Kaufhaus Schocken / Landesmuseum für Archäologie

  • Vitrinen vor dem Haus?

    Wobei ich die versprochenen Vitrinen als wichtiger empfunden hätte.


    … wobei ich von der Vitrinen-Idee, an die ich mich angesichts der real gesehenen Bauarbeiten heute ebenfalls habe, nichts halte. Das Gebäude hat auf ganzer Länge Schaufenster und diese haben eine vitrinen-analoge Präsentationsfunktion. Die Vitrine ist dem Schaufenster wirklich sehr nahe, auch im Wort: Vitrinevitrum – lat. für „Glas“. Vitrinenaufbauten auf dem Vorplatz wären eine reine Dopplung; solche Dopplungen tun einerseits das Normale, hier das Schaufenster, abwerten, nutzen sich aber andererseits in ihrer aufmerksamkeitsheischenden Wirkung schnell ab. Ich denke, dass man mit solchen Gags nicht wirklich etwas gewinnen kann.

  • Holz macht meist einen guten Eindruck und wenn dies dann auch noch zum Verweilen einlädt, ist das doch eine gute Sache.
    Ich wollte dieses Thema vor einiger Zeit auch ansprechen, weil es vor dem Museum so nach nichts aussieht.
    Nun aber hat man wohl eine gute Lösung hierfür gefunden.
    Da werde ich, gern auch jemand anderes, ein paar Bilder des Werkes in Zukunft machen.

  • Sitzgelegenheit vor dem »smac«


    Dazu ein paar genauere Zeilen aus dem aktuellen Amtsblatt:


    Zitat

    Nach der Eröffnung des »smac« im einstigen Kaufhaus Schocken und der Neugestaltung des Stefan-Heym- Platzes war ein Punkt noch offen – die Möblierung des Platzes, die dem Areal mehr Komfort und Ausstrahlung verleihen und dem Anspruch des Hauses gerecht werden soll. Jetzt soll eine Sitzgelegenheit – und zwar ein Einbaum – auf dem Stefan- Heym-Platz aufgestellt werden. Er besteht aus zwei Elementen, eines misst reichlich zehn Meter, das andere ist knapp fünf Meter lang.


    Die beiden Bank-Skulpturen bestehen aus Eichenholz. Bis Mitte April soll die neue Sitzgelegenheit auf ihrem Fundament stehen. Für diese Gestaltung galt es, auch die Interessen des ÖPNV, sowie von Radfahrern und Fußgängern zu berücksichtigen und ebenso dem Anspruch des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Der künstlerische Entwurf stammt von Topotek 1 – Landschaftsarchitekten, Berlin. Die Herstellung und Realisation vor Ort wurde der Kernholz GmbH, Berlin übertragen. Die GGG als Eigentümerin des Schocken investiert dafür rund 40.000 Euro, die Stadt als Eigentümerin des Stefan- Heym-Platzes etwa 21.000 Euro.


    Aktuelle Ansicht von Gestern:
    Der Bauzaun umschließt wohl den Bereich.


    April 2015

  • ^Nachdem es nun auch ein Bild in der Freien Presse zu sehen gibt, frage ich mich auch wie hier die Endsumme entstanden ist.


    Aber wir kennen das ja, wie es so ist, dann ist's am ende dieser Preis, keiner weiß, aber anders leider nicht möglich.

  • Heute morgen bin ich an den neuen Bänken vorbeigeradelt. An sich gefallen sie mir schon, aber sie wirken etwas klein und verloren auf dem großen Platz. Was denkt ihr?

  • Von den Bildern her zu schliessen sieht das Museum innen toll aus, aber der Vorplatz ist schrecklich. Total kahl. Tot. Wo sind die Baueme? Ein Riesenplatz, kahl, ohne Baueme und ohne Leute, was soll das?


    Die Holzklumpen haben uebrigens schon grosse Risse.


    Die selbe Firma plant uebrigens den neuen Campusplatz an der Reichenhainer Str: hoffentlich wird das besser.


    Die selbe Firma plant den Campusplatz? Na das passt ja wieder alles gut zusammen. Da waren wohl wieder paar Seilschaften zusammen abendessen.

  • Nun bin ich ja offen für Vieles und weiß auch, dass Dinge - gerade im öffentlichen Raum - Summen verschlingen, die sich dem unbedarften Normalbürger erst einmal als gigantisch hoch darstellen.


    ABER: Ich bin gestern auch an den "Einbäumen" vorbeigefahren und kann die Meinungen hier nur unterstützen: Sie sind zu klein, wirken geradezu mickrig, sie nehmen nicht den Schwung der Bodensteine und der gesamten Umgebung auf (gut sichtbar in einer Skizze in der Freien Presse) und passen insgesamt irgendwie gar nicht.


    Da wäre es deutlich schöner gewesen, viel raumgreifender und mit diesem Schwung ein Podest mit Holzauflage (wie bei den Pinguinen) hinzusetzen.


    So ist es irgendwie wirklich... sehr schade.

  • Man kann schon mit Sicherheit sagen dass dieses sogenannte Projekt bei den Chemnitzern glattweg durchgefallen ist.


    Hier stellt sich mir die frage warum man bei diesbezüglichen Platzgestaltungen
    nicht einen Wettbewerb vollbringen kann und mehr als nur eine Variante dann auf biegen und erbrechen durchsetzt.


    Bei dieser Art der stillen Bevorzugung haben die Herren der Verantwortung nun ihr Echo vor Augen.


    Von der Idee einen Touch des Verweilens zu schaffen, was an sich gut ist,
    ist im Ergebnis alles rausgeschmissenes Geld.


    Kunst ist eine Betrachtungsweise und sollte ebenso seinen Platz überall finden dürfen.
    Doch an dieser Stelle inmitten der Stadt hat man leider nicht weiter gedacht.


    Viel Geld für nichts und ohne wirklichen nutzen.


    Wer wird da verweilen..?
    Diese Thüringer Holzstämme werden wohl nur von Schulklassen genutzt die auf den Rest der Mitschüler warten, bis sie vollzählig sind und dann alle nach hause gehen.


    Von vornherein hätte man einen anziehend schöneren Stephan Heym Platz gestalten sollen.


    Sicher steckt bei diversen Sitzgelegenheiten die Angst dahinter, unliebsam Pausierende Leuts da zu haben.
    Aber so zwei aus Dubai Klimatisiert gezüchtete Europäische Baumstämme da zu platzieren ist schlichtweg einfallslos.


    An einen anderen Ort, würde diese Art der Kunst bestimmt besser zur Geltung kommen.


    Vor allen ist Holz ein Natur-gut.
    Der Platz ist aber Beton-gut.


    Totholz zum Grauen Stein.:lach:
    Dann passt es zwar, aber eine Baumreihe zwei drei schöne Bänke und ein Papierkorb hätten die Sache an diesem Ort
    das gegeben was auch für Besucher und deren Augen eine angenehme Atmosphäre geschaffen hätte.


    hätte, hätte, hätte!

  • Ich verstehe einfach nicht, wie man für so einen Quark zehntausende Euro zum Fenster rausschmeißen und gleichzeitig Denkmäler verfallen lassen kann.

  • Ich finde nicht, dass Geld für Kunst herausgeschmissenes Geld ist. Irgendwie muss man die Plätze ja gestalten. Man kann das auch nicht immer mit einer anderen Stelle verrechnen. Hier ist nur etwas zu klein geraten.

  • Zumindest ich habe nichts von rausgeschmissenem Geld geschrieben.


