Leipzig: Premier Inn Hotel statt Unister-Brache (Bauphase)

  • was die mangelnde erweiterbarkeit angeht, habt ihr wirklich recht. was ist denn, wenn die in 3 jahren 500 mitarbeiter brauchen? so internetfirmen wachsen ja dann doch teilweise schneller, als in anderen branchen, wenn man die richtige niche gefunden hat. ^^

  • ^ Die 200 Mitarbeiter sollen wohl in der einen Etage untergebracht werden. Unister hat bereits jetzt weit mehr als 1000 Mitarbeiter. Die Idee von dj tinitus hat wirklich Charme. Drei Büroetagen samt Hinterhaus im Brühl 74 dürften in etwa die gleiche Fläche bieten. Und die Ritterstraße 44 samt Hinterhaus will auch noch saniert werden. Die zusätzliche Etage würde Unister aber wohl günstiger kriegen.


    Bei einem Blick auf Bing Maps sieht man im Übrigen auch, wer eventuell gegen die Überhöhung und damit verbundene Verschattung klagen könnte: das Novotel und die Bewohner des Dachgeschosses der Ritterstraße 40.

  • da muß ich den oben genannten argumenten zustimmen - man kann nicht einfach eine planung aendern. wir haben nunmal ein rechts-system mit bauantrag usw. warum sollte unister hier machen koennen was sie wollen - das muß nunmal genemigt werden.


    aber ich muß auch sagen dass ich die erhoehung nicht schlimm finde. der bruehl hat eine schon bestehende, hohe durchsnittsbebauung und die nachbarschafft zur oper und zum park fangen die groeße, staedtebalich wieder auf. eine der besten adressen von leipzig > warum nicht!

  • Weil das ein häßlicher monotoner Klotz ist, der schon jetzt in seiner Wirkung für die Stadtlandschaft hart am Limit des Erträglichen schwimmt. Jede weitere Etage lässt das Fass überlaufen. Wagner ist für mich ein übergeschnappter Kasper, der ein bißchen zu viel Höhenluft geschnuppert hat, das zeigt sein gesamtes Auftreten immer wieder. Bloß nicht erpressen lassen!

  • also ich find schon, dass der brühl eine vergleichsweise hohe bebauung vertragen kann. und "klotzig" find ich den entwurf nicht. vielleicht hat eine streckung in die vertikale auch positive effekte, um das ganze gebäude etwas zu dehnen, und weg von einer "klotzform" zu kommen.un die gliederung in 3 zonen ist doch eine architektonisch gute lösung. und dass dieser bau das innenstadt-flair zerstört, find ich nun überhaupt nicht. an dieser stelle ist mit dem novotell auch schon ein recht imposanter bau errichtet worden. welcher, meiner meinung nach, ein großstädtischs gefühl verleiht, wenn man den hbf aus der osthalle verlässt.

  • Laut L-IZ schlägt LINKE-Stadtrat Siegfried Schlegel für die Unister-Zentrale andere Ort vor. Dazu denkt er an den Stadtring, im Bereich des Wintergartenhochhauses, Gerberstraße/Tröndlinring oder am Wilhelm-Leuschner-Platz. Oder man solle einfach bestehende Büroflächen in der Innenstadt nutzen.


    Aber warum kein eigenes Gebäude? Warum immer mieten?


    Ich finde den aktuellen Standort völlig okay und passend. Wenn jetzt ein anderer Standort ausgewählt wird, haben wir wieder eine Brache wie bei den Höfen am Brühl.


    Aber ich muss sagen, der Standort Tröndlinring/Gerberstraße ist eigentlich gar nicht so schlecht für die Neue Zentrale. Auch wenn ich mir natürlich die Auferstehung der Neuen Börse an diesem Ort wünsche, Fassadentechnisch. Aber dort würde dieser hohe Bau auch ganz gut hinpassen, würde endlich die Lücke zwischen Altbau und THE WESTIN HOTEL schließen. Aber ein große Internetfirma an einer Hauptstraße?


