Kaufhaus Schocken / Landesmuseum für Archäologie

  • Ich sehe es genauso wie lguenth1. Zwar hätte ich auch nichts gegen eine reine Kunstausstellung bzw. einen deutlichen Schwerpunkt gehabt, aber da gerade bei DDR-Kunst immer wieder gefordert wird, sie in ihren gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang zu stellen, ist die Kombination von Ausstellung zur Wismut und Präsentation der Kunstsammlung doch überaus glücklich.


    Die Wismut-Ausstellung setzt in gewisserweise die Idee der archäologischen Ausstellung fort - Beziehungen zwischen Mensch, Umwelt und Kunst. Und wer Geschichte unbedingt in chronologischer Reihenfolge präsentiert bekommen möchte, kann noch einen Besuch des Sächsisches Industriemuseum dazwischenschieben. Hier beginnt die Darstellung genau dort, wo die des Landesmuseums für Archäologie abbricht, am Ende des 18. Jahrhunderts, dem Beginn der Industrialisierung in Sachsen, und endet in der Gegenwart. http://www.saechsisches-industriemuseum.de/


    In ähnlicher Weise gilt dies auch für die (bildende) Kunst. Zu den Kunstsammlungen Chemnitz gehört unter anderem eine reiche Gemäldesammlung des 19. und 20. Jahrhunderts und das Museum Gunzenhauser zeigt herausragende Arbeiten aus dem gesamten 20. Jahrhundert, darunter jedoch nur recht wenige Arbeiten aus der DDR:
    http://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/


    Die jüngste Entscheidung ist ein großer Gewinn für die Museumslandschaft in Chemnitz und Sachsen.

  • Einen ersten Einblick in die Kunstsammlung der Wismut kann man übrigens schon am 14. Mai 2011 bekommen, wenn die Wismut GmbH erstmals an der Chemnitzer Museumsnacht teilnimmt. Der Haupsitz des nunmehrigen Bundesunternehmen ist der ehemaligen Sitz der Gebietsparteileitung Wismut der SED in der Jagdschänkenstraße 29 in Siegmar.


    Wismut News, 19.04.2011
    Das „besondere Angebot“ der 12. Chemnitzer Museumsnacht: Wismut öffnet ihre Türen
    http://www.wismut.de/de/wismut…hp?id=1250&back=index.php

  • Der kleine Chemnitzer Bilderstreit geht weiter

    Runde drei im Chemnitzer Bilderstreit :lach: :


    DNN-Online, 03.05.2011
    „Die Wege der Bilder“: Wissenschaftler streiten auf Dresdner Tagung über DDR-Kunst
    http://www.dnn-online.de/kultu…-kultur_news-a-25379.html


    Am Rande einer internationalen Tagung in Dresden über die Sammlungspolitik ostdeutscher Kunst vor und nach der Wende reagierte Kunstwissenschaftler Dr. Paul Kaiser (TU Dresden) auf die die Beschwerde des Chemnitzer Künstlers Michael Morgner, dass Werke aus der Kunstsammlung des Bergbauunternehmens Wismut im künftigen Haus der Archäologie gezeigt werden sollen. Er Kaiser hält eine solche Reaktion für überzogen und wirbt für Sachlichkeit in der Debatte. „Die pauschale Abwertung aller Kunst ist nicht haltbar.“ Kaiser erinnerte daran, dass auch Morgner einst für die Harlaß-Gießerei im früheren Karl-Marx-Stadt Auftragskunst schuf.

  • Finanzminister Georg Unland zum Depotneubau

    In einem an anderer Stelle ( http://www.deutsches-architekt…d.php?p=302669#post302669 ) ausführlicher vorgestellten öffentlichen Diskussion auf Einladung des CDU-Kreisverbandes am Montagabend äußerte sich Finanzminister Georg Unland auch zum Landesmuseum.


    Angesprochen wurden auch die - nach meiner bescheidenen Einschätzung unwahrscheinlichen - Pläne, in der Nähe des Landesarchäologiemuseums ein neues Depot des Landesamtes für Archäologie einzurichten. Derzeit sei man auf der Suche nach einem Standort. Im Jahre 1997 zog das Depot des Landesmuseums in die zu einem modernen Hochregal-Lager umgebaute Turnhalle der ehemaligen Luftkriegsschule I nach Dresden-Klotzsche um. Wie man hört, platzt man dort bereits aus allen Nähten. Außerdem müßten ja dann auch die Restaurierungswerkstatt mit allen Labors mit umziehen


    Bilder von dem Objekt:
    http://www.archaeologie.sachse…seum/25_96_DEU_Screen.htm
    Luftbild: http://maps.google.de/maps?f=q…0.00119,0.002411&t=h&z=19

  • Die Freie Presse berichtet heute auch weltexklusiv über die Pläne zur Umgestaltung des Schocken-Vorplatzes (Luftbild). Die Kernpunkte:


    - Die störenden Sperrgitter und oberirdischen Kabelverteiler werden abgebaut. Den Weg zu den Museumseingängen sollen Schau-Vitrinen mit transparenter Hülle weisen. Hinzu kommen Betonbänke mit Schriftzügen, die auf das Museum hinweisen. Die Strommasten werden grau statt blau angestrichen.
    - Auf der Brückenstraße soll es in jede Richtung nur noch eine Spur geben, auf den gewonnenen Flächen sollen Längsparkplätze entstehen. Offensichtlich gilt das zwischen Bahnhofstraße und der Straße der Nationen.
    - Die Platten zwischen den Straßenbahngleisen werden gegen Steine mit der gleichen Oberfläche getauscht, wie sie auf dem gesamten Vorplatz verlegt werden.
    - In der zweiten Jahreshälfte 2011 sollen die Arbeiten ausgeschrieben und Aufträge vergeben werden. Der Bau selbst soll Anfang 2012 beginnen und acht Monate dauern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,1 Million Euro, einschließlich Fördergeld.

  • Sachsen Fernsehen berichtet heute unter der Überschrift "Veränderungen in Chemnitzer Innenstadt" über die Beschlussvorlage zur Neugestaltung des Schocken-Vorplatzes an der Brückenstraße:


    http://www.sachsen-fernsehen.d…?ID=1095&showNews=1014052


    Lob verdient in dem Zusammenhang die vor kurzen fertig gestellte Platzfläche auf dem Johannisplatz. Auch wenn der Brunnen, nach meiner Meinung nicht dort hin gehört, haben die Planer dort doch ganz geschickt vor der ehem. Bundesbankfiliale einen kleinen Platz abgetrennt. Auch die Sitzgruppe nebenan macht einen hochwertigen Eindruck. Genial wäre, wenn dort, wie ich es z. B. in Berlin gesehen habe, eine Tafel mit Fotografien und Erklärungen an die Geschichte des Platzes erinnern würde.

  • Hallo liebe Chemnitzer,

    ich konnte heute aus der Linie 21 einen kurzen Blick auf das ehemalige ...

    Kaufhaus Schocken

    ... erhaschen. Zur Straße der Nationen hin lässt das wunderbare Gebäude bereits zur Hälfte seine Hüllen fallen und zeigt sich in einem neuen Gewand.

    Freut mich sehr für diesen wichtigen und markanten Innenstadtbau.

    Morgen versuche ich Bilder nachzuliefern! :)

    Schönen Abend noch!

  • Da ich heute zufällig vor Ort war, hab ich auch gleich mal ein Foto vom Kaufhaus Schocken ohne Gerüst geschossen.
    Ich hoffe FeLiks nimmt es mir nicht übel, dass ich mich hier einfach mal so vorgedrängelt habe.


  • Da ich heute zufällig vor Ort war, hab ich auch gleich mal ein Foto vom Kaufhaus Schocken ohne Gerüst geschossen.
    Ich hoffe FeLiks nimmt es mir nicht übel, dass ich mich hier einfach mal so vorgedrängelt habe.



