Leipzig: Premier Inn Hotel statt Unister-Brache (Bauphase)

  • Kein Problem!
    habe aufgrund des kleinen Bildformats darauf geschlossen, dass es sich um die Abbildung aus cl handelt-wenns ni so ist dann um so besser und Entschuldigung!


    Eine höhere Sockelzone empfiehlt sich aus meiner Sicht nicht, erstens "springt" diese dann auch wieder aus der Straßenflucht (Vergleich Sockel Novotel) und die Kubatur des Turmes wird noch gestauchter/ weniger vertikal betont.
    Leider verliert der Sockel aufgrund des steigenden Straßenniveaus zum Augustusplatz hin an Höhe - das ist schade lässt sicht aber nur mit Höhensprüngen oder "schräger" Sockellinie ändern...und das sieht dann wirklich Banane aus!

  • Wenn man alten und neuen Entwurf vergleicht, sieht man nicht nur ein Stockwerk mehr, sondern auch weniger Dacherker (dafür sind sie klobiger) und der "Turmklotz" hat jetzt auch zur Goethestraße 6 Fenster in der Horizontalen, wird also ebenfalls klobiger. Und die Spitzen auf dem Turm erinnern irgendwie an die Schießscharten eines Burgturms. Ich finde das Gebäude so noch weniger gelungen als mit dem ersten Entwurf. Da wirkte ja der Plattenbau weniger klotzig. Das Novotel sieht dagegen irgendwie "harmloser" aus.

  • ^ Gutes Auge. War mir noch gar nicht aufgefallen. Die Spitze des Turmes wirkt jetzt wirklich beinahe historisierend. Unabhängig davon zeigt der neue Entwurf doch deutlich, dass es nie gut ist, möglichst viel Nutzfläche aus möglichst kleinem Raum unterzubringen - außer, man entscheidet sich dediziert für ein Hochhaus. Im City-Hochhaus hat Aengevelt insgesamt 10 Teilflächen (es handelt sich um ganze Etagen) à ~ 800 m² im Angebot. Macht 8000 m² verfügbare Fläche von insgesamt 26.115 m² Mietfläche. Laut Competitiononline sollten bereits im Wettbewerb "mindestens 25.000 m2 Bruttogeschossfläche" entstehen - rechnen wir großzügig die Wohnungen und Technikbereiche weg, entspricht dies mehr als 20 Etagen von der Größe des Cityhochhauses. Ein Hochhaus am Goerdelerring wäre wohl wirklich die beste Variante gewesen. Das hätte dann auch mehr "Dubai-Feeling" gehabt, wenn Unister den Vergleich schon heranzieht ;)

  • Reisende soll man nicht aufhalten ...


    Radio Mephisto, 19. Februar 2010
    Unister zieht nach Magdeburg
    Die Internetfirma Unister wird ihren neuen Hauptstandort in Magdeburg aufbauen.
    Das ist das Ergebnis eines Treffens mit Sachsen-Anhalts Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert. ...
    http://mephisto976.uni-leipzig…zieht-nach-magdeburg.html


    LIZ, 19.02.2010
    Unister verlässt Leipzig?!
    Michael Freitag
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…er-verlaesst-Leipzig.html

  • Gemach! Ich halte das erstmal für eine weitere Flegelei - am Freitag abend eine Pressemeldung lancieren (Original unter unister.de/firmennews), auf die vor der nächsten Arbeitswoche keiner reagieren kann. Wenn man genau liest, steht in der Überschrift, dass Unister "einen neuen Hauptstandort" errichtet. Ich frage mich, wieviele Hauptstandorte haben die denn? Normalerweise hat man ja exakt einen, nicht einen alten, einen neuen, und dann vielleicht noch eine dritten oder vierten. 100 bis 200 neue Jobs im Schwerpunkt Softwareentwicklung und Webdesign, gehen wir lieber von 100 aus, das klingt nicht nach kompletter Verlegung der Firmenzentrale. Da war wohlbemerkt von 1400 Arbeitsplätzen die Rede. Die Zahlen werden gern etwas aufgeblasen, nach der Auskunft auf der eigenen website beschäftigt Unister am Standort gegenwärtig 650 Mitarbeiter. Die Wachstumsprognose ist vielleicht doch insgesamt etwas gewagt. Auch die kolportierte Investitionssumme ist schnell mal um 15 Mio. in die Höhe geschnellt. Ich denke, der Poker geht einfach auf nunmehr schon gewohnt unsachlichem Niveau weiter. Einmal mehr: nicht erpressen lassen!

