Leipzig: Premier Inn Hotel statt Unister-Brache (Bauphase)

  • Ein Rückschritt zum damaligen Wettbewerbssieger Kalkof. Der damalige erste Entwurf dazu war deutlich besser und passte besser in das "Großstädtische Flair" um den Bahnhof. Insbesondere die Ecke Goethestraße/Brühl ist nicht deutlich genug betont.
    Bleibt zu hoffen das es keine Putzfassade wird, sondern man den Natursteinansatz vom Vorentwurf übernimmt. Alles andere wäre dann "billig".


    hier nochmal zum Vergleich der bessere Vorentwurf.


    http://www.kalkof-architekten.…altung_unisterhaus_01.htm

  • Man kann ja noch gar nicht ausmachen, welches Fassadenmaterial der Neubau haben wird. Zudem heißt es in der LVZ, dass der Neubau "so in etwa" aussehen soll. Das bedeutet für mich, dass da die eine oder andere Veränderung noch kommen wird. Es geht aber für meine Begriffe in die richtige Richtung. Für mich stellt der neue Entwurf schon jetzt eine deutliche Steigerung gegenüber diesem dar. Die Betonung der EG-Zone könnte vielleicht noch bis in den zweiten Stock hochgezogen werden.

  • Eine erste kleine Visualisierung des künftigen Hotelneubaus auf der ehemaligen Unisterbrache. Ich finde, dass der neue Entwurf deutlich ausgewogener und klassischer wirkt als das, was zuletzt Unister für ihren neuen Sitz bauen wollte. Inzwischen bin ich froh, dass der insolvente Internetkonzern dort nicht gebaut hat. Das Fassadenmaterial kann man noch nicht ausmachen, aber es deutet sich bereits an, dass es Naturstein sein wird.


    Im hinteren Teil links wird das Premier Inn entstehen, das von den Düsseldorfer RKW-Architekten entworfen wurde. Der Eckbau sowie der Flügel am Brühl wird von den Nalbach-Architetekten aus Berlin realisiert. Hier kommen die 151 Appartements der Marke "Capri by Fraser" für Geschäftsreisende rein, die sich über einen längeren Zeitraum in Leipzig aufhalten werden.

    Bild: Nalbach-Architekten / Berlin

  • Ich kann hier auch eine deutliche Steigerung erkennen. Auch die geringere Ausprägung des Eckbaus finde ich sehr stimmig. Dieser hatte dort eigentlich keinen wirklichen Sinn, außer das Unister durch die fehlende Höhe an der Goethestraße (mit Gefälle in Richtung Hbf), den Eckbau zum Angleich an die Hotelbauten an der Wagnerstraße nutzen wollte.


    Auch die schon angesprochen Natursteinfassade ist eine deutliche Steigerung. Hier ist auch die Rasterung auf zwei Gebäudeteile absolut positiv. Dadurch enstehen zwei 'L' Bauen welche die Schauseite zur Goethestraße und zum Brühl haben. Dadurch vermeidet man eine komplette und eintönige Blockrandfüllung wie bei den 1990er Jahre Bauten davor. Ich hoffe, die Planungen werden so umgesetzt.

  • Das Capri geht gar nicht. Die sinnlos gewollt versetzten Fenster, die einstöckige Schürze im EG welches ein übergewicht der Zweistöckigen Fassadenbänder produziert und die überhohe Letzte Etage. Besonders der übergang des Setbacks sieht sehr plump dadurch aus, auch lassen die angedeuteten Gläsernen Absturzsicherungen schlimmes erahnen. Wirre Tektonik die bei entsprechenden verschiedenen Farbnuancen dem liederlich Propotionierten Bau den Rest geben.
    Sein Nachbar sieht bis jetzt ganz bieder aus und könnte gehen, kommt auf die Materialien an. Sehr langweilig. Ob der Versprung so wird, muss man abwarten das ist auf der Kürzungsliste immer ganz oben. Eine deutlichere Auskragung/Differenzierung wäre wünschenswert, in seiner jetzigen Fassung ist es jetzt eher so halb gar.
    Ich hoffe da wird nochmal grundlegend Hand angelegt, ansonsten leistet man sich in Leipzig den nächsten desaströsen Entwurf ala St-Trinitas und Höfe am Brühl.


    Zitat

    Damit könnten im kommenden Jahr gleich zwei Brachen an prominenter Stelle endlich verschwinden.


    ... die gar nicht erst hätten entstehen müssen. :mad: (vor allem für so einen Schund)

  • Mutlos und keinerlei Gestaltungswille? Ich kann mit dieser Kritik herzlich wenig anfangen. Die Architektur eines Hotelbaus leidet meist unter der optimalen Zimmerauslastung. Die Folge ist meist eine Aneinanderreihung von gleichförmigen Fenstern, wie diese schnelle Googlesuche verdeutlichen soll. Das wäre in meinen Augen mutlos.


    Der Entwurf für das Premier Inn und das Capri zeigt hingegen eine abwechslungsreiche Fassade. Es ist doch kein "liederlich proportionierter Bau" mit "sinnlos gewollt versetzten" Fenstern, sondern klar gegliedert mit zwei verschieden gestalteten Fensterbändern, die sich alle zwei Stockwerke wiederholen (beim Capri).