    - nehm ich dir natürlich nicht übel :)

    Heut Abend liefere ich noch ein ähnliches Bild ab. Ich gebe auch zu, dass ich anfangs etwas erstaunt war und mir die Fassade auch deutlich heller vorgestellt hätte.

    Ob sie vor 1945 genauso aussah, kann ich nicht sagen, da ich nur S/W Aufnahmen von dem Gebäude kenne :lach:

  • Radio Chemnitz mit noch einem Bild aus einer anderen Perspektive. Doch, ich muss sagen, passt von der Helligkeit her. Bin zufrieden. :)


    Edith packt noch einen keinen Videobeitrag von Sachsen Fernsehen oben drauf: Klick

  • Neue Chefin am Landesmuseum für Archäologie und Geschichte

    Nun hat das neue "Haus der Archäologie" in Chemnitz schon mal eine neue Chefin, die Prähistorikerin Dr. Sabine Wolfram. Sie wurde 1960 in Frankfurt am Main (Hessen) geboren und ist seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Ur- und Frühgeschichte der Universität Leipzig (http://www.uni-leipzig.de/~histsem/index.php?id=756). Bei ihrer gestrigen Vorstellung durch Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer in Chemnitz sagte Wolfram, sie wolle das Haus „auf nationaler Ebene unter den führenden Museen etablieren“.


    Ab Juli soll das Museum im früheren Kaufhaus Schocken dann eingerichtet werden. Die Kosten für den Umbau werden mit etwa 30 Millionen Euro veranschlagt. An der Eröffnung des künftigen Landesmuseums im Spätsommer oder Herbst 2013 ("Mitte nächsten Jahres") wird von der Kunst- und Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer offiziell (noch) festgehalten. Allerdings werden da auch schon Wenns und Aber eingebaut. Der immer wieder verschobenen und nun auf 2013 terminierten Museumseröffnung sieht die Ministerin "optimistisch entgegen", aber nur, wenn es gelänge, ursprünglich für 2013 eingeplante Gelder auf 2012 vorzuziehen. Das Finanzministerium habe sein Einverständnis bereits signalisiert.


    Angepeilt seien jährlich 50.000 Besucher_innen, die auch mit Sonderausstellungen zu Forschungsschwerpunkten des Landesamtes für Archäologie oder neuen Funden in Sachsen, zu regionaler oder auch internationaler Geschichte gelockt werden sollen. Die Wissenschaftsministerin hängt die Latte noch ein Stück höher: "Es dürfen auch 60.000 sein."


    Sächsische Zeitung, 22. März 2012
    Das Haus der Archäologie in Frauenhand
    http://www.sz-online.de/Nachri…uenhand/articleid-3018567


    FP, 21.03.2012
    In wenigen Tagen hat Sachsens Archäologiemuseum in Chemnitz eine Direktorin
    http://www.freiepresse.de/NACH…ktorin-artikel7939781.php


    Mit ein paar Blicken ins Innere:
    SF, 21. März 2012
    Neue Chefin für Chemnitzer Schocken
    http://www.sachsen-fernsehen.d…?ID=1095&showNews=1134045

  • Vorplatz Schockengebäude

    Ich bin heut' am Vorplatz der entstehenden Schockenbaude vorbeigekommen.
    Die Arbeiten für den Platz dort sind im vollem Gange. Es ist ein Umbau zu einem großern einheitlichen Platz geplant. Fahrradfahrer und Fußgänger sollen sich den Platz teilen. Eine neue CVAG-Haltestelle soll zudem entstehen. Parkbuchten für künftige Reisebusse werden ebenfalls an der Seite angelegt.

    Im November soll der Vorplatz (Stand: April '12) fertig sein.

    Visualisierung: links fügt sich ein geplanter (?) oder zumindest wünschenswerter Neubau an



    Fotoquelle: Stadt Chemnitz (Grafik)

  • Na wenn sich das mal lohnt. Ich finde es zwar gut, dass diese Ecke verschönert wird, aber ob diese Variante für 810.000 Euro sinnvoll ist bin ich mir nicht ganz sicher. Auf dem Entwurf sind ja noch nicht einmal Bänke oder zusätzliche Bäume zu sehen.