Baugeschehen: Zöllnerplatz

  • Ich hätte besser damit leben können, wenn man die Flucht der großen Brandwände frei gelassen und dort stattdessen Bäume gepflanzt hätte, um den Blick auf diese Erzeugnisse zu versperren. Was die Leute an dieser Art zu wohnen reizt, wird sich mir nie erschließen.

  • ^ Das Eigenheim mitten in der Stadt statt auf dem Land und damit beste Infrastruktur und alle sonstigen Annehmlichkeiten direkt vor der Haustür zu haben, ist sicher für viele Häuslebauer ein reizender Gedanke.


    Die Bebauung ist für eine innerstädtische Neugestaltung natürlich in jeglicher Hinsicht unterirdisch.

  • Diese Bebauungsart ist einfach auf so vielen Ebenen unschön.
    Überall wird sich gegen Supermärkte und große Parkplätze gewehrt - das wird heutzutage teilweise ansprechender gestaltet, als diese Häuser mit diesen Garagen in dieser Struktur zwischen dieser Bestandsbebauung.


    Es bringt nichts mehr, tolle Ideen vorzutragen aber dort wurden wirklich Idealvorraussetzungen für mehr oder weniger mutige Townhouses im direkten Anschluss an die Bestandsbebauung verschenkt.

  • ^ Das Eigenheim mitten in der Stadt statt auf dem Land und damit beste Infrastruktur und alle sonstigen Annehmlichkeiten direkt vor der Haustür zu haben, ist sicher für viele Häuslebauer ein reizender Gedanke.


    Sieht man ja. Allerdings ist die Garage hier ja nicht viel kleiner als das eigentliche Haus. Auf's Auto kann und will man also nicht verzichten. Einen richtigen Garten oder gar Ruhe bekommt man dort auch nicht. Aber gut, jeder wie er will.

  • Neubauvorhaben an der Hauboldstraße 31, nähe des Kreuzungsbereiches Eckstraße.


    An gleicher Stelle wollte man schon vor zwei Jahren bauen, es kam aber nicht dazu.
    Nun versucht man sich erneut.


    Entstehen soll ein Vierfamilienhaus ganz passend zum Stil der neuen Umgebung.



    Straßenansicht, Bild 1. Rückansicht, Bild 2:


    Bilderquelle: HDH - Planungs- und Koordinierungs- AG


    Ausstattung


    Das Projekt wird in massiver Bauweise "Stein auf Stein" errichtet.
    Die Anforderungen der EnEV 2014, Stand 01.04.2016 werden erfüllt.
    Die Wohnung wird gehoben ausgestattet.
    -3-fach-Verglasung
    - Autom. Be- und Entlüftung mit Wärmerückgew.
    - Fußbodenheizung
    - Hochwertige Sanitärausstattung
    - Separates Dusch-WC
    - Balkon mit Südausrichtung
    u. v. m. sind bereits Standard.
    Auf Wunsch kann ein Stellplatz zum Preis von 7.500,00 € erworben werden.
    Link zu Immobilienscout 24 <

  • Die Rückseite des Gebäudes ist ja noch annehmbar. Simpel, aber soweit erträglich.


    Wenn ich aber die Straßenansicht sehe läufts mir kalt den Rücken runter...Ein wildes hin und her von Farbe (sofern man grau und weiß als solches bezeichnen möchte) und Ausbuchtungen, ohne jeglichen Anspruch an Ästhetik. Diesen lebensgroßen, verschandelten Playmobilbausatz als "Wunderschönen Neubau" zu bewerben ist frech. Ganz zu schweigen davon, dass ich kaum glaube, dass jemand für so etwas bei 160m² knapp 400.000 Euro verpulvern möchte.


    Aber wer weiß - vielleicht bin ich ja zu oberflächlich und für den Käufer zählt nur das Innere :nono:

  • Hier im Beitrag ein erster Neubau an der Hauboldstraße, der sich noch den Gegebenheiten der Nachbarbebauung anpasste.
    Dann war aber schluss.
    Das dieser Neubau extra betont wird mit Schönheit oder so..das klingt auch wie ein trotz, aber auch bei den Neubauten an der Eck,
    Hauboldstraße hatte man in Großbuchstaben lesen müssen "Echt Gut!"
    Da schüttelts einen.
    Es wird wirklich Zeit, das die Leute wieder auf Geschmack achten der auch das Äußerliche zeigt.
    In so einem Fall, da kann alles so bleiben wie es ist, denn es ist keine Freude mehr wenn man so verunstaltet und das den Leuten noch als Beautiful Verkauft.

  • Es ist toll, dass diese Ecke bebaut wird. Über die Art und Weise brauchen wir nicht zu diskutieren.
    Weiß jemand, ob es nicht irgendeine Vorgabe diesbezüglich gibt? Ich sprach an anderer Stelle einmal an, dass selbst für Gewerbegebiete ja teils strikte Vorgaben zu Fassadengestaltung, Geschossanzahl etc. gemacht werden. Bei innerstädtischen (Filet-)Stücken scheint das aber nicht zu gelten.


    Davon abgesehen ist die Beschreibung wirklich amüsant. Im 2. OG "über den Dächern" eines Stadtteils, bei dem selbst die Keller mehrheitlich deutlich höher liegen und auch die unmittelbare Umgebung zu großen Teilen doppelt so hoch bebaut ist. Aber ja, auf das Dach des Autohauses kann man evtl. knapp draufschauen. Dazu kommt, dass ich dann für 400.000 Euro meine Einkäufe und meine zwei kleinen Kinder von meinem 7.500 Euro Stellplatz (im Freien) in den 2. Stock tragen darf. Einen Fahrstuhl gibt es nicht. Hihi.