    Am Wilhelm-Leuschner-Platz ist auch okay. Direkt zwischen Peterssteinweg/Martin-Luther-Ring/Grünewaldstraße/Windmühlenstraße jedoch nicht. Eher westlich des Peterssteinwegs, wo die Neue Trinitatiskirche geplant ist. Auch wenn denen bereits das Grundstück gehört.


    Warum die Stadt Leipzig nur immer Investoren aus der Altstadt verdrängen will? Von der Gestaltung des Gebäudes verstehe ich es natürlich.


    Zum L-IZ Artikel >> http://www.l-iz.de/Politik/Bre…ums-Unister-Hochhaus.html

  • ^ Weder will die Stadt Leipzig Investoren aus der Stadt drängen noch sollte einem Investor nahegelegt werden, doch lieber zu mieten statt selber zu bauen, wie es die Linke tut. Da kommen wir dann nämlich wirklich fix in den Bereich des Investorenvergraulens, insofern sollte sicher Herr Schlegel da ein wenig zurückhalten. Sicherlich gibt es in der Leipziger Innenstadt genügend Bürofläche zu mieten, außer im Cityhochhaus dürfte es aber nirgends zusammenhängend genügend Fläche geben. Das relativiert die Vorschläge dann wieder. Wenn Unister bauen möchte, ist dies natürlich sehr willkommen, allerdings im Rahmen der bekannten Regeln.


    Unister hat sich hier meines Erachtens mit dem Neureichengebahren des Herrn Wagner ähnlich wie am Cospudener See verspekuliert.


    Die CDU schlägt sich unterdessen laut LVZ mit Verweis aufs Bildermuseum auf die Seite von Unister, da hat man augenscheinlich noch nichts über den Unterschied zwischen einer Blockrandbebauung und einem Solitär gehört.

  • Unister in Sachsen-Anhalt?


    Heute steht in der LVZ, dass Unister ein Angebot aus Sachsen-Anhalt bekommen hat, dort ihre Firmenzentrale oder Teile hinzuverlegen. Es gebe auch Investions- und Fördermöglichkeiten. Ein Gespräch dazu soll noch in dieser Woche stattfinden.

  • Hand auf's Herz, Wagner benimmt sich wie ein pubertierender Rüpel, gegenstandslose persönliche Angriffe gegen Amtsträger inbegriffen. Schöne Zusammenfassung der Vorgänge in der Lizzy. Eine Verlegung nach Sachsen-Anhalt (LVZ-Artikel) halte ich für unwahrscheinlich. In einem Artikel in der FAZ gab er einmal an, dass Berlin als Standort (Unister hat mehrere Niederlassungen, so in Berlin, Hamburg und Düsseldorf) immer wichtiger werde, weil die hippen Grafiker und Softwareentwickler nicht nach Leipzig ziehen wollten. Ich nehme mal an, dass die auch eher nicht nach Magdeburg, Halle oder Dessau gehen würden. Auch ansonsten macht man eine Verlagerung von mehreren hundert (gegenwärtig wohl etwa 700) Mitarbeitern nicht mal so eben aus dem Affekt heraus. Nur bekommt Wagner mit diesem Argument natürlich wieder Material zum Pokern. Die oberflächliche Berichterstattung im Leipziger Zentralorgan geht mir zunehmend auf die Nerven. Die Kommentare in der Onlineausgabe zeigen zum Teil beängstigende Folgen dieser Volksverdummung. Zum Glück gibt es auch ein paar gehaltvolle Wortmeldungen.

  • was die aktuelle situation angeht, stehe auf seiten der stadt. es gibt regeln, an dich sich jeder halten muss, da bildet unister keine ausnahme.


    die zusätzliche etage lässt das gesamte gebäude viel zu "klotzig" wirken

    2 Mal editiert, zuletzt von LEconfidential () aus folgendem Grund: bin von was anderen ausgegangen

  • Das Verhalten von Herrn Wagner ist in der Tat rüpelhaft.
    Auch das Gros der Leserkommentare bei der LVZ ist nicht unbedingt von Vernunft und Reflektion geprägt.


