Leipzig: Premier Inn Hotel statt Unister-Brache (Bauphase)

  • ... ich fürchte, vom "BAUSTART!" kann noch nich gesprochen werden: für meine Begriffe nutzt man das mögliche Baugelände als Abstellfläche für die nicht mehr benötigten Gerätschaften der Baustelle "Oelsners Hof". Dieses Bohrgerät jedenfalls stammt von dort, wie ich selbst beobachten konnte...

  • Zur allgemeinen Erbauung:


    Gestern erschien Folge 475 in der LVZ. Der Titel der Serie hieß diesmal: "Goethestraße. Unister hält an Neubauprojekt fest". In dem Artikelchen teilt Jens Rometsch der geneigten Leserin mit, dass Unister seine Pläne für einen Neubau an der Goethestraße nicht aufgegeben hat. Dies versicherte Firmensprecher Konstantin Korosides auf LVZ-Anfrage. Er meinte gegenüber der Zeitung weiter, trotz der mehrfachen Verschiebungen sei nun ein gutes Ende in greifbarer Nähe. "Der Baubeginn steht bevor. Der exakte Termin wird in den nächsten Wochen feststehen." Fortsetzung folgt.

  • Am Bauzaun hängen nun seit einiger Zeit Hochtief-Schilder. Bauen die Ölßners Hof? Stellt sich ja schon die Frage wesewegen man den Bohrer noch gebrauch an der Ö-H-Baustelle noch an der Unisterecke untersstellen muss.

  • ^ Mit den Tiefbauarbeiten bei Oelßners Hof ist die Bauer-Gruppe tätig. Nach Dave's Meldung vom Baustart war auch mein erster Gedanke, dass die Baugeräte von Oelßners Hof womöglich auf der Unister-Brache nebenan abgestellt werden. Wenn jetzt aber Hochtief-Schilder am Bauzaun hängen, können wir das allerdings fast ausschließen.

  • Wenn man wenigstens das Gebäude errichten würde. Die letzten Entwürfe waren ja dann eine Bereicherung für den Standort rum um die Oper. Ob Unister am Ende einzieht ist ja relativ egal. Vermieten könnte man es sicher auch so.

  • Wenn man wenigstens das Gebäude errichten würde. Die letzten Entwürfe waren ja dann eine Bereicherung für den Standort rum um die Oper. Ob Unister am Ende einzieht ist ja relativ egal. Vermieten könnte man es sicher auch so.


    Klar! Lasst uns das Grundstück kaufen und einen Turm bauen. Wir lieben doch alle diese Stadt und wollen einen beitrag zur Verschönerung leisten! Koste es, was wolle. Im Notfall deklarieren wir es als Denkmal, wer braucht dafür schon Mieter?
    Manchmal frage ich mich...
    Eine Bereicherung für den Standort wäre gewesen, wenn der Eigentümer des einstigen "Tomatenbunkers" daran interessiert gewesen wäre seine bestehende Immobilie marktfähig zu vermieten. Aber solange selbst Investlöcher noch lukrativer sind sehe ich in nächster Zukunft hier nur das Burgplatzloch II.

  • gibt es zwei raubbaus?


    das brühlpelz-gebäude keine hundert meter weiter wird als total tolle "höhendominante" für unverzichtbar erklärt - und hier wird gegen einen "turm" geätzt.
    lass mich dir kurz die unterschiede erklären: falls diese unister-zentrale gebaut werden sollte, wird sie niedriger ausfallen als das brühlpelz-dings. und dieser "turm" würde auch nicht kreuz und quer zum bestehenden strassenraster errichtet werden, sondern genau dort, wo aus gutem grund bereits seit 90 jahren die allmähliche anlage einer ring-city geplant ist.


    kosten würde das ganze weder dich noch mich irgendeinen cent. frag dich mal lieber, warum eher versucht wird, neubauten zu errichten als in abgetakelte ddr-buden zu investieren. die antwort ist im grunde ganz einfach - auch wenn du vermutlich nicht darauf kommen wirst...

  • Moin dj,


    nee, es gibt nur einen raubbau. Aber viele Rabauken:).


    Ich fand nur den Umstand bemerkenswert, dass einige Schöngeister einfach etwas hingebaut haben wollen. Egal von wem oder für wen. Du weißt sicher, wenn Du Hubert Ritter schon bemühst, dass aus seiner Sicht die Grünanlagen des Promenadenrings auch nur als Reserveflächen für den Straßenverkehr gedacht waren. Na dann: Ringcity und Stadtautbahn her. Für wen und wozu auch immer.

  • Right, Rabauken, auch als Trolle bekannt. Der "Tomatenbunker", der, obwohl er als Typenbau in fast exakter Kopie dutzende Male allein im ehemaligen Bezirk Leipzig wiederzufinden ist (sogar in Rot als ehemaliges Verwaltungsgebäude des CLG in Grimma) und man nicht einmal in der Lage war, seine Längsseite auf die Grundstückslänge zu bringen, war mit seinen Deckenhöhen für moderne Büronutzung schlicht nicht geeignet, da kann man vermarkten, was man will.


    Und ja, aus städtebaulicher und architektonischer Sicht ist natürlich völlig irrelevant, von wem und für wen hier gebaut wird. Hedges hat sich schlicht gewünscht, dass der Entwurf umgesetzt wird, nicht mehr und nicht weniger.

