Leipzig: Premier Inn Hotel statt Unister-Brache (Bauphase)

  • @ Ranger : Das ist mir bekannt. Ich nehme ja auch auf die alte Paulinerkriche bezug. Jedoch erwähnst du mit keinem Wort die von dir benannten 80 Jahre.

  • Genau diese "Torsituation" am Augustusplatz meinte ich. Die alte Paulinerkirche hatte aber wirklich keinen so prägnanten Turm wie das neue Paulinum. Ein zweites Hochhaus in der Goethestraße fände ich aber weit weniger passend.


    Was ich vorteilhaft fände: Man könnte den Ursprungsentwurf quasi an der Parallelachse zwischen Brühl und Ritterstraße spiegeln und 2 ausgepräckte Ecken realisieren. Dann meinetwegen in der Form und Höhe wie im 1. Entwurf an der Ecke Brühl/Goethestraße. Das würde gleichzeitig die Ecke zur Ritterstraße aufwerten und das Karree schließen. Aber ich weiß nicht ob die gesamte Brache Unister gehört.
    Mich würde aber sowieso mal interessieren wie die Ecke Ritterstraße/Goethestraße gestaltet werden soll.

  • Gärtner


    das würde aber kein zuwachs an fläche bringen. das dachgeschoss ist so oder so schon recht hochgezogen. die sowieso existierende etage um ein paar meter nach vorne zu ziehen und mit graden, statt schrägen wänden auszustatten, bringt niemals 200 mitarbeiter mehr unter. es geht nunmal nur mit einer erhöhung der etagenzahl (wie auch immer) oder einer umverteilung der geplanten fläche (sprich, weniger wohnfläche).

  • Wahrscheinlich hast du Recht. Und das Karree wird wohl ebenfalls aufbleiben, da es eine Autozufahrt gibt und in der Brandmauer in der Ritterstraße Fenster sind, wie man bei bing sehen kann.

  • ich glaub, auf den entwürfen sah es so aus, als ob es bis ran gebaut wird, allerdings hast du recht, da sind ja wirklich fenster zu der seite. mhh. ob da nen lichtschacht gelassen wird. aber das is dann natürlich auch ne ziemliche zumutung für die anwohner, die nach dort ihre fenster habn. 2 meter gegnüber so nen klotz stehen zu habn.
    weiß jmd, wie man sich da geeinigt hat? das is ja wirklich unabhängig, von 10 oder 11 oder 12 etagen.

  • Es bleibt spannend. Mittlerweile schaltet Unister schon Stellenanzeigen für "den Aufbau eines Teams am Standort Chemnitz". Entweder muß das explosionsartige Wachstum mit Teams in allen ostdeutschen Städten abgefangen werden oder...

  • Unister greift Informatikstudenten ab, die sich neben dem Studium etwas dazuverdienen wollen oder danach nen einfachen Berufseinstieg suchen. Das hat das Unternehmen selber schon betont (Pressemitteilung ist weiter oben verlinkt) und plant demzufolge wohl auch Niederlassungen in Ilmenau und anderen Städten.

  • @ Gärtner in #124

    Die Entwürfe sehen, wie auf dieser Visualisierungen zu sehen ist, eine Schließung des Karrees in der Kleinen Ritterstraße vor. Ich nehme an, dass sich hinter den Fenstern des Nachbargebäudes keine Wohnungen oder Büros befinden.

  • Beobachtung von heute: am Nebengebäude Brühl 74 ist eine Metallstütze angebracht - zumindest dieses Problem scheint also beseitig worden zu sein. Da auch der Schuttberg an sich kleiner geworden ist, gehe ich davon aus, dass die letzten Reste des alten Gebäudes bald verschwunden sein werden.

  • Die LVZ berichtet heute, dass wohl eine Einigung zwischen Stadt und Unister bevorsteht. Die Modalitäten sind dabei ähnlich wie vor 2 Wochen beschrieben:

    • Dachkonstruktion zur Ritterstraße und zum Brühl 'deutlich reduziert'
    • Dachkante stärker herausgearbeitet
    • Es erfolgt eine nicht genauer spezifizierte Reduzierung der Nutzfläche
    • Turm im Eckbereich erhält 12 Geschosse plus Staffelgeschoss (letzte Visualisierung: 11 ohne Staffel)
  • q.e.d., am Ende die allseits erwartete einvernehmliche Lösung, die natürlich auch ganz ohne mediales Säbelrasseln möglich gewesen wäre. Unister hat wieder mal ein paar Sympathien verspielt, und wir müssen jetzt auf das lustige Bauerntheater verzichten. Mal abwarten, ob das Headquater überhaupt je fertig gebaut wird. Der 13stöckige Turm wird/würde natürlich schon starker Tobak. Wie ist das nun mit einer Klage der Novotel-Betreiber wegen Verstoß gegen den Bebauungsplan, das hatte zur Nedden doch selbst ins Spiel gebracht?

