Hochhaus Krupp-/Bert-Brecht-Straße [auf Eis]

  • Radio Essen Meldung

    "Die Stadt Essen hat den Investor für das Hochhaus an der Kruppstraße aufgefordert zu prüfen, ob sich der Neubau rentiert.
    Das Hochhaus soll um knapp 30 Meter kleiner werden als ursprünglich geplant. Damit würde sich auch die Nutzfläche um 6000 Quadratmeter verringern. Die Stadt hofft auf eine Rückmeldung bis Ende März." (Quelle Radio Essen)

  • ^^^^Aha, ist es neuerdings Aufgabe der Stadt, sich Gedanken darüber zu machen, ob sich ein Bürokomplex für einen bereitwilligen Investor rentiert? Verstehe ich da jetzt was falsch oder haben die in der Stadtverwaltung jetzt ne Meise? Macht weiter so, dann sind wir das Hochhaus bald los! :Nieder:

  • Das Gebäude sieht ja nicht übel aus - leider aber längst nicht so gut (und hoch?) wie der alte Entwurf 1.. Aber ist es denn klar, dass dieses Architekturbüro den entsprechenden Entwurf liefert? Und: Wie ist eigtl. der Stand der Dinge? Das KPE-Projekt in Dortmund scheint ja nicht so gut zu laufen - Baut man hier jetzt trotzdem?

  • Paule
    was das Architektenbüro betrift, so hat man bisher wohl noch nichts anderes gehört. Alle bisherigen Entwürfe kamen von diesem Büro.


    Das der Westfalentower in Dortmund läuft wie sauer Bier, hat mit Sicherheit nichts mit dem Projekt in Essen zu tun, die Leute von KPE schlafen auch nicht auf´m Baum, die werden schon wissen das in Essen hochwertige Büroflächen mangelware sind. Außerdem ist bei dem Gebäude, vor Abriss des alten, jetzt schon mehr Fläche vermietet, als in Dortmund ein Jahr nach Vertigstellung.


    Nochmal was zu dem Bild: Irgendwie ist mir auf dem zweiten Blick aufgefallen, dass die Größenverhältnisse ja überhaupt nicht stimmen können... Immerhin würde das Gebäude (110m) das Postcheckamt (rechts) um zwanzig, und das Rheinstahlhaus (links) um immerhin dreißig Meter überragen. Aber vielleicht ist das ja so gewollt um einige Ratsmitglieder zu besänftigen;)


    Zum Stand der Dinge: Wie Ricoh schon erwähnte soll der Offenlegungsbescheid noch im ersten Quatal 2011 im Rat beschlossen werden, das wäre dann am 17.03.2011

  • Bravo! Eine weitere Scheußlichkeit, die sich in die uninspirierte Baureihe (Gildehof etc.) der Hollestraße prima einfügt, alles Baukörper ohne Idee, ohne ein Gefühl für Proportionen, Material, Form, da passt auch der überarbeitete Entwurf hervorragend zu.
    Es wäre sehr schade, wenn die gute Architektur des Rheinstahl-Hochhauses bedrängt würde durch diesen Kommerzmist. Wann wird in diesem Thread eigentlich mal wieder über Architektur diskutiert abseits der Frage, ob der Entwurf nun eine Höhe von 50 m, 100 m oder 150 m aufweist?

  • Der neue Entwurf soll vermutlich eher dazu da sein um auch die letzten Gegner auf die Seite des Projektes zu bekommen.


    Und ob das ganze nun ein 08/15 Bau wird würde ich so nicht sagen. Sicherlich mit Blick auf Frankfurt gibt es viele andere Design möglichkeiten, aber es stellt sich die Frage ob man so einen Entwurf durch bekommt.


    Ich selber hätte mich auch mal über einen 160 oder 200 Meter Turm in Essen gefreut. Letzteres war ja mal nahe des HDT geplant.


    Und vor kurzen konnte man lesen, das man selbst im Ruhrgebiet jede Turmhöhe bauen könnte, nur das der politische Wind das im Grunde verhindert.


    Von daher, so lange da die Leute mit der alten Meinung an der Macht sind, wird man keine Türme höher als 120 Meter in Essen bauen.

  • man Leute.. In Essen baut bei 13.50€ Spitzenmiete niemand ein Designhochhaus von 200m, wenn er es nicht selbst nutzt. Alles andere rentiert sich hier doch gar nicht.. In Frankfurt sind die Mieten drei bis viermal so hoch und moderne Objekte lassen sich deutlich leichter vermarkten.. Davon ist Essen weit entfernt... Also hört bitte mit diesen Quervergleichen auf, dass man hier mal was wagen muss.. Die Investoren rechnen und werden niemals so ein Risiko eingehen. Am PC ist das immer ganz leicht und man muss es "einfach mal wagen" - aber 100 Mio € + X wagt man nicht so einfach.. 200m und Toparchitektur sind in Essen nicht drin.. Außer ein Konzern wie RWE baut selbst..

  • So würde ich das nicht sehen. In Essen ist schon einiges drin. Aber oft wird es gerne zerredet oder das was man gerne bauen möchte passt dann den Politikern wieder nicht ins Stadtbild.


    Da sind leider auch viele Probleme angesiedelt. Dennoch es ist sicherlich auch so das Essen kein Frankfurt ist, auch wenn gerne einige Leute beide Städte vergleichen.

  • Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen was jetzt an dem Entwurf so schlecht sein soll. Im Vergleich zu den anderen Entwürfen für die "kleine" Variante ist dieser doch um Längen besser. Und genau diese "iih wie hässlich"-Gehabe ist doch das was man der Politik immer vorwirft und das sie damit zum Beispiel die große Variante verhindert hätte.
    Bei Spitzenmieten von 13.50 und der aktuellen Wirtschaftlage kann man sich nunmal nicht den Investor mit dem architektonisch besten Entwurf aussuchen.
    Und wir reden hier ja nicht über ein Grundstück auf dem ein architektonisch ach so wertvolles Gebäude steht was nun geopfert werden müsste.


    @ The Eye: Du hast sicherlich Recht das teilweise die Politik ein Hemmschuh darstellt, aber im Großen und Ganzen hatte ich speziell bei diesem Projekt vom Investor auch nie das Gefühl das er die große Variante unbedingt will. Meiner Meinung nach war von vorneherein nur die kleine geplant, es sei den man hätte mit dem "großen Entwurf" einen großen potenten Ankermieter angelockt.
    Auf der anderen Seite bin ich aber auch der Überzeugung, das wenn nun eben jener großer Ankermieter präsentiert worden wäre, der Widerstand in der Politik gegen Variante 1 deutlich kleiner ausgefallen wäre und der "hohe" Turm gebaut worden wäre.
    Und wie du schon sagst in Essen "ist/wäre" einiges drin. Allerdings wird niemand das spekulativ tun, hierfür bedarf wie Paule schon sagt entweder einen Großkonzern, der selber baut oder als Ankermieter auftritt. Wenn das der Fall ist, wird man wohl auch die Politik hinter sich bringen können.
    Aber teilweise hast du sicher Recht, das in Essen ein wenig der "Think big" -Ansatz fehlt. Das ist aber nicht nur in der Politik so, sondern fängt bei den Bürgern an, und zieht sich dann eben über die Sportvereine und Firmen bis in die Politik durch.

  • So schlecht ist die wirtschaftliche Lage doch garnicht, dieses Gerede kann ich nicht mehr hören und wenn einem etwas nicht zusagt ist es seine persönliche Meinung und darf nicht als allgegenwärtig angesehen werden


    und der aktuellen Wirtschaftlage


    .

  • Guten Tag zusammen!


    Mir gefällt der überarbeitete Entwurf ganz gut. Sicherlich, das Haus sieht nun etwas zusammengestaucht aus, weil es ursprünglich höher geplant war. Trotzdem finde ich es durchaus ansehnlich, weil nun eine Mischfassade geplant ist. Außerdem denke ich, dass dieser Entwurf möglicherweise nicht die korrekten Größenverhältnisse wieder gibt und das Hochhaus in der Realität noch anders wirkt. Vielleicht wollte man die Stadtverwaltung ja vor einem erneuten Schock bewahren.;) Zumindest sind die 20 bzw. 30m Unterschied zu den nebenstehenden Häusern nicht wirklich erkennbar.

  • JackJackson


    Ja das ist sicherlich so. Schuldige findet man da wirklich auf beiden Seiten. Und ich glaube, wenn ein Investor einen Entwurf vorgelegt hätte, wo sagen wir 90 % vermietet gewesen wären. Hätte die Stadt sicherlich auch andere Höhen oder Entwürfe des Investor abgesegnet.


    Da man aber weis das der Leerstand von Büroflächen in Essen ganz so gering auch nicht ist, wird man da vermutlich auch nicht jeden Konzept zustimmen.


    Und vom Tower des Europa Center hört man auch kaum noch was. Es scheint also doch erst mal kaum potenzielle Mieter zugeben um solche Türme zu verwirklichen.


    Mag sein das ich das falsch sehe.

  • Mag sein das ich das falsch sehe.


    Ich denke, du siehst das falsch! Naja, vielleicht liege auch ich falsch, jedenfalls sehe ich das anders...
    Ich denke nicht, dass die Stadt die Verantwortung dafür trägt, dass ein Investor mit seiner Immobilie auch wirklich Geld verdient. Das ist halt das Geschäftsrisiko.
    Die Europacenter AG scheint insofern, als dass sie nicht ohne einen großen Ankermieter bauen will, eine gänzlich andere Strategie als KPE zu verfolgen. Das HH an der Kruppstraße wird hingegen etagenweise vermarktet, wenn man mal vom Hotel absieht.


    Ansonsten schließe ich mich Turmbauers Meinung an. Mir gefällt der neue Entwurf mit seiner kombinierten Glass-/Steinfassade ebenfalls gut.
    Was das Rheinstahl-Hochhaus betrifft... Es hat zwar irgend wie eine klassische Anmutung, doch die Fassade ist in einem verheerendem Zustand und müsste dringend ein wenig aufpoliert werden.

  • Vielleicht sollte man die Stadtverwaltung genau deshalb nicht warnen, sonst meckern die nur wieder rum


    Guten Tag zusammen!


    Mir gefällt der überarbeitete Entwurf ganz gut. Sicherlich, das Haus sieht nun etwas zusammengestaucht aus, weil es ursprünglich höher geplant war. Trotzdem finde ich es durchaus ansehnlich, weil nun eine Mischfassade geplant ist. Außerdem denke ich, dass dieser Entwurf möglicherweise nicht die korrekten Größenverhältnisse wieder gibt und das Hochhaus in der Realität noch anders wirkt. Vielleicht wollte man die Stadtverwaltung ja vor einem erneuten Schock bewahren.;) Zumindest sind die 20 bzw. 30m Unterschied zu den nebenstehenden Häusern nicht wirklich erkennbar.

  • Entscheidung

    Ich dachte am 17.03.2011 sollte die Entscheidung bez. der Genehmigung fallen. Im Ratsinformationssystem ist dieser Punkt gar nicht aufgeführt.