Neues aus Bilk

  • ^ Bedeutet dass, dass dort, wo zentrumsnah aber niedrig gebaut wurde, die Stadt nie mehr urbaner werden darf? In London wurde erkannt, wie verheerend für die heutige Stadtplanung war, dass große Flächen mit viktorianischen Reihenhäusern bebaut wurden - die Briten haben keine Probleme damit, neben solchen selbst Hochhäuser zu errichten. Hier muss man nicht so weit gehen, aber weiter, als es getan wurde - die Wohnbaugrundstücke reichen nach gegenwärtigen Schätzungen für die benötigten WEs nicht aus.


    Es kann auch nichts erschlagen werden - in der Sichtweite gibt es sogar ein Hochhaus. Auf der anderen Seite des Moorenplatzes gibt es viel größer als diese Stadthäuser dimensionierte Klinikumsbauten. Eine vorhandene Haltestelle ist auch nicht 'nur' etwas unwichtiges - diese Infrastruktur woanders zusätzlich zu erschaffen kostet Millionen im Bau und weitere für den Betrieb.

  • Ich muss aber auch sagen, hier hätten es ruhig ein oder zwei Geschosse mehr sein dürfen. Vor allem zum Platz hin wäre ein Eckhaus mit Ladenlokal (vielleicht Richtung Grundversorgung wie Bäcker, Café oder Gemüsehändler oder eben wie angedeutet Bistro/ Pizzeria) schon drin gewesen.

  • Petzinka: Toom-Baumarkt und Ex-Rheinbahngelände am Steinberg

    Über beide Projekte hörte man monatelang nichts mehr - gestern veröffentlichte die WZ ein Interview mit Karl-Heinz Petzinka, nach dem sie weiterhin aktuell sein sollten. Petzinka schlägt lediglich vor, zum Kostensparen am Steinberg vorerst nur eine der beiden Hallen in Künstlerateliers umzubauen - die Entwürfe hat er umsonst geliefert. Auf dem restlichen Gelände wird Wohnbebauung entwickelt.


    Auf dem Toom-Baumarkt-Gelände soll der Erhalt der Altbauten ein vielfältigeres Stadtbild schaffen, obwohl dies mehr Mühe als Abriss und Neubau mache. Im Interview werden keine Termine genannt.

  • ^^ Bei den Häusern am Moorenplatz hätte man meiner Meinung nach mehr machen können, 1-2 Etagen mehr oder der Verzicht auf Stadthäuser hätten nicht geschadet.


    An anderer Stelle in Bilk, in der Anton-Betz-Str. hätte man meines Erachtens gut daran getan, auf die Reihenhäuschen mit Garage zu verzichten. Diese passen gut nach Unterbach oder Ludenberg, aber nicht an einen Ort, wo fußläufig mit Friedrichsstadt S, Volksgarten S, 701/Färberstr. drei leistungsfähige ÖPNV-Haltestellen vorhanden sind. Zumindest wäre eine Tiefgarage das mindeste gewesen, um diese Platzverschwendung einzuschränken.

  • Ballettprobehaus

    Das Ballettprobehaus wurde zuletzt im Mai gezeigt - inzwischen fehlen nur an einzelnen Stellen Fassadenplatten. Irgendwelche Schönheit kann ich immer noch nicht erkennen - höchstens mit Supermärkten und Lagerhallen verglichen. Dafür zeichnet sich ab, dass davor ein riesiger Parkplatz angelegt wird - auch das eine Platzverschwendung, eine Anlage mit einer Tiefgarage und einem Wohnanteil könnte ich mir leicht vorstellen (im Interview zwei Beiträge zuvor will Petzinka Wohnungen sogar alten Hallen beimischen):







  • ^^ Bei den Häusern am Moorenplatz hätte man meiner Meinung nach mehr machen können, 1-2 Etagen mehr oder der Verzicht auf Stadthäuser hätten nicht geschadet.


    Das sind 2 verschiedene Projekte - die 7 Stadthäuser (und 3 Wohnungen) haben mit dem Seniorenwohnnlage an der Ecke nichts zu tun.
    Optisch gebe ich dir recht, die Stadthäuser hätte man in verschiedenen Farben klinkern können, damit sie nicht so streng wirken und die Seniorenwohnanlage wirkt leider sehr einfach.
    Der Bauträger der Seniorenwohnanlage wollte übrigens das Grundstück der Stadthäuser vom anderen Bauträger dazu kaufen, um eine größere Anlage zu bauen, aber der wollte nicht verkaufen - da kann man doch eigentlich froh sein, dass das nicht geklappt hat....