  • dj tinitus
    Was hat das Pelzgebäude bitte schön mit dem Unister-Ding zu tun? Nur weil man dort etwas erhalten will, heißt das doch nicht, dass es überall der Fall sein muss, oder? :nono:
    Aber danke für die Offenbarung - da sieht man mal wer hier schwarz/weiß denkt.

  • Klar! Lasst uns das Grundstück kaufen und einen Turm bauen. Wir lieben doch alle diese Stadt und wollen einen beitrag zur Verschönerung leisten! Koste es, was wolle. Im Notfall deklarieren wir es als Denkmal, wer braucht dafür schon Mieter?
    Manchmal frage ich mich...
    Eine Bereicherung für den Standort wäre gewesen, wenn der Eigentümer des einstigen "Tomatenbunkers" daran interessiert gewesen wäre seine bestehende Immobilie marktfähig zu vermieten. Aber solange selbst Investlöcher noch lukrativer sind sehe ich in nächster Zukunft hier nur das Burgplatzloch II.


    Am besten nochmal meinen post durchlesen - es sind ja nur 4 kurze Sätze. Dann kannst du dir selbst die Frage stellen wo die Diskrepanz zwischen meinem Wunsch nach einem vermietetem Neubau liegt, und deiner Aussage man hätte den Riegel aus den 1970er Jahren vermieten sollen. Auch nimmt mein post keinen Bezug zum Vorgängerbau auf sondern bezieht sich auf die gegenwärtige Situation mit der Freifläche. Demnach fragte ich auch nicht nach einem Denkmal um die Stadt "schöner" (und was ist schön?) zu machen, sondern um die gegenwärtig undiskutabel schlechte Situation endlich zu beenden.


    Aber wie war das schon bei Don Quixote: aus harmlosen Windmühlen wurden Armeen von grausamen Riesen......

  • ich versuche es nochmal:


    Wenn man wenigstens das Gebäude errichten würde.


    Wer ist "man", wenn nicht der Eigentümer? Die Stadtverschönerungsguerilla?


    Die letzten Entwürfe waren ja dann eine Bereicherung für den Standort rum um die Oper.


    Ansichtssache. Andere würden behaupten die Grundstückspreise würden dadurch nachhaltig beeinträchtigt. Wenn Unister vielleicht noch eine Leuchtreklame anbringen will - was würde der Betreiber des "Novotel" dazu sagen?!


    Ob Unister am Ende einzieht ist ja relativ egal.


    Genau, weil ja die wohltätige Stadtverschönerungsguerilla auf fremden Grundstücken planen, bauen und einziehen lassen kann was und wen sie will.


    Vermieten könnte man es sicher auch so.


    Wer ist "man"??!!


    Wenn`s nur ein Wunsch ist, nehme ich alles wieder zurück.

  • Der gedankliche Link von hedges "man" zum damit gemeinten Bauherren, den man sicher nicht in jedem Satz erwähnen muß, ist doch nun wirklich äußerst kurz.


  • Gerade ging es noch um den Inhalt meines posts und nun um die Ausdrucksweise. Wenn man (du) keine Argumente hat, sollte man (du) es lieber lassen. Damit beende ich die "Diskussion" von meiner Seite.

  • ^ Einsicht ist der erste Weg zur Besserung: Sorry meinerseits!


    Am Rande: Unister ist meines Wissens auf vier Mietobjekte verteilt. Beim Verkauf dieses Filetgrundstückes dürfte die Miete für lange Zeit gesichert sein. Dann würden die Karten für eine Neubebauung neu gemischt, denn die geplante Architektur spiegelte ja nur das Selbstverständnis dieses Unternehmens wieder. In ein städtebauliches Korsett gezwängt.

  • Unister verspricht Baustart noch in diesem Jahr

    Heute schon gelacht?:


    Unister-Sprecher Dr. Konstantin Korosides: „Wir möchten noch in diesem Jahr offiziell mit dem Bau starten!“ Die Baugenehmigung für das 30-Millionen-Projekt liegt seit dem 21. Oktober 2011 vor.


    BILD, 10.12.2012
    Firmen-Zentrale am Brühl
    Unister verspricht Baustart noch in diesem Jahr
    http://www.bild.de/regional/le…m-jahr-27589324.bild.html

  • Wegen der Landesbauordung oder wegen dem Deckenschluss vorm Jahresende? Die Baugenehmigung gilt bis 2014:


    http://www.bauordnungen.de/Sachsen.pdf


    § 73
    Geltungsdauer der Genehmigung
    (1) Die Baugenehmigung und die Teilbaugenehmigung erlöschen, wenn innerhalb von drei
    Jahren nach ihrer Erteilung mit der Ausführung des Bauvorhabens nicht begonnen oder die
    Bauausführung länger als zwei Jahre unterbrochen worden ist.
    (2) Die Frist nach Absatz 1 kann auf schriftlichen Antrag jeweils um bis zu zwei Jahre
    verlängert werden. Sie kann auch rückwirkend verlängert werden, wenn der Antrag vor
    Fristablauf bei der Bauaufsichtsbehörde eingegangen ist.