Humboldthafen OVG-Projekt [realisiert]

  • Ganz in der Nähe stehen der Tour Total und das Innenministerium, die ja ganz ähnliche Fassaden - nur eben harmonischer und hochwertig wirkender - besitzen. Das neue Gebäude am Humboldthafen wird sich also ständig vergleichen lassen müssen und in diesem Vergleich verlieren...
    Selbst wenn es noch nicht fertig ist, viel besser wird es wohl nicht mehr.
    Aufgrund seiner prominenten Lage und Größe finde es ich sogar schlechter als das Meininger, das bisher in meinen Augen schlechteste Einzelgebäude des ganzen Ensembles. Investorenoptik at its very worst!

  • ^^Also das Material find ich jetzt auch nicht prickelnd, aber die Fassadenstruktur ist jetzt so schlecht auch wieder nicht. Das Meininger ist da wohl ein paar Schubladen drunter. Ich bin doch recht überrascht, wie die Fassade in der Fläche wirkt, hatte Anfangs schlimmeres befürchtet. Würde aber gerne abschließend am Ergebnis bewerten, aber bis jetzt find ich hebt sich die Note von 4- mit Tendenz auf 5 (Anfang) auf 4+ mit Tendenz auf 3 (Endergebnis).

  • Humboldthafen 1

    In Orginal finde ich es besser als auf den Bildern. Ich warte noch ab mit meiner Meinung zu diesem Gebäudekomplex. Wenn das Erdgeschoß am Wasser recht großzügig ausfällt und danach sieht es aus, könnte das Gesamturteil durchaus positiv sein. Nicht gefallen tun mir die deutlich sichtbaren Fugen an der weißen Aussenverkleidung. Wie es scheint, wird die Fassade nicht einheitlich werden.
    Wie geschrieben, ich warte noch ab. Bei einigen Fotos ist im Hintergrund das Charité Hochhaus zu sehen. Da lege ich mich defintiv fest, die neue Fassade der Charité gefällt mir nicht.



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr


    Humboldthafen 1 by Kleist D, on Flickr



    Von den Bahnsteigenden kann man direkt ins Wasser springen, wie man sieht. Der Bahnsteig geht bis über das Wasser.



    ab ins Schwimmbecken by Kleist D, on Flickr



    Unter dem Stadtbahnviadukt by Kleist D, on Flickr



    Humboldthafen von Nordwesten gesehen by Kleist D, on Flickr



    Zwischen HUmboldthafen 1 und dem Bundesministerium für Umwelt klafft noch eine mehrere tausend m² große Baulücke, weiß jemand was dort geplant ist ? Blick vom Alexanderufer.



    Baulücke zwischenHumboldthafen 1 und Umweltministerium by Kleist D, on Flickr

  • Nicht die Größe der Klötze sehe ich als bedenklich an, sondern die Tatsache, dass es halt wieder Klötze geworden sind. Der Masterplan von Ungers hatte ja etwas anderes im Sinn (endlich einmal im deutschen NachkriegsStädtebau!), auch die nachfolgenden Entwürfe fassten den Humboldthafen als städtebaulichen Großraum, auf den eine raumbildende Umbauung Bezug nehmen sollte. Aber wie es eben hierzulande kommen muss: am Ende bleibt immer dieselbe Klötzchenspielerei, beliebig und unmotiviert verteilte Kuben, die weit davon entfernt sind, so etwas wie städtisches Raumerleben zu ermöglichen. Im Falle des Humbildthafens eine vertane Chance von ungewöhnlicher Dimension.

  • Für das angeblich "eines der reichsten Länder der Welt" ist dieser Würfelhusten wirklich peinlich, erst recht an dieser Stelle!
    Entwürfe von Santiago Calatrava muß man erst einmal bezahlen können und auch wollen.
    Hier auf die Investoren einzudreschen greift zu kurz.


    Es ist die Politik, die hier Maßstäbe und Grenzen setzen muß.