    An anderer Stelle in Bilk, in der Anton-Betz-Str. hätte man meines Erachtens gut daran getan, auf die Reihenhäuschen mit Garage zu verzichten. ------ Zumindest wäre eine Tiefgarage das mindeste gewesen, um diese Platzverschwendung einzuschränken.


    Immerhin sind dort 47 Wohneinheiten in dieser Bauform entstanden, ob in Mehrfamilienhäusern mehr Wohneinheiten entstanden wären, bezweifele ich - zumindest wenn man vernünftige Abstände zu den Mehrfamilienhäusern drum herum lässt.
    Da es nur 34 Garagen gibt, hat ein Teil der Häuser keine - die im nördlichen Teil haben Stellplätze in der Tiefgarage.
    Davon abgesehen, das Garagen wohl wesentlich billiger als Tiefgaragen sind, lockern sie die Bebauung auf.

  • Davon abgesehen, das Garagen wohl wesentlich billiger als Tiefgaragen sind, lockern sie die Bebauung auf.


    Mit dem Billig-Sein mag es wohl stimmen, die optische Wirkung ist einfach nur öde. Auch hier im DAF gab es genügend kritische Stimmen zu innenstädtischen Garagenhöfen.


    Man darf nicht die Problematik der ausgehenden Baulandreserven vergessen - über 70 Tsd. zusätzliche EW bis 2040 erwartet, Baumöglichkeiten für 18.500 erfasst. Die aber wenn jede bisherige locker und niedrig geprägte Vorstadt weiterhin kaum bebaute Vorstadt bleiben soll, mit zentrumsnäheren Wohnformen auch im südlichen Bilk (und woanders in ähnlicher Entfernung von der City) sähe es ganz anders aus.


    Einmal habe ich den Norden Bilks als mögliches Vorbild hier erwähnt, doch auch im Norden bleibt man hinter Möglichkeiten - wie der große Parkplatz unter #345 zeigt. Klar, auch der ist billiger als eine Tiefgarage, dennoch wird die Fläche verschwendet, die recht bald fehlen wird.


    Wenn wir schon bei der Dichte sind - da die Karolinger Höfe sich mächtig verzögern (gestern lief ich wieder am Platz vorbei - laut Medien verstreicht ein Baustart-Termin nach dem anderen), vielleicht wäre es angesagt, dies für eine aufstockende Entwurfsbearbeitung zu nutzen? Die eine oder andere Gebäudeecke könnte ruhig 1-2 Geschosse höher werden, insgesamt könnte man vielleicht 10% mehr WE erreichen. Jede Möglichkeit zählt - und 350 WE auf 3,7 Hektar, also unter 100/Ha, ist für ein zentrumsnahes Gebiet richtig schwach. Die 100WE+ pro Hektar sollte man schon anstreben.

  • Immerhin sind dort 47 Wohneinheiten in dieser Bauform entstanden, ob in Mehrfamilienhäusern mehr Wohneinheiten entstanden wären, bezweifele ich - zumindest wenn man vernünftige Abstände zu den Mehrfamilienhäusern drum herum lässt.
    Da es nur 34 Garagen gibt, hat ein Teil der Häuser keine - die im nördlichen Teil haben Stellplätze in der Tiefgarage.
    Davon abgesehen, das Garagen wohl wesentlich billiger als Tiefgaragen sind, lockern sie die Bebauung auf.


    Also ca 47 Wohneinheiten weist nach Abzählen bei Google Street View wahrscheinlich alleine schon Feuerbachstr. 58 auf.


    Mit Vorschriften zu Abstand oder Bebauungsdichte kenne ich mich nicht aus, aber 3 von diesen Gebäuden könnte man auf dem Gelände unterbringen, oder?


    Garagen sind i.A. keine ästhetische Bereicherung, eine Auflockerung des Geländes, kann man so stehen lassen. Grünflächen in Verbindung mit Tiefgaragen halte ich für besser. Stellplätze gibt es dort noch an der Rückseite der Schule, vor den Garagen und einzelne verteilt auf dem Gelände, der Stellplatzschlüssel von 1 pro We in Verbindung mit der Tiefgarage ist damit (über)erfüllt.

  • Park Domicil - Witzelstraße 66

    Es gibt immer noch keine Bautafel oder ein Baustellenschild.
    Ich habe aber zufällig was über das Bauprojekt gefunden.
    Das Projekt trägt den Namne "Park Domicil" - es entstehen 9 Gebäude mit 33 Eigentumswohnungen und 53 Mietwohnungen mit Größen von 60 m² bis 110 m².




