Baugeschehen: restliches Stadtgebiet

  • Die bekannte historische Fabrik, Zwickauer Straße/Ecke Lützowstraße wurde verkauft und soll saniert werden.

  • Umgestaltung Schornstein Chemnitz

    Hallo liebe DAF'ler,

    heute wurden Visualisierungen zur Neugestaltung des HKW-Schornsteins veröffentlicht.


    Einfach nur sslich !


    Vielleicht kann jemand Bilder hochladen ? Besten Dank :D

  • Damit man auf den ersten Blick sieht, dass es um den künstlerischen Entwurf zur Neugestaltung des Schornsteins des Heizkraftwerks geht, stelle ich mal das Bild rein. Quelle ist die EINS-Pressemitteilung, somit sollte das kein Problem sein:



    Grundsätzlich muss ich vorwegschicken, dass es nur darum gehen kann, die Esse weniger häßlich zu gestalten, alles andere ist schlicht unmöglich. Die einzige wirkliche Möglichkeit, das zu erreichen, ist eine weitgehende Unsichtbarkeit des Schornsteins. Am Vorplatz des Schockens geht man an den dort laufenden Umbau genau so heran, indem man die bisher auffällig blau gestrichenen Oberleitungsmasten unauffällig grau gestaltet. Hier wählt man mit den extrem auffälligen Farbbändern genau den umgekehrten Weg, was ich nicht nachvollziehen kann. Auch sind die Regenbogenfarben für mich in keiner Weise identitätsstiftend oder auf Chemnitz Bezug nehmend, schon gar nicht die Farbe Lila an exponierter Stelle.
    Die Farbbänder sind aber nicht das größte Problem. Denn mit den spiralförmigen LED-Leuchten, die nachts "in verschiedenen Farben und Frequenzen strahlen" sollen, schlägt man dem Fass den Boden aus. Das mag in der Dorfdisko oder bei der amerikanisierten Weihnachtsdekoration der letzte Schrei sein, wirkt aber nicht nur dort absolut billig und primitiv. Will man denn diesen abartig häßlichen Schlot, den man im Umkreis von dutzenden Kilometern wahrnimmt, zum alles überstrahlenden Wahrzeichen von Chemnitz machen? Soll jeder, der nachts auf der Autobahn an Chemnitz vorbeifährt, einzig und allein diese blinkende Esse wahrnehmen? Bei dieser hochkarätig besetzten Jury hätte ich einen solchen Fehlgriff nicht für möglich gehalten. Die anderen Entwürfe hätte ich auch gern gesehen, vielleicht gibt es auch anderswo gelungene Beispiel für Schornsteingestaltungen. Ich verstehe aber auch bei den Planungen fürs Poelzig-Areal nicht, warum dort der überflüssige Schornstein nicht entfernt wird.


    Chemnitz hat bei solchen Entscheidungen für Kunst im öffentlichen Raum wohl ein äußerst schlechtes Händchen, wie man schon am Tassenbrunnen auf dem Markt sehen konnte. Dieser konnte zum Glück durch einen Aufschrei des Volkes verhindert werden - ich kann nur hoffen, dass es hier ähnlich ist. Eine weitere Möglichkeit könnten die Vorschriften zur Sicherheit des Flugverkehrs sein, die eventuell solche Beleuchtung einschränken könnten. Oje....

  • Danke für die Bilder lguenth1 :)


    Ich verstehe aber auch bei den Planungen fürs Poelzig-Areal nicht, warum dort der überflüssige Schornstein nicht entfernt wird.



    Also ich persönlich finde die Integration des Schornstein's mehr als lobenswert!

    Chemnitz war / ist eine Industriestadt und hat, ob man es mag oder nicht, in dieser Beziehung eine lange Tradition. Der (hoffentlich bald sanierte) Schornstein im Poelzig-Areal ist daher für mich ein positives Erkennungsmerkmal von Chemnitz und zudem noch 100mal ansehnlich, als der 300m hohe Schornstein in Furth.

    Die geplanten bunten und zu grellen Farben sind einfach nur unästhetisch und wirken abschreckend. Dann lieber eine nüchterne weiß / dunkelblaue Gestaltung, wie es auch in einem Entwurf vorgeschlagen wurde. Hier kann man wenigstens das Blau mit dem Stadtlogo verbinden.

    Die grellen Farben spiegeln Chemnitz in welcher Art und Weise wieder? Hipp und ausgeflippt? Wohl kaum! :lach:

  • Ohh nein, bitte keinen Schornstein in solchen Farben :nono:
    Wie bereits in den vorhergenden Posts erwähnt, so plädiere auch ich für eine möglichst nüchterne und unauffällige Gestaltung!

  • Ohh nein, bitte keinen Schornstein in solchen Farben :nono:
    Wie bereits in den vorhergenden Posts erwähnt, so plädiere auch ich für eine möglichst nüchterne und unauffällige Gestaltung!