    Aber ein Stadtparlament, bei dem jeder mehr als mittelmäßige Entwurf mit Argumenten wie "zu protzig" "Großmannssucht" und "Nazi-Architektur" vom Tisch gewischt wird, ist dazu nicht fähig.
    Wenn wenigstens der "grüne Anspruch" irgendwo sichtbar wäre!
    Über die "Hängenden Gärten der Regula" :lach: würde ich gerne nachdenken, ebenso über Dachbepflanzungen mit richtigen Bäumen, wie sie Albert Speer an der "Großen Achse" (Reichsmaschallamt) geplant hatte.

    Aber das wäre dann schon wieder "Nazi"...

  • ^
    Diese Stelle ist sozusagen der Eingangsbereich in dieser Stadt für viele Besucher. Da hätte man sich schon etwas mehr Mühe geben können, als dort eine derartige Ansammlung überdimensionierter Quader ohne erkennbare urbane Funktion hinzuwerfen.

  • ...nicht zu vergessen, zwischen beiden Blöcken wird ja auch noch das Haus der Zukunft gebaut, das ja schon durch seine eher organische Form aus der Reihe tanzen wird und auch was die Bespielung des Inneren angeht wird es das Ufer urban aufpeppen.

  • Was spricht denn gegen diese Bauten an DIESER Stelle?


    - dass es ein Wassergrundstück ist, ein Ort zum flanieren und verweilen,
    - dass sie neben dem Hauptbahnhof stehen, einem Ort, den Besucher Berlins als erstes sehen,
    - dass sie im Blickfeld des Kanzleramtes und Reichstages liegen und somit Visitenkarte der Bundesrepublik sind,
    - dass solche Fassaden in ein Gewerbegebiet gehören und sonst nirgendwo hin.


    Wo bleibt das Skulpturale, das Abwechsungsreiche, das Wertvolle, das interessante, neugierig Machende?
    Moderne Architektur muß ja per sé nicht glatt, phantasielos und stereotyp sein.
    Gute Beispiele gibt es genug.
    Nur leider wenige in Berlin. :cool:

  • Die Kritik finde ich wie schon bei der Medienspree völlig überzogen. Ich weiß nicht, wie manche sich das Spreeufer in solchen Lagen vorstellen, aber ich bin bisher recht zufrieden.


    Die Baukörper an sich passen mE sehr wohl an den Standort, sie ergänzen den Hauptbahnhof und die Bundesbauten gerade erst durch ihre Dimensionen. Vor- und rückspringende Fassaden brechen etwas die Monumentalität und Spielereien an den sonst rasterartigen Fassadenelementen tun das Übrige. Zarte organisch geformte Bauten würden sich hingegen nur verlieren. Zum BMBF zitiere ich gerne Rotes Rathaus aus dem entsprechenden Thread, der dem Bauwerk im positiven Sinne eine gewisse "behäbige Ruhe und Eleganz" attestiert.


    Das OVG-Projekt hatte dieses Potential mE durchaus auch. Bei der Materialqualität sehe ich allerdings erhebliche Versäumnisse. Das sah auf den Visualisierungen noch völlig anders aus. Das ist also auch für mich ein großes Ärgernis, dass man hier mehr versprochen hatte was man jetzt nicht liefert. Dies ist nun allerdings ein Phänomen/ Problem das sich leider bei diversen Projekten an vielen Standorten in ganz Berlin wiederholt...

  • Naja, Jan, vielleicht liegt es einfach daran, das manche sehr anspruchslos sind. ;)
    Auch die Moderne kann ja, Formenvielfalt, Materialwechsel und -variationen, Traufenunterschiede, Dachformen, die nicht nur flach sind, etc. hervorbringen.


    Warum trete ich seit 23 Jahren für den Wiederaufbau des Stadtschlosses ein? Schließlich ist es ja nicht die Krone der barocken Baukunst?
    Weil irgendein Schuhkarton dorthin, in das Herz Berlins, gestellt worden wäre und mir etliche Modernisten erklärt hätten, dass meine Kritik - wie schon bei der Medienspree - völlig überzogen sei und man gar nicht wisse, wie manche sich das Spreeufer in solchen Lagen eigentlich vorstellten.
    Man selbst sei mit dem Ergebnis bisher recht zufrieden. :lach: