Kaufhaus Schocken / Landesmuseum für Archäologie

  • Es ist denke ich schon deutlich, dass mittlerweile auch in der Stadtverwaltung durchgedrungen ist, dass die breiten Straßen um die Innenstadt der Stadtentwicklung nicht förderlich sind. Konkret wird das auch an den schon genannten offiziellen Überlegungen zu Brücken- und vor allem Theaterstraße, am deutlichsten in diesem Interview von OB Ludwig und Tiefbauamtsleiter Gregorzyk geäußert. Allerdings glaube ich persönlich, dass in Verbindung mit dem Chemnitzer Modell nur der Umbau der Theaterstraße realistisch ist, wobei es auch hier immer wieder Bemühungen gibt, diese Pläne insgesamt zu zerreden, zuletzt wieder aus Röhrsdorf. Ein großer Wurf an anderen Stellen, der auch die Bebauungskanten verschiebt, ist aber Träumerei und wirtschaftlich nicht darstellbar. Absolut unrealistisch ist für mich vor allem die Verlängerung der Dresdner Straße in Richtung Augustusburger Straße, der Kosten-Nutzen-Faktor dürfte unterirdisch sein. Deshalb wird die Bahnhofstraße als wichtige Hauptverkehrsachse bestehen bleiben. Eine winzige Hoffnung irgendwann in den nächsten Jahrzehnten kann man für die im Innenstadtbereich völlig überdimensionierte Augustusburger Straße haben, falls irgendwann ernsthafte Investoren für den Parkplatz im Kreuzungsbereich auftreten (Luftbild). Da wäre das Potential da, die neue Bebauung an das Ideal der europäischen Stadt anzunähern - und zwar durch eine Reduzierung der Fahrspuren, die Verschiebung der Bahngleise und möglichst auch einer Neugestaltung der gegenüberliegenden Häuserzeile nach Abriss der Plattenbauten, die nur durch Leerstand und Ramschläden geprägt sind. Auch hier ist aber eher der Wunsch Vater des Gedankens und eher von Jahrzehnten bis zur Wiedervorlage des Themas auszugehen, wenn überhaupt.

  • Noch einmal aktuelle Bilder vom Zukünftigen Landesmuseum für Archäologie ...



    Rückseite immer noch mit Gerüst..




    Blick-Brückenstraße...



    davor der kleine Stefan Heym Platz, der von Fußgängern und Straßenbahnen gemeinsam frequentiert wird.
    Wenn das Museum im Frühjahr öffnen wird, wird auch hier die Frequentierung zunehmen..
    auf der gegenüberliegenden Seite füllt sich ein Bürogebäude ebenfalls mit Leben.



    Mai2013

  • Während die Museumschefin vermeldet, dass "alles im Plan" für die Eröffnung des Archäologiemuseums im Frühjahr 2014 liege, beschweren sich Baufirmen über seit Monaten ausstehende Zahlungen von der GGG, wie heute in der Freien Presse zu lesen ist. So hat etwa die Firma, die die Innenputz-Arbeiten im Schocken erledigt hat, im August 2012 den letzten Abschlag erhalten und wartet noch auf 203.000 von insgesamt 1,1 Millionen Euro. Die Verzögerungen entstünden durch immer neue Forderungen und überraschende Mangelanzeigen. Zudem sei die Kommunikation für die beteiligten Firmen durch wechselnde Ansprechpartner erschwert. Währenddessen müssen auf die nicht vorhandenen Einnahmen schon Mehrwertsteuern und Gewinnsteuern abgeführt werden. Auch der Firma Ebert Bau aus Berga/Elster in Thüringen fehlt seit einem Jahr eine sechsstellige Summe für Rohbauleistungen.

  • Es stand letztens schon in der FP, dass sich der Eröffnungstermin leicht von Frühling 2014 nach Frühsommer 2014 verschiebt. Ich hoffe, dass das die letzte Verschiebung bleibt und das Museum endlich mal eröffnet.

  • So, heute am 16.01. hat der Freistaat bekanntgegeben, dass das Landesmuseum für Archäologie am 16.05.2014, also in genau vier Monaten, endlich eröffnen wird. Ein paar Information gibt es hier zu lesen.

  • Manchmal kann man nur mit dem Kopf schütteln: Im Eingangsbereich des neuen Archäologiemuseums hat man sinnvollerweise Garderobenschränke hingestellt, in denen Besucher ihre Jacken und Taschen sowie Mitarbeiter Ware des Museumsshops ablegen können. Weil man das Geld des Steuerzahlers ausgibt, hat man diese aber gleich vier Meter hoch gebaut, um jetzt völlig erstaunt festzustellen, dass niemand die oberen Spinde erreichen kann. Aber man hat schon eine Lösung für das Problem und gibt noch mal Geld aus, um die nicht erreichbaren Schränke zu verkleiden (Quelle).