    Auch wenn es bitter ist, das Ergebnis ist in meinen Augen hieb- und stichfest :nono:


  • Das bestätigt der Artikel unter diesem Link, verweist aber auf Kostengründe, die gegen die Kürzung gesprochen hätten. Auch hier fehlt aber die Information, wie viel teurer das genau gewesen wäre. Mich hätte schon interessiert, wie groß der Unterschied zu den 600.000 Euro für das Kunstprojekt ist, weil für mich unzweifelhaft ist, was den größeren Effekt gehabt hätte.
    Ebenfalls steht dort, dass der Farbanstrich schon in der nächsten Woche beginnen soll. Mit der Veröffentlichung der Pläne unmittelbar vorher will man wahrscheinlich eine Diskussion von vornherein ausschließen. Die LED-Leuchten kann man später immerhin noch einfach ausgeschaltet lassen.

  • Der gezeigte Gestaltungsentwurf für den Schornstein scheint hier auf einhellige Ablehnung zu stoßen. Nur allein deshalb möchte ich mich auch zu Wort melden, denn ich finde die Vorschläge gar nicht so schlecht.
    Der Schornstein ist hässlich keine Frage, aber das wird er auch immer sein, es sei denn man reißt ihn ab. Wenn Abriss keine Option ist, dann kann man aber auch etwas anderes damit machen, als ihn betongrau neu anzustreichen. Es ist in der Tat kein offizielles Wahrzeichen von Chemnitz, aber wenn man viel unterwegs ist, dann ist der Schornstein immer das erste, was man von Chemnitz sieht und das aus jeder Himmelsrichtung. Wenn das Ding am Horizont erscheint, weiß man, es ist nicht mehr weit. Sogar viele Leute, die an Chemnitz üblicherweise nur vorbeifahren, kennen den Schornstein. Immerhin der zweithöchste in Deutschland. Es ist also eine Art de-facto Wahrzeichen geworden.
    War das Stadtbild von Chemnitz früher geprägt von Schornsteinen, sind mittlerweile die meisten abgerissen. Dass ein paar erhalten werden (z.B. am Pölzig-Areal) finde ich begrüßenswert. Der Schornstein am HKW Nord ist kein historischer Schornstein, sondern eher ein modernes Gebäude. Er ist kein Denkmal, eine moderne Gestaltung finde ich daher angemessen. Wer sagt, dass ein Schornstein immer grau oder blau sein muss?


    Die grellen Farben spiegeln Chemnitz in welcher Art und Weise wieder? Hipp und ausgeflippt? Wohl kaum! :lach:


    Genau das ist der springende Punkt, oder? Vielleicht ist es eine verrückte Idee, einen Schornstein dieser Dimension bunt zu streichen und nachts zu beleuchten. Aber warum kann man in Chemnitz nicht auch mal was verrücktes machen? Langeweile in Mausgrau haben wir genug. Ich will damit nicht sagen, dass es genau so umgesetzt werden muss, wie in der FP abgebildet, aber die hier sonst erwähnten Vorschläge finde ich höchst langweilig. So und jetzt steinigt mich. :)

  • Mein Favorit wäre eine Gestaltung gewesen, die an unser Stadtwappen angelehnt ist. Also gelb und blau als die bestimmenden Farben und irgendwie noch der Löwe mit dabei.

  • So und jetzt steinigt mich. :)


    keine Angst hkremss, das Schicksal bleibt dir erspart. :lach: Hier im Forum kann jeder seine Meinung ordentlich vertreten.


    ______________________________


    in der MoPo waren heut noch die beiden anderen Entwürfe zu sehen. Eine "Mosaik-Variante" mit grellen Farben war geplant, zudem noch ein sich abwechselnder blau-weißer Anstrich <- letzteres wäre mein Favorit gewesen, da Verbindung zu Wappen. :)

  • Die "Neugestaltung" des Schornsteins beginnt. Und wie zum Hohn gerade mit dieser "Farbe".


    Hier zum Fundstück: Bild


    Edit: Dazu auch die Freie Presse: Klick

  • Für das neue Forschungsgebäude auf dem Campus an der Reichenhainer Straße wurde Richtfest gefeiert: Pressemitteilung TU. Auch wenn die Pressemitteilung etwas blumiger daherkommt, handelt es sich dabei um einen reinen Zweckbau ohne jeden architektonischen Anspruch. Architekt ist das Leipziger Büro
    bhss-Architekten GmbH.



    Quelle: TU Chemnitz

  • Für das neue Forschungsgebäude auf dem Campus an der Reichenhainer Straße wurde Richtfest gefeiert: Pressemitteilung TU. Auch wenn die Pressemitteilung etwas blumiger daherkommt, handelt es sich dabei um einen reinen Zweckbau ohne jeden architektonischen Anspruch.


    Das sehe ich anders. Zwar ist das Gebäude auch aus meiner Sicht nicht sonderlich einfallsreich gestaltet und von der Integration ins Gelände her vermag es mich auf den ersten Blick nicht zu überzeugen, aber einen reinen Zweckbau kann man noch wesentlich einfacher haben.