  • wenn man all die praktisch sofort beziehbaren buroflächen und die alterantiven standortvorschläge für den neubau in der stadt bedenkt, kann man im grunde nur zu dem schluss gelangen, dass mit dem ganzen tam tam von anfang an das ziel verfolgt wurde, auswärtige wirtschaftsdezernenten auf sich aufmerksam zu machen, um ihnen fördergelder aus dem kreuz zu leiern. von irgendwas muss man ja seine studentischen hilfskräfte bezahlen.
    seriös ist das nicht, aber legal.


    um so grösser die nachträgliche genugtuung darüber, dass ihm nicht das ostufer des cospudener sees für sein "golf-ressort" in die hände fiel.

  • leider koennen wir, bei der arbeitsmarktlage in leipzig, auf solche projekte nicht verzichten. aber ich denke auch das es eher taktik ist. in der presse steht dass es eine niederlassung in magdeburg wird anstatt verlegung des hauptsitzes.

  • Albernes Gehabe ! Unister macht sich lächerlich damit !


    Wie ein bockiges Kind in der Ecke zu stehen und zu schreien : Ich will ! Ich will ! Ich will !!! So gehts schon mal gar nicht. Sicher ist Unister in einer gewissen Position, dies legitimiert jedoch nicht dieses Gehabe und vor allem auch nicht, dass geltendes Baurecht ausser Kraft gesetzt wird !


    Die Stadt Leipzig täte gut daran den Gesprächstermin am 24.02. erst einmal abzusagen aufgrund der aktuellen Geschehnisse und Diffamierungen nebst Unwahrheiten und Ruhe einkehren zu lassen. Unister hat den Termin de facto per Pressemitteilung und Interview schon abgesagt und zudem bekannt gegeben nach MD gehen zu wollen. Insofern besteht seitens der Stadt Leipzig überhaupt keine Veranlassung mehr an dem Termin festzuhalten.


    Auch Unister wird nach einer Phase der Ruhe einsichtig werden und man wird sich dann hinter vorgehaltener Hand wieder annähern.


    Ich prophezeihe: Unister wird in Leipzig bleiben und auch bauen ! Hunde die bellen, beissen nicht ... ;-)

  • Denke ich auch. Wagner hat am Ende zumindest eine Menge Sympathien verspielt. Die Drohkulisse geht ja wohlbemerkt auf Kosten der eigenen Mitarbeiter, die formal fürchten müssen, vor die Alternative gestellt zu werden, entweder ihren Job zu verlieren oder umziehen zu müssen. Nichts für ungut, aber ich kenne nicht viele Leipziger, die darauf brennen, nach Magdeburg zu ziehen. Die ständige Beleidigung der Bürgermeister lässt im Übrigen völlig außer Acht, dass das keine Monarchen sind, die nach Gutdünken schalten und walten können.


    Ich denke, es gibt zwei Möglichkeiten dieses ganze Bauerntheater zu deuten: entweder hat Wagner sich einfach das falsche Grundstück ausgesucht, das wäre eine unternehmerische Fehlleistung, die nicht gerade Weitblick verrät, oder es geht ihm schlicht um Gewinnmaximierung - die oberen Geschosse sollen gemäß Innenstadtsatzung ohnehin Wohnungen aufnehmen, und die wären natürlich attaktiver und teurer zu veräußern, wenn sie ein ordentliches Stück über die Umgebung hinausragen.

  • ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man bei der eigenen belegschaft sich große fans macht. auch wenn ich nichts gegen magdeburg habe, ist ja eine historische stadt, würde ich mir schon verar***t vorkommen, wenn ich von einer 1/2 millionenstadt, die momentan am wiederaufblühen ist, in ein 200k städtchen ziehen müsste, welches seit der wiedervereinigung einen konstanten bevölkerungsrückgang verzeichnet. wie ihr schon alle sagt .... die einzigen, die sich kurzweilig freuen werden, sind die magdeburger studenten. bis sie merken, dass sie auch nur ausgebeutet werden ;)

  • So ganz hat Unister-Gründer Thomas Wagner seine Baupläne in Leipzig und vor allem die geplante Überhöhung wohl tatsächlich nicht aufgegeben und keilt weiter gegen die Stadt. Er sei "besonders verärgert ... über permanent wiederholte Behauptungen des Oberbürgermeisters Burkhard Jung und des Baubürgermeisters Martin zur Nedden (beide SPD), wonach Unister mit der favorisierten Bauhöhe von 36,80 Metern gegen geltendes Baurecht verstoße (§ 34 Baugesetzgebung)." Wagner: "Das ist schlichtweg falsch und eine gezielte Fehlinformation der Bürger. Die Herren sollten sich juristisch beraten lassen und nicht zur Rechtfertigung Ihrer Untätigkeit einen solchen Unsinn behaupten." Sein Fachanwalt für Verwaltungsrecht Klaus Füßer ( http://www.fuesser.de/ ) wies darauf hin, dass die Stadt bei einer weiteren Ablehnung der 36,8 Meter Schadensersatz riskiere.