    Ich verstehe auch nicht, was der Hotelneubau auch nur im Entferntesten mit St. Trinitatis oder mit den Höfen am Brühl zu tun haben soll. Drei völlig verschiedene Bauwerke mit total unterschiedlicher Nutzung und architektonischen Anforderungen.

  • ^
    Beim Hotelbau sieht man am IBIS, wie die Gleichheit zur Ödnis wird, die graue Farbe tut da das restliche.
    Bei den o.g. Hotels ist die Fassade ebenfalls recht eintönig, wenn auch etwas besser umgesetzt. Die Dachlandschaft sieht mir noch unvollendet aus. Bei der Farbwahl hoffe ich, dass das ebenfalls nur ein Modell ist und das grau nicht bleibt.
    Für so eine Lage ist der Entwurf nicht besonders spannend. Da geht mehr.


    Was Whywolf wohl meint, ist, dass die Objekte (HaB, St. Tetris) alle nicht besonders hochwertig und anspruchsvoll sind. Die HaB sind in ihrer Masse einfach zu "dünn", die Abwechslung fehlt, die Fassadenabschnitte zu lang. Habe dazu letztens auch einige sehr abfällige Kommentare von Architekturkritikern, d.h. nicht nur "irgendwelchen Forenusern" gelesen.
    St. Tetris ist Geschmackssache, ich finde die Fassadenwahl gut, den Kirchenbau in seiner Kubatur als solches gewöhnungsbedürftig.

  • ^ woraus geht denn hervor, dass der von dir verlinkte Plan der jetzige ist? Anscheinend wird in dem von dir gezeigten, eine Zweiteilung des Blockrands vorgenommen sowie die Ecksituation mit der Höhendominante entnommen. Beide Entwicklungen halte ich völlig falsch.


    Erstens gab es zur Goethestraße vor der Kriegszerstörung hauptsächlich große Gebäudekomplexe ohne separate Fassadenabschnitte. Eine für die innere Innenstadt typische Fassadenteilung macht hier also wenig Sinn. Zum Zweiten wäre ohne die Betonung der Ecke zum Brühl, ein enstehender niedrigere Übergang zu den Hotelgebäuden, da das Gelände leicht zum Hauptbahnhof abfällt. Damit würde der Neubau kleiner erscheinen.


    Ich sehe da, zur Zeit, keine Logik. Eher zu viel (darf man hier "falsche" eintragen?) Interpretation.

  • Das Büro der RKW Architekten hat das Rennen nun gemacht. Wie schon im letzten Post geschrieben, finde ich die Teilung der Fassade an der Goethestraße nicht logisch. Im Gegensatz zum anknüpfenden Brühl und vielen Teilen der Innenstadt. Eine Unterteilung hätte demnach am Brühl stattfinden können, mit einem großen Gebäudeabschnitt entlang der Goethestraße.


    Auch finde ich die Erdgeschosszone zwar stringent gelöst, aber auch nicht erhellend in der Gestaltung. Diese könnte wesentlich offener zum Park hin, und über das EG und 1. OG gehen. Großflächige EG Zonen, den ehemaligen Hotels dort üblich und mit Gastronomie und Einzelhandel.


    Mit dem Entwurf wird dann eben weiter die damalige (notwendige) Entwicklung der Hotelbauten in den 1990er Jahren, an der Wagnerstraße, manifestiert. Anstatt hier mit der ehemaligen imposanten Goethestraße, direkt an der Oper, eine gestalterische Brücke zu bauen.

  • Auf dem Gelände wird derzeit mal wieder gebuddelt, zum Teil auch ziemlich tief, aber nur von einem Bagger (zumindest heute Mittag). Möglicherweise bauvorbereitende Maßnahmen?

  • Heute ruhte still der See - im wahrsten Sinne des Wortes. Tiefe Grube entlang der Goethestraße mit viel Wasser drin. Könnte einen netten Schwimmteich ergeben :lach:.

  • Es geht wieder weiter.
    Kafril baggert wieder und der See ist auch verschwunden.
    Wird wohl der Einbau der Anker für den Verbau bald starten.
    Hab mich eh gewundert, warum die ohne Anker so tief buddeln.


  • Die Arbeiten gehen nun mit den Verbauarbeiten los.
    Es kommt wohl die Firma Köster bei den Ausführungsarbeiten zum Einsatz. Nach der Fertigstellung des Hotels an der Messe ein schöner Projektanschluss.


  • Auf der Baustelle steht jetzt ein Kran.





    Das war jetzt sicher nicht soo interessant, aber eine Visualisierung auf der Bautafel verrät, wie das künftige Premier Inn aussehen wird. Das wird Gottseidank doch besser als das 2016 im Frankfurter Europaviertel eröffnete Premier Inn, meine ich. Und auch diese "Monstergauben" des Kalkof-Entwurfs wie oben in #350 zu sehen wurden entschärft.



    Bilder: Cowboy