    Bildquelle: Kronberger Immobilien / öffentliches Facebookprofil

  • ^ Das ist in der Nähe des Moorenplatzes, wo weitgehend die zwei Geschosse umliegender Bauten übernommen wurden. Der verlinkte Google-Street-View-Blick sind Häuser gegenüber dem Neubau auf der Visualisierung, doch dieser kann doch etwas in die Höhe gehen - an der Ecke links oben zählte ich 5 Vollgeschosse (zzgl. Dachgeschoss) - es geht also. Positiv finde ich auch, dass ein Straßenblock gezogen wird, wo es in der Umgebung bisher viele frei stehende Häuschen gab - so geht auch der Süden von Bilk in die Richtung, die der Norden bereits bestritten hat.


    Die Visualisierung täuscht übrigens vor, dass Park Domicil an einem Park stehen wird (oben) - bereits die Karte zeigt, dass der 'Park' ganz normal bebaut ist, u.a. mit einer Tankstelle.

  • Moorenplatz / Park Domicil

    Die Baustelle von Park Domicil wurde noch nie gezeigt, inzwischen erreicht sie im Norden das Straßenniveau - dahinter sieht man ein stattliches Bürohaus als Zeichen, dass dort die dichte urbane Stadt beginnt:





    In der Mitte bleibt es bei der Baugrube, doch im Süden arbeitet man bereits am 1. OG:





    Weiter nördlich gibt es die Ex-Tankstelle, die ich heute im heruntergekommenen Zustand gesehen habe. Ich hoffe, der Boden wird aufbereitet und das Grundstück mit einem MFH bebaut - für preisgedämpftes Wohnen ist so ein Standort an der Hauptstraße wie geschaffen.


    Der Neubau am Moorenplatz wurde zuletzt Ende Juni gezeigt, inzwischen hat er das Dach, Fenster und Wärmedämmung. Vielleicht würde man die Gegend städtischer begreifen, hätte die Witzelstraße dort nicht den Charakter einer Stadtautobahn mit der Leitplanke in der Mitte und Vmax = 60 Km/h. Sie wird erst einige 100 Meter weiter nördlich zur normalen Straße - ich glaube, dies sollte spätestens am Moorenplatz geschehen.







    ----


    Gegenüber der darüber erwähnten Ex-Tankstelle beginnt die richtige Stadt mit einem 9-geschossigen Bürohaus - in Sichtweite der Häuschen auf dem Foto davor. Davor gibt es eine weitere Ex-Tankstelle mit einem Parkplatz - man könnte stattdessen ein Punkthaus ähnlicher Höhe wie das Bürohaus (also 10-11 Wohngeschosse) mit einer TG bauen, Richtung Westen hätte man Ruhe:





    Direkt dahinter wird es urban und gründerzeitlich - siehe hier unter #222. Die Gewerbebauten südwestlich der Witzelstraße wirken leer stehend - sie könnten doch weiterer Wohnbebauung weichen? (Aber bitte mit 6-8 Geschossen und nicht bloß weitere Townhouses.)

  • Die Baustelle von Park Domicil wurde noch nie gezeigt, inzwischen erreicht sie im Norden das Straßenniveau -


    Doch, sie wurde schon öfter gezeigt (Witzelstraße 66)! - zuletzt von mir unter #333 http://www.deutsches-architekt…hp?p=476001&postcount=333. ;)


    Weiter nördlich gibt es die Ex-Tankstelle, die ich heute im heruntergekommenen Zustand gesehen habe. Ich hoffe, der Boden wird aufbereitet und das Grundstück mit einem MFH bebaut - für preisgedämpftes Wohnen ist so ein Standort an der Hauptstraße wie geschaffen.


    Die Tankstelle sieht leider schon lange so aus, sie und die Altbebauung der Witzelstraße 66 (Dansk Möbelimport) kann man unter #153 http://www.deutsches-architekt…hp?p=380060&postcount=153 sehen.
    Ich finde es sehr schade, dassdas Grundstück nicht direkt mit in die Baumaßnahme von Park Domicil integriert wurde, alleine schon aus Gründen besserer Schallschutzmöglichkeiten....


    Der Neubau am Moorenplatz wurde zuletzt Ende Juni gezeigt, inzwischen hat er das Dach, Fenster und Wärmedämmung. Vielleicht würde man die Gegend städtischer begreifen, hätte die Witzelstraße dort nicht den Charakter einer Stadtautobahn mit der Leitplanke in der Mitte und Vmax = 60 Km/h. Sie wird erst einige 100 Meter weiter nördlich zur normalen Straße - ich glaube, dies sollte spätestens am Moorenplatz geschehen.


