Leipzig: Premier Inn Hotel statt Unister-Brache (Bauphase)

  • ^ die Gebäudehöhe auf der Brühl Seite ist, entgegen meiner Erwartungen, absolut stimmig und nicht zu niedrig. Dennoch bin ich immer noch nicht damit zufrieden, dass man hier eine höhere Ecksituation schafft. Im Einklang mit der ursprünglichen Bebauung der Goethestraße mit seinen großen Hotels und Geschäftshäusern, wäre hier eher eine Schaufassade als eine Staffelung angebracht. Nun ja.



    Heute gab es bei beiden Hotels Richtfest. Die LVZ hat auch einen kleineren Artikel dazu, mit ersten Bildern aus dem Rohbau und einem Musterzimmer. Die Ausgestaltung im "Capri" aus Singapur ist - wie mittlerweile oft - im 1950er Kontext gehalten. Die Ausgestaltung des Premier Inn wird wahrscheinlich im britischen Stil daherkommen.


    Die beiden Hotels sind erst das zweite Projekt nach Frankfurt/Main auf dem deutschen Markt. Die normalerweise dazugehörende Coffe-House-Kette "Costa" wurde vor kurzem an Coca-Cola verkauft um Geld für die Erschließung des Marktes in Deutschland rein zu bekommen. Ob die Filiale dann noch nach Leipzig kommt, bleibt abzuwarten. Aber gut...

  • Ansicht Goethestrasse - auch wenn die Hüllen noch nicht gefallen sind lässt sich Wirkung auf das Straßenbild erahnen:
    Bild: meins, zur freien Verwendung

  • positiv: - nicht fade, die Fassade...

    negativ: - der erste Eindruck erinnert an Rohbauzustände, mit sichtbaren Tragkonstruktionen und behelfsmäßig ausgefachten Wänden

  • Hmm, mein erster Eindruck war, dass die Fassade nicht besonders hochwertig wirkt, trotz der Steinelemente... aber warten wir mal ab wie alles aussieht, wenn auch die Gerüste am Brühl fallen...

  • ^Nachdem das Capri Hotel ja bereits enthüllt wurde ist jetzt auch das benachbarte Premier Inn gerüstfrei:

    vsymmdwg.jpg
    bsz36hvf.jpg Bilder: meine, gemeinfrei

  • ^Insgesamt sieht der Brühl aber schon ziemlich trostlos aus. Fußgänger quetschen sich auf enge Fußwege, der Rest ist zuasphaltiert bzw. Parkplatz. Meiner Meinung nach sollten die Parkplätze komplett verschwinden (es gibt ja mehr als genügend Stellflächen in Parkhäusern), breitere Fußwege und Fahrradspuren angelegt werden, und auf jeden Fall Bäume gepflanzt werden. Vielleicht ließe sich damit eine Flaniermeile herstellen, die Publikumsverkehr von der Nikolaistraße entlang des Brühls in Richtung Ritterstraße lenkt, was sicherlich förderlich für das Gewerbe in dieser Ecke innerhalb des Rings wäre.

  • So recht mag mir der Capri-Neubau nicht gefallen... Der ockerfarbene Stein und die gelben Putz-Faschen beißen sich etwas. Auch ist mir der Stein etwas zu stark gemustert. Ich hoffe, dass hier der Zahn der Zeit etwas Farbe und Muster herausnimmt. Die Fenster-Anordnung sagt mir auch nicht richtig zu. Man hätte komplett auf die gelben Putzfaschen verzichten sollen und stattdessen größere Fenster bzw. zusätzliche Fenster einsetzen sollen. Die Rasterung des Gebäudes selbst und das Dach finde ich hingegen gelungen.


    Das danebenliegende Premier-Inn gefällt mir sehr gut. Wirkt auf den Bildern sehr elegant.

  • ^^weil der Bruehl zw. Nikolai- und Goethestr. keine Geschaeftsmeile ist (nur Office und Logis und Parkhaus, bis auf Ohrakel-Records) und der Hauptfussverkehr senkrecht dazu vom Bahnhof zur Nikolaikirche et v.v. verlaeuft.

  • ^...dann ist da noch das Imperii an der Ecke zur Ritterstraße... 10m weiter der Asia Supermarkt am unteren Ende der Ritterstrasse, gegenüber endet Ölßners Hof...am Ende vom Brühl lockt der Park hinter der Oper...das alles ließe sich, meine ich, besser verbinden.

    Zumal die Höfe am Brühl das andere Ende des Brühl erfolgreich wiederbelebt haben, warum nicht gleich den Rundumschlag machen und die ganze Ost-West-Achse attraktiver gestalten?

  • Der fast wieder komplett geschlossene Blockrand am Brühl hat sicher im östlichen Teil eine gewissen Tristesse. Hotelfassadfen und die dortige fehlende EG-Nutzung machen es halt auch schwer. Deswegen denke ich auch nicht, dass hier eine Fussßgängerzone so schnell helfen würde. Bäume in den engen Straßen der Innenstadt führen auch zu einer nicht unerheblichen Verschattung. Außerdem ist dem historischen Kontext deswegen ja auch der Promenadenring mit seinem Grünstreifen sowie den Parks am der Rande der Innenstadt entstanden.


    Wichtig ist hier primär die städtebauliche Reparatur. Falls sich dann aus dem genannten Grund ein Nutzungsdruck zu mehr Einzelhandel oder später gar einer Fußgängerzone erhöht, um so besser. Aber die Kleinteiligkeit bekommen wir nun nicht mehr zurück.