Immobilienverbands Deutschland (IVD), stellte fest: „Allgemein steigen die Kaltmieten in Leipzig wegen der erhöhten Nachfrage. ... In den vergangenen Jahren wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und das Stadtbild ist durch Sanierungen optisch attraktiver geworden. Zudem habe der Erholungscharakter durch Parkanlagen und das Umland – wie etwa den Cospudener See – an Bekanntheit gewonnen. Ein weiterer Vorteil sei die gute Infrastruktur, insbesondere die Anbindung an die Autobahn 38.


    Insbesondere schlägt sich das erhöhte Studenten_innenaufkommen der in Stadt nieder. Die Doppeljahrgänge an Abiturient_innen, die durch die Abschaffung der 13. Jahrgangsstufe in vielen Bundesländern entstanden sind, führen zu einer stärkeren Nachfrage. Hierzu wiederum Zimmermann: „Es ist noch immer möglich, eine günstige Studentenwohnung für eine Kaltmiete von vier Euro pro Quadratmeter zu bekommen.“ Doch sollten die Ansprüche an die ersten eigenen vier Wände dann nicht allzu groß sein.


    Wie hier bereits erwähnt hat der IVD-Regionalverband Mitte-Ost steigende Spitzenmieten im Raum Sachsen und Sachsen-Anhalt registriert, wobei Leipzig die Liste anführt. In Toplagen - Wohnungen in den beliebten Stadtteilen Zentrum, Gohlis-Süd, im Musik- sowie im Waldstraßenviertel - kann die Kaltmiete pro Quadratmeter bis zu zehn Euro Kaltmiete betragen. Schleußig und die Südvorstadt erreichen diese Werte zwar noch nicht, "sind aber weiter stark im Kommen."


    Weniger attraktiv seien dagegen die Leipziger Randbezirke wie Grünau, Anger-Crottendorf oder Paunsdorf. Die (meines Erachtens viel zu kurz gegriffene) Begründung des Immobilienverbandes lautet: „Das ist aber keine neue Entwicklung. Schuld daran ist die Lage, denn Wege zum Einkaufen oder Ausgehen in der Innenstadt werden dadurch länger und auch kostenintensiver. Vor allem, wenn der Sicherheitsaspekt mit hineinspielt und man ein Taxi nutzen möchte.“


    Der Mieterbund Sachsen rechnet für das Jahr 2012 mit steigenden Mieten im Freistaat, vor allem durch die Nebenkosten. In Leipzig, das im deutschlandweiten Vergleich noch gut dasteht, werde im Höchstfall 2,67 Euro pro Quadratmeter und Monat für die Nebenkosten berechnet. Im gesamten Freistaat Sachsen werden nach Berechnungen des Mieterbundes jedoch im Durchschnitt maximal 2,57 Euro pro Quadratmeter und durchschnittlich 2,30 Euro pro Quadratmeter im Monat fällig. Selbst Dresden liegt mit 2,58 Euro pro Quadratmeter nicht nur im Mittel, sondern auch deutlich unter Leipzig.“ Grund dafür ist die unterschiedliche Preisgestaltung der städtischen Versorger. Dresden ist bei der Abrechnung für Wasser, Strom und Heizung im Schnitt ein bis drei Cent pro Quadratmeter günstiger als Leipzig.


    Laut Mieterbund werden die NK weiter steigen. Gründe sind der höhere Heizenergieverbrauch durch die langanhaltenden Frostperioden zu Beginn des Jahres 2011, die allgemein steigenden Kosten für Heizöl, Erdgas und Fernwärme und die teilweise bereits erhöhten Gebühren für die Grundsteuer und die Müllabfuhr. Bis zu fünf Prozent mehr müssen Mieter in Sachsen durchschnittlich für die Betriebskosten zahlen als in anderen Bundesländern.


    Leipziger zahlen Spitzenmieten in Sachsen - Teil 2
    Franziska Seifert
    http://www.lvz-online.de/leipz…/r-citynews-a-123813.html


    Heiko Hettwer, Makler bei der Leistungsgesellschaft Haus & Grund Leipzig, meint, dass die Talsohle auf dem Immobilienmarkt durchquert sei. Nach der Wende sei Leipzig sehr begehrt gewesen und der Immobilienmarkt deshalb überhitzt. Vor rund fünf Jahren kam der Zusammenbruch. „Der Leipziger Immobilienmarkt erholt sich insgesamt gerade von einer Talfahrt, die im vergangenen Frühsommer ihren Tiefpunkt erreicht hat.“ Nun steigen die Preise für Grundstücke und Häuser wieder, wobei das Preisniveau immer noch verhältnismäßig niedrig sei.


    „Grundsätzlich kann auch für den Grundstücks- oder Hauskauf die Positionierung in beliebten Stadtteile wie Gohlis-Süd, Musik- und Waldstraßenviertel oder die Südvorstadt wertsteigernd sein“, sagt Makler Hettwer. Er schränkt jedoch ein, dass diese Entwicklung vor allem durch auswärtige Käufer forciert sei, die ihr Wissen von Magazin-Beiträgen beziehen. „In Lindenau oder Stötteritz beispielsweise können die Preise abhängig vom genauen Standort stark variieren. Das ist ja gerade das Verrückte an Leipzig“ berichtet der Makler. Da mache schon ein Straßenabschnitt den Unterschied aus. Besonders Plagwitz sei derzeit interessant: „Da bewegt sich viel. Studenten weichen von der Südvorstadt dorthin aus, und es entsteht eine kunterbunte Mischung mit gutsituierten Bewohnern und vielen Zugezogenen von Nord- bis Süddeutschland.“


    Zu den Grundstückspreisen wurde auch Matthias Kredt, Vorsitzender des Gutachterausschusses in der Stadt Leipzig, befragt. „Im Durchschnitt zahlt man für ein erschlossenes Grundstück in Leipzig 100 Euro für den Quadratmeter.“ Leipzig liege damit knapp unter den Werten von Dresden und im gesamtdeutschen Vergleich eher im niedrigeren Bereich. „In Baden-Württemberg zahlen Sie gern auch mal das Doppelte.“ In Leipzig-Thekla ist der Quadratmeter schon für 60 Euro zu bekommen, in den begehrten Vierteln kann der Preis bei 150 bis 200 Euro liegen. „In diesem Bereich werden die Angebote auch relativ schnell bekannt und sind schwierig zu bekommen“, berichtet Heiko Hettwer. Zu den dramatischen Anstiegen oder den Spitzenwerte-Rankings unter den Städten meint er lediglich: „Das sind wirklich Einzelfälle. Die Preise in Leipzig befinden sich im Moment wieder auf einem gesunden Niveau. Und die Wohnqualität ist spitze, weil Haus- und Wohnungsbesitzer viel investieren.“