    Internetunternehmen Unister Holding GmbH gründet in Magdeburg einen neuen Hauptstandort - und nicht in Schweinfurt
    http://www.swex.de/news/detail.php?nr=5336


    Heike Scheller, Sachgebietsleiterin Mitte im Stadtplanungsamt, hatte bereits zuvor daraufhingewiesen, dass die Stadt mit einer Traufhöhe von 23 Metern bereits an die Grenzen dessen gegangen ist, was die Innenstadtsatzung erlaubt. http://ads.unister-gmbh.de/new…terBauLeipzig20100213.pdf


    Ist das noch im Rahmen oder nicht doch schon pathologisch? Kann und soll man mit so einem Typen noch verhandeln?

  • hi zusammen,
    schon mal überlegt wer bei diesem poker-spiel tatsächlich das schlechtere deck in der hand hat?
    letzten endes ist die unister ja nicht mit leipzig verheiratet, wenn die sich also geographisch umorientieren (müssen?) dann juckt die das am ende auch nicht wirklich. klar passiert das nicht von heut auf morgen-aber die neue zentrale in leipzig wäre ja auch nicht nächste woche fertig...und ob ich nun 2 jahre lang in leipzig/magdeburg/schweinfurt/dubai...baue?!
    die stadtverwaltung hingegen ist im prinzip jetzt schon verlierer-entweder man lenkt ein und macht sich in der öffentlichkeit erpressbar oder man bleibt hart und erntet genauso viel gegenwind aus der wirtschaft/politik.
    das finde ich an der debatte gerade das eigentlich spannende-gibt es eine lösung die beide seiten das gesicht waren lässt?

  • Sollte am Montag nicht das Gespräch zwischen Unister und der Stadt stattfinden? Thomas Wagner wird (einmal mehr) wohl nicht daran teilnehmen können, denn er hat laut Mainpost ein Gespräch mit dem Schweinfurter Wirtschaftsförderer Hans Schnabel. Der ist ihm zuvor in einem Brief entgegengekommen, wie sich Wagner offenbar wünscht, im Kotau und mit Fußkuß: "Die Tränen kommen einem Wirtschaftsförderer, wenn er liest, wie Sie derzeit in Leipzig um Ihre Baugenehmigung ringen müssen." Wie tief kann und muss man eigentlich als Wirtschaftsförderer kriechen?


    SCHWEINFURT
    Vergebliche Mühe? Schnabel will Internetfirma nach Schweinfurt locken
    Unister hat sich entschieden und zieht von Leipzig nach Magedeburg um
    http://www.mainpost.de/lokales…urt-locken;art742,5474618

  • gesetze verletzen...

    also die innenstaadtsatzung und der § 34 BauGB sind nicht dasselbe!
    wenn man also höher baut als die innenstadtsatzung zulässt verstösst man noch lange nicht gegen § 34.
    der hat ja sowieso einen höchst interpretativen charakter-da können dann juristen und gutachter/sachverständige im falle eines rechtsstreits gern jahre drüber fetzen....


    tja... und wer von euch kennt eigentlich die innenstadtsatzung-da ist von 18-20m durchschnittlicher traufhöhe! die rede-nicht absoluter gebäudehöhe!!!
    also wird de facto nicht einmal die satzung verletzt!


    und solange nix genehmigt und/oder gebaut ist wurde sowieso noch kein recht gebeugt lediglich darüber gestritten (wenn auch öffentlich)...

  • wenn sich unister nicht noch ganz lächerlich machen will, sollten sie über ihre alternativen wirklich kritisch entscheiden. magdeburg war ja nun schon wirklich eine recht unbedeutende stadt, aber jetzt noch schweinfurt? vielleicht macht borna oder buxtehude noch ein gutes angebot. je nachdem, wer besser schleimen kann ^^

  • @ GrIngO kAhN: der neue Entwurf sieht laut den bisherigen Berichten auch eine höhere, wenn auch leicht versetzte Traufhöhe vor, da das Zusatzgeschoss ja eben unterhalb dieser eingefügt wird.