    Verstehe ich das richtig? - Nur weil da eine Leitplanke zwischen den jeweils 2 Fahrbahnen je Fahrtrichtung ist, macht das die 4-spurige Witzelstraße in diesem Bereich weniger städtisch?!? :headscratch:
    Du willst doch nicht ernsthaft eine Bundesstraße (B8) umgestalten, damit eine Straße in deinen Augen "städtischer" wirkt? :confused:
    Was ist dann mit dem Bereich (wo das "stattliche Bürohaus", die Esso-Tankstelle und Mr. Wash sind), wo die B8 von der Witzelstraße in die Mecumstraße übergeht - dort wird die Straße 6-spurig, bevor die Leitplanke wegfällt und weiter Richtung Kreuzung Auf´m Hennekamp sogar 7-spurig wird - sollen die dann verengt werden, damit sie städtischer wirken?
    Man kann auch den Verkehrsinfakt künstlich herbeizaubern.... :nono:


    Gegenüber der darüber erwähnten Ex-Tankstelle beginnt die richtige Stadt mit einem 9-geschossigen Bürohaus - in Sichtweite der Häuschen auf dem Foto davor. Davor gibt es eine weitere Ex-Tankstelle mit einem Parkplatz - man könnte stattdessen ein Punkthaus ähnlicher Höhe wie das Bürohaus (also 10-11 Wohngeschosse) mit einer TG bauen, Richtung Westen hätte man Ruhe:


    Auch Richtung Westen kann man keine Wohn- oder Schlafräume vorsehen, da es da viel zu laut ist (da fährt auch die Straßenbahn) - schau dir die Ecke mal hier auf der Umgebungslärmkarte NRW an:
    http://www.umgebungslaerm-kartierung.nrw.de/


    Direkt dahinter wird es urban und gründerzeitlich - siehe hier unter #222. Die Gewerbebauten südwestlich der Witzelstraße wirken leer stehend - sie könnten doch weiterer Wohnbebauung weichen? (Aber bitte mit 6-8 Geschossen und nicht bloß weitere Townhouses.)


    Du meinst das Ex-Hasenclever-Gelände - dort laufen bereits Planungen unter dem Projektname "Neues Wohnen in Bilk" - hier wurde von mir unter #154 http://www.deutsches-architekt…hp?p=380075&postcount=154 der auch jetzt noch aktuelle Stand gezeigt.
    Danach hast z.B. auch du unter #161 http://www.deutsches-architekt…hp?p=381999&postcount=161 über die Planungen berichtet und diesen RP-Online-Artikel http://www.rp-online.de/nrw/st…tzelstrasse-aid-1.3418862 verlinkt. :D

  • Merowingerstraße 88 - Probenhaus für Ballett der Deutschen Oper

    Da diese Woche die offizielle Einweihung stattfinden wird, nachdem das Haus bereits im August bezogen wurde und auch die Außengestaltung fertig ist, aktuelle Fotos - alles in allem finde ich das Haus sehr gelungen:









    Bilder von mir / 29.08.2015

  • ^^ Schön fotografiert! Diese Haus-Wandtattoos mit den Bäumen gefallen mir. Das Balletthaus ist nach meinem Geschmack zu streng und minimalistisch ausgefallen, wobei ich die Eingangsseite gar nicht so schlecht finde. Dass die Metallbeplankung unterschiedlich aussieht, ist das gewollt oder Staub o.ä.?

  • ^ Hier sind die Unterschiede zwischen den Fassadenplatten noch gering, wobei welche als Gestaltungsmittel-Ersatz recht oft (zu oft) eingesetzt werden - hier ein Bürobau in Essen, wo die graue Farbe und die Einfallslosigkeit massiv kritisiert wurden (#94, #96, #98). Und es gab noch wenigstens rote Umrahmungen als kleine Akzente.


    Viel öder wirkt jedoch der große Parkplatz vor dem Bau - man hätte etwas Geld in die Hand nehmen und eine Tiefgarage darunter einrichten sollen. Die Fläche könnte man für einen kleinen Platz vor dem Eingang (mit etwas kleiner Architektur, etwas Wasserfläche vielleicht, einer Bank zum Sitzen) und ein Wohnhaus bis zur Straße nutzen können.

  • ^Das Europa-Center sieht ganz ok aus..


    Der Parkplatz macht es mit Sicherheit nicht schöner, aber da die öffentliche Hand kostenbewußt planen soll, wurden zumindest ein paar Euro gespart, die sich bei der jetzigen Budgetdefizit bemerkbar machen.. Etwas mehr Grün wäre dort schön gewesen, aber für einen kleinen Platz/Park müsste man schon einen Lärmschutz zum Südring / Münchner Str. hin bauen..


    Interessanter Bericht in der RP über ein ehemaliges Kloster bei der Schokoladenfabrik, welches zu einem Wohnhaus umgebaut wird:
    http://www.rp-online.de/nrw/st…achgekuesst-aid-1.5352755