  • Unter der Überschrift:


    Chemnitz: Neuer Einkaufsmarkt entsteht an der Sachsen-Allee


    berichtet die Freie Presse heute über das Bauvorhaben auf der Brache neben der Sachsenallee und zeigt einen Entwurf.


    http://www.freiepresse.de/LOKA…-Allee-artikel8001454.php


    Da es sich hier um ein Gewerbegrundstück handelt und die Brache wirklich keinen guten Eindruck macht, ist die Ansiedlung erfreulich. Der Entwurf ist auch recht gelungen. Es sind ja in Chemnitz schon diverse Einkaufsmärkte mit der Vorgabe einer städtischen Architektur gebaut wurden.

  • Der ehemalige Maschinenbauhandel an der Zwickauer Straße ist für mich das mit Abstand unansehnlichste Gebäude in Chemnitz: Luftbild. Nach der Wende sollen dort vor allem allem vietnamesische Klein- und Großhändler zugange gewesen sein, weshalb das Gebäude als "Klein-Hanoi" bekannt sei. Heute befänden sich dort hauptsächlich Lagerräume für Lebensmittel, Textilien und Lederwaren.


    Diese Ausgangsituation macht die Meldung in der heutigen Freien Presse umso überraschender: Mehrere Chemnitzer Unternehmer haben sich zusammengetan und das 20.000 Quadratmeter große Areal erworben. Der Sprecher dieser Gruppe ist Frank Steinert, der mit seiner Hartmannsdorfer Bau-Planungsgesellschaft Miteigentümer des Poelzig-Areals nahe dem Kaßberg ist. Die Nutzung als Lagerhalle bleibt wohl, unter anderem sei man einem Anbieter von "Self-Storage-Systemen", wo Privatleute gegen Miete Gegenstände einlagern könnten. Baulich sei eine Dämmung und Aufwertung der Fassade vorgesehen, wobei die Investitionssumme auch von den erzielbaren Mietpreisen abhänge. Als Zeitraum für die Aufwertung des Areals setze sich der neue Eigentümer eine Frist von zwei Jahren.

  • Die Firma BPE plant die Errichtung einer Eigentumswohnanlage mit 24 Wohneinheiten an der Schloßstraße. Vermutlich rechts neben dem sanierten Fabrikgebäude. Wenn man sich die bisher von der Firma errichteten Gebäude anschaut, sollte man nicht am Erfolg des Projektes zweifeln.
    Leider ist zwar keine Straßenansicht vorhanden, trotzdem gefällt mir der Neubau.
    Siehe

  • Porta nimmt einen neuen Anlauf auf Chemnitz: Link. Diesmal an der Neefestraße nahe dem Südring und innenstadtverträglich. Sollte das funktionieren, würde der Boss in Borna geschlossen.

  • Der Profilhersteller Schrag wollte im Gewerbegebiet an der Jagdschänkenstraße ein Grundstück erwerben, um dort einen Neubau als Ersatz für seinen bisherigen Standort in Mittelbach zu errichten. Dabei sollten sieben neue Arbeitsplätze entstehen. Der Stadtrat hatte dem Verkauf bereits zugestimmt. Wie die Freie Presse heute berichtet (Link), stockt der Verkauf aber deswegen, weil der Ingenieurdienstleister IAV ebenfalls einen neuen Standort sucht und das gleiche Grundstück ins Auge gefasst hat. Bisher ist man an der Kauffahrtei direkt am VW-Werk (Luftbild), wil jetzt aber von 600 auf 950 Beschäftigte erweitern, was in dem jetzt schon überfüllten Gebäude völlig ausgeschlossen ist. Die Stadt arbeitet an einer Lösung.


    Natürlich könnte man sagen, dass es positiv ist, wenn sich die Investoren um die Grundstücke streiten. Andererseits ist das auch ein Armutszeugnis für die Stadt, die offenbar nicht genügend geeignete Grundstücke vorhält. Es sagt aber auch etwas über den heutigen Wirtschaftsbau, der ausschließlich kostenoptimiert und ohne den Blick für Städtebau agiert, der Deutschlands Städte mit so vielen Industriedenkmalen bereichert hat. Denn die IAV ist vorrangig ein Ingenieurdienstleister, benötigt also keine großen Produktionsflächen, abgesehen von einem Motorenprüffeld. Warum muss man dann unbedingt in ein gesichtloses Gewerbegebiet vor den Stadttoren, anstatt eines der unzähligen leerstehenden Gebäude zu nutzen? Das naheliegendste Objekt wäre die ehemalige Zentrale der Auto-Union an der Scheffelstraße (Luftbild), wo man den alten Standort und sogar die Kantine von VW weiternutzen könnte und mit Sicherheit mehr als genug Platz hätte. Das ist aber nur eine Option unter vielen.