    @ Ranger: Magdeburg liegt aufgrund der erwähnten Informatikfakultät und der mangelhaften Jobaussichten tatsächlich recht Nahe. Für die doch im unteren Mittelfeld liegenden Löhne, die Unister zahlt, wird man pro Stadt eben nicht ohne Ende Mitarbeiter aquirieren können. Kein Wunder, dass die Standorte Düsseldorf und Hamburg hauptsächlich dazu dienen, mittels Unister Media näher am Kunden zu sein, während in Berlin auch programmiert wird. Mit der "Bedeutung der Stadt" hat das dann weniger zu tun, wobei ich auch finde, dass man Magdeburg als Landeshauptstadt unrecht tut, es als unbedeutend zu bezeichnen.

  • nur eine stadt als bedeutsam zu bezeichnen (immer im vergleich zu anderen standortmöglichkeiten gesehn), weil sie regierungssitz eines bundeslandes ist, find ich nicht unbedingt von großem gewicht. für die ziele von unister könnte sie genau richtig sein, wie ihr schon richtig sagtet. informatik-fachbereich, kaum arbeitsplätze in diesem bereich. billige löhne für studenten, auch verglichen zu anderen städten deutschlands. nur wirkliche "spezis" kann man damit eben nicht locken .... wer aus hamburg kommt, der wird es schwer habn, mit dem gedanken "hey, wir gehn nach magdeburg, hier gibts 3 subways, 1 mc donalds und ein großraumkino, wie großstädtisch ^^" :Nieder: entschuldigt bitte meine unsachlichkeit, aber ich denke, es macht die mangelnde weltstädtichkeit magdeburgs recht deutlich, denke ich. eben immer im vergleich zu unisters eigentlicher ersten wahl, des standortes. magdeburg/leipzig ist eben ein genauso ungleicher vergleich wie leipzig/münchen. immer eine frage der gewichtung von standortfaktoren ^^

  • OT: Niemand zieht aus Hamburg einem Unister Programmierjob hinterher (als Projektmanager, von denen es allerdings nur wenige gibt, mag das schon anders aussehen). Wenn man beispielsweise aus Haldensleben kommt und in Magdeburg studiert, hat man dann eben direkt dort eine Jobmöglichkeit und muss gar nicht erst wegziehen. Das ist doch der Sinn der Aufteilung auf mehrere ausführende Standorte - die Leute da abzuholen, wo sie sind und damit das Wachstum zu stemmen. Magdeburg wird keine neue Unternehmenszentrale, deswegen ist das Image Magdeburgs für den neuen Standort auch vollkommen irrelevant.

  • mal rechnen...


    36,80m neue gebäudehöhe durch 11 geschosse ergibt ca 3,35m geschosshöhe
    (bei durchgängig gleicher geschosshöhe)
    wie es aussieht liegt der 1. rücksprung (also die traufe) über dem 6. OG also
    7 mal 3,35m entspricht traufhöhe bei 23,45m
    das sind 45cm über der traufe des wettbewerbs (nach aussage fr. scheller 23,00m)


    also ich find 45cm mehr ja nicht gerade dramatisch, beim bildermuseum ist das schließlich 36,00m also 16m! über innenstadtsatzung (soviel zur flexibilität der stadtverwaltung)-aber wie schon beschrieben, es geht nicht um die traufe sondern die gesamthöhe und da gibts leider keine festgesetze zahl sondern "nur" den § 34

  • ^ Wenn ich jetzt mal behaupte, dass das Erdgeschoss höher ist als die anderen Geschosse, man bedenkt, dass wir es mit einem Grundstück mit Höhenunterschied zu tun haben, kommt die Milchmädchenrechnung schon wieder ein wenig durcheinander. Man kann glaube ich getrost konstantieren, dass wir wissen, dass wir nichts wissen. Würde mich auch nicht wundern, wenn noch ausdisktuiert werden muss, was denn hier wirklich als Traufe gewertet wird, der Rücksprung des ersten, neuen Staffelgeschosses ist nämlich absurd gering. Kein Wunder, musste er doch augenscheinlich nachträglich eingefügt werden, ohne die darüber liegenden Stockwerke zu ändern.


    Zum Bildermuseumsvergleich fällt mir langsam nicht mehr ein, was man dazu noch sagen soll. Bitte mal Solitär nachschlagen...