    In erster Linie handelt es sich aber dort nicht um Kunst, sondern um ein funktionales Objekt. Die "Erschaffer" sind auch nicht vorrangig "Künstler", sondern Landschaftsarchitekten, denen es meines Erachtens ein großes Anliegen sein sollte, die Umgebung und deren Gestalt in ihre Planungen aufzunehmen. Das ist an dieser Stelle einfach grundlegend nicht geglückt. Wären sie Künstler, dann wären sie - mit Verlaub - schlechte. Die Proportionen und das Gesamterscheinungsbild mit diesem Platz passen einfach 0.


    Dazu kommt, dass leider in Chemnitz häufig bis meistens das "Danach" nicht mit bedacht wird. Wir können uns gern in 1/2/5 Jahren einmal dort treffen und uns die guten Stücke anschauen: Sie werden bemalt, eingeritzt, für Skater eingewachst und (nennen wir es) versifft sein.


    Das gleiche Spiel wiederholt sich leider immer wieder auf/an öffentlichen Plätzen dieser Stadt. Natürlich ist Vandalismus und schlechtes Wetter zu verurteilen, trotzdem sollte es (vor allem auch von Landschaftsarchitekten) immer mit bedacht werden. Eine Stadt lebt nunmal. Als abschreckendes Beispiel empfehle ich das "Theatron" auf dem Theaterplatz mit Blick von eben diesem. Es ist hochgradig gruselig, was sich dem Betrachter da inzwischen bietet. Eine schöne breite Treppe aus weniger anfälligem Material und ein "Instandhaltungs- und Putzplan" wären da evtl. die bessere Wahl gewesen.

  • Mal noch zwei Bilder des Megaprojektes:



    Das ganze ist nicht nur zu klein, es sieht auch schäbig aus.


    Mai 2015


    Derweil lässt das Thema der Presse auch nachhaltig keine Ruhe.


    Morgenpost Auszug von heute:
    Ein Herr, wohl aus Chemnitz Rabenstein möchte seine Baumstämme für den gleichen Preis an die Stadt Verkaufen
    um das eingenommene Geld für die Restaurierung des Eisenbahn-Viaduktes an der Oberfrohnaer Straße spenden.
    Für dessen Erhalt und die damit nötigen Reparaturen wurden die benötigten Gelder nicht freigegeben.
    75.000€ würden benötigt und für so was greift man tief in die Tasche.


    Mit anderen Worten:


    Solche Vorhaben schlagen hohe Wellen und man versteht manch Denkweise im handeln nicht.
    Das Wort der Steuergeldverschwendung ist schon richtig gewählt.



    Vielleicht ist es auch der Spezial Lack aus China der die Sonneneinstrahlung bis 33,457°C + und 19,483°C -
    in seiner Maximalen Kraft das Holz auch noch in 12 bis 24 Monaten noch so aussehen lässt wie am ersten Tag.?

  • Im Zusammenspiel mit dem brusthohen Raps auf dem leeren Baufeld neben der beschmierten Schockenwand wirken diese "Kanu"Bänke erst richtig! Chemnitzer Innenstadt eben.

  • ^
    Am kommenden Mittwoch (20.05.2015) berichtet auch Stern TV über das Thema.
    Scheinbar möchte man die Gestaltung des Platzes noch weiter führen.
    Schauen wir mal:lach:

  • Die Spaßvögel haben es gut auf den Punkt gebracht wie man prinzipiell eine Stadt "möbliert" so dass man sich als Mensch auch wohlfühlen kann. Was man in dieser Stadt aber scheinbar nicht begreift: Einfache Parkbänke nebst ein paar Grünpflanzen zur Abschottung vom Straßenverkehr und Auflockerung des betonierten Platzes reichen auch.


    Das was die Stadt immer wieder gern macht wirkt oftmals so als wolle man das Rad krampfhaft neu erfinden oder ist eben einfach nur lieblos.


    Für mich bleibt noch die Frage, wer für den Humbug mit den 60000€-Arche-Noah-Bänken verantwortlich ist.