  • Heute wird das smac offiziell eröffnet. Dazu ein Beitrag vom MDR.


    Die Bilder von diesem englischsprachigen Blog vermitteln einen guten ersten Eindruck von dem Innenleben des neuen Museums. Gerade das Treppenhaus macht einen sehr abgefahrenen Eindruck. Aber auch das Atrium gibt dem Museum eine interessante Note.


    Als Lektüre noch ein sehr ausführlicher Artikel der Freien Presse.


    Und auch diese sehr umfangreiche Themenseite des MDR möchte ich noch nachreichen.

  • In Bauwelt 23.2014 ist ein recht harscher Verriss des Umbaus erschienen. Leider ist der Beitrag nicht online lesbar, auf der Website des Magazins gibt es aber ein pdf jenes Heftes, in dem 1930 über neue Bauten von Erich Mendelsohn, darunter auch das Kaufhaus Schocken in Chemnitz, berichtet wurde:


    http://www.bauwelt.de/cms/ausgabe.html?id=11810831


    In der aktuellen Ausgabe wird vor allem der über mehrere Etagen reichende Luftraum kritisiert, der als vertikale Struktur der von Mendelsohn intendierten Horizontalität des Gebäudes entgegensteht. Begründet wird die Kritik auch mit einem Text des Architekten aus seiner 1930 publizierten Werkmonographie, in der er die Horizontale zum adäquaten Ausdruck der neuen Zeit deklariert und entsprechende gesellschaftliche, ökonomische und kulturelle Tendenzen erwähnt. Gelobt wird die genaue Rekonstruktion der Fassade und die Idee der "Erkerausstellung" zwischen Fassade und Archäologiemuseum, in der über den Architekten, das Gebäude und die Kaufhauskette Schocken informiert wird - eine Idee der Architekten, wollte der Bauherr hier ursprünglich doch lediglich Technikräume unterbringen.

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    In der aktuellen Ausgabe wird vor allem der über mehrere Etagen reichende Luftraum kritisiert, der als vertikale Struktur der von Mendelsohn intendierten Horizontalität des Gebäudes entgegensteht.
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    Begründet wird die Kritik auch mit einem Text des Architekten aus seiner 1930 publizierten Werkmonographie, in der er die Horizontale zum adäquaten Ausdruck der neuen Zeit deklariert und entsprechende gesellschaftliche, ökonomische und kulturelle Tendenzen erwähnt.


    Gelobt wird die genaue Rekonstruktion der Fassade...


    Das haben sicherlich Puristen oder Denkmalpfleger geschrieben.


    Was würde wohl Erich Mendelsohn bevorzugen: Ein leerstehendes, dem Abriss entgegenwartendes Denkmal oder ein, der neuen Zeit und der neuen Nutzung angepasstes Gebäude?

  • In der WELT beschäftigt sich der aus Dresden stammende Journalist Dankwart Guratzsch mit dem neuen Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz. Das Gebäude wird auch -und zwar überwiegend positiv- über das Gebäude berichtet.


    Mehrfach wird im Artikel der Standort Chemnitz für dieses Museum in Frage gestellt. Der Standort Dresden erscheint dem Autor offensichtlich als geeigneter.

  • Wenn dem aus Dresden stammenden Dankwart Guratzsch Dresden dafür als geeigneter erscheint, muss das Museum ja doch was taugen. :lol:

  • Sitze vorm smac


    Auszug der Morgenpost von heute:
    Der Vorplatz des Archäologie-Museums "smac" bekommt eine neue Sitzgruppe.
    Bis Ende April bauen Stadt und ggg ab heute für 61.000€ neue Möbel aus Eichenholz.


    ...


    Das finde ich gut, da es vor dem smac doch recht Grau war bis heute:-)


  • Wobei ich die versprochenen Vitrinen als wichtiger empfunden hätte. Meiner Meinung nach. Schlichte Steinbänke ohne Lehne, hätten es so sicher auch getan. Aber okay ist persönliche Meinung. Schön fände ich allerdings auch, wenn man die Fahnenhalter am Gebäude auch mal nutzen würde um die Ausstellung auch vor dem Gebäude zu bewerben. Wenn man nicht an die Giebelwand guckt, könnte man glatt am Gebäude vorbei laufen und nicht mal merken, dass das ein Museum ist.