    Abschließend: Mit tut es in der Seele weh, wie dieser Bereich Eck-/Hauboldstraße mit Potential für eine beachtliche Wohnbebauung so zerpflückt und verunstaltet wurde und wird.

  • Eck-/Hauboldstraße

    [gestalterische Vorgaben]
    Bei innerstädtischen (Filet-)Stücken scheint das aber nicht zu gelten.


    „Filet-Stücke“ – so sagt man heute.


    Vor noch gar nicht all zu langer Zeit, als der Bebauungsplan aufgestellt wurde und ich diesem strikt ablehnend gegenüberstand, lag obenauf, überhaupt eine Bebauung zu erreichen. So ist auch hier argumentiert worden: einzig Neubauten ohne Beziehung zur Blockstruktur seien realistisch. Es tröstet mich, dass die Meinung nun recht einhellig anders aussieht. In dieser Sache hilft es nicht, aber es gibt guten Grund zu hoffen, dass es solch eine Bewegung über dieses Diskussionsforum hinaus gibt und sich das beizeiten in Bauvorhaben und im Stadtbild niederschlagen wird.


    Davon abgesehen ist die Beschreibung wirklich amüsant. Im 2. OG über den Dächern eines Stadtteils, bei dem selbst die Keller mehrheitlich deutlich höher liegen und selbst die unmittelbare Umgebung zu großen Teilen doppelt so hoch bebaut ist.


    „Über den Dächern“ – stimmt doch, wenn man sich auf die Einfamilienklötzchen ringsrum bezieht! Da fehlt einfach der Blick über den Tellerrand, in jeglicher Hinsicht. Ich vermute, dass das überhaupt die Grundlage der Neubebauung dieser Gegend ist.

  • „Filet-Stücke“ – so sagt man heute.


    Vor noch gar nicht all zu langer Zeit, als der Bebauungsplan aufgestellt wurde und ich diesem strikt ablehnend gegenüberstand, lag obenauf, überhaupt eine Bebauung zu erreichen. So ist auch hier argumentiert worden: einzig Neubauten ohne Beziehung zur Blockstruktur seien realistisch. ...


    ... das ist ein Trauerspiel. Dann lieber hätte man das Areal für "bessere Zeiten" aufgehoben. Wenn man an diese nicht glaubt, ist man an den Entscheider-Positionen fehl am Platze. Und das Kind ist ja zumindest bei dem jetzt geplanten Bau nicht vor Jahren in den Brunnen gefallen. Dieser Plan ist neu. Man hätte dort problemlos die Bestandsbebauung geschickt aufgreifen können.


    Und diese Auswüchse gibt es ja eben leider auch nicht nur in (als solche meines Erachtens fehleingeschätzten) "Problemlagen" - auch der stark nachgefragte "heilige" Kaßberg wird mit einem sich nicht integrierenden weißgrauroten Rauputzklotz nach dem anderen zugekleistert.

  • Nun Äußerlich fertig, die zwei nah anstehenden Platten, äh..Würfel......


    Im Bilde zuletzt hier <


    Die Bauherren benötigen bei diesen Komplexen Stil natürlich Selbsttherapien.
    Man muss sich und die Umgebung bewusst davon Überzeugen, das dies Echt gut, bzw. Echt gut Ausgesucht sei, was da Qualitativ gewachsen ist.
    Man muss es sich immer wieder einreden...das hilft bestimmt.



    weitere Würfel folgen..


    Juni 2016

  • Die alte Laterne gibt dem letzten Bild eine gewisse Tragikkomik. Ansonsten muss hier ja fast befürchten, dass diese Eigenheime nicht mit Notbauten für Flüchtlinge verwechselt werden.

  • Update von.... Neubau der Einfamilienhäuser an der Haubold, Eck & Further Straße:


    Man hat nochmal den Pinsel Geschwungen...Ein Grauton sollte es sein der mit zum Weiss hinzukam.
    Zwischen den Würfeln gibt es jeweils eine Garage.


    Seitliche Ansicht von der Further Straße:



    Aktuell ist man direkt an der Eckstraße bei zwei Würfelbauten dabei und auf dem Grundstücksinneren bei einem.


    Ansicht, Eckstraße in Richtung, Hauboldstraße:




    Hier passt noch eins rein:



    Die zwei in Bau:



    Nun äußerlich so gut wie fertig:




    Eckstraße in Richtung Further Straße:



    Dahinter das dritte .. in Bau:


    September 2016

  • Beim hier erwähnt geplanten Projekt scheint es einen Rückzieher gegeben zu haben. Es scheint sicher das es nicht mehr realisiert werden wird.




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    Juni 2017

  • ^ War heute das erste Mal seit sicher zehn Jahren da hinten an der Eckstraße und ich muss sagen, dass mir das Ergebnis gar nicht so schlecht gefällt. Meiner Meinung nach ist hier ein attraktiver innerstädtischer Wohnort entstanden - im Vergleich zur städtebaulichen Katastrophe nach dem Abriss der Altbauten. Da sich nicht alle Lücken in Chemnitz schließen lassen und sich die Bevölkerungsentwicklung in den nächsten Jahren auch wieder ins Negative umkehren wird, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


    Architektonisch sind die Gebäude etwas dürftig und hätten meiner Meinung nach auch noch eine Etage mehr vertragen. Städtebaulich ist das aber durchaus ein Gewinn (natürlich immer im Vergleich zur Nach-Abriss-Zeit).