    Der Herr Wagner scheint ein schräger, egozentrischer Vogel zu sein, der bei der LVZ offensichtlich auf Wohlwollen stösst.

  • Bezeichnend auch die Aussagen der Stadt in der LVZ, die darauf hinweisen, dass sich Wagner die Wahrheit in seinem Interview mal wieder ein wenig zurechtgelegt hat, wie sie ihm am besten passte.


    Eine Verlegung nach Sachsen-Anhalt oder Berlin wäre absurd und wohl nur in Teilen zu machen. In S-A kriegt man ganz einfach keine Leute, in Berlin kann sich Wagner mit seinen Billiglöhnen hinten anstellen, da wird der Markt der Wenigverdiener schon durch die VZ-Netzwerke und die FOx Mobile Group (Ex-Jamba) ganz gut abgegrast.

  • Zum eigentlichen Stand der Dinge gibt es keine Neuigkeiten, dafür kommen einige Details heraus, die unabhängig von Unister interessant sind - die Stadt habe nämlich jede Menge Ausweichangebote gemacht:


    • Unister wurde angeboten, dass dritte Leipziger Ringhochhaus am Goerdelerring zu bauen - laut Stadtplanungsamt "könnte an der Spitze auch groß das Firmenlogo angebracht werden." ;)
    • Ein großes Areal nähe Hauptbahnhof (vermutlich zwischen Brandenburger und Rosa-Luxemburg-Straße)
    • Das Gelände des ehemaligen Robotron-Gebäudes
    • Zukauf von Brühl 74, allerdings verlangt der heutige Eigentümer 2 Mio. Euro - zudem behindert der Besitzer die Abrissarbeiten, weswegen am 16. März ein Urteil des Dresdener Oberlandesgerichts erwartet wird. Beide Gebäude haben wohl nur eine Brandmauer und entsprechende Sicherungsarbeiten durch Unister wurden vom Besitzer verhindert. Damit erklärt sich auch, warum der Gebäuderest an dieser Stelle noch so hoch ist.


    Unabhängig davon lockt auch Schweinfurt und würde innerhalb von 4 Wochen eine Baugenehmigung für einen Neubau im "Industrie- und Gewerbepark Maintal" erteilen :lach: Ich glaube allerdings nicht, dass dies für Herrn Wagner repräsentativ genug ist :)


    Hier der Artikel


    Und noch der Vergleich alt gegen neu


    Die Lizzy widmet sich derweil den opportunistischen Zwischenrufen der lieben Parteien und bringt das gebahren von Unister ganz gut auf den Punkt:


    "Bereits beim ungeplanten "Golfressort"-Vorgang in Markkleeberg konnte man eine große Eile, die sehr gering ausgeprägte Kompromissfähigkeit der Firma Unister und die geschwungene Arbeitsplatzkeule am praktischen Beispiel beobachten. Alles sollte umgehend vonstatten gehen, rechtliche Vorgaben oder gar Meinungen von Bürgern spielten eine nachrangige Rolle"

  • Es dürfte für Herrn Wagner einigermassen schwierig sein, qualifiziertes und "hippes" Personal nach Schweinfurt zu lotsen, noch dazu in einen anonymen Gewerbepark. Aber das zeigt auch wie sehr Kommunen innerhalb Deutschlands in Konkurrenz zueinander stehen.


    1000 Arbeitsplätze sind ein gewichtiges Argument für Leipzig, aber das Gebahren von Unister kann die Stadt nicht so ohne weiteres hinnehmen, ohne womöglich einen Präzedenzfall zu schaffen und ohne den Eindruck zu erwecken von Herrn Wagner vorgeführt worden zu sein.