  • Wenn man dem ganzen Affentheater um Jungstar Wagner etwas abgewinnen kann, dann dass der Entwurf gestalterisch hinzugewonnen hat. Durch die Höhenreduzierung des Baukörpers zu seinen Nachbargebäuden und der Erhöhung des Turms wird der Bau an Profil gewinnen, sich besser in seine Umgebung einfügen und weniger monoton wirken.

  • Wie plump der Eckturm wirkt, wird vor allem der Entwurf qualifizieren: mir ist höher und schmaler lieber als umgekehrt (lieber 5x5 Fensterachsen und 13 Geschosse als 6x6x12). Ein Staffelgeschoss als Abschluss könnte eine sehr klassische Wirkung entfalten und eine Art Spitze simulieren, quasi ein Zitat der 30er-Jahre-Wolkenkratzer in NY (das dürfte Thomas Wagner gefallen), wobei ich hier freilich nicht in den Verdacht geraten möchte, die Dimensionen vergleichen zu wollen.

  • ich vermute, auch bei der 12+1 variante wird es bei 6x6 fensterachsen bleiben. sonst würden im staffelgeschoss kaum nennenswerte büroflächen enstehen.
    bald wissen wir mehr.

  • hab mir die visualisierungen nochmal genauer angeschaut (und hoff, es wurde nicht schon erwähnt, ansonsten entschuldigt die doppelnennung), aber auch im promenadenbereich wurde beim neueren entwurf deutlich eingekürzt, was ich sehr schade finde. der aktuelle erstreckt sich ausschließlich auf die ausmaße des "turmes", ehemals ging es fast über die halbe gebäudebreite.

  • Unister-Zentrale wird gebaut


    Der Baufachausschuss hat gestern die überarbeiteten Pläne von Luka Kalkof genehmigt. Somit sei laut LVZ der Streit zwischen Unister und Stadt nun beendet. Beide Parteien freuen sich über den Kompromiss.


    Die Fassade der neuen Unister-Zentrale an der Ecke Goethestraße/Brühl hat sich jedoch ganz schön geändert. Es wird 12 Geschosse geben, dazu kommen Erker am Unister-Tower und ein hohes Fenster für 2 Etagen zusammen.


    Der neue Entwurf und weiteres auf >> http://www.stadtbild-leipzig.de/LVZ_240310_Unister.pdf

  • ^ Der Turm ist auf den ersten Blick eine klassische Verschlimmbesserung (als ob Erker und durchgehende Verglasung Flächengewinne bedueten), die Betonung des Eingangsbereichs durch Hochziehen der Säulen auf 3 Etagen ist aber nicht verkehrt. Das Staffelgeschoss auf dem Turm hätte m.E. auch durchaus stärker sichtbar sein dürfen, das hätte einen 'klassischeren' Eindruck gemacht. Die Dachgeschosszone des Hauptgebäudes wird man durch das Zurücksetzen vermutlich von der Straßenebene aus gar nicht mehr sehen, d.h. die überdimensionierten Erker stören nicht mehr ganz so.


    Nun gut, Hauptsache, der Spuk ist vorbei und es kann endlich gebaut werden.

  • Ich kann die Begeisterung nicht teilen, der dritte (veröffentlichte) Entwurf ist noch schlechter als der zweite, der schon um einiges schlechter als der Wettbewerbsgewinner war. Der Turm ist nun noch blockhafter auf einer Grundfläche von inzwischen bereits sieben mal acht Fensterachsen, die vertikalen Betonung wurde ersetzt durch die üblichen stinklangweiligen postmodernen Spielereien, und die extra-klobigen Dachgauben hat man auch beibehalten. Da ist die höhergezogene Sockelzone ein schwacher Trost. Ich denke, da werden sich einige noch umgucken, wie schwer und monolithisch der Bau einmal wirken wird. Alle Visualisierungen zeigen mit Bedacht die Perspektive mit dem ebenfalls recht einfallslosen Novotel im Anschnitt. Die Kontaktzone zum Pelzhandelshaus Gbr. Assuschkewitz oder die Straßenausprägung gegenüber dem Rektorat wage ich mir kaum vorzustellen. In meinen Augen ein Kuhhandel, der unter öffentlichem Druck zustandekam, den sich vor allem die gleichermaßen einseitige und wie aufgeregte Berichterstattung unserer Leipziger Volksverdummungszeitung (LVZ) auf die Fahne schreiben kann.