    Allerdings wenn ich mir die verlinkten Visualisierungen ansehe, scheint es eine vertretbare Veränderung zum genehmigten Entwurf zu sein.


    Diesbezüglich hätte ich gerne gewusst wie hoch denn das gegenüberliegende Gebäude (Novotel) ist?

  • Habe ich dies richtig im LVZ-Artikel gelesen, dass das 2 Mio. Gründerzeithaus beim Kauf abgerissen werden soll? Dann bliebe ja kaum noch etwas vom einstigen Pelzhandel in der Weltstraße (Brühl) übrig.

  • ^ Nein, das hast du falsch gelesen. Also bitte keine Gerüchte in die Welt setzen.


    @ Valjean. Laut LVZ vom Samstag befindet sich das Novotel samt Turm innerhalb der Maximalhöhre von 33 Metern, innerhalb der Unister auch sofort bauen dürfte. Die neue Planung würde also bedeuten, dass man mit 36,8 Metern also auch fast 4 Meter über die Eckdominante des Novotels hinaus baut (und sogar 80 cm höher als das Bildermuseum - nur um einen Eindruck zu bekommen). Hinzu kommt aber, dass die direkt anschliessenden Gebäude vierstöckig (wenn auch mit Deckenhöhen der vorvergangenen Jahrhundertwende) sind.


    Diese Grafik zeigt im übrigen, dass Luka Kalkof ursprünglich mit noch weniger Etagen geplant hatte. Dadurch wirkt die jetzige Planung auch so massiv.

  • Wie die LVZ berichtete, war auch ein Hochhaus am Goerdelerring im Gespräch.
    Wäre nach den jetziger Erfahrungen wohl besser gewesen.
    Insbesondere weil da schon seit Urzeiten ein Hochhaus geplant und die Stelle dafür bestens geeignet ist.

  • wie gesagt-keine Gerüchte...

    @ DaseBLN
    sorry aber das LKA am Anfang mit "noch" weniger Geschossen geplant haben ist Quatsch-dein Bild ist leider viel zu klein um etwas wesentliches darauf zu erkennen-es gibt einen weissen Einschnitt über dem 2.OG, das heißt hier wurde aus Platzgründen ein Schnitt gemacht/ 2 Geschosse rausgelassen damit die Abbildung auf den Plan passt!
    Die Pläne hingen ja in der Wandelhalle, Neues Rathaus aus-da konnte man es deutlich sehen!
    ...und man postet keine Bilder von competitionline....
    ein link tut es auch

  • Na klar, jetzt wird mir einiges klar. Man kann ja die Ordnung nicht beliebig strecken und zerren, Sockel und Dachbereich einfach beibehalten und den Mittelteil von drei auf fünf, dann auf sechs Etagen ausweiten. Die Proportionen stimmen vorn und hinten nicht mehr. Deshalb sieht die kursierende Visualisierung (siehe gestriger Beitrag von Dase) auch so plump aus. Wenigstens der Sockel müsste entsprechend erhöht werden. Außerdem ist bei dieser Baumasse eine stärkere Gliederung nötig (Turm als Risalit vorspringen lassen z.B.), sonst wirkt das Gebäude zu blockhaft. Aber vielleicht will Unister ja in einem Bauwerk residieren, dass im Volksmund "die Bastille" heißt, wer weiß?


    @Gringo: deine Anmerkung ergibt Sinn: zwei Sockel-, drei Mittel-, ein Staffel- und zwei Dachgeschosse wären irgendwie sonderbar. Willkommen im Forum übrigens.

  • @ GrIngO kAhN: Asche auf mein Haupt, den Einschnitt habe ich tatsächlich nicht erkannt.


    OT: Was du mit dem Posten von Bildern von competitiononline meinst, solltest du noch einmal genauer ausführen. In diesem Strang sind ausschliesslich von den Autoren gemachte Bilder eingebettet.